Aalen und Schwäbisch Gmünd erneut zertifiziert
Attraktiver Wirtschaftsstandort ausgezeichnet
Die Städte Aalen und Schwäbisch Gmünd erzielen starke Ergebnisse bei den Zertifizierungen „Ausgezeichneter Wohnort für Fach- und Führungskräfte“ sowie „Attraktiver Wirtschaftsstandort“.
Die Auszeichnungen würdigen das Engagement der Kommunen für eine gelebte Willkommenskultur, die Gewinnung von Fachkräften und die Stärkung ihrer wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit.
„Die Zertifizierungen zeigen, dass unsere Kommunen in Ostwürttemberg die Herausforderungen des Standortwettbewerbs aktiv angehen. Sie machen sichtbar, wo bereits große Stärken vorhanden sind und wo weiteres Entwicklungspotenzial besteht“,
sagt Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm.
Thilo Rentschler, Hauptgeschäftsführer der IHK Ostwürttemberg ergänzt:
„Die Teilnahme bietet unseren Kommunen die Chance, ihr Standortmarketing zu stärken und wertvolle Impulse für mehr Wirtschaftsfreundlichkeit zu erhalten. Gleichzeitig werden kommunale Leistungen für Betriebe transparenter und die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Unternehmen verbessert.“
Aalen punktet mit Integrationsarbeit und innovativen Projekten
Die Stadt Aalen überzeugte bei den externen Auditoren mit ihrer zielgruppenspezifischen Bündelung von Willkommensangeboten für Studierende und Führungskräfte, bei der mehrsprachigen Kita „Marie Curie“ am Waldcampus wie auch mit Projekten wie „Wohnraum jetzt“, „Smart City“ und der Stärkung des Forschungs- und Bildungsstandorts. Positiv bewertet wurden außerdem das ausgebaute Integrationsmanagement sowie die Beratung internationaler Fachkräfte und Studierender.
„Aalen hat in den vergangenen Jahren kräftig in Kindebetreuung und Bildung investiert. Das umfangreiche Angebot, auch in den Ferien, ist wichtig für unsere Familien, um arbeiten zu können. Und davon profitieren wiederum die vielen Kleinunternehmer und Mittelständler, aber auch die Unternehmen im Photonic Valley. Diesen Leuchtturm, also die Verbindung von Licht, Optik und Software, wollen wir weiter in der Region stärken“,
betont Frederick Brütting, Oberbürgermeister der Stadt Aalen.
Schwäbisch Gmünd überzeugt erneut
Schwäbisch Gmünd konnte in beiden Audits durch eine außergewöhnlich hohe Kontinuität bei den Themen Integration und Familienfreundlichkeit mit einer ausgebauten Quartiersarbeit und Daseinsvorsorge punkten. Das erweiterte Start-up-Center, der Technologiepark H2-Aspen sowie der digitale Unternehmensservice haben dazu beigetragen, dass sich die Stadt auch in den kommenden Jahren „Attraktiver Wirtschaftsstandort“ nennen darf. Zukunftsaufgaben sahen die externen Auditoren insbesondere bei der konsequenten Weiterentwicklung digitaler Angebote, dem Breitbandausbau sowie der Entwicklung des Bosch-Areals.
„Eine starke, innovative Wirtschaft ist Voraussetzung für stabile kommunale Finanzen. Gerade in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten zeigt sich, wie wichtig langfristige Investitionen in Standortqualität, Digitalisierung und Netzwerke sind. Unsere Herausforderung besteht darin, wirtschaftliche Vernunft und den gesellschaftlichen Zusammenhalt miteinander in Einklang zu bringen“,
betont Richard Arnold, Oberbürgermeister der Stadt Schwäbisch Gmünd.
Thilo Rentschler und Dr. Tobias Mehlich gratulieren Aalen und Schwäbisch Gmünd zu ihren hervorragenden Ergebnissen:
„Beide Städte werden durch die Rezertifizierung ermutigt, ihre Strategien konsequent fortzusetzen und die definierten Entwicklungsziele aktiv weiterzuverfolgen. Damit stärken sie nicht nur ihre eigene Zukunftsfähigkeit, sondern auch die Attraktivität des gesamten Wirtschafts- und Lebensraums Ostwürttemberg.“
Die IHK Ostwürttemberg und die Handwerkskammer Ulm empfehlen auch anderen Kommunen der Region, sich um die Auszeichnungen zu bewerben.
(v. l. n. r.): Markus Maier (Präsident IHK Ostwürttemberg), Dr. Andreja Benkovic (Referentin Standortpolitik | Volkswirtschaft, IHK Ostwürttemberg), Alexander Groll (Wirtschaftsförderung Schwäbisch Gmünd), Frederick Brütting (Oberbürgermeister Stadt Aalen), Richard Arnold (Oberbürgermeister Stadt Schwäbisch Gmünd), Thilo Rentschler (Hauptgeschäftsführer IHK Ostwürttemberg) und Dr. Stefan Rössler (Stv. Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer Ulm).
Infokasten:
Unternehmen spielen für die wirtschaftliche Entwicklung einer Kommune eine bedeutende Rolle. Sie schaffen Arbeits- und Ausbildungsplätze, engagieren sich ehrenamtlich und fördern die Entwicklung der Kommune durch Steuerbeiträge. Damit die Unternehmen diese wichtigen Funktionen bestmöglich erfüllen können, sind sie auf gute Rahmenbedingungen des Standorts angewiesen. Die IHK Ostwürttemberg und die Handwerkskammer Ulm haben daher in enger Zusammenarbeit mit Städten und Kreisen das Qualitätszeichen „Attraktiver Wirtschaftsstandort“ erarbeitet.
Die aktuelle Re-Zertifizierung führte die Aalener imakomm AKADEMIE durch. Sie bewertete die Städte anhand eines 44 Fragen bzw. Kriterien umfassenden Prüfbogens und ihrer Internet-Angebote. Eine anonymisierte Mystery-Aktion diente der Überprüfung der Servicequalität. Bewertet wurden die Themenfelder „Konzepte und Strategien der Wirtschaftsförderung“, „wirtschaftsfreundliche Verwaltungsprozesse“, „Information und Kommunikation mit Unternehmen“, „harte und weiche Standortfaktoren“ sowie das Thema „Internationalität“.
Was können Städte und Gemeinden in Ostwürttemberg bieten, dass sie sich von anderen positiv abheben? Wie können sie inländischen und internationalen Fach- und Führungskräften ihre Angebote transparent machen? Die IHK Ostwürttemberg bietet hierfür das Qualitätszeichen „Ausgezeichneter Wohnort für Fach- und Führungskräfte" an, dass gemeinsam mit Kommunen und Wirtschaftsförderern und unter Federführung der IHK Darmstadt Rhein Main Neckar erarbeitet wurde.
Die aktuelle Re-Zertifizierung führte das in Schwäbisch Gmünd ansässige Beratungsunternehmen Kohl & Partner GmbH durch. Sie bewertete die Städte anhand eines 37 Fragen bzw. Kriterien umfassenden Prüfbogens und ihrer Internet-Angebote. Eine anonymisierte Mystery-Aktion diente der Überprüfung der Servicequalität. Bewertet wurden die Themenfelder „Strategische Zielsetzung“, „Zuzug leicht gemacht“, „Beruf und Familie“, „Internationale Fach- und Führungskräfte“ sowie das Thema „Kultur und Freizeit“.
