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Arbeitsrecht

Informationen aus dem Arbeitsrecht

Recht und Steuern

Die Ferienzeit nutzen viele Schülerinnen und Schüler auch dazu, erste Erfahrungen im Berufsleben zu sammeln. Auch für Unternehmen kann die Beschäftigung im Rahmen eines Ferienjobs interessant sein: Nicht selten können dadurch Personalengpässe ausgeglichen und möglicherweise Nachwuchskräfte gewonnen werden.

Arbeitsrecht

Arbeitgeber dürfen bei Verdachtsfällen nicht wochenlang untätig bleiben, nur weil sich ein Arbeitnehmer im Erholungsurlaub befindet. Das hat das Bundesarbeitsgericht entschieden und klargestellt: Ein generelles Kontaktverbot während des Urlaubs besteht nicht.

Arbeitsrecht

Eine innerbetriebliche Stellenausschreibung muss nicht nur Qualifikationsanforderungen enthalten, sondern auch zumindest schlagwortartig die mit der Stelle verbundenen Arbeitsaufgaben beschreiben.

Arbeitsrecht

Urlaubsansprüche sind auf der Grundlage von Arbeitstagen zu berechnen und zu erfüllen, nicht nach Kalendertagen. Das gilt auch für Beschäftigte im Rettungsdienst mit Schichtarbeit an Wochenenden und Feiertagen. Ein Anspruch auf 42 Kalendertage Urlaub besteht nicht. Das hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) mit Urteil vom 19. August 2025 entschieden.

Arbeitsrecht

Eine Führungskraft ist aufgrund ihrer arbeitsvertraglichen Loyalitäts- und Rücksichtnahmepflichten gehalten, personelle Maßnahmen zu unterlassen, die geeignet sind, die Verhandlungsposition der Arbeitgeberseite gegenüber den von einer Umstrukturierung betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu verschlechtern.

Arbeitsrecht

Ein Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, besondere Schutz- und Förderpflichten für schwerbehinderte Bewerber zu beachten, wenn ihm die Schwerbehinderteneigenschaft weder bekannt ist noch bekannt sein musste. Wird diese Eigenschaft nicht klar und eindeutig im Bewerbungsverfahren offengelegt, entfaltet sie keine Indizwirkung nach Paragraf 22 Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Das hat das Arbeitsgericht Mannheim mit Urteil vom 21. November 2025 entschieden.

Arbeitsrecht

Die unterschiedliche Behandlung vergleichbarer Arbeitnehmer ist unter Beachtung des arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatzes gerechtfertigt, wenn sie einem legitimen Zweck dient und zur Erreichung dieses Zwecks erforderlich und angemessen ist. Maßgeblich ist hierbei der Zweck für die Gewährung der Leistung - hier eine Lohnerhöhung - und nicht für deren Vorenthaltung. Dies hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) mit Urteil vom 26. November 2025 entschieden.

Arbeitsrecht

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat eine veröffentlicht über die wesentlichen Regelungen, die in seinem Zuständigkeitsbereich 2026 bereits wirksam geworden sind oder es noch werden.

Arbeitsrecht

Männer und Frauen haben bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit Anspruch auf gleiches Entgelt. Klagt eine Arbeitnehmerin auf gleiches Entgelt für gleiche oder gleichwertige Arbeit, begründet der Umstand, dass ihr Entgelt geringer ist als das eines männlichen Kollegen, der die gleiche oder gleichwertige Arbeit verrichtet, regelmäßig die Vermutung, dass diese Benachteiligung wegen des Geschlechts erfolgt ist.

Arbeitsrecht

Das Landesarbeitsgericht Düsseldorf hat einem ehemaligen Arbeitnehmer Entgeltfortzahlung zugesprochen, der sich nach seiner Eigenkündigung für die letzten zwei Wochen des Arbeitsverhältnisses krankgemeldet hatte. Nach Anhörung der behandelnden Ärztin war das LAG – anders als die Vorinstanz – von einer tatsächlichen Arbeitsunfähigkeit überzeugt.

Arbeitsrecht

Das Nachweisgesetz legt die Arbeitsbedingungen fest, die Arbeitgeber bei Beginn eines Arbeitsverhältnisses mindestens schriftlich niederlegen müssen.

RAKathrin Schmidt (Syndikusrechtsanwältin)