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Thüringer Unternehmen auf Auslandsmärkten

Aktuelles und Umfragen

Entlastungen beim Import

Zur Entlastung der Landwirtschaft hat der EU-Rat beschlossen, die Importzölle auf wichtige stickstoffhaltige Düngemittel für ein Jahr auszusetzen. Die Maßnahme soll Landwirten rund 60 Millionen Euro einsparen, gilt jedoch nicht für Importe aus Russland und Belarus.

Verfahrensvereinfachungen

Der Zoll hat am seinen Fragebogen zu zollrechtliche Bewilligungen (z.B. AEO) umfassend überarbeitet und aktualisiert. Laufende Antragsverfahren bleiben von der Umstellung unberührt.

Unternehmensumfrage Frühjahr 2026

Explodierende Energiepreise und gestörte Lieferketten infolge des Nahost-Krieges belasten deutsche Firmen weltweit. Das Ergebnis des AHK World Business Outlook Mai 2026: Die Erwartungen sinken rapide, Investitionspläne werden gestrichen.

Außenwirtschaftsreport 2026

Das Umfeld für deutsche Exporteure wird nicht einfacher. Handelskonflikte und -hürden sowie geopolitische Spannungen erschweren das internationale Geschäft. Der DIHK-Außenwirtschaftsreport 2026 verdeutlicht, wie sich die Rahmenbedingungen für die Unternehmen verändern.

Ausfuhr

Am 18. April 2026 wurden geänderte Codelisten für das Ausfuhrverfahren eingespielt, dies betrifft unter anderem das Ursprungsland bei der Ausfuhr. Ergebnis: Verspätete Sendungen und zusätzliche Kosten.

Pflanzenschutz

Ab dem 01.05.2026 fordert Norwegen für Pflanzenimporte aus der EU via Deutschland zwingend ein Original-Gesundheitszeugnis des Ursprungslandes sowie ein Wiederausfuhrzeugnis. Vorausfuhrzeugnisse werden ab diesem Zeitpunkt nicht mehr als Ersatz akzeptiert und die Dokumente müssen explizit auf das Zielland Norwegen ausgestellt sein.

Iran-Krise

Die Unsicherheiten angesichts des schwelenden Nahost-Konflikts bleiben weiterhin hoch, auch der Schaden für die deutsche Wirtschaft wird voraussichtlich noch lange spürbar sein – insbesondere aufgrund gestiegener Energiepreise und gestörter Lieferketten.

Außenwirtschaft in Thüringen unter Druck

Trotz einer leichten Stimmungsaufhellung bleibt die Lage für exportorientierteThüringer Unternehmen angespannt: Rekordhohe Handelshemmnisse, steigende Zölle und zunehmende Regulierung bremsen das Auslandsgeschäft spürbar aus. Besonders die USA entwickeln sich dabei immer mehr zum Risikomarkt.

Unionszollrecht

Die EU hat sich am 26. März 2026 auf eine umfassende Reform des Zollrechts geeinigt, die tiefgreifende Änderungen für den internationalen Handel mit sich bringt. Im Fokus stehen eine stärkere Digitalisierung, neue Compliance-Anforderungen sowie vereinheitlichte Prozesse durch eine zentrale Zollbehörde und einen EU-Datenhub.

Freihandelsabkommen

Die EU und Australien haben die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen abgeschlossen.Über 99 % der Zölle auf EU-Exporte nach Australien werden abgeschafft – das bedeutet bis zu 1 Mrd. Euro Zollersparnis pro Jahr und neue Chancen für Maschinenbau, Chemie, Landwirtschaft und Wein.

Digitalisierung im Zollbereich

Seit dem 16. März 2026 stellt die Schweiz Warenverkehrsbescheinigungen EUR.1 elektronisch aus. Unternehmen profitieren von schnelleren Prozessen und einer einfachen Online-Verifizierung per QR-Code.

IRAN-KONFLIKT

Der Krieg im Nahen Osten beeinflusst Wirtschaft, Handel und Lieferketten. Wir geben einen Überblick über zentrale Fakten zur wirtschaftlichen Bedeutung der Region und deren Auswirkungen auf Deutschland sowie über verfügbare Unterstützungsangebote der Auslandshandelskammern vor Ort.

Exportkontrolle

Die Muster zu Endverbleibserklärungen für unmittelbare und mittelbare Ausfuhren nach Russland (Anlagen C 6 und C 7) wurden aktualisiert und sind ab sofort abrufbar.

WELTHANDEL

Mit Blick auf die anstehende 14. WTO-Ministerkonferenz in Kamerun positioniert sich die Deutsche Industrie- und Handelskammer neu zur Zukunft der Welthandelsordnung.

INCOTERMS

Aus den letzten Veröffentlichungen des algerischen Außenhandelsministeriums geht hervor, dass neu zu beantragende Importgenehmigungen nur noch auf FOB-Basis (Free on Board) möglich sind.

Lizenzpflicht erweitert

Mit Wirkung vom 1. Januar 2026 hat China die Export- Lizenzpflicht für Stahlwaren erweitert. Eine Veröffentlichung des chinesischen Wirtschaftsministeriums enthält die betroffenen Waren.

Sorgfalt in der Lieferkette

Die EU-Kommission hat die neue Plattform ReMIS (Responsible Mineral Information System) gestartet. Unternehmen können sich dort registrieren, um ihre Maßnahmen und Fortschritte für verantwortungsvolle und transparente Lieferketten öffentlich darzustellen.

Präferenzen

Seit dem 3. Oktober 2025 gelten Waren aus der Westsahara unter Kontrolle Marokkos für die EU als bevorzugt gehandelt und bekommen die gleichen Zollvorteile wie Produkte aus dem EU-Assoziationsabkommen.

EU-Zollsätze

Die EU-Kommission plant, die zollfreien Stahleinfuhren zu begrenzen, den Zoll auf nichtkontingentierte Mengen zu erhöhen und die Rückverfolgbarkeit zu verbessern, um die EU-Stahlindustrie vor globalen Überkapazitäten zu schützen.

Ergebnisse der IHK-Blitzumfrage zum EU-USA-Zoll-Deal

Nach der vorläufigen Einigung zwischen der EU und den USA im Zollstreit erwarten die deutschen Unternehmen mehrheitlich weitere Beeinträchtigungen im transatlantischen Handel. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Blitzumfrage der deutschen Industrie- und Handelskammern unter bundesweit rund 3.500 Betrieben. Einzelheiten lesen Sie hier.

Einordnung der neuen Zölle
Flagge USA von unten fotografiert weht im Wind © iStock

Das Weiße Haus hat die Section 232-Zölle auf bestimmte Stahl- und Aluminiumderivate angepasst und für ausgewählte Produktgruppen teilweise bis Ende 2027 gesenkt. Unternehmen sollten jetzt prüfen, ob ihre Produkte – wie HLK-Anlagen oder Agrargeräte – von den neuen Erleichterungen profitieren.

Einreiseformalitäten

Das Vereinigte Königreich (VK) hat ein digitales Einreiseregister eingeführt, das auch deutsche Staatsangehörige betreffen wird, die als Besucher grundsätzlich ohne vorherigen Visumsantrag in das VK einreisen können.

KFZ-Exporte

Aktuell treten nach Angaben der DIHK Probleme im Zusammenhang mit KFZ-Exporten auf für die im Rahmen der F-Gas Verordnung eine Registrierung im EU-Portal notwendig ist.

Einfuhrbestimmungen

Seit dem 1. Januar 2025 müssen bei Importen in die GCC-Länder (Saudi-Arabien, Oman, Kuwait, Bahrain, Katar, VAE) Zolltarifnummern mit 12 Stellen angegeben werden. Diese Änderung betrifft alle Importarten und soll Verzögerungen bei der Zollabfertigung verhindern.

Aktive Beteiligung

Sie sind in Ihrem Unternehmen für die Abwicklung internationaler Geschäfte verantwortlich? Sie wollen auf dem neuesten Stand bleiben und Erfahrungen austauschen? Dann ist der "Arbeitskreis Zoll- und Außenwirtschaftsrecht" der IHK Erfurt die richtige Plattform für Sie, um mit Kollegen anderer Unternehmen und Fachexperten Ihre Erfahrungen auszutauschen und aktuelle Informationen zu erhalten.

Mark Bremer
Teamleiter
International