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Best Practice

"Wir riefen Arbeitskräfte, und es kamen Menschen."

„Wir riefen Arbeitskräfte, und es kamen Menschen." Das bekannte Zitat des Schriftstellers Max Frisch fasst die gesamtgesellschaftliche Aufgabe zusammen: Damals wie heute hört die Integration von Menschen nicht mit dem täglichen Erfüllen eines Arbeitsvertrags auf. Vielmehr bringen Menschen mit einer Migrationsgeschichte ihre vielschichtigen Lebenswelten in die Region Ostwürttemberg mit. Von persönlichen Erfahrungen und erfolgreichen nachhaltigen Vermittlungsaktionen in Unternehmen wollen wir hier berichten ...
Drei Jahre nach der Flucht
© Landratsamt Ostalbkreis

Vor drei Jahren floh die Familie Yehorova aus der Ukraine nach Ellwangen. Heute leben Olha und Oleksiy mit ihren beiden Töchtern unabhängig, haben Arbeit gefunden und fühlen sich angekommen. Dahinter stehen viel Mut, Durchhaltevermögen – und die enge Begleitung durch das Jobcenter.

Ion Neagu hat als Moldawier in Giengen erfolgreich Fuß gefasst
Neagu © Viktor Turad

Ion Neagu ist ein kleines Sprachgenie. Deutsch hat er in kürzester Zeit gelernt, außerdem spricht er rumänisch, russisch und englisch. Doch er kann mit noch mehr Superlativen aufwarten. Ion Neagu hat die Reifeprüfung am Werkgymnasium in Heidenheim mit Bravour bestanden und seine Ausbildung bei der Kreissparkasse Heidenheim erfolgreich abgeschlossen.

Der Nigerianer Leonard Azodo hat auf der Ostalb Wurzeln geschlagen
Leonard Azodo © Viktor Turad

Man kennt ihn hier als Leo - er ist Pächter der Freibad-Gaststätte der Sportgemeinde (SG) im Schwäbisch Gmünder Ortsteil Bettringen. Bis es so weit war, musste er einen weiten Weg zurücklegen - sowohl geographisch als auch persönlich. Denn Leo Azodo wurde in Nigeria, geboren und ist vor Jahren nach Europa gekommen, weil er katholischer Priester werden wollte.

Irina Panich findet auf der Ostalb ihre Berufung
Irina Panich © Landratsamt Ostalbkreis

Als Irina Panich auf dem Weg zur Sprachschule zum ersten Mal eine Frau hinter dem Steuer eines Linienbusses sah, wusste sie sofort: „Das ist zu 100 Prozent mein Beruf.“ Heute, rund ein Jahr später, sitzt die 40-jährige Ukrainerin selbst am Steuer – mit festem Blick nach vorn, einem freundlichen Lächeln auf den Lippen und jeder Menge Leidenschaft im Gepäck.

Xingshuo „Vivian“ Zhu ist Chinesin und mag Giengen und die Menschen auf der Ostalb
Xingshuo „Vivian“ Zhu © BSH Giengen

„Ich mag Giengen. Die Stadt ist klein, aber sehr schön. Und ich habe viele großartige und hilfsbereite Kolleginnen und Kollegen. Ich fühle mich hier wie daheim“, sagt Xingshuo „Vivian“ Zhu. Die junge Frau lebt nun fast seit sieben Jahren auf der Ostalb, spricht sehr gut Deutsch, arbeitet bei der Firma BSH Hausgeräte GmbH in Giengen und ist sehr stolz darauf, für dieses Unternehmen tätig sein zu dürfen.

"Zweite Heimat Ostalb"-Broschure erschienen
Zweite Heimat Ostalb Broschüre © Jobcenter Ostalbkreis

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs sind mehr als eine Million Ukrainerinnen und Ukrainer nach Deutschland geflohen. Im Ostalbkreis haben rund 4.300 von ihnen eine neue Heimat gefunden. Der Weg der vergangenen zwei Jahre war nicht immer leicht und steckte voller Herausforderungen.

Migranten in Arbeit
Ich mag die Menschen hier_Bild © Turad

Der junge Ukrainer Vady Rybkin ist viel herumgekommen und fühlt sich Aalen wohl, aber die Gedanken sind in der Heimat.

Migranten in Arbeit
Ostalb ist meine Heimat_Bild © Turad

Sarka Hatlapatka hat in Ostwürttemberg ihren Lebensmittelpunkt gefunden.

BEST PRACTICE
Bohdan_shpyl_Albstift © Agentur für Arbeit Aalen

Der 17-jährige Ukrainer Bohdan Shpyl ist nun auch beruflich in Deutschland angekommen – im September startete er seine Ausbildung als Koch im KWA Albstift Aalen.

„Zwei Inder aus Deutschland“
Sukumaran - Inder in Deutschland © privat

Mit 1,4 Milliarden Einwohnern ist Indien inzwischen vor China der bevölkerungsreichste Staat der Welt. Mehr als 15 Sprachen werden dort gesprochen, hinzu kommen noch unzählige Dialekte.

Best Practice
© Landratsamt Ostalbkreis

Nach Kriegsausbruch flüchtete Familie Hlushchenko mit ihren beiden Töchtern nach Deutschland und fand Zuflucht und Unterstützung in Hüttlingen – eine Gemeinde die zeigt, dass Zusammenhalt, Toleranz und Aufnahmebereitschaft nicht nur einen Zufluchtsort, sondern eine neue Heimat hervorbringen können.

BEST PRACTICE
Zwischen Krieg und Integration_Bild © Landratsamt Ostalbkreis

Vor über zwei Jahren trennte sich das Schicksal von Liubov Sviatenko und ihrem Ehemann an der ukrainisch-polnischen Grenze. Hand in Hand mit ihren beiden Töchtern überquerte sie im März 2022 die Grenze nach Polen.

Best Practice
Job-Turbo_Best practice_Fa. Kicherer © Landratsamt Ostalbkreis

Erfolgreiche Integration bei der Firma Kicherer in Ellwangen

IHK Ostwürttemberg
Albarawi4 © Viktor Turad

2015, mit 17 Jahren, verließ Lourans sein Heimatland, in der Hoffung, sich ein neues Leben aufbauen zu können und seine Familie nachholen zu können.

Migrantenschicksale - Giovanni D'Onofrio
Donofrio3 © D'Onofrios

Mit 21 Jahren ist Giovanni D'Onofrio vor genau 60 Jahren nach Deutschland gekommen. Kein Wort Deutsch hat er gesprochen, aber der Armut und der geringen Perspektive in seiner italienischen Heimat wollte er entkommen. Heute darf er zufrieden und glücklich auf sein Lebenswerk zurückblicken.

IHK Ostwürttemberg
Migrantenschicksale_Hr. Piazza GD © Viktor Turad

Serie Migrantenschicksale - VGW-Geschäftsführer Celestino Piazza hat seit 2019 zusätzlich die deutsche Staatsbürgerschaft

IHK Ostwürttemberg
Migrantenschicksal Milojevic Zeichentisch © IHK / Viktor Turad

Slobodan Milojevic wollte als Spielerfinder den Durchbruch schaffen, jetzt löst er seine Werkstatt in Herbrechtingen auf.

SERIE MIGRANTENSCHICKSALE
Migranten_Malandrin © Viktor Turad

Gabriela Moraes Malandrin stammt aus Brasilien und hat in Giengen „Gabrielas Küche“ eröffnet, in der sie gluten- und laktosefreie Lebensmittel anbietet.

Serie Migrantenschicksale
Migranten_Fa.Richter © Viktor Turad/Richter lighting technologies GmbH

Migration und Fachkräftesicherung: Die Firma Richter lighting technologies in Heubach beschäftigt 115 Mitarbeitende aus 30 Ländern.

Serie Migrantenschicksale
Migranten_Yilmaz © privat

Senel und Ali Yilmaz kamen als Gastarbeiter nach Deutschland, ihr Sohn Bülent engagiert sich für die Verständigung der Nationen.

Serie Migrantenschicksale
Migranten_Iran © Viktor Turad

Migrantenschicksale: Parisa Marand und Amir Rasouli sind ein gutes Beispiel für die gelungene Zuwanderung von Fachkräften.

Dr.Andreja Benkovic
Referentin Standortpolitik | Volkswirtschaft