Ehrenamt

Engagiert im Ehrenamt

Stellen Sie sich bitte kurz vor. 

Mein Name ist Moa Ludwig. Ich bin 49 Jahre alt, habe zwei Söhne im Teenageralter und bin gebürtige Eberswalderin. Nach meinem BWL-Studium wollte ich Steuerberaterin werden. Meine Mutter hatte aber die Idee für ein kleines Familienunternehmen. Sie wollte Taxi-, Mietwagenunternehmen und Behindertentransportfirmen bei der Abrechnung ihrer Krankenfahrten mit den Krankenkassen unterstützen. Ich musste mich nach dem Studium also entscheiden, geh ich meinen eigenen Weg oder gehen wir den Weg gemeinsam. Die Entscheidung fiel auf das Gemeinsame.  Inzwischen gibt es das Unternehmen seit 23 Jahren und wir haben zehn Mitarbeiter. Wir unterstützen die Betriebe beim bürokratischen Teil und betreuen inzwischen deutschlandweit Firmen, von der Ostsee bis nach Bayern.

Welches Ehrenamt üben Sie aus? 

Ich engagiere mich im Regionalausschuss Landkreis Barnim. Mein Unternehmen ist außerdem seit Jahren Mitglied im Zooverein Eberswalde „Freunde und Förderer des Zoologischen Gartens“. Wir sponsern jedes Jahr die Tigerradtour mit, um den Menschen der Region ein Stück zurückzugeben. Firmentechnisch verzichten wir auch seit Jahren auf Weihnachtsgeschenke für unsere Kunden, um stattdessen die an dieser Stelle eingesparten Gelder für gute Zwecke auszugeben. Im vergangenen Jahr gab es am Oberstufenzentrum Eberswalde einen Leukämiefall. Schüler kamen auf uns zu, wollten sich testen lassen, ob sie als Stammzellenspender in Frage kommen. Wir haben die Tests für die Schüler finanziert.

Warum engagieren Sie sich ehrenamtlich? 

Ich möchte zeigen, dass man heute noch mit persönlichem Engagement etwas verbessern kann. Oft heißt es: ‚Jeder kehrt vor seiner eigenen Tür‘ – das finde ich eben nicht. Ich bin in Eberswalde beheimatet, die ehrenamtliche Tätigkeit eröffnet mir persönlich die Möglichkeit, etwas zurückzugeben und für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen zu sorgen.
Gerade zu Beginn der Corona-Pandemie hat mir der Regionalausschuss sehr geholfen. Durch das Netzwerk der Unternehmer hat man festgestellt, dass man nicht allein dasteht.

Moa Ludwig


Unternehmer hatten dieselben Fragen: „Gibt es Kurzarbeit? Wie wickle ich das ab? Hast du dieselben Sorgen, wie ich? Und es zeigte sich, dass viele dieselben Sorgen und Probleme hatten. Wir haben uns gemeinsam geholfen. Dann hat einer gesagt: ‚Ich habe den Antrag schon gestellt, mache du das so, ich gebe dir den Kontakt weiter.‘ Also dieses Netzwerk hat sich wirklich bewährt. Ich war sehr dankbar dafür, zu geben und auch zu nehmen.
Die Mitarbeit in den Ausschüssen ist auch nicht verpflichtend. Wenn man mal vier Wochen den Kopf voll hat, dann nimmt es niemand übel. Alle sind wir Unternehmer und wissen, es gibt auch stressige Zeiten. Dennoch sind wir immer füreinander da.

Mit Ihrem Unternehmen sind Sie für Personenkraftfahrzeuge tätig – welches Gefährt nutzen Sie privat am liebsten?

(Lacht) Ja, das ist eine Gewissensfrage und ja, ich bin auch mit dem Auto unterwegs, vor allem beruflich bedingt. In der Freizeit hingegen laufe ich gerne. In Eberswalde kann ich vieles zu Fuß erreichen und auch zur Arbeit laufen. Außerdem bin ich seit einem Jahr stolze Besitzerin eines E-Bikes, was ich sehr viel nutze und damit den gesamten Landkreis erkunde.                    
FORUM/KW 

Kontakt

Jörn Klitzing
Jörn Klitzing
Leiter
Regionalcenter Barnim Uckermark