IHKLW begrüßt Tankrabatt

„Die Senkung der Energiesteuer ist richtig und überfällig. Die hohen Kraftstoffpreise treffen nicht nur das Transport- und Taxengewerbe. Sie sorgen für Preissteigerungen bei fast allen Produkten. Dadurch werden der Binnenmarkt, Konsum und die wirtschaftliche Entwicklung geschwächt“, sagt Andreas Kirschenmann, Präsident der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg (IHKLW) und Unternehmer.
Bund und Länder haben sich darauf verständigt, die Energiesteuer auf Benzin und Diesel bis Ende 2026 um 14 Cent je Liter zu senken. Einschließlich der Umsatzsteuer soll sich daraus ab 1. Oktober eine Entlastung von rund 17 Cent je Liter ergeben. Bürger und Unternehmen sollen insgesamt um rund 2,5 Milliarden Euro entlastet werden.
„Jetzt kommt es darauf an, die Maßnahme schnell umzusetzen und sicherzustellen, dass die Steuersenkung an den Zapfsäulen ankommt“, sagt Kirschenmann. „Außerdem brauchen wir eine wirksame Marktaufsicht durch das Bundeskartellamt, um die Preisentwicklung im Blick zu behalten.“
Differenziert bewertet die IHKLW die Pläne für einen Spritpreisdeckel. Der Bund will mit der Mineralölwirtschaft Gespräche führen, um spätestens zum 1. Januar 2027 vorübergehend eine Preisobergrenze nach dem Vorbild Luxemburgs oder Belgiens einzuführen.
„Ein Preisdeckel ist kein Instrument für den dauerhaften Einsatz. Allerdings haben wir es beim Kraftstoffmarkt aus meiner Sicht auch nicht mit einem Markt zu tun, auf dem der Wettbewerb uneingeschränkt funktioniert“, sagt IHKLW-Präsident Andreas Kirschenmann. „Deshalb kommt es jetzt auf die konkrete Ausgestaltung an. Eine zeitlich begrenzte Preisobergrenze kann in der aktuellen Situation eine vorrübergehende Möglichkeit sein, Verbraucher und Unternehmen zu entlasten.“
Die IHKLW fordert schon lange eine nachhaltige Senkung der Energiekosten. Dazu gehört insbesondere, die im Koalitionsvertrag angekündigte Senkung der Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß für alle Unternehmen sowie für Bürgerinnen und Bürger umzusetzen. Zugleich müssen der Wettbewerb auf den Kraftstoffmärkten gestärkt und missbräuchliche Preisaufschläge konsequent verfolgt werden.
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Lüneburg, 21. September 2026