Was Azubis wollen

Für viele junge Menschen im Bezirk der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg (IHKLW) ist die duale Ausbildung ein überzeugender Berufsstart.
Das zeigt die regionale Auswertung der niedersachsenweiten Azubi-Zufriedenheitsumfrage 2026. Von 638 befragten Auszubildenden sagen 82,5 Prozent, dass sie ihre Ausbildung wieder wählen würden. 70,5 Prozent würden sich auch erneut für ihren Ausbildungsbetrieb entscheiden. Für die IHKLW ist das ein starkes Signal an Jugendliche und Eltern: Die duale Ausbildung bietet gute Zukunftschancen, persönliche Entwicklung und vielfältige Karrierewege.
„Eine Ausbildung ist für viele junge Menschen ein starker Start ins Berufsleben. Wer früh praktische Erfahrungen sammelt, seine Stärken entdeckt und im Betrieb gut begleitet wird, hat beste Chancen auf einen erfolgreichen und nach oben vollständig offenen Berufsweg“, sagt Sönke Feldhusen, Sprecher Berufliche Bildung der IHK Niedersachsen (IHKN), stellvertretender Hauptgeschäftsführer und Ausbildungsexperte der IHKLW.
Aus dem IHKLW-Bezirk würden 82,5 Prozent der befragten Auszubildenden ihre Ausbildung wieder wählen. Ein wichtiger Grund dafür ist die hohe Passung des gewählten Berufs: 68,7 Prozent nennen Spaß am Beruf als entscheidenden Faktor für ihre Berufswahl. Viele Azubis heben zudem praxisnahe Aufgaben, spannende Tätigkeiten, ein kollegiales Arbeitsumfeld und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung hervor. Rund zwei Drittel fühlen sich gut oder sehr gut auf künftige berufliche Anforderungen vorbereitet. Die Ergebnisse zeigen zugleich, wie stark die Qualität im Ausbildungsalltag zählt. Von den Auszubildenden, die mit ihrem Betrieb zufrieden sind, fühlen sich 80 Prozent gut auf künftige berufliche Anforderungen vorbereitet. „Die Umfrageergebnisse machen deutlich: Wo Ausbildung verlässlich begleitet wird und junge Menschen echte Einblicke, Verantwortung und Unterstützung bekommen, wächst auch das Vertrauen in den eigenen Berufsweg. Viele Ausbildungsunternehmen leisten hier bereits sehr gute Arbeit“, sagt Sönke Feldhusen. „Und es lohnt sich, sich hier viel Engagement zu investieren.“
Nachbesserungsbedarf sehen die Auszubildenden bei der baulichen und digitalen Ausstattung der Berufsschulen. Im IHK-Bezirk Lüneburg-Wolfsburg bewerten sie diese im Schnitt mit 3,15 von 5 Sternen. Der niedersächsische Durchschnitt liegt bei 3,34 Sternen. Für die IHKLW ist das ein klarer Auftrag: Wenn Betriebe viel in Ausbildung investieren, müssen auch die Rahmenbedingungen an den Berufsschulen stimmen. Damit die duale Ausbildung attraktiv bleibt, brauchen die Schulen eine moderne bauliche und technische Ausstattung sowie ausreichend finanzielle Mittel.
Feldhusen sagt: „Junge Menschen brauchen und suchen heute eine Ausbildung, die zu ihrer Lebenswirklichkeit passt. Dazu gehören gute Betriebe, verlässliche Berufsorientierung und moderne Lernorte. Die Unternehmen in unserer Region investieren viel in Ausbildung. Jetzt sind die kommunalen Schulträger und das Land Niedersachsen gefordert, die berufsbildenden Schulen strukturell zu stärken – mit moderner Ausstattung, digitaler Infrastruktur und verlässlichem Unterricht. Wir begrüßen, dass hier an einigen Standorten bereits Projekte diskutiert und geplant sind und ermutigen dazu, die Ziele fest im Blick zu behalten.
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Lüneburg, 23. März 2026