08.11.2022

Erstes Hafenforum Heilbronn

Der Hafen Heilbronn, größter Hafen am Neckar, ist logistische Drehscheibe für die Wirtschaft in der Region Heilbronn-Franken. Zum ersten Hafenforum Heilbronn haben die Hafenbetreiber – die Stadt Heilbronn, die Heilbronner Versorgungs GmbH (HNVG) und die Stadtwerke Heilbronn (SWHN) eingeladen.
„Mit dem Hafenforum als Fach- und Netzwerkveranstaltung wollen wir den Hafen für die Zukunft zu stärken“, sagte Heilbronns Oberbürgermeister Harry Mergel bei der Begrüßung der rund 100 Teilnehmenden – neben Landesverkehrsminister Winfried Hermann, Hafenanlieger sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Politik. 
Minister Hermann hob in seinem Impulsvortrag ebenfalls die Bedeutung der Bundeswasserstraße Neckar als wichtige Transportachse hervor: „Schienenwege und Straßen sind mit Güterverkehr überlastet. Auf dem Wasser – vor allem auf dem Neckar – könnten deutlich mehr Güter transportiert werden. Auch aus Klimaschutzgründen sind Binnenschiffe eine gute Alternative zum LKW-Verkehr auf der Straße. Der Transport auf dem Fluss bedeutet rund 75 Prozent weniger CO2 pro Tonne als beim Transport per LKW. Und ein konkurrenzfähiger Neckar braucht den 135-Meter-Ausbau der Schleusen bis Plochingen. 135-Meter-Schiffe bedeuten rund 40 Prozent mehr Kapazität, Wirtschaftlichkeit und Energieeffizienz.“ 
In der „Heilbronner Erklärung zum Schleusenausbau“ fordern Verkehrsminister Hermann, OB Mergel und die Direktoren der vier Neckarhäfen Bundesverkehrsminister Wissing auf, bis spätestens Frühjahr 2023 einen tragfähigen Zeitplan für den Schleusenausbau am Neckar vorzulegen, die Detailplanung für die einzelnen Projekte anzugehen und zeitnah – neben den notwendigen Sanierungsarbeiten – mit den Ausbaumaßnahmen zu beginnen. „Ein (weiteres) Verschieben des notwendigen Schleusenausbaus können und wollen wir als Teilnehmer des Hafenforums 2022 Heilbronn mit Blick auf den Erhalt der Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit der Wasserstraße Neckar nicht hinnehmen“, erklären die Unterzeichner nachdrücklich. 
Quelle: Stadt Heilbronn