Jahrespressegespräch

Handel im Wandel

Mut, verlässliche Rahmenbedingungen und gemeinsames Engagement gefordert

Die IHK für Ostfriesland und Papenburg sieht den Handel in der Region weiterhin vor großen Herausforderungen. Digitalisierung, verändertes Konsumverhalten und strukturelle Probleme in den Innenstädten setzen viele Betriebe unter Anpassungsdruck. Gleichzeitig bleibt der stationäre Handel ein zentraler Faktor für Attraktivität, Versorgung und Lebensqualität in den Städten und Gemeinden des IHK-Bezirks.
„Der Handel in unserer Region steht an einem entscheidenden Punkt. Jetzt braucht es Mut zur Veränderung, verlässliche Rahmenbedingungen und vor allem ein gemeinsames Engagement von Handel, Kommunen und weiteren Akteuren vor Ort. Nur so können wir unsere Innenstädte als lebendige Orte der Begegnung, der Versorgung und der Lebensqualität dauerhaft sichern“, sagte IHK-Präsident Theo Eilers beim Jahrespressegespräch der IHK im Klub zum Guten Endzweck in Emden.

IHK setzt Impulse für lebendige Innenstädte und zukunftsfähige Unternehmen

Um die Attraktivität der Innenstädte zu fördern und den stationären Handel zu stärken, hat die IHK 2025 zahlreiche Maßnahmen initiiert und begleitet. Mit Fach- und Netzwerkveranstaltungen wie dem IHK-Forum Innenstadt oder dem Austausch der Citymanagerinnen und Citymanager brachte die IHK Akteure aus Handel, Kommunen und Stadtmarketing zusammen, um praxisnahe Strategien gegen Leerstände und rückläufige Besucherzahlen zu diskutieren. Eine kontinuierliche und vergleichbare Datengrundlage zur Bewertung der Innenstadtentwicklung bietet das 2025 gestartete Projekt zur Passantenfrequenzmessung in den Innenstädten. Ergänzt wurden diese Aktivitäten durch die Imagekampagne „Heimat shoppen“ und die Digitalisierungsreihe „Zukunft Handel: Trends, Tools, Themen“.
Für 2026 plant die IHK, diese Schwerpunkte konsequent weiterzuführen und auszubauen. So ist die Veröffentlichung des ersten Innenstadtmonitors geplant, der auf Basis der erhobenen Passantenfrequenzdaten eine wissenschaftliche Auswertung und konkrete Handlungsempfehlungen für Kommunen, Einzelhandel und Gastronomie liefert. Mit dem Projekt „Nachfolge sichern – Innenstadt stärken“ sollen zudem Unternehmensnachfolgen in innerstädtischen Branchen gezielt unterstützt und damit die Stabilität der Zentren langfristig gesichert werden. Geplant sind Informations- und Austauschformate sowie individuelle Beratungsangebote für Betriebe.
Aus Sicht der IHK können lebendige Innenstädte nur im Zusammenspiel von Unternehmen, Kommunen und weiteren Akteuren gelingen. „Der Wandel im Handel erfordert neue Ideen, verlässliche Daten und eine enge Zusammenarbeit vor Ort. Als IHK verstehen wir uns dabei als Impulsgeberin und verlässliche Partnerin für den Handel in unserer Region“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Max-Martin Deinhard.