Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Eilers: „Mittelstandsthemen klar adressiert – jetzt braucht es Umsetzung“

IHK-Präsidium tauscht sich mit Bundeskanzler Friedrich Merz aus

Im Rahmen eines persönlichen Austauschs hat sich Bundeskanzler Friedrich Merz mit Vertretern des regionalen Mittelstands im Unternehmen Akkermann Transporte GmbH getroffen. Eingeladen zu dem Gespräch hatte die Vorsitzende der CDU-Mittelstandsunion Gitta Connemann. Unter den Teilnehmenden war auch das Präsidium der IHK für Ostfriesland und Papenburg. „Wir haben die zentralen Themen der regionalen Wirtschaft in einem sehr konstruktiven Austausch direkt an den Bundeskanzler herangetragen“, erklärte IHK-Präsident Theo Eilers im Anschluss.

Bürokratieabbau sowie Energie-, Arbeits- und Personalkosten – Die IHK sieht Handlungsbedarf

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen dabei insbesondere die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den Mittelstand. Eilers betonte die Dringlichkeit beim Thema Energiekosten: „87 Prozent unserer Mitgliedsbetriebe sehen in den anhaltend hohen Energiekosten einen wesentlichen Faktor, der die Wirtschaft vor Ort schwächt. Hier besteht dringender Handlungsbedarf.“
Auch der Bürokratieabbau sei ein zentrales Anliegen gewesen: „Nach unserem Konjunkturbarometer beklagen 74 Prozent der Unternehmen unsichere wirtschaftliche Rahmenbedingungen und vor allem zu viel Bürokratie sowie politische Unbeständigkeit. Das hemmt Investitionen und bremst Entwicklung aus“, so Eilers.
Ebenso habe die IHK auf die Belastung durch Arbeits- und Personalkosten hingewiesen: „Immer noch 57 Prozent unserer Betriebe sehen die hohen Arbeits- und Lohnkosten als massiven Wettbewerbsnachteil im internationalen Vergleich. Auch hier muss die Politik dringend gegensteuern“, sagte der IHK-Präsident.
Die Region selbst stellte Eilers als wirtschaftlich stark, aber zugleich unter Druck stehend dar: „Unsere Region ist leistungsfähig, innovativ und stark im Mittelstand verankert. Gleichzeitig spüren wir die wirtschaftliche Stagnation sehr deutlich – sie wird zunehmend zum Hemmschuh für Wachstum und Investitionen.“

IHK zieht positives Fazit

Der Austausch sei insgesamt sehr offen und sachlich verlaufen, so Eilers weiter. „Wir haben den Eindruck, dass der Bundeskanzler unsere Anliegen sehr aufmerksam aufnimmt und die Herausforderungen des Mittelstands ernsthaft in seine Überlegungen einbezieht. Das ist ein wichtiges Signal, ersetzt aber nicht die notwendigen konkreten politischen Schritte.“
Abschließend würdigte Eilers das Engagement der Initiatorin dieses Gesprächs: „Gitta Connemann hat dieses Treffen mit großem Einsatz ermöglicht. Ohne ihre Initiative wäre dieser direkte und wichtige Austausch mit dem Bundeskanzler in dieser Form nicht zustande gekommen.“