Ausbildungsmarkt
Spürbarer Anstieg bei Ausbildungsverträgen
IHK verbucht Zuwachs bei neuen Ausbildungsverträgen
Die Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg (IHK) hat bis Ende Juni 1.068 neue Ausbildungsverträge registriert. Das sind 111 Verträge mehr als im Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem Zuwachs von 11,6 Prozent, wobei die Zahl der tatsächlich geschlossenen Verträge noch höher liegen dürfte: Viele Ausbildungsverträge befinden sich derzeit in Bearbeitung, weil Unterlagen noch unvollständig oder erst kürzlich eingegangen sind. „In Ostfriesland und Papenburg ist ein Anstieg der Ausbildungsbereitschaft in den Unternehmen spürbar“, sagt Bernd Schnare, IHK-Abteilungsleiter für Berufliche Bildung und Fachkräfte.
Zuwachs zeichnet sich im gesamten IHK-Bezirk Ostfriesland und Papenburg ab
Die positive Entwicklung betrifft sämtliche Städte und Landkreise des IHK-Bezirks:
- Im Landkreis Aurich hat die Zahl der Ausbildungsverträge um zehn Prozent zugelegt. Das entspricht einem Zuwachs von 33 Verträgen.
- Im Landkreis Leer konnten 10,6 Prozent mehr verzeichnet werden. Das entspricht einem Zuwachs von 30 Verträgen.
- Der Landkreis Wittmund kann 21,9 Prozent mehr Ausbildungsverträge verzeichnen. Das entspricht einem Zuwachs von 21 Verträgen.
- In der Stadt Emden wurde ein Zuwachs von 6,7 Prozent verzeichnet. Das entspricht acht Verträgen.
- Die Stadt Papenburg konnte um 14,7 Prozent zulegen. Das entspricht einem Zuwachs von 19 Verträgen.
Unterschiede zwischen den Branchen
Branchenbezogen konnten vor allem die Bereiche Metalltechnik (+37,4 Prozent beziehungsweise +37 Verträge), Verkehr und Transport (+25,5 Prozent beziehungsweise +12 Verträge) sowie die unter die Sonstigen fallenden kaufmännischen Berufe (+38,1 Prozent beziehungsweise +43 Verträge) zulegen. Rückgänge gab es unter anderem im Bereich Bau, Steine, Erden (-18,6 Prozent beziehungsweise -11 Verträge) und in den kaufmännischen Industrieberufen (-17 Prozent beziehungsweise -9 Verträge).
Eingetragene Ausbildungsverträge spiegeln nur einen Teil des Ausbildungsmarktes wieder
Gleichzeitig macht die IHK deutlich, dass die eingetragenen Ausbildungsverträge nur einen Teil des Marktes abbilden. Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage haben viele Unternehmen nach eigenen Angaben mehr geeignete Jugendliche eingestellt als im Vorjahr.
Viele Ausbildungsplätze sind noch unbesetzt – auch mit Blick auf den Ausbildungsstart im Sommer 2026. Die IHK appelliert daher an alle Schulabgängerinnen und Schulabgänger, sich jetzt zu bewerben. Dies gilt für Haupt-, Realschul- und auch für Abitur-Abschlüsse.
Interessierte Jugendliche finden auf der Website “Meine Ausbildung in Niedersachsen freie Ausbildungsplätze. Im Rahmen der bundesweiten Kampagne ”Ausbildung macht mehr aus uns - Jetzt #könnenlernen" werben die IHKs zudem mit Social-Media-Formaten wie TikTok-Clips von Influencern für die betriebliche Ausbildung. Unternehmen erhalten darüber hinaus kostenfrei Werbematerial zur Nachwuchsgewinnung.