Nationale Maritime Konferenz

IHK-Präsident Eilers: Wichtige Signale zur Außenems

Fahrrinnenanpassung ist bedeutend für die Wettbewerbsfähigkeit

Der Präsident der Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg, Theo Eilers, hat die Aussagen von Bundeskanzler Friedrich Merz zur Außenemsvertiefung auf der Nationale Maritime Konferenz als wichtiges Signal für die Region gewertet.
„Es ist ein starkes und längst überfälliges Zeichen, dass der Bundeskanzler die Bedeutung der Außenemsvertiefung anerkennt und seine Unterstützung für dieses zentrale Infrastrukturprojekt zusagt“, erklärte Eilers. Die Fahrrinnenanpassung sei von entscheidender Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit des Emder Hafens und der gesamten regionalen Wirtschaft. Nun komme es darauf an, dass den Worten auch konkrete Entscheidungen und Maßnahmen folgen.

Seehäfen stehen vor Herausforderungen

Mit Blick auf die Finanzierung der Seehäfen äußerte sich Eilers hingegen kritisch. Die Absage des Bundes an eine Erhöhung des Hafenlastenausgleichs werde den wachsenden Anforderungen an die Häfen nicht gerecht. „Unsere Seehäfen stehen vor enormen Herausforderungen – von der Energiewende über den Ausbau der Offshore-Windindustrie bis hin zu steigenden sicherheitspolitischen Anforderungen. Dafür braucht es eine verlässliche und auskömmliche Finanzierung durch den Bund“, so Eilers.
Zugleich bekräftigte der IHK-Präsident die Erwartung der regionalen Wirtschaft an die Bundesregierung, klare Perspektiven für die Ansiedlung eines Militärhafens in Emden zu schaffen. „Die sicherheitspolitische Lage hat sich grundlegend verändert. Vor diesem Hintergrund wäre ein Militärhafen in Emden ein wichtiger Baustein für die strategische Weiterentwicklung des Standorts. Wir erwarten hier zeitnah belastbare Signale aus Berlin.“

IHK fordert konkrete Fortschritte

Eilers verwies auf den konstruktiven Austausch der regionalen Wirtschaftsspitzen mit dem Bundeskanzler im Nachgang des ersten Konferenztages. Dabei seien zentrale Themen wie die Außenemsvertiefung, der Hafenlastenausgleich und die militärische Nutzung des Standorts Emden adressiert worden. „Wir haben eine positive Resonanz wahrgenommen. Jetzt gilt es, dass die wirklich entscheidenden Projekte mit Unterstützung des Bundes zügig vorangebracht werden“, sagte Eilers.
Zugleich schloss sich Eilers der Forderung nach konkreten Fortschritten an. In der Region werde seit Jahren über zentrale Infrastrukturprojekte gesprochen. Entscheidend sei nun, dass aus politischen Zusagen verbindliche Beschlüsse werden.