Regionale Wirtschaft
Leichter Rückgang bei den Insolvenzen in Ostfriesland
Aktuelle Insolvenzzahlen: Vorsichtig positives Signal, aber kein Anlass zur Entwarnung
Die Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg (IHK) bewertet die Entwicklung der Insolvenzzahlen im ersten Halbjahr als vorsichtig positives Signal für die regionale Wirtschaft. „Auch wenn die Zahl der Insolvenzen leicht zurückgegangen ist, besteht kein Anlass zur Entwarnung. Viele Unternehmen stehen weiterhin unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Umso wichtiger sind verlässliche wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen, die Investitionen wieder erleichtern“, ordnet IHK-Hauptgeschäftsführer Max-Martin Deinhard die aktuellen Zahlen ein.
Zahl der Unternehmensinsolvenzen gesunken
Im ersten Halbjahr ist die Zahl der Insolvenzverfahren in Ostfriesland gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht zurückgegangen. Insgesamt wurden rund 45 Verfahren weniger verzeichnet als im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres.
Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung bei den Unternehmensinsolvenzen. Deren Zahl sank um 19 Fälle. Wie bereits im Vorjahr entfällt der größte Anteil der Unternehmensinsolvenzen weiterhin auf das Baugewerbe. Ursache hierfür sind insbesondere die anhaltend hohen Zinsen sowie die gestiegenen Baukosten. Beide Faktoren führen dazu, dass sowohl private als auch gewerbliche Bauvorhaben seltener umgesetzt werden und die Auftragslage vieler Betriebe angespannt bleibt.
Positiv bewertet die IHK zudem den deutlichen Rückgang der Insolvenzverfahren, die mangels Masse abgewiesen wurden. Im ersten Halbjahr 2025 lagen diese Zahlen noch in allen ostfriesischen Landkreisen höher. Die aktuelle Entwicklung deutet darauf hin, dass sich die wirtschaftliche Situation insolventer Unternehmen in diesem Bereich gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert hat.