Position

Nachhaltige Metropole

Transformation gestalten – nachhaltiges Wirtschaften ermöglichen

Die Transformation Berlins zu einer nachhaltigen Weltmetropole zählt zu den zentralen Herausforderungen der kommenden Jahre. Sie ist Voraussetzung für die langfristige Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts, geht jedoch mit erheblichen Investitionsbedarfen einher, die weder von der öffentlichen Hand noch von privaten Akteuren allein getragen werden können. Gleichzeitig fehlt es bislang an einer ausreichend klaren strategischen Ausrichtung der Nachhaltigkeitspolitik sowie an verlässlichen Rahmenbedingungen für Investitionen. Eine wichtige Rolle bei dieser Transformation spielt die Soziale Ökonomie: Rund ein Viertel aller deutschen Sozialunternehmen ist in Berlin ansässig und gestaltet die nachhaltige Entwicklung der Stadt aktiv mit. Trotz ihres bedeutenden Beitrags zu sozialen Innovationen und nachhaltigen Lösungen werden die spezifischen Bedarfe dieses Sektors in der Wirtschaftspolitik bislang jedoch nur unzureichend berücksichtigt.

IHK-Forderung

  • Nachhaltige Metropole – Berlins strategische Ausrichtung: Mit der neuen Berliner Nachhaltigkeitsstrategie ist ein Meilenstein erreicht. Um als Gesamtstrategie wirksam zu sein, bedarf sie allerdings einer richtungsweisenden Fokussierung, konkreter Indikatoren, klarer Rollen, ausreichender Ressourcen für die Umsetzung und einer zentralen Gesamtsteuerung samt regelmäßigem Monitoring. Darüber hinaus sollten zentrale Basisangebote erhalten bleiben, etwa Einstiegsberatungen für Unternehmen, eine berlinweite Übersicht zu Nachhaltigkeitsangeboten sowie die gezielte Unterstützung und Sichtbarmachung erfolgreicher Ideen und Initiativen in der Stadt.
  • Investitionen in die Zukunft - für eine nachhaltige Finanzierung der Transformation: Die nachhaltige Transformation Berlins und deren Finanzierung kann nur gelingen, wenn die Wirtschaft als zentraler Partner eingebunden und in ihrer Eigenverantwortung gestärkt wird. Um privates Kapital und Know-How zu mobilisieren, sollten öffentliche Investitionen in die Transformation gezielt durch alternative Finanzierungsmodelle, wie öffentlich-private Partnerschaften, ergänzt werden. Gleichzeitig braucht es verlässliche und investitionsfreundliche Rahmenbedingungen, damit Unternehmen ihren Beitrag zur Transformation leisten können: mehr Planungssicherheit, deutlich schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren, steuerliche Transformationsanreize sowie attraktive Finanzierungsbedingungen – insbesondere in der Übergangsphase hin zu nachhaltigen Geschäftsmodellen.
  • Sozial. Wirtschaften. Berlin - Stärkung der Sozialen Ökonomie in Berlin: Damit Berliner Unternehmen der sozialen Ökonomie ihr volles Innovationspotenzial entfalten können, benötigen sie bedarfsgerechte Förder- und Finanzierungsangebote ohne zusätzliche bürokratische Hürden. Bestehende Programme müssen regelmäßig evaluiert und angepasst werden. Zudem sollten Beratungs-, Unterstützungs- und Vernetzungsangebote für den Sektor der Sozialen Ökonomie verstetigt und weiter ausgebaut werden.