11. Juli 2022

Tipps zum Energiesparen im Unternehmen

Die explodierenden Energiepreise treffen fast jedes Unternehmen empfindlich. Zudem wird die mittelfristige Energieversorgung der deutschen Wirtschaft nicht als gesichert gewertet. Die IHK Schleswig-Holstein hilft gerade kleineren Unternehmen, für die die Energiekosten in der Kalkulation bisher keine zentrale Rolle gespielt haben, beim Energiesparen. Dafür hat die IHK einfache, praxisnahe Tipps in Bereichen wie Mobilität, Wärme, Strom und Kälteerzeugung aufbereitet. “Spätestens mit Beginn der Heizperiode im Herbst/Winter wird es nicht nur auf jede zusätzlich produzierte Kilowattstunde Energie ankommen, auch jede eingesparte Kilowattstunde trägt dazu bei, die Versorgungssicherheit der regionalen Wirtschaft länger zu gewährleisten”, sagt Björn Ipsen, Hauptgeschäftsführer der IHK Schleswig-Holstein. 
Es gehe allerdings nicht nur darum, den Gasverbrauch zu senken. “Einsparungen bei Öl, Kraftstoffen oder Strom sind ebenso relevant, denn in einigen Wirtschaftsbereichen wird voraussichtlich ein sogenannter ‘fuel switch’ erforderlich werden, um vom knappen Gut Gas unabhängig zu sein beziehungsweise überhaupt noch produzieren zu können”, so Ipsen.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat am 10. Juni 2022 gemeinsam mit Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft eine Energiesparkampagne gestartet. Diese soll Unternehmen, Gewerbetreibende und Verbraucherinnen und Verbraucher mit praxisnahen Tipps ermutigen, selbst den Energieverbrauch zu reduzieren. Die IHK Schleswig-Holstein - über ihren Dachverband DIHK an der Kampagne beteiligt - unterstützt das Energiesparen im Norden mit ihrer eigenen, ergänzenden Initiative. Dazu hat sie auf Anregung des Energieausschusses der IHK Flensburg bereits im Vorfeld der Kampagne Empfehlungen erarbeitet und stellt mit diesem Katalog einige Maßnahmen vor. 
Der Katalog ist eine wachsende Ideensammlung, die sich jederzeit mit Anregungen zum freiwilligen Energiesparen in den Betrieben und ihrem Umfeld ergänzt lässt. Ipsen: “Manche Tipps mögen banal klingen, aber die vermeintliche Banalität relativiert sich schnell, wenn man hochrechnet, was schon eine Verdopplung der monatlichen Energiekosten für die Kalkulation in den Betrieben bedeuten kann. Schlimmstenfalls geht es nicht nur um Produktionseinschränkungen, sondern um Produktionsstopps.”
Die Tipps und Empfehlungen gibt es unter: www.ihk.de/sh/energiespartipps
Medieninformation der IHK Schleswig-Holstein vom 11. Juli 2022