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Nr. 74389
Bedeutung und Weiterbildung

15.02.2027 Lehrgang: Compliance Officer IHK (m/w/d)

Mit der steigenden Bedeutung von Compliance wächst auch der Bedarf an qualifizierten Fachkräften. Wer sich im Bereich Compliance deshalb gezielt weiterentwickeln möchte, kann dies mit der Weiterbildung zum “Compliance Officer IHK (m/w/d)” bei der IHK Nordschwarzwald tun.

Der Lehrgang

Im Lehrgang erwerben Sie praxisnahes Wissen zu:
  • Aufbau eines Compliance-Management-Systems
  • Risikoanalyse und Präventionsmaßnahmen
  • Entwicklung eines Code of Conduct
  • Durchführung von Audits und internen Ermittlungen
  • Umgang mit Compliance-Vorfällen
Ziel ist es, Compliance strukturiert im Unternehmen umzusetzen und nachhaltig zu verankern.
Start: 15.02.2027, im Live-Online-Format

Compliance ist heute ein entscheidender Erfolgsfaktor für Unternehmen jeder Größe.

Was bedeutet Compliance im Unternehmen?

Compliance im Unternehmen bezeichnet die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, interner Richtlinien und ethischer Standards.
Für Unternehmen bedeutet das konkret:
  • Risiken frühzeitig erkennen
  • rechtliche Vorgaben zuverlässig einhalten
  • klare Strukturen und Prozesse schaffen
Compliance ist damit ein zentraler Bestandteil moderner Unternehmensführung (Corporate Governance) und gewinnt in nahezu allen Branchen an Bedeutung.

Warum Compliance für Unternehmen immer wichtiger wird

Die Anforderungen an Unternehmen steigen kontinuierlich. Besonders in folgenden Bereichen zeigt sich die wachsende Bedeutung von Compliance:
Ob Datenschutz (DSGVO), Hinweisgeberschutzgesetz oder internationale Handelsregeln – Unternehmen müssen immer mehr regulatorische Anforderungen erfüllen.
Compliance-Verstöße können zu erheblichen Konsequenzen führen:
  • hohe Bußgelder
  • Schadensersatzforderungen
  • persönliche Haftung der Geschäftsleitung
Ein Verstoß wirkt sich häufig nicht nur intern aus, sondern kann das Vertrauen von Kunden, Partnern und der Öffentlichkeit nachhaltig beeinträchtigen.
Komplexe Lieferketten und digitale Geschäftsmodelle erhöhen die Risiken zusätzlich.

Was gehört zu einem Compliance-Management-System?

Ein professionelles Compliance-Management-System (CMS) sorgt dafür, dass Regeln nicht nur vorhanden sind, sondern im Unternehmen tatsächlich gelebt werden.
Zu den wichtigsten Elementen zählen:
  • Risikoanalyse: Identifikation von Schwachstellen
  • Code of Conduct: klare Verhaltensregeln für Mitarbeitende
  • Schulungen & Sensibilisierung: Integration in den Arbeitsalltag
  • Meldesysteme (Whistleblowing): sichere Hinweise auf Verstöße
  • Interne Audits & Kontrollen: Überprüfung der Einhaltung
  • Maßnahmen bei Verstößen: strukturierte Reaktion

Welche Vorteile bietet Compliance für Unternehmen?

Neben der Risikominimierung bietet Compliance klare Wettbewerbsvorteile:
  • erhöhte Rechtssicherheit
  • Stärkung von Vertrauen und Unternehmensimage
  • bessere interne Prozesse und Transparenz
  • langfristige Sicherung des Unternehmenserfolgs
Unternehmen mit funktionierendem Compliance-System sind krisenfester und zukunftssicher aufgestellt.
Veranstaltungen

16.06.2026 Berater­stammtisch: Veranstaltung fällt aus

Die Veranstalung “Beraterstammtisch - Der Wechsel von Windows zu Linux im KMU – Strategien für Desktop, Server und Legacy-Anwendungen” muss leider ausfallen.

Wir informieren Sie an dieser Stelle über neue Termine.
Die IHK Nordschwarzwald organisiert in regelmäßigen Abständen einen Stammtisch für Unternehmensberaterinnen und -Berater. Kommen Sie vorbei, bringen Sie Ideen und Anregungen mit und tauschen Sie Visitenkarten aus.

Ansprechpartnerin

Rebekka Sanktjohanser, Tel.: 07231 201 153, sanktjohanser@pforzheim.ihk.de
Management Akademie Schwarzwald

Maßgeschneiderte Inhouse‑Schulungen für Unternehmen

Die Management Akademie Schwarzwald bietet individuell konzipierte Inhouse‑Schulungen für Unternehmen. Praxisnah, flexibel und exakt auf den Bedarf abgestimmt, stärken die Trainings gezielt Kompetenzen von Teams und Führungskräften.
Elektroschrott

Novelle des Elektro- und Elektronikgesetzes verabschiedet

Stuttgart, 12.01.2026. Die am 06.11.2025 verabschiedete Novelle des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG), die zum 01.01.2026 mit einer einer Übergangsfrist bis 30.06.2026 in Kraft tritt, sieht unter anderem bessere Informationen zu Rückgabemöglichkeiten im Handel vor.
Mit der Gesetzesnovelle wird auch die Rücknahmepflicht für Einweg-E-Zigaretten auf alle Verkaufsstellen ausgeweitet. Zugleich soll das Recycling wertvoller Rohstoffe und der Schutz vor Brandrisiken durch falsch entsorgte batteriehaltige Elektroaltgeräte verbessert werden.

Handel bei der Umsetzung besonders gefragt

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg weist aktuell noch einmal ausdrücklich auf die besondere Verantwortung des Handels hin. Die Pflichten gelten sowohl für stationäre Groß- und Einzelhändler als auch für Onlinehändler.
Durch die zukünftigen Regelungen des ElektroG soll eine möglichst umfassende Rückführung der Altgeräte sichergestellt werden, um deren Recycling sowie die Verwertung der enthaltenen wertvollen Rohstoffe zu verbessern - so das Ministerium in einem aktuellen Schreiben an die Wirtschaftsverbände.

Wer ist betroffen?

Vertreiber mit einer Verkaufsfläche für Elektro- und Elektronikgeräte von mindestens 400 m² oder Vertreiber von Lebensmitteln (gilt auch für Drogerien, Möbelhäuser, Baumärkte, etc.) mit einer Gesamtverkaufsfläche von mindestens 800 m², der mehrmals im Kalenderjahr oder dauerhaft Elektro- und Elektronikgeräte anbietet oder auf dem Markt bereitstellt, sind verpflichtet:
  • Anlässlich des Kaufs eines neuen Geräts ein gleichartiges Altgerät des Endnutzers unentgeltlich zurückzunehmen. Dies hat vor Ort oder in unmittelbarer Nähe zu erfolgen.
  • Unabhängig von einem Neukauf sind bis zu drei kleine Altgeräte (Seitenkanten unter 25 cm) pro Geräteart unentgeltlich zurückzunehmen – ebenfalls vor Ort oder in unmittelbarer Nähe.
Sofern über die bloße Rücknahme hinaus eine Abholung beim Endnutzer erfolgt, kann für die Transportleistung ein Entgelt verlangt werden. Dies gilt nicht, wenn im Falle eines Neukaufs die Abgabe durch Auslieferung an den Endnutzer erfolgt. In diesem Fall ist die Abholung des Altgerätes auch beim stationären Handel für den Endnutzer unentgeltlich auszugestalten.
Diese Verpflichtungen gelten auch bei der Auslieferung von Geräten sowie beim Vertrieb über Fernkommunikationsmittel (z. B. Onlinehandel). Die Rücknahme hat hier durch eine unentgeltliche Abholung oder die Bereitstellung einer Rückgabemöglichkeit in zumutbarer Entfernung zu erfolgen.
Für Onlinehändler richtet sich das Größenerfordernis nach der Lager- und Versandfläche.

Rücknahmepflicht Einweg-E-Zigaretten

Zugleich wird die Rücknahmepflicht für Einweg-E-Zigaretten erweitert. Kioske, Tankstellen und andere Vertriebsstellen von Einweg-E-Zigaretten sind künftig verpflichtet, ausgediente Geräte zurücknehmen. Auch in diesen Stellen muss über die Rücknahme ausdrücklich informiert werden. Die Rückgabe ist nicht an den Neukauf einer Einweg-E-Zigarette gebunden.

Rückgabemöglichkeiten besser erkennen

Sammelstellen in den Geschäften müssen künftig einheitlich gekennzeichnet werden. So soll es Kundinnen und Kunden leichter fallen, die Rückgabemöglichkeiten zu erkennen und alltagsnah nutzen können. Zudem sollen Kundinnen und Kunden künftig unmittelbar im Ladenregal darüber informiert werden, dass sie ein Elektrogerät kaufen, das nach der Gebrauchsphase getrennt zu entsorgen ist. Gleiches gilt für den Online-Handel.
Im Detail heißt dies: Vertreiber haben ab dem Zeitpunkt des Anbietens durch gut sicht- und lesbare, im unmittelbaren Sichtbereich des Kundenstroms platzierte Schrift- oder Bildtafeln über Folgendes zu informieren:
  • die Pflicht der Endnutzer zur getrennten Entsorgung,
  • die Pflicht der Endnutzer zur Entnahme von Altbatterien, Akkumulatoren und Lampen,
  • die Pflicht des Vertreibers zur unentgeltlichen Rücknahme,
  • die Möglichkeiten der Rückgabe von Altgeräten,
  • die Eigenverantwortung der Endnutzer im Hinblick auf das Löschen personenbezogener Daten und
  • die Bedeutung des Symbols der durchgestrichenen Mülltonne
Hierzu ist gegenüber den Endnutzern das von der Stiftung Elektro-Altgeräte Register entworfene einheitliche Sammelstellenlogo zu verwenden.

Auch Onlinehandel muss informieren

Beim Vertrieb unter Verwendung von Fernkommunikationsmitteln (Onlinehandel) sind die o. g. Informationen ab dem Zeitpunkt des Anbietens von Elektro- oder Elektronikgeräten für die privaten Haushalte gut sichtbar in den von Ihnen verwendeten Darstellungsmedien zu veröffentlichen oder diese der Warensendung schriftlich beizufügen.
Bei der Auslieferung des Geräts und beim Vertrieb mittels Fernkommunikationsmitteln sind die Endnutzer bereits bei Abschluss des Kaufvertrags über die unentgeltlichen Rückgabe- und Abholmöglichkeiten zu informieren und die Rückgabeabsicht abzufragen.

Brandrisiken minimieren

Mit der Gesetzesnovelle will die Bundesregierung auch Brandrisiken minimieren, die durch falsch entsorgte oder beschädigte Lithium-Batterien aus alten Elektrogeräten verursacht werden.
Lithium-Batterien sind in immer mehr Elektrogeräten enthalten und teilweise fest verbaut. Für die Entsorgungswirtschaft birgt die unsachgemäße Erfassung von Lithium-Batterien bei der Sammlung und Behandlung von Elektroaltgeräten erhebliche Gefahrenpotenziale.
Brände, die durch beschädigte oder falsch entsorgte Batterien entstehen können, führen zum Stillstand von Anlagen und können bei gehäuftem Auftreten zu Entsorgungsengpässen führen.
Um den Brandrisiko zu minimieren sieht die Gesetzesnovelle vor, dass bei der Sammlung am Wertstoffhof Elektroaltgeräte künftig ausschließlich durch geschultes Personal des Wertstoffhofs in die Sammelbehältnisse einsortiert werden und dies nicht mehr durch die Kundinnen und Kunden selbst erfolgt.
Mit der neuen Vorgabe soll sichergestellt werden, dass Batterien aus abgegebenen Elektrogeräten – sofern möglich – entfernt und diese Batterien gesondert entsorgt werden. Das Risiko einer Beschädigung der Batterie durch mechanische Verdichtung bei Sammlung und Transport kann dadurch reduziert und das Brandrisiko gesenkt.

Sammlung, Lagerung und Entsorgung der zurückgenommenen Altgeräte

Die zur Sammlung bereitgestellten Behältnisse müssen so befüllt werden, dass ein Zerbrechen der Altgeräte, eine Freisetzung von Schadstoffen und die Entstehung von Brandrisiken vermieden werden.
An der Rücknahmestelle ist die Entfernung von Bauteilen aus oder von den Altgeräten unzulässig. Dies gilt nicht für die Entnahme von Altbatterien und Altakkumulatoren sowie von Lampen.
Die Entnahmepflicht von Altbatterien und Altakkumulatoren sowie von Lampen obliegt den Endnutzern der Elektroaltgeräte. Kommen diese ihrer Pflicht nicht nach, sollte der Vertreiber das Entfernen selbst vornehmen.
Zurückgenommene Altgeräte können an die Hersteller oder die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger übergeben werden. Anderenfalls sind die Altgeräte in eigener Verantwortung gemäß den gesetzlichen Anforderungen zur Wiederverwendung vorzubereiten oder zu behandeln (§ 20 Absatz 2 bis 4 und § 22 Absatz 1 ElektroG). Hierzu ist in der Regel die Beauftragung einer zertifizierten Erstbehandlungsanlage notwendig.
Des Weiteren müssen Vertreiber sich bei der stiftung ear registrieren und obliegen gewissen Mitteilungspflichten an die stiftung ear, wenn sie zurückgenommene Altgeräte nicht an die Hersteller oder die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger übergeben. Was im Einzelnen mitzuteilen ist, ergibt sich aus den detaillierten Regelungen in § 29 Abs. 1 bis 3 ElektroG. Die Mitteilungen sind jeweils zum 30.4. des Folgejahres vorzunehmen. Die Informationen an die stiftung ear sind erforderlich, damit auch diese Mengenströme erfasst werden können.
Mehr zum Thema:
Quelle: Umweltministerium BW, ergänzt
Aktuelle Handelsthemen

Sofortprogramm Einzelhandel - Innenstadt

Das Sofortprogramm Einzelhandel / Innenstadt mit seinen beiden Förderlinien „Veranstaltungen“ und „Stadtmarketing steht noch bis Ende 2026 zur Verfügung. Anträge können beim Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus gestellt werden.

Förderlinie Veranstaltungen

Im Rahmen der Förderlinie „Veranstaltungen“ sind Kommunen, unabhängig von ihrer Einwohnerzahl, sowie City-Initiativen, Handels- und Gewerbevereine, Wirtschaftsförderungsgesellschaften und Kultur-, Sport- und Heimatvereine antragsberechtigt. Gefördert wird die Planung und Durchführung von ein- oder mehrtägigen Veranstaltungen, die nicht ohnehin regelmäßig stattfinden und einen über die Gemeindegrenzen hinausreichenden, möglichst regionalen Einzugsbereich haben. Es muss sich um zusätzliche bzw. neu gestaltete Events handeln. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus fördert 60 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Die maximale Zuschusshöhe für eine mehrtägige Veranstaltung beträgt 50.000 Euro – für eine eintägige Veranstaltung 30.000 Euro.

Förderlinie Stadtmarketing

Für die Förderlinie „Stadtmarketing“ sind Kommunen, Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketingorganisationen, City-Initiativen sowie Handels- und Gewerbevereine antragsberechtigt. Förderfähig ist die Erstellung und / oder Umsetzung eines neuen oder wesentlich neu konzipierten Marketingkonzepts mit Schwerpunkt auf die Innenstadt bzw. das Ortszentrum, insbesondere Kommunikationsmaßnahmen und Kunden-/ Kaufkraftbindungskonzepte. Der Fördersatz beträgt 60 Prozent – die maximale Zuschusshöhe 50.000 Euro.

Förderanträge

Aktuelle Handelsthemen

Standortgemeinschaften der Zukunft

Die bundesweite Studie der imakomm Akademie zeigt erstmals ein umfassendes Bild darüber, wie Standort- und Gewerbegemeinschaften heute arbeiten, vor welchen Herausforderungen sie stehen und welche Modelle bereits erfolgreich in die Zukunft führen. Sie bietet Kommunen und Akteuren praxisnahe Orientierung, um lokale Zusammenarbeit gezielt zu stärken und weiterzuentwickeln.

Ausgangssituation

In vielen Städten und Gemeinden arbeiten Kommunen und Gewerbevereinigungen gemeinsam, um den Standort lebendig und attraktiv zu halten. Solche Zusammenschlüsse — oft als Gewerbevereine, Werbegemeinschaften oder City-/Stadtmarketinginitiativen — sind entscheidende Partner lokaler Standort- und Wirtschafts­entwicklung.
Allerdings bestehen strukturelle Schwächen: Bei zahlreichen Standortgemeinschaften ist die Beteiligung rückläufig, Vorstände überlastet, der Nutzen für Mitglieder schwer zu vermitteln. Viele Gemeinschaften leiden unter Überalterung, fehlendem aktiven Engagement und einer insgesamt unausgewogenen Zusammenarbeit.
Bisher fehlten belastbare, deutschlandweite Vergleichs- und Struktur­daten. Es gab kaum verlässliche Zahlen zu Mitgliederzahlen, Budget, Aufgaben, Organisationsform oder branchenübergreifender Zusammensetzung der Standort­gemeinschaften. Ebenso fehlte eine systematische Erfassung von erfolgreichen Good-Practice-Beispielen.
Vor diesem Hintergrund hat die imakomm Akademie 2025 mit Unterstützung zahlreicher Industrie- und Handelskammers (IHKs), der Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland e.V. (BCSD) und dem Citymanagement-Verband Ost e.V. (CMVO) eine bundesweite Studie initiiert: Der „Kompass Deutschland“ soll erstmals Orientierung zu Strukturen, Herausforderungen und gute Beispiele aus der Praxis bieten.

Ergebnisse und Erkenntnisse

  • Breite Beteiligung: Insgesamt 386 Standortgemeinschaften aus allen Bundesländern lieferten Daten, sodass deutschlandweite Vergleiche gezogen werden können.
  • Typische Strukturen: Die häufigste Rechtsform ist der eingetragene Verein; viele Gemeinschaften bestehen seit Jahrzehnten.
  • Herausforderungen auf einen Blick:
    • 53 Prozent gaben an, dass Passivität bzw. mangelnde Mitmachbereitschaft ein Problem sind.
    • Weitere zentrale Probleme: Rückgang der Mitgliederzahlen, Überalterung, fehlender Nachwuchs im Vorstand, geringe finanzielle Mittel oder sinkende betriebliche Beteiligung.
  • Positiv: Es existieren viele Good-Practice-Beispiele
    • Trotz der Schwierigkeiten zeigen zahlreiche Gemeinschaften, dass Wandel möglich ist: Durch kreative und standortbezogene Lösungen gelingt es, Struktur- und Engagementprobleme zu überwinden.
    • Die Studie liefert konkrete Ansatzpunkte und Strategien — etwa neue Organisationsformen, Kooperationen mit Kommune, Anpassung der Aufgabenbereiche, stärkere Professionalisierung im Veranstaltungsmanagement oder neue Wege in der Mitglieder- und Öffentlichkeitsarbeit.
  • Zentrale Botschaft: Kooperation statt Einzelkämpfermentalität
    • Die Studie unterstreicht, dass Stadtmarketing und Standortentwicklung nicht mehr allein Aufgabe von Verwaltung oder Gewerbeverein sein können — sondern nur gemeinsam und mit klaren Strukturen dauerhaft tragfähig sind.
    • Nur mit Orientierung, Daten, Erfahrungsaustausch und pragmatischen Lösungen könne der Strukturwandel gemeistert werden.

Zur Studie

Aktuelle Handelsthemen

Rezeptbuch für eine attraktive Innenstadt

Die Innenstädte in Baden-Württemberg stehen weiterhin unter Druck: Geschäftsschließungen, Leerstände, ein vernachlässigtes Stadtbild sowie knappe Budgets prägen vielerorts das Bild. Die gute Nachricht: Mit klug umgesetzten Maßnahmen können Innenstädte jedoch fit für die Zukunft gemacht werden und bleiben so als attraktive Orte für Einkauf, Erlebnis und Miteinander bestehen.
„Starke, attraktive und funktionierende Stadtzentren brauchen verlässliche Rahmenbedingungen. Handel und Gastronomie müssen in der Innenstadt wirtschaftlich erfolgreich arbeiten können. Dafür sind gezielte Entlastungen und der Verzicht auf neue Belastungen entscheidend. Ebenso wichtig: Die Menschen müssen mit dem Verkehrsmittel ihrer Wahl in und durch die Stadt kommen. Nur so bleibt die Innenstadt ein attraktiver Wirtschaftsstandort, in dem Handel, Gastronomie und weitere Innenstadtakteure die Impulse aus dem Rezeptbuch erfolgreich umsetzen können!“ (Manfred Schnabel, BWIHK-Vizepräsident und Präsident der IHK Rhein-Neckar)

Grundlage

Das Rezeptbuch stellt eine praxisnahe Handlungsanleitung zum „Nachkochen“ für Kommunen, Wirtschaftsförderungen und lokale ehrenamtliche Akteure dar – insbesondere in Städten unter 50.000 Einwohnern.
Es basiert auf den Erkenntnissen aus fünf Jahren IHK-Innenstadtberatung im Land, mit 123 Beratungen und rund 14.000 Befragungen von Besuchern innerhalb des Förderprojekts „Innenstadtberatung“ des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus. Die Analyse folgt dem Prinzip: Gut für die Innenstädte ist, „was dem Gast schmeckt“.
Gezeigt wird, was Besucher heute von einer attraktiven Innenstadt erwarten, aber auch, was Kommunen möglichst vermeiden sollten. Die Beispiele zeigen, welchen Städten die Umsetzung dieses Anforderungskataloges bereits besonders gut gelingt.
Bernhard Nattermann, Handelsexperte der IHK Bodensee-Oberschwaben, die im BWIHK in Handelsfragen federführend ist, erläutert das Analyse-Konzept näher: „Wir geben heute konkrete Handlungsempfehlungen, damit jede Kommune und jeder Akteur für die eigene Umsetzung praxisbezogene Ideen und Impulse an die Hand bekommt.“
Thomas Kaiser, Innenstadtberater der IHK Südlicher Oberrhein, unterstreicht aus seinen Erfahrungswerten: „Die Daten zeigen klar – Einkaufen bleibt das wichtigste Besuchsmotiv, Gastronomie und Wochenmärkte sind starke Magneten. Schlechte Erreichbarkeit und fehlendes Ambiente sind die Attraktivitätskiller.“

Inhalte

  • Acht Grundrezepte für unterschiedliche Stadttypen – von der historischen Altstadt bis zur Tourismusstadt.
  • Erfolgsfaktoren als Grundzutaten wie Angebotsvielfalt, Erreichbarkeit, Ambiente und Veranstaltungen.
  • Warnsignale für den „Untergangsrezept“-Mix, der zu Leerstand und Attraktivitätsverlust führt.
  • Eine klare Handlungsanleitung, welche Rezepte von wem nachzukochen, anzupassen oder zu kombinieren sind.

Zum Rezeptbuch

Der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) ist eine Vereinigung der zwölf baden-württembergischen Industrie- und Handelskammern (IHKs). In Baden-Württemberg vertreten die zwölf IHKs die Interessen von mehr als 650.000 Mitgliedsunternehmen. Zweck des BWIHK ist es, in allen die baden-württembergische Wirtschaft und die Mitgliedskammern insgesamt betreffenden Belangen gemeinsame Auffassungen zu erzielen und diese gegenüber der Landes-, Bundes- und Europapolitik sowie der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) und anderen Institutionen zu vertreten.
Handel

Veranstaltungen und Termine im Handel

Ob Fachseminar, Webinar, Branchentreff oder Netzwerkevent – hier finden Sie alle wichtigen Termine im Bereich Handel, um Wissen zu vertiefen, Kontakte zu knüpfen und neue Impulse für Ihr Unternehmen zu gewinnen. Jetzt informieren und anmelden!
Termin Thema / weitere Inf­or­ma­tio­nen /
Online-An­m­eld­ung
Veran­stal­tungs­ort
bzw. -modus
03.11.2026,
08:00 Uhr
Store-Check: Zeigen Sie Ihr Geschäft – wir liefern die Ideen!
Online
05.11.2026,
18:00 Uhr
EU‑KI‑Verordnung (AI Act) in der Praxis: Was KMU jetzt konkret umsetzen müssen
Online
05.11.2026,
10:00 Uhr
Elektronische Rechnung - gesetzliche Anforderungen verstehen und sicher umsetzen
Online
13.11.2026,
11:00 Uhr
KI für effizientere Handelsprozesse
Online
26.11.2026,
08:30 Uhr
IHK Cybersecurity Day 2026
IHK
Nord­schwarz­wald,
Dr.-Branden­burg-Str.6,
75173 Pforz­heim
Raum 008 & 009
Veranstalter weiterer (kostenfreier) Veranstaltungen und Webinare:
Attraktive Innenstädte

Webinarreihe - saisonale Schaufenstergestaltung

Ihr Schaufenster ist die Visitenkarte Ihres Geschäfts. Es weckt Neugier, lädt zum Stöbern ein und kann entscheidend dazu beitragen, die Kundenfrequenz zu erhöhen. Doch wie setzen Sie es passend zur jeweiligen Saison optimal in Szene?

Inspirationen und frische Ideen für das ganze Jahr

In insgesamt vier kostenfreien Webinaren erhalten Betriebe der Innenstadt wertvolle Inspirationen und frische Ideen für das ganze Jahr. Egal ob zur Osterzeit, in der Urlaubszeit, während der goldenen Jahreszeit oder zur Weihnachtszeit – die Schaufensterexpertin Frau Karin Wahl veranschaulicht Ihnen wie Ihr Schaufenster zu jeder Jahreszeit glänzt.
Profitieren Sie von praxisnahen Tipps und kreativen Gestaltungsideen – für mehr Erfolg in Ihrem Geschäft!
Die Webinarreihe ist ein Angebot der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg.

Termine

Schaufenster-Update zum Winter
Freitag, 17. Oktober 2025
08:00 Uhr -
09:00 Uhr
hier anmelden

Veranstaltungen

Handel: Anmeldung zu den Fachseminaren, Webinaren, Branchentreffs oder Netzwerkevents

Aktuelle Handelsthemen

Neue Nutzungs­konzepte für Innen­städte in Baden-Württem­berg

Die Folgen der Corona-Pandemie und die sich überlagernden Krisen stellen die Innenstädte in Baden-Württemberg vor große Herausforderungen. Um der wachsenden Zahl an Leerständen entgegenzuwirken müssen herkömmliche Denkmuster aufgebrochen und innovative Nutzungskonzepte entwickelt werden. Die Kommunen und die Immobilienwirtschaft sind daher mehr denn je gefragt, neue Wege zu gehen.
Im Auftrag des BWIHK wurde durch die BBE und IPH eine Studie für neue Nutzungskonzepte durchgeführt. Das zentrale Ergebnis dieser Studie ist ein Handlungsleitfaden, der Lösungsansätze aufzeigt, die bei der Innen-Stadt als Makrostandort beginnen, sich über Lagen und Quartiere (Mesostandorte) erstrecken und letztlich bei der einzelnen Immobilie (Mikrostandorte) enden. Der BWIHK legt mit diesem Leitfaden eine Hilfestellung vor, die die systematische und strukturierte Herangehensweise bei der Standortanalyse und -entwicklung beschreibt und Beispiele aufzeigt. Zudem wurden für die beiden Zielgruppen “Immobilieneigentümer” sowie “Wirtschaftsförderer, Verwaltung und Stadtmarketing” Checklisten erarbeitet, die bei der konzeptionellen Planung unterstützen sollen.
Die Ergebnisse der Studie sowie praxisnahe Lösungsansätze und Handlungsempfehlungen zu neuen Nutzungskonzepten in Innenstädte stehen Ihnen kostenfrei zur Verfügung:
Aktuelle Handelsthemen

EU-Kom­mission: Tool­box für sicheren und nach­haltigen E-Com­merce

Im Februar 2025 hat die EU-Kommission den Vorschlag für eine umfassende Toolbox unterbreitet, um einen sicheren und nachhaltigen E-Commerce in der EU zu ermöglichen und zugleich Wettbewerbsgleichheit für europäische Anbieter sicherzustellen.
Im Jahr 2024 erreichten rund 4.6 Mrd. Sendungen mit einem Wert von nicht mehr als 150 Euro den EU-Binnenmarkt, entsprechend 12 Millionen Pakete pro Tag. Dies waren doppelt so viele wie in 2023 und dreimal so viele wie in 2022 und viele der Waren wurden als nicht mit der EU-Gesetzgebung vereinbar befunden.

Konsumenten in der EU sollen das volle Potenzial des E-Commerce nutzen können

Die EU-Kommission möchte gewährleisten, dass in Europa Konsumenten das volle Potenzial des E-Commerce nutzen können und online Zugang zu fertigen, erschwinglichen, sicheren und hochqualitativen Produkten haben. Gleichermaßen sollten die europäischen Unternehmen von der Wettbewerbsgleichheit im Binnenmarkt profitieren.

Das EU-Instrumentarium beinhaltet die folgenden Maßnahmen:

  1. Zollreform: Einführung eines neuen Unionszollkodex und eines EU-Zolldatenhubs zur besseren Überwachung und Kontrolle von Waren, die in die EU importiert werden. Abschaffung der 150-€-Zollgrenze, Bearbeitungsgebühr für kleine E-Commerce-Sendungen, Erweiterung des 'Import One Stop Shop' (IOSS)
  2. Umweltschutz: Umsetzung der Verordnung über Ökodesign für nachhaltige Produkte und Einführung von erweiterten Herstellerverantwortungspflichten für Textilien und Schuhe.
  3. Koordinierte Kontrollen: Einrichtung eines Prioritätskontrollbereichs für den E-Commerce, um gefährliche und nicht konforme Produkte zu identifizieren und zu entfernen.
  4. Produktsicherheit: Verstärkte Marktüberwachungsmaßnahmen und gemeinsame Aktionen zur Bekämpfung von Produktfälschungen und zur Sicherstellung der Produktsicherheit.
  5. Digitale Dienste: Durchsetzung des Digital Services Act (DSA) zur Regulierung von Online-Marktplätzen und zur Bekämpfung illegaler Produkte.
  6. Verbraucherschutz: Einführung eines Digital Fairness Act (für 2026 geplant) zur Stärkung des Verbraucherschutzes im digitalen Umfeld und zur Bekämpfung unfairer Geschäftspraktiken.
  7. Streitbeilegung: Verbesserung der alternativen Streitbeilegung für Verbraucher, insbesondere bei Streitigkeiten mit Nicht-EU-Händlern.
  8. Digitale Werkzeuge: Einführung des Digital Product Passport (DPP) zur Verbesserung der Rückverfolgbarkeit und Transparenz von Produkten.
  9. Bewusstseinsbildung: Förderung von Aufklärungskampagnen für Verbraucher über ihre Rechte und Risiken beim Online-Kauf.
  10. Internationale Zusammenarbeit: Fortsetzung der bilateralen Zusammenarbeit mit Herkunftsländern importierter Waren, insbesondere China, zur Schulung und Sensibilisierung für EU-Produktsicherheitsvorschriften.
Die konkreten Inhalte sowie weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Europäischen Kommission.

Neuer Bürokratie befürchtet

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK), die bereits im Dezember 2024 Ihren 10-Punkte Maßnahmenkatalog für einen Für einen fairen E-Commerce vorgestellt hat, begrüßt die Strategie der EU-Kommission grundsätzlich, warnt aber vor neuer Bürokratie.
Aus Sicht der DIHK seien dazu "keine neuen Regelungen nötig, die zu weiteren bürokratischen Belastungen führen". Wichtig sei vor allem eine konsequente Anwendung des bestehenden Rechts. “Dazu brauchen wir zum Beispiel dringend eine Verbesserung der digitalen und analogen Infrastruktur für den Zoll. Auch die angekündigte Abstimmung der Maßnahmen aus den einzelnen Politikbereichen wie beispielsweise Umwelt, Produktsicherheit, Steuern und Zoll, ist dabei unerlässlich.” (Dirk Bindung, Bereichsleiter Digitale Wirtschaft, Infrastruktur, Regionalpolitik der DIHK)
Aktuelle Handelsthemen

Der deutsche Einzelhandel 2024 – dritte IHK-ibi-Handelsstudie

In der dritten Auflage der IHK-ibi-Handelsstudie wurden gemeinsam mit der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) sowie 53 Industrie- und Handelskammern in einer deutschlandweiten Befragung mit über 2.100 Einzelhändlern der Status quo des deutschen Einzelhandels erfasst. Dabei stehen die Themen IT-Sicherheit, Nachhaltigkeit, bürokratische Anforderungen und Unternehmensnachfolge im Fokus. Zudem wirft die Studie einen Blick auf die Herausforderungen und Chancen der Branche.

Der Handel setzt immer stärker auf Multi-Kanal-Vertrieb

Die Studienergebnisse zeigen, dass die Hälfte der befragten Einzelhändler ihre Produkte sowohl stationär als auch online verkaufen. Im Vergleich zu den Ergebnisse 2020 ist dies eine Steigerung von 35 Prozent. Dementsprechend ist die Anzahl an Händlern, die rein stationär verkaufen seit 2020 rückläufig. Dennoch bleibt das stationäre Ladengeschäft der wichtigste Vertriebskanal: 85 Prozent der befragten Händler betreiben mindestens ein stationäres Geschäft. Auf Platz zwei folgt der eigene Online-Shop, den 43 Prozent der Händler nutzen. Soziale Medien gewinnen ebenfalls an Bedeutung – knapp ein Viertel (24 Prozent) setzt sie bereits für den Vertrieb ein. Die befragten Einzelhändler erwarten in den nächsten fünf Jahren in den Bereichen Online-Shops (70 Prozent) und soziale Medien (63 Prozent) steigende Umsätze.

Soziale Medien – wichtiger Bestandteil der Kommunikation und des Marketings

Auch in den Bereichen Kommunikation und Marketing finden soziale Medien Anwendung: Über 65 Prozent der Händler nutzen die Meta-Anwendungen Facebook und Instagram, vorrangig für Zwecke der Bekanntheitssteigerung (89 Prozent), Kundeninformation (81 Prozent) und Neukundengewinnung (77 Prozent).
„Die enge Verknüpfung von Handel und sozialen Medien stärkt die Handelsbranche. Social Commerce bietet die Möglichkeit, die eigene Zielgruppe gekonnt anzusprechen und einen fließenden Übergang von Kundenanwerbung zum tatsächlichen Kaufprozess zu ermöglichen“, so Nils Deichner, Senior Consultant und Studienverantwortlicher bei ibi research.
Das Interesse der Händler am Thema ‚Soziale Medien‘ äußert sich auch in Bezug auf Weiterbildung: In den Bereichen Vertrieb und Kommunikation über soziale Medien werden im Vergleich zu anderen Digitalisierungsthemen die größten Weiterbildungsbedarfe gesehen. Mittlere und große Unternehmen haben außerdem Schulungsbedarf beim Kernthema IT-Sicherheit. Ein Thema, mit dessen Problemen sich 47 Prozent der kleinen Unternehmen bisher nicht konfrontiert sehen.

Kleine Händler fühlen sich für die Herausforderungen der Digitalisierung schlechter vorbereitet als noch vor vier Jahren

Die Studie hat zum Ergebnis, dass sechs Prozent der kleinen Unternehmen keine gängigen digitalen Tools im Unternehmen nutzen. Die Studienergebnisse zeigen, dass im Vergleich zu den mittleren und großen Betrieben, kleine Unternehmen ihr Wissen zum Thema Digitalisierung geringer einschätzen. Ein Vergleich mit den Studienergebnissen aus 2020 zeigt, dass sich kleinere Unternehmen schlechter für die Herausforderungen der Digitalisierung gerüstet fühlen als noch vier Jahren. In 63 Prozent der kleineren Unternehmen bleibt Digitalisierung ‚Chefsache‘.
Knapp ein Drittel der befragten Unternehmen arbeitet bereits mit KI-Anwendungen. Aber auch hier ist ein deutlicher Unterschied hinsichtlich der Unternehmensgröße zu sehen. Während fast 60 Prozent der großen Unternehmen KI anwenden, sind es in den kleinen Unternehmen bisher nur 25 Prozent.

Zunehmende Regulierung und Bürokratieanforderungen schränken den deutschen Einzelhandel ein

Über alle Unternehmensgrößen hinweg nehmen gut drei Viertel der Unternehmen einen (sehr) negativen Einfluss durch die zunehmende Regulierung auf ihr Geschäftsmodell wahr. Auch die damit einhergehende Bürokratisierung schränkt 62 Prozent der Händler (sehr) stark in ihrem unternehmerischen Handeln ein. Besonders den großen Unternehmen macht außerdem der Fachkräftemangel zu schaffen – knapp 80 Prozent werden dadurch in ihrer aktuellen Geschäftslage beeinflusst.
„Die Studie bestätigt, was wir täglich aus den Unternehmen hören. Die Bürokratielasten erdrücken die Unternehmen. Wir müssen daher bei Bürokratieabbau deutlich mehr Gas geben, damit sich die Unternehmen wieder stärker auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können. Das vor kurzem beschlossene Vierte Bürokratieentlastungsgesetz (BEG IV) war ein Schritt in die richtige Richtung. Aber dem müssen schnell größere folgen.“ (Volker Treier, DIHK Hauptgeschäftsführungsmitglied)
Weiter sehen 54 Prozent der Befragten den Bürokratieaufwand als größte Hürde für nachhaltiges Handeln im eigenen Unternehmen.

Fazit zur Studie

  • Digitalisierung, Fachkräftemangel, hohe Energiepreise und politische Unsicherheiten sind die zentralen Herausforderungen des Einzelhandels
  • Große Anbieter aus Drittstaaten dominieren mit niedrigen Preisen, schnellen Lieferzeiten und breiten Produktpaletten – der Handel und die
    Konkurrenz wird zunehmend internationaler
  • Die Belastung für Unternehmen aller Größen durch Bürokratie ist enorm – Kleine Unternehmen kämpfen mit Steuerrecht, große mit komplexen
    Regulierungen (z. B. Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz).
  • Händler erkennen wachsende Bedeutung nachhaltiger Maßnahmen – finanzielle und bürokratische Hürden erschweren Umsetzung, vor allem für
    kleinere Unternehmen
  • IT-Sicherheit und Ladendiebstahl treffen den Handel immer stärker
  • Unternehmensnachfolge wird die nächsten Jahre zunehmend zum Faktor – insb. für kleine Unternehmen

Die Auswertung




Umschulung, Rehabilitation & Berufsvalidierung

Feststellungsverfahren: Anmeldung zu einem Beratungsgespräch

Bitte füllen Sie das Formular vollständig aus. Wir melden uns bei Ihnen, um einen Beratungstermin zu vereinbaren.
IHK-Forum für Ausbilder:innen

Anmeldung zu den Veranstaltungen des Forums für Ausbilder:innen

Unserer Veranstaltungen

Als Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald ist es unser Anliegen, Sie in Ihrer wichtigen Rolle als Ausbilder:in oder Ausbildungsverantwortliche zu unterstützen und Ihnen eine Plattform zum Austausch und für neuen Input zu bieten. Das "Forum für Ausbildende" ist eine Veranstaltungsreihe, die Fachvorträge und Workshops rund um das Thema Ausbildung präsentiert.

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Prüfungswesen

Anmeldung zu den Workshops zur Qualifizierung von Prüfenden

Unsere Veranstaltungen

Damit Sie sich als Prüfer:in stets auf dem aktuellen Stand sind, bieten wir eine Reihe von Workshops an, zu denen Sie sich hier gerne kostenfrei online anmelden können. Wir wollen Sie gern unterstützen, damit Sie Prüfungen auf der Basis aktueller Anforderungen durchführen und situationsgerecht gestalten können.

Jetzt online anmelden

Handel

Umfrage gestartet: Was bewegt den Handel 2024?

Online-Befragung im deutschen Einzelhandel

Der DIHK und das Forschungsinstitunt IBI Research bitten Sie um Ihre Unterstützung.

Bis zum 20. Oktober 2024 können Einzelhändler:innen teilnehmen.
Die Beantwortung der Fragen dauert ca. 15 Minuten. Alle Aussagen werden selbstverständlich vertraulich und anonym behandelt.
Ziel der Befragung von Einzelhandelsunternehmen ist es, einen Überblick darüber zu bekommen, welche Themen den Einzelhandel aktuell bewegen, wo die Herausforderungen liegen und welche Chancen die Unternehmen im Bereich Digitalisierung sehen. Hierfür brauchen wir Sie und Ihre Expertise. Unterstützen Sie durch Ihre Teilnahme an dieser Umfrage die Forschung und profitieren Sie von den kostenlos erhältlichen Studienergebnissen, anhand derer Sie wichtige Schritte für die Zukunft Ihres Unternehmens ableiten können.

Die Studienergebnisse werden Ihnen kostenlos zugänglich gemacht

Die Studienergebnisse werden voraussichtlich im November 2024 durch das ibi research veröffentlicht und können auf der IHK Nordschwarzwald Homepage abgerufen werden.
ibi research an der Universität Regensburg GmbH ist ein deutschlandweit aktives Institut für angewandte Forschung im Bereich der digitalen Wirtschaft. Mit Fokus auf Banking, Payment und Handel untersuchen wir innovative Technologien, Geschäftsmodelle und Trends, um praxisnahe Lösungen und Empfehlungen für Unternehmen und Organisationen zu entwickeln.
Das Forschungsspektrum reicht von der Marktanalyse und Geschäftsmodell-Entwicklung über Prozessgestaltung und Data Analytics bis hin zu Fragen der Governance und Compliance. Zugleich bietet ibi research umfassende Beratungsleistungen zur Umsetzung der Forschungs- und Projektergebnisse an.

Kontakt

Bei Fragen zum Forschungsprojekt oder Interesse an weiteren Informationen, Artikeln etc. wenden Sie sich bitte an:
ibi research an der Universität Regensburg
Galgenbergstraße 25
93053 Regensburg
Telefon: 0941 788391-0
E-Mail: presse@ibi.de
Versicherungsvermittler

Merkblätter für Versicherungs­vermittler

Zu Ihrer Information haben wir Ihnen verschiedene Merkblätter als PDF-Dateien zum Download bereitgestellt.

Vorwort

Am 22. Mai 2007 sind umfangreiche Neuregelungen für Versicherungsvermittler in Kraft getreten. Zuvor galt für die gewerbsmäßige Versicherungsvermittlung und -beratung die uneingeschränkte Gewerbefreiheit. Nun sind alle Versicherungsvermittler in einem Versicherungsvermittlerregister zu registrieren. Für die Versicherungsberater und ungebundenen Versicherungsvermittler ist zur Eintragung ein Erlaubnisverfahren notwendig. Zuständig für die Umsetzung dieser neuen Vorschriften sind die Industrie- und Handelskammern.
Die Merkblätter dienen als Orientierungshilfe zur Umsetzung der §§ 34d GewO. Ein Anspruch auf Vollständigkeit und daraus ableitend eine Haftung für den Inhalt besteht nicht.
KEFF+ Symposium

[[Vorlage KEFF-Plus Veranstaltungsanmeldung]]

[[Vorlage KEFF-Plus Veranstaltungsanmeldung]]

Hier steht ein kurzer Text mit Titel, Datum, Uhrzeit und Ort der Veranstaltung zu welcher man sich anmelden kann.

Online-Anmeldung

Veranstaltungen

[[Vorlage eines Formulars für eine Veranstaltungsanmeldung]]

[[Vorlage eines Formulars für eine Veranstaltungsanmeldung]]
News: Umweltschutz

[[Vorlage Anmeldeformular3]]

[[Vorlage Anmeldeformular3]]

Online-Anmeldung

Börsen für die Unternehmensnachfolge

Unternehmensbörse Nexxt - Change

Die Internetplattform nexxt-change ist eine Gemeinschaftsinitiative des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, der KfW und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zur Unterstützung des Generationswechsel in kleinen und mittleren Unternehmen. "nexxt-change" stellt mit über 6.000 Unternehmen, die zum Verkauf stehen, und knapp 2.000 potentiellen Nachfolgern die führende Unternehmensbörse im deutschprachigen Raum dar.
Zugang finden Anbieter und Nachfrager ausschließlich über die etablierten Regionalpartner, die sich den Standards der Börse unterworfen haben und die Mittlerfunktion zwischen Angebot und Nachfrage übernehmen. Der Großteil der Inserate wird über die regionalen IHKen (45%) und die regionalen HWKn (44%) akquiriert und gepflegt. Vereinzelt sind auch Sparkassen und Volksbanken als Regionalpartner gelistet.
Recht und Steuern

BaFin warnt vor gefälschten E-Mails

05.03.2019. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) weist darauf hin, dass sie keine Aufforderungen zur Verifizierung von personenbezogenen Daten an Unternehmen und Privatpersonen verschickt.
Der BaFin sind mehrere Fälle bekannt geworden, in denen Unternehmen und Privatpersonen angeblich von der BaFin versandte E-Mails erhalten haben. In den betrügerischen E-Mails wird dazu aufgefordert, eigene personenbezogene Daten zu verifizieren. Dazu soll einem Link („Jetzt verifizieren“) gefolgt werden. Die BaFin bittet alle Empfänger, nicht dem angegebenen Link zu folgen und diese E-Mails sofort zu löschen.
Existenzgründung

Franchising - das fertige Geschäftskonzept

Franchising hat in den Vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen.
Es gibt mittlerweile rund 1.000 Franchisesysteme allein in Deutschland.

Was bedeutet Franchising?

Franchising ist die entgeltliche Gewährung eines Nutzungsrechtes für Wettbewerbsvorteile an unabhängige Unternehmer, verbunden mit Weisungsrecht, Betreuung und Kontrolle.
Das heißt der Franchisegeber (FG) entwickelt ein Geschäftskonzept von "A bis Z". Hierzu gehört meist ein komplettes Produkt- bzw. Leistungsprogramm (einschließlich Werbung, Namensgebung, Ladengestaltung bis hin zur Schulung). Der Franchisenehmer (FN) hat das Recht, das Franchisepaket gegen Entgelt zu nutzen. Er ist dabei im eigenen Namen und auf eigene Rechnung tätig. Als Leistungsbeitrag liefert der FN Arbeit, Kapital und Informationen. Darüber hinaus ist er verpflichtet, sich genau an die Vorgaben des FG zu halten.

Welche Vor- bzw. Nachteile bietet Franchising für den Franchisenehmer?

Franchiseideen bieten Existenzgründern die Möglichkeit, ein bereits erfolgreich erprobtes Konzept zu übernehmen und zu nutzen. Dazu gehört ein bereits bekannter "geschützter" Markenname und die Unterstützung durch den FG beim Einkauf, bei der Betriebsführung und in allen Fragen des Marketings und der Konzeptweiterentwicklung. Die "Kooperation" mit dem FG gibt dem FN die Möglichkeit, auch gegenüber großen Mitbewerbern und anderen Verbundgruppen zu bestehen. Franchising wird zunehmend aber auch von bereits bestehenden Unternehmen im Rahmen ihrer Konzeptumstellung bzw. Unternehmenserweiterung genutzt.
Dennoch: Franchising ist nicht gleichbedeutend mit einer "Existenzgründung-Light". Eine Erfolgsgarantie gibt es nicht! Die unternehmerischen Voraussetzungen des FN sind hier genauso wichtig wie das Unternehmenskonzept und die Leistungsfähigkeit des FG. Bevor Sie sich für ein bestimmtes Franchisesystem entscheiden, prüfen Sie daher genau, ob Sie als FN geeignet sind und Produkt, Partner und Franchisepaket zu Ihnen passen. Franchising hat für den FN nämlich auch zur Folge, dass er durch die Partnerschaft mit dem FG in seinen unternehmerischen Entscheidungen stark eingeschränkt ist. Er muss sich in das System einfügen und ist darüber hinaus abhängig von der Geschäftspolitik und dem Wohlergehen des FG und der anderen FN. Eine vorzeitige Beendigung der Partnerschaft ist für den FN meist mit Verlust verbunden. Außerdem sollte sichergestellt sein, dass das Franchisesystem auch zukünftig gute Perspektiven aufweist. Die Tatsache, dass ein System bereits lange am Markt existiert, bedeutet nicht automatisch auch Erfolg in der Zukunft.

Checkliste Franchising

Das Unternehmen (Franchisegeber)

  • Seit wann besteht das Unternehmen?
  • Wie ist das Firmen-Image?
  • Wie viele Partner gibt es?
  • Wie gut und erfahren ist das Management?
  • Mitgliedschaft im Fachverband (DFV)?
  • Seit wann und mit welchen Erfahrungen?

Das Franchisesystem

  • Welche Stärken haben die Produkte/Dienstleistungen (Vorsprung, Alleinstellung)?
  • Tragfähigkeit und Zukunftsperspektiven des Konzeptes?
  • Sind die Geschäftserwartungen realistisch und mit Erfahrungswerten unterlegt?
  • Sind die Gebühren angemessen?
  • Welche Unterstützung erhalten Sie zur Betriebsgründung und später?
  • Haben Sie ein Mitspracherecht?
  • Vertragsdauer, Kündigungsmodalitäten?
Dies sind nur einige der wichtigsten Fragen, denen Sie unbedingt nachgehen sollten. Vor Ihrer endgültigen Entscheidung sind jedoch noch weitere Nachforschungen erforderlich.Angesichts der komplexen rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Aspekte sollten Sie jedes Franchiseangebot in Ruhe prüfen und bei konkretem Interesse sachkundige Fachleute (Rechtsanwälte, Unternehmensberater) hinzuziehen.

Welche Punkte sollten im Franchisevertrag geregelt sein?

Der Franchisevertrag dokumentiert die vertragliche Basis der Zusammenarbeit zwischen FN und FG. Er sollte schriftlich abgefasst werden und die Rechte und Pflichten der beiden Vertragspartner möglichst umfassend und eindeutig bezeichnen. Da sich Franchisesysteme stark voneinander unterscheiden und sich auf ganz unterschiedliche Branchen und Betriebstypen beziehen können, sind auch die Franchiseverträge unterschiedlich gestaltet.
Der Deutsche Franchise Verband prüft, ob Verträge den Mindestanforderungen entsprechen. Des weiteren sollte jeder Vertrag zusätzlich durch einen auf Franchising spezialisierten Rechtsanwalt geprüft werden.
Schmuck und Uhren

Empfehlung der Betriebsferien des Bundesverbandes Schmuck + Uhren bis 2030

Der Bundesverband Schmuck und Uhren möchte den Mitgliedsunternehmen die nachfolgende Betriebsferienregelung (Industrieferien) empfehlen:
  • 31.07. – 18.08.2023
  • 29.07. – 16.08.2024
  • 04.08. – 22.08.2025
  • 03.08. – 21.08.2026
  • 02.08. – 20.08.2027
  • 31.07. – 18.08.2028
  • 30.07. – 17.08.2029
  • 29.07. – 16.08.2030
Wie auch in der Vergangenheit geschehen weist der BV darüber hinaus darauf hin, aus rechtlichen Gründen währen der Betriebsferien Vorsorge zu treffen, dass insbesondere schriftliche Mitteilungen den Betriebsinhaber oder einen Bevollmächtigten erreichen. Einem immer wieder dem BV Schmuck und Uhren vorgetragenes Anliegen des Handels entsprechen weist der Verband auf die Einrichtung eines "Service-Dienstes", wann auch immer möglich, hin.
Kontakt
Poststrasse 1
75172 Pforzheim
Hauptgeschäftsführer: Dr. Guido Grohmann
E-Mail: info@bv-schmuck-uhren.de
Telefon: 07231-14555-10
Telefax 07231-14555-21
Service und Informationen

A-Z Service­verzeich­nis der IHK Nord­schwarz­wald

Dienst­leistungs­verzeichnis mit Kontakt­daten und Durch­wahl der zuständigen Ansprech­partner:innen der IHK Nord­schwarz­wald
Dienstleistungen

Immobilien-Darlehens­vermittler

Infos , Antragsformulare und IHK-Dienste: Umsetzung der Wohnimmobilien-Kreditrichtlinie - Erlaubnispflichten für Immobilien-Kreditvermittler - Informationen zum Gesetzgebungsverfahren.
E-Commerce

Kein 'Gefällt mir'-Button ohne Einwilligung und Zweck

In seinem Urteil vom 9.3.2016 gab das Landgericht (LG) Düsseldorf einer Klage der Verbraucherzentrale NRW statt, die gegen die bloße Einbindung des Facebook-Like-Buttons auf Webauftritten von den beklagten Unternehmen gerichtet war.
Bei direkter Einbindung der "Gefällt mir"-Schaltfläche auf der Website werden Daten der Website-Besucher bereits beim Aufruf der jeweiligen Seite automatisch übertragen, unabhängig davon, ob der Seitenaufrufer Mitglied des sozialen Netzwerks ist oder nicht.
Nach Auffassung der Klägerin bedarf eine so umfassende Datenübermittlung die vorherige Einwilligung des Nutzers.
Das LG folgte der Argumentation der Klägerin und entschied, dass der Einsatz des "Gefällt mir"-Buttons ohne vorherige Information wettbewerbswidrig ist. Nach § 13 Absatz 1 Satz 1 Telemediengesetz (TMG) hat der Betreiber eines Telemediendienstes den Nutzer zu Beginn des Nutzungsvorgangs über Art, Umfang und Zweck der Erhebung und Verwendung personenbezogener Daten sowie über die Verarbeitung seiner Daten außerhalb des Anwendungsbereichs des EWR zu unterrichten. Dieser Pflicht kam die Beklagte nicht nach. Auch eine Einwilligung, die die Datenübertragung rechtfertigen könnte, war auf der Seite der Beklagten nicht vorgesehen. Damit war der Einsatz des "Gefällt mir"-Buttons unzulässig und der Klage stattzugeben.
Die Entscheidung des LG ist noch nicht rechtskräftig.
Praxistipp: Alternativ können Websitenbetreiber den sog. "Shariff"-Button einsetzen. Hierbei findet entgegen zum "Gefällt mir"-Button keine Datenübertragung statt.

Quelle: Industrie- und Handelskammer Frankfurt-Main, Frankfurt
Immobiliardarlehensvermittler

Erlaubnispflicht für Immobiliardarlehensvermittler

Wenn Sie gewerbsmäßig den Abschluss von Immobiliar-Verbraucherdarlehensverträgen im Sinne des § 491 Absatz 3 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) oder entsprechende entgeltliche Finanzierungshilfen im Sinne von § 506 BGB vermitteln oder Dritte zu solchen Verträgen beraten wollen, benötigen Sie die Erlaubnis der zuständigen Behörde als Immobiliardarlehensvermittler/in nach § 34i Absatz 1 der Gewerbeordnung (GewO).
Auch für Honorar-Immobiliardarlehensberater/innen im Sinne von § 34i Absatz 5 GewO besteht eine Erlaubnispflicht nach § 34i Absatz 1 GewO als Immobiliardarlehensvermittler/in. Der Gesetzgeber hat für die Tätigkeit eines/r Honorar-Immobiliardarlehensberaters/in, anders als bei den Versicherungsberatern/innen (§ 34e GewO) und den Honorar-Finanzanlagenberatern/innen (§ 34h GewO), keinen eigenen Erlaubnistatbestand geschaffen. Die Angabe erfolgt auf Antrag lediglich im Vermittlerregister (vgl. § 6 Absatz 1 Nummer 4 der Immobiliardarlehensvermittlungsverordnung). § 34i Absatz 5 GewO stellt eine Berufsausübungsregelung mit besonderen Berufspflichten für Gewerbetreibende dar, die eine honorargestützte unabhängige Beratung von Verbrauchern zu Immobiliardarlehensverträgen und entsprechenden entgeltlichen Finanzierungshilfen im Sinne von § 34i GewO anbieten möchten.
Finanzanlagenvermittler

Neue Regeln für Honorar-Finanzanlagenberater

Seit dem 1. August 2014 ist der Berufszugang des "Honorar-Finanzanlagenberaters" im neu geschaffenen § 34h GewO geregelt. Ziel der neuen gesetzlichen Regelung ist, dem Kunden die Honorarberatung zu verdeutlichen und gleichzeitig diese zu stärken.
Der Honorar-Finanzanlagenberater darf keine Zuwendungen (z.B. Provisionen) von Produktgebern oder sonstigen Dritten annehmen. Er muss bei seiner Beratung eine hinreichende Auswahl von auf dem Markt angebotenen Anlageprodukten berücksichtigen.
Die Voraussetzungen für die Erlaubnis als Honorar-Finanzanlagenberater sind identisch mit den Regeln für Finanzanlagenvermittler. Auch hier ist die persönliche Zuverlässigkeit, geordnete Vermögensverhältnisse, eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung und die Sachkunde nachzuweisen. Ebenso ist der Eintrag im Vermittlerregister vorgeschrieben.
Erlaubnisinhaber nach § 34f GewO können im Erlaubnisverfahren nach § 34h GewO Erleichterungen für sich in Anspruch nehmen. Anlagenberater nach § 34h GewO dürfen allerdings kein Gewerbe mehr als Vermittler ausüben. Mit der Erteilung der neuen Erlaubnis (§ 34h GewO) erlischt die Erlaubnis als Vermittler nach § 34f GewO automatisch.
Die Industrie- und Handelskammern sind für die Erlaubniserteilung, Registerführung und die Abnahme der Sachkundeprüfung zuständig.
Sicherheit und Wirtschaftskriminalität

Merkblatt: Adressbuch- und Registerschwindel

1. Was ist Adressbuchverzeichnis- und Registerschwindel?

In den letzten Jahren hat die Zahl unseriöser Adressverzeichnisanbieter, die Eintragungsangebote für Branchenregister, Gewerberegister, Zentralverzeichnisse und ähnlich lautende Verzeichnisse in rechungsähnlicher Form anbieten, stark zugenommen.
Die Form der Werbeangebote ist für den flüchtigen Leser einem bereits erteilten Auftrag sehr ähnlich.
Im Allgemeinen werden zwei Maschen angewandt.
Eine Variante besteht darin, dass der Anbieter den Eindruck erweckt, es handle sich um eine öffentliche Stelle, welche eine Rechnung für eine vermeintlich gesetzliche Eintragung ausstelle. Gerade Jungunternehmer und Existenzgründer sind im Visier der Anbieter. Ihre Anschriften werden teilweise Veröffentlichungen über Handelsregistereintragungen entnommen. Die Auswertung solcher Veröffentlichungen ist erlaubt. Der Bundesanzeiger weist seine Inserenten in einer Mitteilung ausdrücklich auf diesen Umstand hin, betont jedoch gleichzeitig, in keinerlei Zusammenhang mit den Angeboten unseriöser Verzeichnisanbieter zu stehen.
Eine weitere Vorgehensweise unseriöser Anbieter besteht darin, Formulare zu verwenden, in die Anzeigentexte aus anderweitig veröffentlichten, von den angeschriebenen Unternehmen tatsächlich in Auftrag gegebenen Werbeanzeigen, montiert werden. Der flüchtige Leser erkennt seine eigene alte Werbeanzeige und bemerkt gegebenenfalls nicht, dass er mit seiner Unterschrift nicht nur den richtigen Text der Anzeige bestätigt (z. B. Korrekturabzug für eine Wiederveröffentlichung), sondern einen neuen Anzeigenvertrag mit einem ganz anderen Unternehmen unterschreibt.
Der für die Unternehmen entstehende Schaden ist sehr hoch, denn falls es überhaupt ein Verzeichnis gibt ist der Eintrag meist wertlos, da er z.B. ohne Sortierung nach Branche oder Sitz des Unternehmens erfolgt.

2. Woran erkennt man Werbeschreiben unseriös arbeitender Adressverzeichnisanbieter?

  • Das Werbeschreiben ähnelt einer Rechnung, oftmals ist ein bereits ausgefüllter Überweisungsträger fest beigefügt.
  • Eingedruckte Kunden- oder Registriernummern sollen suggerieren, dass bereits Geschäftsverbindungen zum Empfänger bestehen bzw. sollen den Eindruck von zu bezahlenden Rechnungen verstärken.
  • Es werden Logos oder Bezeichnungen verwendet, die denen von Behörden oder halbamtlichen Stellen gleichen. Folgende Begriffe können zur Täuschung beitragen: Deutsche Telefon..., Deutsches Telefax..., Offizielles Hotel- , Gastgeber- o. ä. Verzeichnis, EU-Registereintragung unter der Nr. ..., Zentrales…, …-register
  • Oft wird erst auf den meistens rückseitig klein abgedruckten Geschäftsbedingungen erkennbar, dass es sich um ein kostenpflichtiges Angebot auf Eintragung handelt.
  • Häufig werden aufgeklebte Ausschnitte von Handelsregisterveröffentlichungen aus dem Bundesanzeiger verwendet.
  • Datenerhebungsbögen für eine vorgeblich kostenfreie Aufnahme der Firmendaten in eine Datenbank werden zugesandt. Kostenlos ist jedoch gemeinhin nur die Veröffentlichung der sogenannten Stammdaten (Firmenbezeichnung, Anschrift).
  • Es werden sogenannte Firmengründungsurkunden verschickt.
  • Die Eintragungsangebote (auch „Offerten“ genannt) werden oftmals per Fax verschickt. (Hinweis: unerbetene Telefaxwerbung ist wettbewerbswidrig).
  • In Formularen werden Anzeigentexte aus anderweitig veröffentlichten, von den angeschriebenen Unternehmen tatsächlich in Auftrag gegebenen Werbeanzeigen, montiert. Die Richtigkeit eines angeblichen Korrekturabzuges soll schriftlich bestätigt werden, tatsächlich handelt es sich um die Unterschrift zu einem Anzeigenauftrag.

3. Wie kann man sich schützen?

  • Seien Sie misstrauisch!
  • LESEN Sie Ihre Eingangspost aufmerksam!
  • Haben Sie einen Auftrag erteilt? Wenn keine Auftragserteilung feststellbar ist, lohnt der Blick ins Kleingedruckte der Formulare. Dort befindet sich meist ein versteckter Hinweis auf die Kostenpflichtigkeit des Angebotes. Der Begriff "Offerte" deutet bereits darauf hin. Enthält das Schreiben keinen entsprechenden Hinweis, sollte der Rechnungssteller schriftlich zum Nachweis der Auftragserteilung aufgefordert werden. Ein seriöses Unternehmen dürfte diesen Nachweis prompt und ohne Schwierigkeiten erbringen können.
  • Lassen Sie sich am Telefon auf nichts ein. Bitten Sie um Zusendung von Unterlagen, um das Angebot prüfen zu können. Sie werden erstaunt sein, wie wenig Unterlagen Sie bekommen.
  • Weisen Sie auch Ihre Mitarbeiter auf die notwendige Vorsicht hin, denn erfahrungsgemäß liegen die geforderten Rechnungsbeträge oft unter der Grenze, ab der eine zweite Unterschrift erforderlich ist.
  • Fragen Sie nach! Wenden Sie sich an ihre zuständige Industrie- und Handelskammer, dort können Sie erfahren, ob in einem Register Eintragungspflicht besteht oder nicht.

4. Was kann man tun, wenn man bereits bezahlt hat?

  • Zunächst sollte versucht werden, die Überweisung bei der eigenen Bank zu stornieren.
  • Ist dies nicht mehr möglich, kann der Vertrag per Anschreiben wegen arglistiger Täuschung angefochten werden. In diesem Zusammenhang kann auch vorsorglich eine Kündigung des Vertrages ausgesprochen werden.
  • Versenden Sie die Anfechtung und Kündigung per Einschreiben / Rückschein. Dann haben Sie einen Nachweis über den Zugang der Kündigung oder unrichtige Postangaben des Versenders.
  • Gleichzeitig sollte die Firma unter Fristsetzung aufgefordert werden, den bereits geleisteten Betrag zurückzuerstatten.
  • Wird dies verweigert oder erfolgt keine Reaktion, bietet sich spätestens zu diesem Zeitpunkt die Einschaltung eines Rechtsanwaltes an. Die Erfolgsaussichten für ein Rückforderungsverfahren, welches jeder Betroffene selbst einleiten muss, schätzt der Deutsche Schutzverband gegen Wirtschaftskriminalität e.V. (DSW) durchaus hoch ein, solange das entsprechende Unternehmen noch greifbar ist. Auch diesbezüglich lohnt eine Nachfrage bei der Industrie- und Handelskammer oder beim zuständigen Handelsregister. Ebenso lohnt die Kontaktaufnahme mit der Empfängerbank, d.h. derjenigen Bank, bei der das Konto der begünstigten Firma eingerichtet ist.
  • Damit die Offertenschwindler möglichst keinen Unrechtsgewinn einstreichen können, sollten Sie folgendes bewährtes Verfahren beherzigen: Informieren Sie das mit der Gutschrift beauftragte Geldinstitut (zu ermitteln über den Aufdruck auf dem Überweisungsträger, ggf. über die Bankleitzahl unter www.bankleitzahlen.de) umgehend darüber, dass auf das betreffende Konto Zahlungen aufgrund vermutlich unseriöser Angebote eingehen. Schildern Sie den zugrunde liegenden Sachverhalt und regen Sie an, die eingehenden Beträge an die Empfänger zurück zu überweisen. Im weitgehend automatisierten Zahlungsverkehr sind die Geldinstitute für solche Hinweise durchaus dankbar – und bei offenkundig wettbewerbswidrigem Handeln auch befugt, das Konto zu kündigen.
  • Wird der Irrtum erst nach ca. einem Jahr bemerkt, wenn eine Folgerechnung ins Haus flattert, kann ebenfalls noch eine Anfechtung erklärt werden. In diesem Fall bittet der Deutsche Schutzverband gegen Wirtschaftskriminalität e.V., Postfach 2555, 61295 Bad Homburg um Zusendung sämtlicher relevanten Unterlagen (ursprüngliche Formularsendung, aktuelle Rechnung, eventuelle Mahnung) im Original. Auf dieser Grundlage kann dann ein neues wettbewerbsrechtliches Verfahren eingeleitet werden, um die unzulässige Forderungsbeitreibung zu verhindern.

5. Beispiel für eine Anfechtungserklärung

Sehr geehrte Damen und Herren,
unter dem Eindruck einer Zahlungsverpflichtung habe ich den Betrag von … Euro an Sie gezahlt. Mit dieser Zahlung ist kein rechtswirksamer Vertrag zustande gekommen.
Mit Ihrem Formularschreiben vom … haben Sie in wettbewerbswidriger Weise den Eindruck vermittelt, es handele sich um eine Rechnung mit Zahlungsverpflichtung und nicht nur um ein Angebot. Der Angebotscharakter war nicht ohne weiteres erkennbar.
Hiermit fechte ich meine Erklärung vom ... wegen arglistiger Täuschung an.
Vorsorglich kündige ich den Vertrag.
Ich fordere Sie daher auf, die von mir geleisteten Zahlungen unverzüglich bis spätestens ... auf mein Konto zurückzuerstatten. Rechtliche Schritte gegen Sie behalte ich mir ausdrücklich vor.“

6. Was kann man tun, wenn man Mahnungen bekommt?

  • Wenn Sie den Vertrag angefochten oder gekündigt haben, kann es trotzdem sein, dass die unseriösen Anbieter weiterhin auf Ihren Forderungen bestehen.
    • Sie bekommen dann Hinweise auf die - aus der Sicht der Anbieter - geltende Rechtslage.
    • Sie mahnen aggressiv und penetrant per Anwalts- und/oder Inkassobüroschreiben, mit Hinweisen wie „Letzte Mahnung“.
    • Sie drohen gerichtliche Schritte an: Zahlungsklage, Mahnbescheid, Zwangsvollstreckung und Pfändung.
    • Sie behaupten Schufa-Einträge zu veranlassen. Solche sind aber bei einer angefochtenen Forderung gar nicht erlaubt!
  • In diesen Fällen ist es sinnvoll nicht zu reagieren, häufig erfolgt eine Geltendmachung der Zahlungsforderung durch die Adressbuchverlage über Monate hinweg bis hin zu Jahren mit teilweise längeren Unterbrechungen.
  • Wenn allerdings gerichtliche Klage- und Mahnverfahren eingeleitet werden, müssen Sie unbedingt reagieren.
  • Besprechen Sie sich mit einem Rechtsanwalt Ihres Vertrauens über die Erfolgsaussichten des Mahnbescheids oder der Klage.
  • In Einzelfällen kann es sinnvoll sein, dem behaupteten Anspruch mit einer eigenen Klage entgegenzutreten.
  • Informieren Sie sich bei Ihrer IHK, ob der Anspruchsteller dort bereits bekannt ist.

7. Aktuelle Rechtsprechung

Auf folgende Rechtsprechung können Sie sich beziehen:
LG Offenburg · Urteil vom 15. Mai 2012 · Az. 1 S 151/11
1. Ein formularmäßig aufgemachtes Angebotsschreiben für einen Eintrag in ein Online-Branchenbuch, das nach seiner Gestaltung und seinem Inhalt keinen deutlichen Hinweis auf den Preis enthält, ist nach § 305c BGB als überraschende Klausel unwirksam.
2. Außerdem besteht ein Anfechtungsrecht nach § 123 Abs. 1 BGB wegen arglistiger Täuschung, wenn das Schreiben zur Täuschung geeignet und planmäßig darauf angelegt ist, einen wenn vielleicht auch nur kleinen Teil der Adressaten zu täuschen.
Weitere Indizien sind gegeben, (1) wenn der werbende Charakter des Schreibens dadurch getarnt wird, dass der unzutreffende Eindruck vermittelt wird, die beworbene Dienstleistung sei bereits bestellt oder unentgeltlich, (2) wenn das Schreiben die für eine Werbung typische Anpreisung der beworbenen Ware oder Dienstleistung vermissen lässt und (3) wenn diejenigen Empfänger, die seinen Angebotscharakter erkennen, eine Kaufentscheidung angesichts des Preises für die Veröffentlichung in einem weitgehend unbekannten Internetverzeichnis nicht ernsthaft in Betracht ziehen werden.
Zum Adressbuchschwindel hat auch der Bundesgerichtshof (BGH) mit Urteil vom 26.7.2012 ein erfreulich klares Urteil gesprochen. Ihm lag zur Entscheidung vor, ob eine Entgeltklausel in einem Antragsformular für einen Grundeintrag in ein Branchenverzeichnis im Internet nach dem Erscheinungsbild des Formulars überraschenden Charakter hat und deshalb gem. § 305c Abs. 1 BGB nichtig ist.
Nach den Feststellungen des BGH ist zu berücksichtigen, dass im Internet in einer Vielzahl von Fällen Grundeinträge in Branchenverzeichnisse tatsächlich kostenfrei angeboten werden. Wird daher eine Entgeltklausel nach der drucktechnischen Gestaltung des Antragsformulars so unauffällig in das Gesamtbild eingefügt, dass sie von dem Vertragspartner des Klauselverwenders dort nicht vermutet wird, werde sie nicht Vertragsbestandteil.
Das Urteil kann daher vielen von Registerschwindel betroffenen Unternehmen als Argumentationshilfe dienen.
Stand: November 2012
Förderungen in der Ausbildung

VerA stärkt Auszubildende

Ausbildungsabbrüche verhindern

VerA steht für Verhinderung von Abbrüchen und Stärkung von Jugendlichen in der Berufsausbildung durch SES-Ausbildungsbegleiter und ist ein Angebot an jeden, der in der Ausbildung auf Schwierigkeiten stößt und mit dem Gedanken spielt, seine Lehre abzubrechen.

Berufs- und lebenserfahrene Senior Expertinnen und Experten als Vertrauenspersonen für Azubis

Auf Wunsch stellt der SES diesen Jugendlichen berufs- und lebenserfahrene Senior Expertinnen und Experten als Vertrauenspersonen zur Seite. SES-Ausbildungsbegleiter helfen unabhängig, ehrenamtlich und individuell – egal, ob fachliche oder private Probleme drängen, soziale Konflikte schwelen oder vielleicht sogar eine neue Lehrstelle zu suchen ist.

Unterstützung durch VerA können alle anfordern, die an der Ausbildung beteiligt sind

Unterstützung durch VerA können alle anfordern, die an der Ausbildung beteiligt sind: die Auszubildenden selbst, ihre Eltern, die Ausbildungsberater bei den Kammern, die Ausbildungsbetriebe und auch die Berufsschulen. Anfragen nehmen die SES-Regionalkoordinatoren und die SES-Zentrale in Bonn entgegen. Dort wird unter Tausenden Senior Expertinnen und Experten der geeignete Begleiter ausgewählt. Für die Auszubildenden und die Ausbildungsbetriebe ist eine VerA-Begleitung kostenlos. Sie ist zunächst auf zwölf Monate ausgelegt, kann aber bis zum Ende der Ausbildung verlängert werden. Die Initiative ist mit den Kammern abgestimmt.

Der Senior Experten Service (SES)

Der Senior Experten Service (SES), die Stiftung der Deutschen Wirtschaft für internationale Zusammenarbeit, gibt seit 1983 mit Fachleuten im Ruhestand Hilfe zur Selbsthilfe – weltweit.
VerA steht für Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen. Ins Leben gerufen hat der SES die Initiative VerA gemeinsam mit dem Deutschen Handwerkskammertag (DHKT), dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), dem Bundesverband der Freien Berufe (BFB) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Das BMBF fördert VerA über seine Bildungsketten-Initiative.

Kontakt: VerA-Koordinator/-in in Bonn

Tel. 0228 26090 3611
E-Mail: vera@ses-bonn.de,
Homepage: www.vera.ses-bonn.de,

Informationen zum SES

Dr. Heike Nasdala,
Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0228 26090-51,
E-Mail: h.nasdala@)ses-bonn.de
Versicherungsvermittler

Antrags­formulare für Versicherungs­vermittler

Erlaubnisverfahren

Erlaubnisverfahren und die Registrierung als Versicherungsvertreter oder Versicherungsmakler
Unsere vollständigen Informationen zum Datenschutz gem. Art. 13, 14 DSGVO finden Sie hier
Erlaubnisverfahren und Registrierung für Versicherungsberater
Unsere vollständigen Informationen zum Datenschutz gem. Art. 13, 14 DSGVO finden Sie hier
Erlaubnisbefreiung und Registrierung für produktakzessorische Versicherungsvermittler
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Zuständigkeit

Seit dem 22. Mai 2007 müssen sich alle Versicherungsvermittler und Versicherungsberater in ein von den InFormulare_fuer_Versicherungsvermittlerdustrie- und Handelskammern geführtes Versicherungsvermittlerregister eintragen lassen. Ungebundene Versicherungsvermittler und Versicherungsberater benötigen hierzu eine Erlaubnis der zuständigen IHK.
Die IHK Nordschwarzwald ist für Erlaubniserteilung und Registrierung zuständig, sofern sich Ihre Hauptniederlassung in diesem Kammerbezirk befindet. Die Postadresse der IHK Nordschwarzwald ist in den Antragsformularen bereits voreingetragen.

Was Sie bei der Antragstellung beachten sollten

  • Die Antragsformulare können direkt am Bildschirm ausgefüllt und anschließend ausgedruckt werden.
  • Die erforderlichen Nachweise entnehmen Sie bitte dem Antragsformular. Für die Beantragung der erforderlichen Unterlagen entstehen bei den zuständigen Stellen ggf. weitere Kosten.
  • Bitte reichen Sie den Antrag nur vollständig mit allen Antragsformularen und Nachweisen ein. Damit ermöglichen Sie eine schnellere Bearbeitung Ihrer Unterlagen. Die Auskünfte aus dem Bundeszentralregister bzw. Gewerbezentralregister werden direkt an uns übersandt.
  • Eine Erlaubniserteilung bzw. Registrierung kann nur erfolgen, wenn die angegebene Anschrift mit der beim Gewerbeamt und dem Handelsregister gemeldeten Adresse übereinstimmt. Bitte veranlassen Sie ggf. eine Gewerbeummeldung vor Einreichung Ihres Antrags.
  • Bei schriftlichen Anträgen erhalten Sie keine Eingangsbestätigung. Sofern Unterlagen fehlen, melden wir uns umgehend bei Ihnen.
  • Die Höhe der anfallenden Gebühren entnehmen Sie bitte
    unserem Gebührentarif.

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Antragsformulare für die verschiedenen Verfahren

Erlaubnisverfahren und die Registrierung als Versicherungsvertreter oder Versicherungsmakler
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Erlaubnisverfahren und Registrierung für Versicherungsberater
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Erlaubnisbefreiung und Registrierung für produktakzessorische Versicherungsvermittler
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Formulare für die Ergänzung weiterer EU-Staaten und die Änderung der Registerdaten bei bereits bestehender Registrierung

Ergänzung weiterer EU/EWR-Staaten (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 98 KB)
Unsere vollständigen Informationen zum Datenschutz gem. Art. 13, 14 DSGVO finden Sie hier
Änderung der Registerdaten (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 238 KB)
Unsere vollständigen Informationen zum Datenschutz gem. Art. 13, 14 DSGVO finden Sie hier

Weitere Informationen

Versicherungsvermittler

Vorbereitungs­kurse zur Sachkunde­prüfung „Geprüfte/r Versicherungs­fachmann/-frau IHK”

Usere Liste enthält eine Übersicht von Anbietern zur Prüfungsvorbereitung. Die Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Für Inhalt und Qualität der angebotenen Seminare übernimmt die IHK keine Gewähr. Die Nennung auf der Liste bedeutet keine Empfehlung.

Präsenzkurse

BWV Südwest e.V.
Gutenbergstr. 14d
70176 Stuttgart
Tel.: 0711 / 662-3655
E-Mail: suedwest@bwv.de
Homepage: www.bwv.de
Deutsche Makler Akademie
gemeinnützige GmbH
Unter den Eichen 7 / Gebäude F
65195 Wiesbaden
Tel.: 0611 - 1746377-80
E-Mail: info@deutsche-makler-akademie.de
Homepage: www.deutsche-makler-akademie.de
Frankfurt School of Finance & Management gGmbH
Sonnemannstraße 9-11
60314 Frankfurt am Main
Lehrgangsorte: u.a. München, Frankfurt
Tel.: 069 / 154008-0
E-Mail: info@frankfurt-school.de
Homepage: www.frankfurt-school.de
Going Public! Akademie für Finanzberatung AG
Dudenstr. 10
10965 Berlin
Tel.: 030 / 6829850
E-Mail: info@going-public.edu
Homepage: www.going-public.edu

E-Learning

ABC Vertriebsberatung GmbH
Bahnhofstr. 94
69151 Neckargemünd
Tel.: 06223 / 86550
E-Mail: abc@abc-vertriebsberatung.de
Homepage: www.abc-vertriebsberatung.de
Atheus Akademie für Finanzdienstleistungen
Lilienstr. 36
20095 Hamburg
Tel.: 040 / 37518004
E-Mail: info@atheus.de
Homepage: www.atheus.de
Culturaplus GmbH
Niebuhrstr. 18
10629 Berlin
Tel.: 030 / 31981250
E-Mail: info@culturplus.de
Homepage: www.culturaplus.de
DEA Digital Education Academy GmbH
Regensburger Str. 25
10777 Berlin
Tel.: 030/22052308
E-Mail: michael@sachkundegurus.de
Homepage: www.sachkundegurus.de
Deutsche Makler Akademie
gemeinnützige GmbH
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Wiprax GmbH
Rosa-Luxemburg-Str. 4c
14482 Potsdam
Tel.: 0331 / 58 25 319
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Homepage: http://www.wiprax.de

Literatur

"Die Prüfung zum Versicherungsfachmann (IHK) - Sachkundeprüfung für Versicherungsvermittler"
Autor: Andreas Nareuisch
Kiehl; 1. Auflage Februar 2010, ISBN: 978-3470598819
"Versicherungsfachmann/-frau IHK - Zur Vorbereitung auf die IHK-Sachkundeprüfung für die Versicherungsvermittlung nach §34d Gewerbeordnung".
Hrsg: Wolfgang Kuckertz / Ronald Perschke / Frank Rottenbacher / Daniel Ziska
Wolters Kluwer Information Services; 6. Auflage März 2015, ISBN: 978-3896994141

Rahmenplan

Der Rahmenplan „Geprüfter Versicherungsfachmann/-frau IHK” (96 Seiten) ist zum Preis von 12 Euro zu beziehen beim DIHK Publikationen Service, Werner-von-Siemens-Str.13, 53340 Meckenheim; Internet-Bestellshop: http://www.dihk-verlag.de
Versicherungsvermittler

Existenz­gründung im Versicherungs­gewerbe

Sie planen, sich als Versicherungsvertreter oder Versicherungsmakler selbstständig zu machen? Aus nachfolgendem Merkblatt können Sie alle Schritte ersehen, die hierzu erforderlich sind.

Einfirmenvertreter / Ausschließlichkeitsvertreter:

  1. Abklären, ob das Versicherungsunternehmen die Haftung und - damit verbunden - auch die Registrierung im Versicherungsvermittlerregister übernimmt. Bitte beachten: Der Einfirmenvertreter kann wahlweise auch eine Erlaubnis beantragen. Das Vorgehen entspricht dann dem Ablauf beim Mehrfachvertreter ( Merkblatt mit ausführlichen Informationen zum Wahlrecht unter "Downloads").
  2. Gewerbeanmeldung als „gebundener Versicherungsvertreter nach § 34d Abs. 7 GewO” beim zuständigen Gewerbeamt.
  3. Registrierung im Versicherungsvermittlerregister durch das Versicherungsunternehmen (Änderungen und Löschungen erfolgen ebenfalls ausschließlich über das Versicherungsunternehmen).

Mehrfachvertreter / Versicherungsmakler:

  1. Erlaubnisantrag mit sämtlichen erforderlichen Unterlagen und Registrierungsantrag bei der zuständigen IHK stellen (Antragsformulare unter „Mehr zum Thema”).
  2. Erteilung der Erlaubnis durch die zuständige IHK (Gebührentarif siehe „Downloads”).
  3. Gewerbeanmeldung entsprechend der Erlaubnis als „Versicherungsvertreter mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO” oder „Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO” beim Gewerbeamt.
  4. Registrierung im Versicherungsvermittlerregister durch die IHK (Gebührentarif siehe „Downloads”).

Produktakzessorische Versicherungsvertreter (z.B. Autohäuser):

  1. Voraussetzungen für eine Erlaubnisbefreiung (=produktakzessorische Vermittlung von Versicherungen) mit IHK abklären.
  2. Antrag auf Erlaubnisbefreiung mit sämtlichen erforderlichen Unterlagen und Registrierungsantrag bei der zuständigen IHK stellen (Antragsformulare unter „Mehr zum Thema”).
  3. Erteilung der Erlaubnisbefreiung durch die zuständige IHK (Gebührentarif siehe „Downloads”).
  4. Gewerbeanmeldung entsprechend der Erlaubnis als „Versicherungsvertreter mit Erlaubnisbefreiung nach § 34d Abs. 6 GewO” beim Gewerbeamt.
  5. Registrierung im Versicherungsvermittlerregister durch die IHK (Gebührentarif siehe „Downloads”).

Besonderheiten bei der Gründung einer GmbH:

Seit dem 01.11.2008 stellt es kein Eintragungshindernis mehr dar, wenn der Unternehmensgegenstand einer GmbH auf eine genehmigungspflichtige Tätigkeit hinweist. Dennoch sollte sich zumindest aus der Formulierung klar ergeben, ob eine erlaubnispflichtige Tätigkeit (z.B. „Tätigkeit als Versicherungsmakler”) ausgeübt werden soll oder nicht (z.B. "Tätigkeit als gebundener Versicherungsvertreter gem. § 34d Abs. 7 GewO"). Es empfiehlt sich eine vorherige Kontaktaufnahme und Absprache der Formulierung des Unternehmensgegenstands mit der IHK.
Soweit eine Erlaubnis erforderlich ist, gilt folgendes:
  1. Der Erlaubnisantrag der GmbH kann bereits in der Gründungsphase bei der zuständigen IHK eingereicht werden (Formular für juristische Personen unter "Mehr zum Thema"). Besonderheit: Die erforderlichen Unterlagen sind von allen Geschäftsführern vorzulegen. Ausnahmen: Die Bestätigung der Vermögensschadenhaftpflichtversicherung muss auf die GmbH in Gründung lauten. Der Sachkundenachweis ist von mindestens einem der Geschäftsführer oder - unter bestimmten Voraussetzungen - einer Aufsichtsperson zu erbringen.
  2. Nach der Handelsregistereintragung: Ausstellung der Erlaubnis durch die IHK (Gebührentarif siehe "Downloads").
  3. Soweit noch nicht erfolgt: Gewerbeanmeldung beim zuständigen Gewerbeamt.
  4. Registrierung im Versicherungsvermittlerregister durch die IHK (Gebührentarif siehe "Downloads").
Wichtig: Soweit Sie eine Erlaubnis oder eine Erlaubnisbefreiung benötigen, muss diese vorliegen, bevor Sie Ihre Tätigkeit aufnehmen dürfen!