Schwerpunkte unserer Arbeit
Was wir erreicht haben
Neben unseren regulären Aufgaben haben die Unternehmer und Unternehmerinnen der Vollversammlung für die Legislaturperiode 2024 bis 2029 strategische Arbeitsschwerpunkte festgelegt. Gebündelt finden Sie hier die wichtigsten Projekte, die in 2025 umgesetzt wurden.
- Unser Ziel: Den Wirtschaftsstandort stärken
Die Verfügbarkeit von Gewerbe- und Industrieflächen, bezahlbarer Wohnraum, leistungsfähige Verkehrswege, digitale Netze und eine verlässliche Energieinfrastruktur sind entscheidende Voraussetzungen für Wachstum und Investitionen. Deshalb haben wir Planungsprozesse kritisch begleitet, den Austausch zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung intensiviert und mit Formaten wie dem Infrastruktur-Monitor, Dialogveranstaltungen und regionalen Initiativen belastbare Grundlagen für Entscheidungen geschaffen.
- Gewerbe-und Industrieflächen zukunftsfähig entwickeln
- Das Thema Biodiversität in Gewerbegebieten wurde unter anderem durch Exkursionen und Diskussionsveranstaltungen im Rahmen der Darmstädter Tage der Transformation fortgeführt.
- Die Webinar-Reihe „Gewerbeflächen der Zukunft“ für Kommunen und Unternehmen wurde weitergeführt.
- Beratungsangebote zum Thema Gewerbeflächen und Immobilienentwicklung: Die Industrie- und Handelskammer Darmstadt unterstützt Unternehmen dabei, Gewerbeimmobilien zukunftsfähig zu gestalten. Gemeinsam mit einem Expertenteam aus verschiedenen Nachhaltigkeitsbereichen beraten wir kostenfrei über mögliche Anpassungen am Unternehmensstandort.
- Vernetzung der Regionen vorantreiben
Südhessen liegt an der Schnittstelle der Metropolregionen FrankfurtRheinMain und Rhein-Neckar. Dieses Standortpotenzial soll durch bessere Zusammenarbeit und gezielte Initiativen stärker genutzt und sichtbar gemacht werden.- Eine von der IHK Metropolregion Rhein-Neckar beauftragte Studie zur Resilienz der Region hat die Wettbewerbsfähigkeit der Region analysiert. Sie soll Grundlagen für politische Arbeit sowie strategische Entscheidungen liefern. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass die MRN im Vergleich zu anderen deutschen Metropolregionen beim Thema Resilienz bei den Indikatoren Stabilität und Diversität solide abschneidet, bei der Innovativität aber Nachholbedarf aufweist.
- Die IHK Darmstadt setzt sich unter dem Dach von PERFORM mit anderen regionalen Wirtschaftskammern in FrankfurtRheinMain für eine verbindliche bundesländerübergreifende Zusammenarbeit in entscheidenden Themen der Standortentwicklung ein.
- Gewerbe-und Industrieflächen zukunftsfähig entwickeln
- Unser Ziel: Fachkräfte sichern
Berufliche Orientierung an Schulen, Kooperationen im Bereich frühkindlicher Bildung oder die Schaffung erweiterter Beratungsangebote zu zur Fachkräfteeinwanderung, Inklusion oder Teilqualifizierung: Mit einem breiten Maßnahmenpaket will die IHK Darmstadt ihren Beitrag leisten, dass Unternehmen auch langfristig über ausreichend qualifizierte Arbeitskräfte verfügen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft zu sichern.
- Angebote zur beruflichen Orientierung regional verstärkt
- Die IHK verfolgt das Ziel, mittelfristig allen allgemeinbildenden Schulen praxisnahe Angebote zur beruflichen Orientierung bereitzustellen. Dafür werden bestehende Angebote ausgebaut und stärker in die Fläche getragen. Die Angebote und Weiterbildungen für Lehrkräfte im Bereich “Berufliche Orientierung” bündeln die hessischen IHKs auf der Website Website www.bso-hessen.de
- Mit Kurzpraktika unter dem Titel „heavy metal & high voltage“ erhielten Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klassen in den Bildungszentren Bergstraße und Odenwald praktische Einblicke in Metall- und Elektroberufe.
- Ergänzend ermöglichte der „Tag der offenen Werkstatt“ Begegnungen zwischen Schülerinnen und Schülern, Ausbilderinnen und Ausbildern sowie Partnerbetrieben.
- Frühe Förderung: Die IHK unterstützt den Aufbau von MINT-Zentren in Südhessen, um außerschulische Lernangebote für Kinder und Jugendliche zu stärken. Mit dem Zertifikat als „Haus, in dem Kinder forschen“, können die Grundschulen, Kindergärten und Kindertagesstätten nach außen sichtbar machen, dass MINT-Bildung mit pädagogischer Qualität in der Einrichtung angeboten wird. Gemeinsam mit der Stiftung „Kinder forschen“ hat die IHK Darmstadt im September 2025 zwölf südhessische Kindertageseinrichtungen zertifiziert. Mehr Informationen zu den Projekten zur frühkindlichen Bildung gibt es auf der Website “www.mint-suedhessen.de”.
- Arbeitskräftepotenziale und stille Reserve: Beratungskompetenz ausgebaut
Die IHK unterstützt Unternehmen dabei, zusätzliche Fachkräftepotenziale zu erschließen. Dazu gehören unter anderem Menschen mit Berufserfahrung ohne formalen Abschluss, Menschen mit Behinderung, Zugewanderte, Geflüchtete und Berufspraktiker.- Berufserfahrene Menschen ohne Abschluss können mit dem im Jahr 2025 neu aufgesetzten Validierungsverfahren ihre Berufskompetenzen bewerten und bescheinigen lassen. Der Standard für die Berufsvalidierung ist die Ausbildungsordnung des jeweiligen Berufs. So können soll vorhandene Potenziale im Arbeitsmarkt besser sichtbar werden.
- Neues Angebot „Fachberatung für Inklusion“: Die IHK Darmstadt unterstützt Unternehmen dabei, Menschen mit Behinderung in den Betrieb so zu integrieren, dass beide Seiten profitieren.
- Unternehmen, die Fachkräfte aus dem Ausland einstellen möchten, finden auf der Webseite “Internationale Fachkräfte finden” die wichtigsten Informationen.
- Das “Forum Personalkultur” bot auch 2025 eine Reihe von Terminen zu unterschiedlichsten Aspekten der Gewinnung von Fachkräften an.
- Future Skills: Qualifizierungsangebote erweitert
Die IHK will Transformationsbedarfe systematisch in ihre Bildungsangebote integrieren. Neue Qualifizierungsangebote sollen Unternehmen, Fachkräfte, Auszubildende und Ausbilderinnen und Ausbilder befähigen, aktuelle Veränderungsprozesse aktiv zu gestalten.- Das Angebot der IHK-Akademie für Weiterbildung umfasst Zertifikatslehrgänge, Seminare, Zusatzqualifizierungen und Workshops. Themen sind unter anderem 3D-Druck, KNX-Steuerung, digitales Innovations- und Produktmanagement, Künstliche Intelligenz, Cybersecurity, Nachhaltigkeitsberichterstattung, EU-Taxonomie und Lieferkettenmanagement.
- Zusätzlich sollen Auszubildende über eine Zusatzqualifikation KI Kompetenzen im Umgang mit künstlicher Intelligenz (KI) erwerben. Für Ausbilderinnen und Ausbilder sind Praxisworkshops zur Nutzung von KI-Tools im Ausbildungsalltag vorgesehen.
Lesetipp
Welche Wege gehen unsere Mitgliedsunternehmen bei der Fachkräftegewinnung? Best Practices, Tipps und Ideen finden Sie in der Rubrik “Fachkräfte im Fokus” unseres Magazins “Wirtschaftsdialoge”. - Angebote zur beruflichen Orientierung regional verstärkt
- Unser Ziel: Transformation ermöglichen
Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, Kreislaufwirtschaft und neue Geschäftsmodelle verändern die Anforderungen an Unternehmen tiefgreifend. Unsere Aufgabe ist es, diesen Wandel nicht abstrakt zu diskutieren, sondern konkrete Unterstützung anzubieten. Mit Netzwerken, Workshops, Lab-Touren, Zertifikatslehrgängen, Online-Sprints und Austauschformaten haben wir Wissen vermittelt, Erfahrungen gebündelt und Unternehmen miteinander ins Gespräch gebracht.
- Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI) im Unternehmen: Austausch, Beratung und Informationen
Die IHK unterstützt Unternehmen bei der Digitalisierung durch Informations-, Qualifizierungs- und Vernetzungsangebote. Ziel ist es, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen praxisnah zu begleiten.- Der Arbeitskreis Smart Company ist eine Plattform für den Austausch von Erfahrungswissen und als Dialogforum für IT-interessierte Anwenderinnen und Anwender in der Region. Im Mittelpunkt stehen praktische Hinweise zur Umsetzung von Digitalisierungsprojekten.
- Im Mittelstand-Digital Zentrum Darmstadt und dem Netzwerk KompAKI organisieren wir gemeinsam mit den Projektpartnern Informationsveranstaltungen, Austauschformate, Workshops und Lab-Touren. Inhaltliche Schwerpunkte sind KI-getriebene Produktion, datenbasierte Geschäftsmodelle und IT-Sicherheit.
- Beratungsangebot zur Digitalisierung: Wir betrachten gemeinsam mit Ihnen, an welchen Stellen neue Ansatzpunkte liegen und wo es sich lohnt, bestehende Vorhaben weiterzuführen – individuell, anbieterneutral und vertraulich. Im Mittelpunkt stehen dabei immer Effizienzsteigerung und Prozessoptimierung.
- Zirkuläres Wirtschaften
- Wie gelingt der Wandel zu einer zirkulären Wirtschaftsweise – ganz konkret im eigenen Unternehmen? Genau hier setzte 2025 das Projekt „Circularity Scouts“ an: Auszubildende wurden zu aktiven Mitgestalter*innen der Transformation, indem sie eigene Projekte mit Fokus auf Ressourceneffizienz und nachhaltiger Wertschöpfung entwickelten. In fünf Modulen lernten sie die Prinzipien der Circular Economy kennen – und wendeten dieses Wissen direkt im Betrieb an. So entsteht Veränderung genau da, wo sie zählt – durch Eigeninitiative, Teamarbeit und frische Perspektiven.
- Generationenwechsel und zukunftsfähiges Unternehmertum: Unterstützung beim Übergang
Ein weiterer Transformationsschwerpunkt ist der Generationenwechsel in Unternehmen. Die IHK will Betriebe im Übergang von Eigentum, Führung und Geschäftsmodell unterstützen.- In Werkstattgesprächen und Webinarreihen zur Unternehmensnachfolge beraten wir Sie unter anderem zu den Themen Unternehmensbewertung, Fachkräftesituation, finanzielle Lagebeurteilung und die Suche nach übergabereifen Unternehmen.
- Ländliche Räume als Möglichmacher der Transformation
- Die Vollversammlung der IHK Darmstadt hat am 11. September 2025 einstimmig das DIHK-Positionspapier „Ländliche Räume als Möglichmacher der Transformation“ beschlossen. Es benennt acht konkrete Handlungsfelder – von Mobilität, Energieversorgung bis zur Fachkräftesicherung –, um die Potenziale ländlicher Räume gezielt zu stärken.
- Neue Webseite bündelt Infos und IHK-Angebote
- Alle Angebote und Informationen zum Thema bündelt die Webseite “Transformation der Wirtschaft ermöglichen”.
- Dort finden Sie auch den Selbstcheck für Unternehmen: Wie zukunftsfähig und wie nachhaltig ist Ihr Unternehmen aufgestellt?
- Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI) im Unternehmen: Austausch, Beratung und Informationen
- Unser Ziel: Rechtsrahmen gestalten /Entbürokratisierung
Unternehmen brauchen Regeln, die fair, verständlich und umsetzbar sind. Zu oft aber binden komplexe Verfahren Zeit, Kapital und Personal, die an anderer Stelle für Innovation, Ausbildung oder Investitionen fehlen. Deshalb haben wir unsere Interessenvertretung weiter systematisiert und die Rückmeldungen aus den Betrieben noch direkter in politische Prozesse eingebracht.
- Zeller Brücke: Schulterschluss von Wirtschaftsverbänden und Politik beschleunigt Verfahren
Durch die Sperrung der Zeller Brücke an der B45 bei Bad König wurde eine immens wichtige Verkehrsader durch den Odenwald gekappt. Die IHK Darmstadt wurde sofort aktiv und setzte sich für den schnellen Abriss und Neubau ein. Ein von der IHK und der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) initiiertes Memorandum verlieh diesem Projekt weiteren Rückenwind: Das sogenannte „Odenwaldtempo“ kann die Blaupause für Infrastruktursanierung in Hessen und Deutschland sein.
- Pressemeldung vom 28. Juli 2025: Memorandum zur Zeller Brücke
- Pressemeldung vom 23. Dezember 2025: “Das Odenwaldtempo macht Mut und wird weiter durchgehalten.”
- Lieferkettengesetz: Abschaffung angemahnt
Im Koalitionsvertrag hatte die Bundesregierung angekündigt, das nationale Lieferkettengesetz abzuschaffen. Doch die Umsetzung steht weiterhin aus. Das Gesetz verursacht immense Dokumentationspflichten, die schätzungsweise ein Drittel bis die Hälfte aller deutschen Unternehmen täglich Arbeitszeit kosten. IHK-Präsident Christian Jöst forderte in seiner Stellungnahme dazu auf, die Wirtschaft schnellstmöglich durch die Abschaffung des Gesetzes zu entlasten.- IHK-Statement vom 18. November 2025: IHK-Präsident Christian Jöst fordert rasche Abschaffung des nationalen Lieferkettengesetzes
- Darmstadt / Landkreis Darmstadt-Dieburg: Berufsschulentwicklungsplan nachgebessert
Neue Berufsschulentwicklungspläne von Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg sahen massive Verschiebungen von Auszubildenden von Darmstädter Berufsschulen an die Landrat-Gruber-Schule (LGS) in Dieburg vor. Die Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretungen im Berufsbildungsausschuss der IHK Darmstadt forderten Stadt und Landkreis dazu auf, ihren geplanten Kurs zu korrigieren. Mit Erfolg: Der Kreis kündigte Nachbesserungen an.- Pressemeldung vom 7. Juli 2025: Stellungnahme des IHK-Berufsbildungsausschusses
- Wirtschaftsdialoge: “Kreis lenkt bei Berufsschulentwicklungsplan ein”
- Darmstadt: Verpackungssteuer kommt erstmal nicht.
Die Vollversammlung der IHK Darmstadt spricht sich gegen die Einführung einer kommunalen Verpackungssteuer in Südhessen. Hintergrund sind Diskussionen über die Einführung einer kommunalen Verpackungssteuer in Darmstadt. Mit Erfolg: Die Idee der Verpackungssteuer wird in Darmstadt erstmal nicht weiter verfolgt.- Stellungnahme der IHK-Vollversammlung: Verpackungssteuer in Südhessen
- Wirtschaftsdialoge: Die Verpackungssteuer ist (erstmal) vom Tisch.
- Zeller Brücke: Schulterschluss von Wirtschaftsverbänden und Politik beschleunigt Verfahren