Informationssicherheit: Chefsache!
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Fünf Gründe, weshalb Informationssicherheit in die Chefetage gehört
- Keine Digitalisierung ohne Informationssicherheit
Spätestens seit der Corona-Pandemie ist die digitale Transformation auch im Mittelstand angekommen. Die Geschwindigkeit der Digitalisierung bedeutet jedoch auch neue Angriffsflächen für Cyberkriminelle und eine starke Abhängigkeit von Technologieunternehmen. Die Geschäftsführung sollte in der Lage sein, diese Risiken einzuschätzen und bei Entscheidungen zu berücksichtigen. - Steuerungsverantwortung ist nicht delegierbar
Bei Geschäftsprozessen wie der Produktion oder dem Rechnungswesen ist es selbstverständlich, dass es Kennzahlen zur Messung gibt und die Verantwortung für die Steuerung bei der Unternehmensleitung liegt. Im Bereich der Informationssicherheit ist das Abwälzen der Verantwortung auf die IT-Abteilung oder den IT-Dienstleister leider keine Seltenheit. Aber auch hier gilt, dass die Geschäftsführung zwar Teilaufgaben delegieren, nicht aber die Verantwortung abgeben kann. - Schäden können existenziell werden
Neben direkten finanziellen Verlusten durch Betriebsunterbrechungen und Lösegelderpressungen können Reputationsschäden schnell existenzbedrohend werden. So geschehen im Jahr 2022 bei Continental: Dem Automobilzulieferer wurden bei einem Cyberangriff 40 Terabyte an Daten gestohlen. Darunter: Softwarecodes für Steuergeräte der OEM-Kunden, Strategie- und Investitionspläne sowie Personaldaten. Im Mittelstand hätte ein solcher Vorfall einen nachhaltigen Schaden für das Unternehmen zur Folge. - Vertragliche und regulatorische Anforderungen steigen
Mit der DSGVO und der im letzten Jahr verabschiedeten NIS-2-Richtlinie setzt sich der Trend zu mehr Regulierung fort, aber auch immer mehr Geschäftsbeziehungen setzen ein nachgewiesenes Maß an Informationssicherheit voraus. Um die Informationssicherheit in der Lieferkette zu gewährleisten, setzt unter anderem die Automobilindustrie auf einen eigenen Standard namens TISAX®, nach dem sich Zulieferer zertifizieren lassen müssen. Übrigens: Verstößt die Geschäftsführung gegen gesetzliche Vorschriften und damit gegen ihre Legalitäts- und Sorgfaltspflichten, kann sie gegebenenfalls selbst wegen Pflichtverletzung haftbar gemacht werden. - Voraussetzung für eine Cyberversicherung
Als erster Versicherer hat die Zurich Versicherung bereits 2022 davor gewarnt, dass Cyberrisiken bald nicht mehr versicherbar sein könnten. Bereits heute enthalten die meisten Cyberversicherungspolicen die Anforderung, Schutzmaßnahmen kontinuierlich nachzuweisen – eine Anforderung, die ohne Steuerung und Kontrolle auf Dauer kaum zu erfüllen ist.
Was ist konkret zu tun?
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