2. Mai 2022

Besuch auf Europas größter Baustelle: Dynamik am Fehmarnbelt bereits deutlich zu spüren

Beeindruckt von den Dimensionen der Baustelle für den Fehmarnbelt-Tunnel zeigten sich die Mitglieder des Fehmarnbelt Business Council (FBBC) bei einem Besuch im dänischen Rødby. "Die Fabrik für die 217 Meter langen Elemente wächst, es ist schon zu erahnen, welche industrielle Leistung hier entsteht", sagte Hagen Goldbeck, Präses der IHK zu Lübeck und Präsident der IHK Schleswig-Holstein. "Diese Baustelle steht symbolisch für die bereits spürbare Dynamik in der Fehmarnbelt-Region zwischen Hamburg, Schwerin, Lübeck, Kopenhagen und Malmö." 
Er informierte sich gemeinsam mit Dr. Philipp Murmann, Präsident des UVNord, dem dänischen Honorarkonsul in Lübeck und Präsidiumsmitglied der Kaufmannschaft zu Lübeck, Carsten Bliddal, Karsten Lauritzen, Direktor des dänischen Transportverbands und neuer Vizevorsitzender des FBBC, sowie Willem van der Schalk, Vizepräses der Handelskammer Hamburg, Dr. Astrid Bednarski, Vorstandsvorsitzender der Hansebelt-Unternehmerinitiave, IHK-Hauptgeschäftsführer Lars Schöning und Vertretern von Kammern zwischen Hamburg und Südschweden beim dänischen Bauherren Femern A/S über den Fortschritt bei den Arbeiten auf Europas größter Baustelle. Henrik Vincentsen, Vorstandsvorsitzender von Femern A/S, empfing die Gäste im Bauherrenzentrum und präsentierte den aktuellen Projektstand: "Die Arbeiten auf beiden Seiten des Fehmarnbelts laufen auf Hochtouren und wir liegen voll im Zeitplan", sagte er. 
"Beim Bau der Fabrik für die 89 Tunnelelemente sind wir sogar etwas vor der Zeit, sodass wir planen, bereits Ende dieses Jahres, Anfang kommenden Jahres mit der Produktion des ersten Tunnelsegments zu beginnen", so Vincentsen. Bei einer Busfahrt über die Baustelle sah die Delegation das erste von drei 30 Meter hohen Fabrikgebäuden und die ersten Strukturen der gigantischen Docks für die 73.000 Tonnen schweren Betonelemente.
Der Tunnel werde die erforderliche Infrastruktur für das Zusammenwachsen der Region bilden. Schon jetzt siedeln sich entlang der Achse Unternehmen an, um frühzeitig von der Entwicklung in der aufstrebenden Region zu profitieren. "Es kommt jetzt darauf an, dem gemeinsamen Arbeitsmarkt Impulse zu geben sowie die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft in der Region mit 55 Hochschulen zu fördern", betonte Murmann. Entscheidende Weichenstellungen sieht er im Ziel der Dänen, die Region zum weltweit führenden Standort für umweltfreundliche Großprojekte zu entwickeln. 
"Auf diesem Gebiet sollten die Experten aus deutschen und skandinavischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen noch enger kooperieren, um ihre Ideen und Kräfte zu bündeln", sagte Murmann beim Besuch des neuen Fehmarn Innovation Link der Stiftung Femern Belt Development. Geschäftsführer Stig Rømer Winther hatte der Delegation einen exklusiven Einblick in die neuen Räume gewährt. Die offizielle Eröffnung ist für Anfang Mai geplant. 
Über das Fehmarnbelt Business Council:
Das FBBC ist ein Zusammenschluss der Handelskammer Hamburg, Handwerkskammer Schleswig-Holstein, IHK Schleswig-Holstein, Industrie- und Handelskammer zu Schwerin, Kaufmannschaft zu Lübeck, Unternehmensverband Nord, Dansk Industri, Dansk Erhverv, Deutsch-Dänischen Handelskammer, HanseBelt e.V. sowie der Industrie- und Handelskammer Südschweden. Mit seinen elf Mitgliedsorganisationen repräsentiert es über 400.000 Unternehmen aus Deutschland, Dänemark und Schweden.
Bitte beachten Sie die beigefügten Fotos. Copyright: IHK/Özren
Bildunterschrift "Gruppe": Bei Femern A/S in Dänemark informierte sich die FBBC-Deligation über den Stand der Bauarbeiten für den Fehmarnbelt-Tunnel.
Bildunterschrift "Baustelle": Blick auf ein Fabrikgebäude für die Herstellung der Tunnelelemente.
Medieninformation des FBBC vom 2. Mai 2022