Was können Unternehmen tun?
Konflikt im Nahen Osten
Wie ist die Lage vor Ort?
Am Morgen des 28. Februar 2026 haben Israel und die USA mit Luftschlägen gegen Ziele in Iran begonnen. Es folgten Luftangriffe aus Iran auf Israel und weitere Ziele in der Region.
Die Lufträume von Israel und Iran wurden gesperrt. Ebenso wurden die Lufträume von Irak, Kuwait, Bahrain und Katar gesperrt. Hier kann es leider stündlich zu Änderungen kommen, so dass weitere Lufträume gesperrt oder kurzfristig geöffnet werden.
Die Bundesregierung hat mit einer ersten Rückholaktion Urlauber aus der Region gebracht. Weitere Flüge sollen folgen. Insgesamt sollen ca. 20.000 Touristen in der Region fest hängen.
Das Auswärtige Amt informiert, dass mit weiteren Angriffen gerechnet werden muss und warnt vor Reisen in die folgenden Staaten beziehungsweise Gebiete:
- Israel
- Palästinensische Gebiete
- Libanon
- Jordanien
- Syrien
- Irak
- Iran
- Bahrain
- Kuwait
- Oman
- Vereinigte Arabische Emirate
- Saudi-Arabien
- Katar
- Jemen
Bitte beachten Sie die Reise- und Sicherheitshinweise Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts.
Das Auswärtige Amt hat darüber hinaus einen Krisenstab eingerichtet und wichtige Informationen in FAQs zusammengefasst.
Was kann ich für meine Mitarbeiter in der Region tun?
Schaffen Sie sich einen Überblick, welche Mitarbeiter in den betroffenen Ländern unterwegs sind und kontaktieren Sie diese. Überprüfen Sie, ob eine kurzfristige Ausreise sinnvoll und auch möglich ist.
Deutsche Staatsangehörige, die sich in der Region aufhalten, sollten sich in die Krisenvorsorgeliste ELEFAND des Auswärtigen Amtes eintragen. Die Mitarbeiter sollten Kontakt zur jeweiligen Botschaft aufnehmen
Meine Mitarbeiter vor Ort wollen auf dem Landweg ausreisen. Ist das möglich?
Die internationalen Flughäfen in Kuwait, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten sind derzeit geschlossen.
Wenn Sie auf dem Landweg ausreisen möchten, beachten Sie bitte die jeweiligen lokalen Vorschriften zur Einreise sowie eine etwaige Visumspflicht. Laut unserer Information sind die nachfolgenden Grenzübergänge geöffnet.
| Land | Grenzübergang/Airport | Status/Hinweise |
|---|---|---|
| VAE | Al Batha / Ghuwaifat (zu Saudi-Arabien) | Grenzübergang offen; Leihwagen aktuell knapp |
| Bahrain | King Fahd Causeway (zu Saudi-Arabien) | Offen |
| Katar | Abu Samra (zu Saudi-Arabien) | Offen |
| Saudi-Arabien |
|
Flughafen offen, aber viele Ausfälle und Verspätungen
Offen
|
| Oman | Hatta–Al Wajajah (Landgrenze zu VAE) | Offen, Verkehr sehr langsam |
Welche Auswirkungen auf den Handel und Logistikrouten sind zu erwarten?
Die Auswirkungen des Krieges sind noch nicht vollständig absehbar und hängen von der Dauer der Auseinandersetzung sowie einer möglichen weiteren Eskalation ab.
In einer Erklärung von Seiten Irans wurde die Straße von Hormus, ein strategischer Engpass für rund 20 Prozent des weltweiten Öltransits, geschlossen. Rund 150 Schiffe sind von der derzeitigen Sperrung betroffen, entweder können sie nicht ausfahren oder nicht einfahren. Auch die Handelsroute über das Rote Meer sowie den Suezkanal sind beeinträchtigt durch Angriffe aus dem Jemen.
Es ist mit steigenden Frachtkosten sowie längeren Transitzeiten zu rechnen. Gleichzeitig könnten Frachtkapazitäten kurzfristig knapp werden. Verzögerungen bei Rohstoff- und Zwischenproduktlieferungen (zum Beispiel Öl, Chemikalien, Gütertransit über Golf-Häfen) sind zu erwarten. Öl- und Energiepreise reagieren sensitiv und könnten stark schwanken, je nach Dauer der kriegerischen Auseinandersetzung.
Wo erhalte ich weitere Informationen zur Lage in Nahost?
Bei weiteren Fragen kontaktieren Sie uns gerne. Darüber hinaus stehen Ihnen in der Region die Ansprechpartner der jeweiligen Auslandshandelskammern zur Verfügung:
- Deutsch-Emiratische Industrie- und Handelskammer
(zuständig unter anderem für VAE, Irak, Katar, Kuwait, Oman) - Delegation der Deutschen Wirtschaft
für Saudi-Arabien, Bahrain und Jemen
