MINT-Bildung ist essenziell für die Innovationskraft der Region
Qualifizierte Nachwuchskräfte seien für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in der IHK-Region Ulm von essenzieller Bedeutung, stellte Jonas Pürckhauer, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Ulm, klar. Ohne sie gerate die Innovationskraft der Region in Gefahr. So würden in Baden- Württemberg bis 2035 rund 15.000 Fachkräfte, viele davon im MINT-Bereich, fehlen. Künstliche Intelligenz werde die Informatik-Berufe in den nächsten Jahren verändern, so Pürckhauer. „Informatik wird aber mehr denn je gebraucht, nur möglicherweise anders als bisher“, betonte er. Für die Bildung im Informatik Bereich setzen sich die Studentinnen Antonia Frank und Johanna Scheck persönlich ein: Mit ihrem Projekt She.Codes by TECH möchten sie vor allem Mädchen für Informatik begeistern. Mit ihren Programmierkursen für Zehn- bis Vierzehnjährige setzen die beiden ein Gegengewicht zur Unterrepräsentation von Frauen in technischen Berufen. Der Informatikunterricht sei in den Lehrplänen unterrepräsentiert, schließt sich Christoph Michl an. Der Lehrbeauftragte für Didaktik der Informatik an der Universität Ulm und Informatiklehrer am Joachim- Hahn-Gymnasium, Blaubeuren, erklärt, Informatikunterricht müsse Neugier wecken und Problemlösungskompetenz fördern.
Eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe
Schulen, Hochschulen, Unternehmen und Eltern sind gefragt, den Nachwuchs mit MINT in Berührung zu bringen: Neugier wecken im Unterricht, zuhause gemeinsam das Fahrrad selber reparieren, Erfahrungen ermöglichen. Denn um den Wohlstand und die Wirtschaftskraft der Region zu sichern, muss in Bildung investiert werden.