Der Berufsbildungsausschuss der Industrie und Handelskammern wurde gemäß § 77 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) eingerichtet und ist das zentrale Beratungs- und Beschlussgremium für alle relevanten Fragen der beruflichen Bildung in der Region. Er ist dabei unabhängig und an keine Weisungen gebunden. Zu seinen Aufgaben zählen unter anderem die Regelung aller grundsätzlichen Belange der Berufsausbildung, die Entscheidung über Vorgaben zur Berufsausbildung, Fortbildung und Umschulung, das Festlegen von Richtlinien wie Prüfungsordnungen, Ausbildungsnachweisen, Ausbildungszeitverkürzungen sowie die Berücksichtigung besonderer Ausbildungsgestaltungen wie Zusatzqualifikationen oder Berufe für Menschen mit Behinderungen. Damit wirkt der Ausschuss aktiv an der Gestaltung der regionalen dualen Berufsausbildung mit – für hohe Qualität und Praxisnähe in der beruflichen Bildung.
Zukunftsfeste berufliche Bildung durch Perspektivenvielfalt
Die Stärke des Berufsbildungsausschusses liegt im ehrenamtlichen Mitwirken erfahrener Praktikerinnen und Praktiker aus Wirtschaft und Bildung. Die 18 ordentlichen Mitglieder setzen sich dabei aus Vertreterinnen und Vertretern der Arbeitgeber, der Arbeitnehmer sowie der beruflichen Schulen zusammen. Diese werden vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg für vier Jahre berufen und bringen ihr Wissen aus der beruflichen Praxis in die Ausschussarbeit ein. Um die Vielfalt der Perspektiven zu fördern, wechseln die Vorsitzenden innerhalb der Amtsperiode zwischen den verschiedenen Gruppen. Darüber hinaus ist auch dieses Ehrenamt nicht bezahlt, sondern wird bewusst in Arbeits- und Freizeit geleistet, damit die berufliche Bildung praxisnah und qualitätsorientiert weiterentwickelt werden kann.
Mitgestalten: große Verantwortung und große Chance
Die Teilnahme am Berufsbildungsausschuss bietet den Ehrenamtlichen mehr als nur eine Position im Gremium: Sie bietet einen wertvollen Einblick und Einfluss auf die Entwicklung der beruflichen Bildung in der eigenen Region, ermöglicht den Netzwerkaufbau mit anderen Verantwortlichen aus Wirtschaft, Bildung und Politik und den Austausch über aktuelle Herausforderungen, wie zum Beispiel Übergänge von der Schule in den Beruf oder Veränderungen im Ausbildungsmarkt.
WAB