Monatliche Export- und Importstatistik

Außenhandel kompakt: Partner & Güter

Aktuelle Export- und Importzahlen aus Baden-Württemberg geben einen Überblick über die wichtigsten Handelspartner und Gütergruppen – inklusive Rankings zum Download.

Außenhandel im Wandel: Aktuelle Entwicklung

BW BRD
Export
  • 149,1 Milliarden Euro
  • + 3,9 % zum Vorjahreszeitraum
  • 960,5 Milliarden Euro
  • + 4,2 % zum Vorjahreszeitraum
Import
  • 134,1 Milliarden Euro
  • + 4,8 % zum Vorjahreszeitraum
  • 839,3 Milliarden Euro
  • + 4,3 % zum Vorjahreszeitraum
* Nominale Export- und Importumsätze von Januar bis Juli 2026.
Exportentwicklung: Von Januar bis Juli 2026 exportierte Baden-Württemberg Waren im Wert von 149,1 Milliarden Euro, ein Plus von 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit blieb der Südwesten etwas hinter dem Bundesdurchschnitt zurück, der um 4,2 Prozent zulegte.
Importentwicklung: Die Einfuhren wuchsen auch nach sieben Monaten stärker als die Ausfuhren. Die baden-württembergischen Importe stiegen um 4,8 Prozent auf 134,1 Milliarden Euro. Der Südwesten lag damit über dem Bundesniveau, das ein Plus von 4,3 Prozent verzeichnete.

Top-Handelspartner: Wer steht an der Spitze?

Umsatzstärkste Export- und Importmärkte

Die Vereinigten Staaten bleiben der wichtigste Absatzmarkt für baden-württembergische Unternehmen, und der Rückgang hat sich deutlich abgeschwächt. Von Januar bis Juli gingen Waren im Wert von 18,8 Milliarden Euro in die USA, nur noch 0,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Zur Jahresmitte hatte das Minus noch bei 4,2 Prozent gelegen. Ausschlaggebend war ein starker Juli, in dem vor allem die Exporte von Kraftwagen und pharmazeutischen Erzeugnissen kräftig zulegten. Die Einfuhren aus den USA stiegen um 4,5 Prozent auf 12,0 Milliarden Euro. Als Lieferland halten die Vereinigten Staaten damit Platz zwei.
China verliert als Absatzmarkt für Baden-Württemberg weiter an Bedeutung. Im Ranking der wichtigsten Exportmärkte liegt die Volksrepublik weiterhin auf Platz acht, die Ausfuhren gingen um 18,0 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro zurück. Als Lieferland bleibt China dagegen unangefochten an der Spitze. Die Einfuhren erreichten 13,6 Milliarden Euro, ein Plus von 13,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Europa bleibt der Wachstumstreiber im baden-württembergischen Export. Rund 69 Prozent aller Ausfuhren des Landes gingen von Januar bis Juli auf den europäischen Kontinent, ein Warenwert von 102,3 Milliarden Euro und ein Plus von 7,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Besonders dynamisch entwickelten sich die Ausfuhren in die Schweiz und das Vereinigte Königreich. Die Schweiz behauptete mit einem Ausfuhrwert von 16,7 Milliarden Euro und einem Anstieg um 17,8 Prozent ihren zweiten Platz unter den wichtigsten Exportmärkten. Noch kräftiger wuchsen die Exporte in das Vereinigte Königreich, die um 22,0 Prozent auf 8,0 Milliarden Euro stiegen.
Auf der Importseite ist Europa mit Abstand die wichtigste Lieferregion. Rund 67 Prozent aller Einfuhren nach Baden-Württemberg stammten von Januar bis Juli aus Europa. Der Zuwachs fiel allerdings weniger dynamisch aus. Die Einfuhren stiegen um 3,5 Prozent auf 89,6 Milliarden Euro und damit langsamer als die Importe insgesamt (+4,8 Prozent). Rückläufig waren vor allem die Importe aus der Schweiz. Sie sanken um 15,1 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro, wodurch die Schweiz im Ranking der Lieferländer auf Platz vier zurückfiel. Italien zog mit 10,8 Milliarden Euro und einem Plus von 20,0 Prozent an ihr vorbei.

Wachstumsmärkte im Export und Import

Die Ukraine führt das Ranking der Wachstumsmärkte unter den 40 wichtigsten Exportmärkten Baden-Württembergs weiterhin an, und ihr Wachstum hat sich nochmals beschleunigt. Die Ausfuhren stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 48,8 Prozent auf 629,9 Millionen Euro. Gemessen am Volumen bleibt die Ukraine aber ein vergleichsweise kleiner Absatzmarkt.
Auf der Importseite steht Guyana weiterhin an der Spitze der Wachstumsmärkte. Die Einfuhren beliefen sich auf rund 489,7 Millionen Euro, ein Anstieg um 154,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Zuwachs geht maßgeblich auf den Import von Erdöl und Erdgas zurück.

Güter im Fokus: Was treibt Export und Import?

Die Exportstärke Baden-Württembergs beruht weiterhin vor allem auf der Automobilindustrie, dem Maschinenbau und der pharmazeutischen Industrie. Kraftwagen und Kraftwagenteile sind mit einem Exportwert von 29,8 Milliarden Euro und einem Anteil von 20,0 Prozent nach wie vor die wichtigste Warengruppe, lagen aber 3,1 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Auf Platz zwei folgt der Maschinenbau mit 27,0 Milliarden Euro und einem Anteil von 18,1 Prozent, hier gingen die Ausfuhren um 1,3 Prozent zurück. Die Exporte pharmazeutischer Erzeugnisse sanken um 4,1 Prozent auf 15,6 Milliarden Euro. Alle drei Schlüsselbranchen blieben damit hinter dem Vorjahresniveau zurück, die Rückgänge fielen jedoch bei Kraftwagen und Pharma geringer aus als zur Jahresmitte. Deutlich gegen den Trend entwickelten sich erneut die Metallexporte. Sie stiegen um 40,9 Prozent auf 11,0 Milliarden Euro und zählen damit weiterhin zu den stärksten Wachstumstreibern auf der Exportseite.
Gut die Hälfte des gesamten Importvolumens entfällt auf fünf zentrale Gütergruppen. An der Spitze stehen Kraftwagen und Kraftwagenteile mit 18,1 Milliarden Euro und einem Anteil von 13,5 Prozent, ein Plus von 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Es folgen Maschinen mit 14,0 Milliarden Euro, deren Einfuhren nahezu unverändert blieben. Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse legten um 11,5 Prozent auf 13,0 Milliarden Euro zu, pharmazeutische Erzeugnisse stiegen um 3,2 Prozent auf 12,0 Milliarden Euro und elektrische Ausrüstungen um 5,3 Prozent auf 11,2 Milliarden Euro.

Download der Außenhandel-Rankings

Alle Details zu den wichtigsten Außenhandelspartnern sowie den führenden Export- und Importgütern finden Sie in unseren Außenhandel-Rankings:
BW BRD
Außenhandelspartner Top 10 Partner (PDF-Datei · 125 KB) Top 50 Partner (PDF-Datei · 146 KB)
Gütergruppen Top 30 Güter (PDF-Datei · 133 KB) Top 30 Güter (PDF-Datei · 131 KB)

Methodische Hinweise zur Außenhandelsstatistik

Die in diesem Artikel dargestellten Export- und Importzahlen stammen vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg sowie vom Statistischen Bundesamt (Destatis) und beziehen sich auf nominale Umsätze. Bitte beachten Sie, dass die angegebenen Handelszahlen vorläufig sind und auf Schätzungen des Statistischen Bundesamts beruhen. Sie werden regelmäßig überarbeitet und aktualisiert. Der aktuelle Stand der Daten entspricht dem Zugriffszeitraum September 2026.
Auf Bundesländerebene kommt es bei den Außenhandelsergebnissen aus erhebungstechnischen Gründen zu unterschiedlichen Darstellungsarten: Die Ausfuhren werden nach dem Konzept des Spezialhandels nachgewiesen, die Einfuhren nach dem Konzept des Generalhandels. Im Falle des Südwestens umfasst der Spezialhandel im Wesentlichen nur die Waren, die aus der Erzeugung und der Be- oder Verarbeitung in Baden-Württemberg stammen und ins Ausland ausgehen. Im Unterschied zum Generalhandel sind Ausfuhren von Waren aus bzw. Einfuhren auf Lager im Spezialhandel nicht enthalten. Im Generalhandel werden alle nach Baden-Württemberg direkt aus dem Ausland eingehenden Waren erfasst (ausgenommen Durchfuhren, die lediglich aus Transportgründen eingehen). Die Saldierung der Aus- und Einfuhrergebnisse, d. h. die Berechnung einer Handelsbilanz, ist für Baden-Württemberg aufgrund der unterschiedlichen Abgrenzung daher methodisch nicht sinnvoll.