Monatliche Export- und Importstatistik

Außenhandel kompakt: Partner & Güter

Aktuelle Export- und Importzahlen aus Baden-Württemberg geben einen Überblick über die wichtigsten Handelspartner und Gütergruppen - inklusive Rankings zum Download.

Außenhandel im Wandel: Aktuelle Entwicklung

BW BRD
Export
  • 126,4 Milliarden Euro
  • + 3,8 % zum Vorjahreszeitraum
  • 817,8 Milliarden Euro
  • + 3,9 % zum Vorjahreszeitraum
Import
  • 114,8 Milliarden Euro
  • + 5,4 % zum Vorjahreszeitraum
  • 717,4 Milliarden Euro
  • + 4,6 % zum Vorjahreszeitraum
* Nominale Export- und Importumsätze von Januar bis Juni 2026.
Exportentwicklung: Baden-Württemberg exportierte im ersten Halbjahr 2026 Waren im Wert von 126,4 Milliarden Euro und übertraf damit den Vorjahreszeitraum um 3,8 Prozent. Der Südwesten wuchs damit leicht langsamer als der Bundesdurchschnitt, der ein Plus von 3,9 Prozent verzeichnete.
Importentwicklung: Bei den Einfuhren fiel das Wachstum im ersten Halbjahr 2026 noch kräftiger aus. Die baden-württembergischen Importe stiegen um 5,4 Prozent auf 114,8 Milliarden Euro und damit deutlich stärker als die Exporte. Hier lag der Südwesten vor dem Bundesniveau, das um 4,6 Prozent zunahm.

Top-Handelspartner: Wer steht an der Spitze?

Umsatzstärkste Export- und Importmärkte

Die Vereinigten Staaten bleiben trotz rückläufiger Exporte der wichtigste Absatzmarkt für baden-württembergische Unternehmen. Im ersten Halbjahr 2026 wurden Waren im Wert von rund 15,5 Milliarden Euro über den Atlantik verschifft, ein Rückgang von 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auf der Importseite zeigte sich dagegen eine deutliche Zunahme. Die Einfuhren aus den USA stiegen um 11,3 Prozent auf 10,5 Milliarden Euro. Als Lieferland überholten die Vereinigten Staaten damit die Schweiz und rückten auf Platz zwei vor.
Als Absatzmarkt verliert China für Baden-Württemberg weiter an Bedeutung. Im Ranking der wichtigsten Exportmärkte fiel die Volksrepublik vom fünften auf den achten Platz zurück, die Ausfuhren sanken um 19,2 Prozent auf knapp 5,7 Milliarden Euro. Als Lieferland behauptet China dagegen unverändert die Spitzenposition. Das Einfuhrvolumen erreichte im ersten Halbjahr 11,5 Milliarden Euro, ein Plus von 13,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Europa bleibt der Wachstumstreiber im baden-württembergischen Außenhandel. Rund 69,4 Prozent aller Ausfuhren des Landes gingen im ersten Halbjahr auf den europäischen Kontinent, ein Warenwert von 87,8 Milliarden Euro, ein Plus von 8,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Innerhalb Europas entwickelten sich besonders die Schweiz und das Vereinigte Königreich dynamisch. Die Schweiz behauptete mit einem Ausfuhrwert von 14,4 Milliarden Euro ihren zweiten Platz unter den wichtigsten Exportmärkten mit einem Anstieg um 18,2 Prozent. Noch stärker legte das Geschäft mit dem Vereinigten Königreich zu. Die Exporte stiegen um 28,2 Prozent auf rund 6,9 Milliarden Euro, das Land verbesserte sich damit von Rang acht auf Rang fünf.

Wachstumsmärkte im Export und Import

Die Ukraine rückte im ersten Halbjahr 2026 an die Spitze der Wachstumsmärkte unter den 40 wichtigsten Exportmärkten Baden-Württembergs. Die Ausfuhren stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 35,0 Prozent auf 493,6 Millionen Euro. Mit diesem Volumen blieb die Ukraine jedoch weiterhin ein vergleichsweise kleiner Absatzmarkt für die baden-württembergische Exportwirtschaft.
Auf der Importseite belegt Guyana Platz eins im Ranking der Wachstumsmärkte. Das Einfuhrvolumen betrug rund 434,3 Millionen Euro, ein Anstieg um 125,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Zuwachs geht maßgeblich auf den Import von Erdöl und Erdgas zurück.

Güter im Fokus: Was treibt Export und Import?

Die Exportstärke Baden-Württembergs stützt sich weiterhin vor allem auf die Automobilindustrie, den Maschinenbau sowie die pharmazeutische Industrie. Kraftwagen und Kraftwagenteile bleiben mit einem Anteil von 19,5 Prozent und einem Exportwert von 24,7 Milliarden Euro die wichtigste Warengruppe, verzeichneten jedoch einen Rückgang von 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Maschinenbau folgt mit 22,8 Milliarden Euro und einem Anteil von 18,0 Prozent, hier fielen die Ausfuhren um 1,4 Prozent geringer aus. Auch die pharmazeutische Industrie musste Einbußen hinnehmen, die Exporte sanken um 6,5 Prozent auf 13,4 Milliarden Euro. Damit blieben alle drei zentralen Branchen hinter dem Vorjahresniveau zurück. Deutlich gegen den Trend entwickelten sich dagegen die Metallexporte, die um 46,3 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro zulegten und damit zu den stärksten Wachstumstreibern auf der Exportseite zählten.
Etwa die Hälfte des gesamten Importvolumens entfällt auf mehrere zentrale Gütergruppen. Kraftwagen und Kraftwagenteile führen mit 15,6 Milliarden Euro und einem Anteil von 13,6 Prozent das Ranking der Importgüter an, ein Plus von 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Es folgen Maschinen mit 12,0 Milliarden Euro, hier blieben die Einfuhren mit einer Veränderung von 0,0 Prozent nahezu konstant. Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse wuchsen um 10,4 Prozent auf 11,0 Milliarden Euro, pharmazeutische Erzeugnisse legten um 5,8 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro zu und elektrische Ausrüstungen stiegen um 5,6 Prozent auf 9,5 Milliarden Euro. Mit Ausnahme von Maschinen legten die Importe in all diesen Warengruppen damit weiterhin gegenüber dem Vorjahresniveau zu.

Download der Außenhandel-Rankings

Alle Details zu den wichtigsten Außenhandelspartner sowie den führenden Export- und Importgütern finden Sie in unseren Außenhandel-Rankings:
BW BRD
Außenhandelspartner Top 10 Partner (PDF-Datei · 125 KB) Top 50 Partner (PDF-Datei · 146 KB)
Gütergruppen Top 30 Güter (PDF-Datei · 133 KB) Top 30 Güter (PDF-Datei · 131 KB)

Methodische Hinweise zur Außenhandelsstatistik

Die in diesem Artikel dargestellten Export- und Importzahlen stammen vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg sowie Statistischen Bundesamt (Destatis) und beziehen sich auf nominale Umsätze. Bitte beachten Sie, dass die angegebenen Handelszahlen vorläufig sind und auf Schätzungen des Statistischen Bundesamts beruhen. Sie werden regelmäßig überarbeitet und aktualisiert. Der aktuelle Stand der Daten entspricht dem Zugriffszeitraum August 2026.
Auf Bundesländerebene kommt es bei den Außenhandelsergebnissen aus erhebungstechnischen Gründen zu unterschiedlichen Darstellungsarten: Die Ausfuhren werden nach dem Konzept des Spezialhandels nachgewiesen, die Einfuhren nach dem Konzept des Generalhandels. Im Falle des Südwestens umfasst der Spezialhandel im Wesentlichen nur die Waren, die aus der Erzeugung und der Be- oder Verarbeitung in Baden-Württemberg stammen und ins Ausland ausgehen. Im Unterschied zum Generalhandel sind Ausfuhren von Waren aus bzw. Einfuhren auf Lager im Spezialhandel nicht enthalten. Im Generalhandel werden alle nach Baden-Württemberg direkt aus dem Ausland eingehenden Waren erfasst (ausgenommen Durchfuhren, die lediglich aus Transportgründen eingehen). Die Saldierung der Aus- und Einfuhrergebnisse, d. h. die Berechnung einer Handelsbilanz, ist für Baden-Württemberg aufgrund der unterschiedlichen Abgrenzung daher methodisch nicht sinnvoll.