Monatliche Export- und Importstatistik

Außenhandel kompakt: Partner & Güter

Die aktuellen Außenhandelszahlen zeigen, wie sich die Export- und Importströme Baden-Württembergs und Deutschlands entwickelt haben. Erhalten Sie Einblicke in die wichtigsten Handelspartner und Gütergruppen, inklusive Rankings zum Download.

Außenhandel im Wandel: Aktuelle Entwicklung

BW BRD
Export
  • 40,0 Milliarden Euro
  • + 3,3 % zum Vorjahreszeitraum
  • 253,5Milliarden Euro
  • - 0,6 % zum Vorjahreszeitraum
Import
  • 35,5 Milliarden Euro
  • + 0,2 % zum Vorjahreszeitraum
  • 219,7 Milliarden Euro
  • - 2,4 % zum Vorjahreszeitraum
* Nominale Export- und Importumsätze von Januar bis Februar 2026.
Exportentwicklung: Baden-Württemberg steigerte seine Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,3 Prozent auf 40,0 Milliarden Euro. Damit entwickelte sich der Südwesten deutlich besser als Deutschland insgesamt. Bundesweit verharrten die Ausfuhren nahezu auf Vorjahresniveau und sanken leicht um 0,6 Prozent auf 253,5 Milliarden Euro.
Importentwicklung: Die Südwesteinfuhren sind leicht gestiegen. Mit einem Plus von 0,2 Prozent zum Vorjahresniveau erreichen die Importe in den ersten beiden Monaten einen Wert von 35,5 Milliarden Euro. In Deutschland insgesamt zeigte sich dagegen ein rückläufiges Bild. Die Importe sanken um 2,4 Prozent auf 219,7 Milliarden Euro.

Top-Handelspartner: Wer steht an der Spitze?

Die USA behaupteten ihre Spitzenposition als wichtigster Außenhandelspartner Baden‑Württembergs. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erhöhten sich die Südwestausfuhren in den Monaten Januar und Februar um 2,8 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro. Noch dynamischer entwickelten sich die Einfuhren, die um 23,3 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro zulegten. Damit rangieren die USA sowohl als wichtigster Absatzmarkt als auch als bedeutendstes Lieferland auf Platz eins.
China verlor hingegen weiter an Gewicht für den baden‑württembergischen Außenhandel. Im Exportranking rutschte die Volksrepublik vom fünften Platz im Vorjahr auf Rang acht ab. Die Ausfuhren gingen deutlich um 22,7 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro zurück. Auch auf der Importseite verlor China an Bedeutung und fiel auf den zweiten Platz. Die Einfuhren beliefen sich auf 3,3 Milliarden Euro, was einem Minus von 0,7 Prozent entspricht.
Die positiven Impulse aus Europa setzen sich fort. In den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 exportierte Baden‑Württemberg insgesamt mehr Waren in europäische Partnerländer als im Vorjahreszeitraum. Zuwächse verzeichneten die Ausfuhren nach Frankreich mit 5,1 Prozent, nach Italien mit 3,3 Prozent sowie nach Spanien mit 7,5 Prozent. Auch der Export nach Polen entwickelte sich mit einem Plus von 7,8 Prozent erfreulich. Ebenfalls nahmen die Lieferungen in die Schweiz zu (plus 14,4 Prozent), wenn auch nicht so stark wie im letzten Jahr.
Besonders das Vereinigte Königreich setzte im Export starke Akzente. Mit einem Wachstum von 46,9 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steht das Vereinigte Königreich an der Spitze der baden-württembergischen Exportwachstumsmärkte. Zugleich gewann es deutlich an Bedeutung im Ranking der umsatzstärksten Absatzmärkte und verbesserte sich von Platz 10 auf Platz 4.
Ein Blick auf die Wachstumsmärkte zeigt außerdem, dass Irland im Fokus steht. Nachdem der Export im Vorjahr stark zugenommen hatte, verlor dieser 2026 etwas an Dynamik. Gleichzeitig stiegen die Importe aus Irland in den ersten beiden Monaten sprunghaft an.

Güter im Fokus: Was treibt Export und Import?

Die Exportstärke Baden‑Württembergs ruht maßgeblich auf drei industriellen Schlüsselbranchen: der Automobilindustrie, dem Maschinenbau sowie der pharmazeutischen Industrie. In den Monaten Januar und Februar 2026 exportierte der Südwesten Kraftwagen und Kraftwagenteile im Wert von 7,5 Milliarden Euro, Maschinen im Umfang von 6,9 Milliarden Euro sowie pharmazeutische und ähnliche Erzeugnisse im Wert von 4,7 Milliarden Euro. Zusammen vereinen diese drei Branchen rund 48 Prozent des gesamten Exportvolumens auf sich.
In den ersten beiden Monaten des Jahres mussten jedoch sowohl die Automobilindustrie als auch der Maschinenbau Rückgänge gegenüber dem Vorjahreszeitraum hinnehmen. Eine gegenläufige Entwicklung zeigte die Pharmaindustrie, die ein Exportplus von 8,5 Prozent verzeichnete. Besonders kräftige Zuwächse meldete zudem die Gütergruppe Metalle. Mit einem Ausfuhrwert von 3,5 Milliarden Euro lagen die Exporte in den ersten beiden Monaten des Jahres um 78,8 Prozent über dem Vorjahreszeitraum.
Auch auf der Importseite prägen diese Warengruppen das Bild. Von Januar bis Februar 2026 rangieren Kraftwagen und Kraftwagenteile mit einem Importwert von 4,5 Milliarden Euro, Maschinen mit 3,7 Milliarden Euro sowie pharmazeutische und ähnliche Erzeugnisse mit 3,5 Milliarden Euro an der Spitze des baden‑württembergischen Importrankings.

Download der Außenhandel-Rankings

Alle Details zu den wichtigsten Außenhandelspartner sowie den führenden Export- und Importgütern finden Sie in unseren Außenhandel-Rankings:
BW BRD
Außenhandelspartner Top 10 Partner (PDF-Datei · 124 KB) Top 50 Partner (PDF-Datei · 159 KB)
Gütergruppen Top 30 Güter (PDF-Datei · 146 KB) Top 30 Güter (PDF-Datei · 150 KB)

Methodische Hinweise zur Außenhandelsstatistik

Die in diesem Artikel dargestellten Export- und Importzahlen stammen vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg sowie Statistischen Bundesamt (Destatis) und beziehen sich auf nominale Umsätze. Bitte beachten Sie, dass die angegebenen Handelszahlen vorläufig sind und auf Schätzungen des Statistischen Bundesamts beruhen. Sie werden regelmäßig überarbeitet und aktualisiert. Der aktuelle Stand der Daten entspricht dem Zugriffszeitraum April 2026.
Auf Bundesländerebene kommt es bei den Außenhandelsergebnissen aus erhebungstechnischen Gründen zu unterschiedlichen Darstellungsarten: Die Ausfuhren werden nach dem Konzept des Spezialhandels nachgewiesen, die Einfuhren nach dem Konzept des Generalhandels. Im Falle des Südwestens umfasst der Spezialhandel im Wesentlichen nur die Waren, die aus der Erzeugung und der Be- oder Verarbeitung in Baden-Württemberg stammen und ins Ausland ausgehen. Im Unterschied zum Generalhandel sind Ausfuhren von Waren aus bzw. Einfuhren auf Lager im Spezialhandel nicht enthalten. Im Generalhandel werden alle nach Baden-Württemberg direkt aus dem Ausland eingehenden Waren erfasst (ausgenommen Durchfuhren, die lediglich aus Transportgründen eingehen). Die Saldierung der Aus- und Einfuhrergebnisse, d. h. die Berechnung einer Handelsbilanz, ist für Baden-Württemberg aufgrund der unterschiedlichen Abgrenzung daher methodisch nicht sinnvoll.