Matthias und Alexander Trost
Für Alexander Trost war früh klar, dass er in die Fußstapfen seines Vaters Matthias treten möchte – nicht nur im Unternehmen Trost Energy Consult, sondern auch als Sachverständiger. Bei diesem Prozess hat sie eine Wirtschaftsmediatorin unterstützt, um Missverständnisse und Spannungen zu vermeiden. „Das empfehlen wir auch anderen“, sagt Matthias Trost.
Die Hürden für eine öffentliche Bestellung sind hoch: Die Beurteilung technischer Zusammenhänge, die richtige Vorgehensweise und eine strukturierte Gutachtenerstellung seien Ergebnis jahrelanger Übung. „Jeder Fall ist anders – das macht es so interessant. Häufig rufen uns die Versicherungen oder Unternehmen bei einem Schaden für eine Beweissicherung direkt an, manchmal stoßen wir erst im Rechtsprozess dazu. Eines haben alle Schadenfälle gemeinsam: Je tiefer man einsteigt, desto komplexer wird die Sachlage – oft eine technische Detektivarbeit“, sagt Alexander Trost.
Bei einem Einsatz: Alexander und Matthias Trost
Das Einsatzgebiet der beiden vereidigten Sachverständigen reicht von thermischen Prozessanlagen wie Kraftwerken oder Müllverbrennungsanlagen über Industrieöfen bis hin zu Schmelzöfen. „Der Großteil unserer Einsätze findet in Deutschland statt, regelmäßig sind wir aber auch europa- oder weltweit bei Schadenfällen involviert“, so Matthias Trost. Die größte Herausforderung für ihn war ein Einsatz in Sydney, Australien: „Ein fremdes Rechtssystem, eine fremde Sprache – das war ein wahres Erlebnis.“ Besonders auf Sprache komme es hier nämlich auch an. „Wir müssen nicht nur viel Fachwissen mitbringen und sehr genau arbeiten, wir müssen die Ergebnisse anschließend auch zielgerichtet zu Papier bringen. Unsere Aufgabe ist es, technische Zusammenhänge für den Laien verständlich aufzubereiten und gleichzeitig eine fachlich belastbare und nachprüfbare Grundlage für Experten zu schaffen“, erklärt Alexander Trost. Seminare, Webinare und das intensive Befassen mit Gutachten anderer beteiligter Sachverständiger haben ihm besonders geholfen.
Überzeugungsarbeit zu leisten, gehöre für die beiden ebenfalls dazu. „Wir werden nicht selten kritisch beäugt und es braucht Zeit, sich als unabhängige Stimme zu beweisen“, sagt der Firmengründer. „Wenn letztlich alle Beteiligten unsere Argumentation nachvollziehen können und diese akzeptieren, auch wenn ein anderes als das erhoffte Ergebnis dabei herauskommt, ist das ein schönes Gefühl der Wertschätzung für die getane Arbeit“, so Alexander Trost.
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Autorin: Joana Detlefs
Veröffentlicht: Juli 2026