Praline für Praline legen die Mitarbeitenden in den Werkstätten der Mürwiker GmbH mit größter Sorgfalt in ihre Verpackungen. In eigens geschaffenen Räumlichkeiten arbeiten sie im Auftrag von Wagner Pralinen. „Seit mittlerweile 20 Jahren wächst die Kooperation, sodass wir inzwischen ein ganzes Gebäude benötigen“, sagt Thomas Stengel, Geschäftsführer von Die Mürwiker. In diese hat das Flensburger Unternehmen nach und nach investiert. „Lebensmittel bedürfen besonderer baulicher Voraussetzungen hinsichtlich der Hygienevorschriften und der Temperaturführung. Sonst würden unsere Pralinen dahinschmelzen“, ergänzt Jörg Wagner, Geschäftsführer von Wagner Pralinen.
Es geht darum, gemeinsam die bestmöglichen Lösungen zu finden. Nur so schaffen wir Mehrwerte für beide Seiten.
Thomas Stengel
Grund für die Zusammenarbeit war die Suche von Wagner nach einem weiteren Partner: „Wir arbeiten schon seit Jahrzehnten mit Werkstätten und Institutionen zusammen. Mit steigendem Bedarf wurden wir auf Die Mürwiker aufmerksam.“ Gemeinsam haben sie die Arbeitsprozesse in kleine, verständliche Schritte unterteilt. „Menschen mit Handicap benötigen sehr detaillierte Beschreibungen. Da jede Praline ein Unikat ist, erfordert es viel Fingerspitzengefühl und noch bessere Absprachen“, erklärt Stengel.
Unter stetiger Qualitätskontrolle überzeugen die Mitarbeitenden mit hoher Einsatzbereitschaft, Sorgfalt und Motivation. „Genau das macht die Zusammenarbeit so verlässlich. Neben dem hohen Standard und einer stabilen Preisstruktur sind die Leistungen genau berechen- und planbar“, so Jörg Wagner. Aber auch die Mitarbeitenden profitieren: „Sie werden gebraucht, übernehmen Verantwortung und erleben ein Stück weit ‚normalen Alltag‘. Wir schaffen zudem ein sicheres Arbeitsumfeld durch gleichbleibende Gruppen und die Unterstützung von Betreuern“, sagt Thomas Stengel. Außerdem sichern Aufträge stabile Löhne, da 70 Prozent aller Umsätze an die Mitarbeitenden ausgezahlt werden.
Der Schlüssel für eine erfolgreiche Zusammenarbeit sei eine gute Kommunikation, sind sich beide Geschäftsführer einig. „Nur wenn wir offen miteinander sprechen, können wir uns mit Verständnis begegnen“, erklärt Jörg Wagner. Thomas Stengel ergänzt: „Genau das empfehlen wir auch Betrieben, die die Chancen von Kooperationen nutzen möchten. Es geht darum, gemeinsam die bestmöglichen Lösungen zu finden. Nur so schaffen wir Mehrwerte für beide Seiten.“
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Autorin: Joana Detlefs
Veröffentlicht: Juli 2026