2. Quartal 2026: Anzahl der Baustellen auf höchstem Stand

Die aktuelle Auswertung der IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim zur Baustellensituation in der Stadt Osnabrück zeigt für das zweite Quartal 2026 ein erneut gemischtes Bild: Während die Zahl der Baustellen wieder deutlich angestiegen ist und einen Höchststand der vergangenen Jahre erreicht, hat sich die durchschnittliche Bauzeit verkürzt.
Im Vergleich zum Vorquartal stieg die Anzahl der Baustellen von 27 auf 34. Damit wird der bislang höchste Wert der vergangenen Jahre erreicht. Gleichzeitig sank die durchschnittliche Dauer der Baustellen von 182 auf 169 Tage. Bei den laufenden Maßnahmen wurden im Betrachtungszeitraum weder Verlängerungen noch Verkürzungen registriert.
Vollsperrung
Besonders belastend wirkt sich die hohe Zahl der Vollsperrungen aus: 23 der insgesamt 34 Baustellen (68 Prozent) sind mit einer vollständigen Sperrung der betroffenen Straßen verbunden. Dies führt zu erheblichen Einschränkungen für Pendler, Unternehmen, den Wirtschaftsverkehr sowie Besucher der Stadt.
Jahresvergleich
Auch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat sich die Baustellensituation deutlich verändert. Im Juni 2025 wurden neun Baustellen erfasst, im zweiten Quartal 2026 sind es 34. Gleichzeitig reduzierte sich die durchschnittliche Bauzeit gegenüber dem Vorjahr um 154 Tage.
Zu den besonders verkehrsrelevanten Maßnahmen zählt die Sanierung eines Teilstücks der Sutthauser Straße und der Hermann-Ehlers-Straße mit zeitweiligen Vollsperrungen und Spurverlegungen. Betroffene Gewerbetreibende berichteten von Umsatzeinbußen sowie einem aus ihrer Sicht langsamen Baufortschritt.
Handlungsbedarf
Aus Sicht unserer IHK sind bei diesem und anderen Bauabschnitten für eine wirtschaftsverträgliche Umsetzung von Baumaßnahmen insbesondere folgende Punkte entscheidend:
  • Effiziente Planung und Koordinierung von Baustellen sowie eine bessere Abstimmung parallel laufender Maßnahmen.
  • Frühzeitige und transparente Information von Unternehmen, Anliegern und Verkehrsteilnehmern.
  • Vollsperrungen sollten nur dann eingesetzt werden, wenn sie nachweislich zu einer deutlichen Verkürzung der Bauzeit beitragen.
  • Eine transparente Baustellenkommunikation, damit Umleitungen und Einschränkungen frühzeitig planbar sind.
Positiv bewertet wird die Weiterentwicklung des Baustellenportals der Stadt Osnabrück. Die verbesserte Darstellung sowie zusätzliche Informationen zur langfristigen Baustellenplanung erhöhen die Transparenz für Unternehmen und Verkehrsteilnehmer.