Nr. 4962002

Begabtenförderung in der Wirtschaft: IHK vergibt 59 Weiterbildungsstipendien

59 junge Fachkräfte aus der Region können sich über ein Weiterbildungsstipendium freuen. Die IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim hat die Stipendiaten jetzt im Rahmen einer feierlichen Urkundenverleihung offiziell in das bundesweite Begabtenförderprogramm aufgenommen.
„Berufliche Begabung endet nicht mit dem Ausbildungsabschluss. Weiterentwicklung lebt von Menschen, die neugierig bleiben und den Mut haben, den nächsten Schritt zu gehen. Mit dem Weiterbildungsstipendium möchten wir engagierte Fachkräfte auf ihrem weiteren Berufsweg begleiten und ihnen neue Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen“, betonte Juliane Hünefeld-Linkermann, Geschäftsbereichsleiterin Aus- und Weiterbildung der IHK, bei der Urkundenübergabe.
Die neu aufgenommenen Stipendiaten aus kaufmännischen und gewerblich-technischen Berufen haben ihre Ausbildung mit hervorragenden Leistungen abgeschlossen. Bewerben konnten sich Absolventen einer dualen Berufsausbildung, die ihre Abschlussprüfung mit mindestens 87 Punkten bestanden haben und bei der Aufnahme jünger als 25 Jahre sind.
Das Weiterbildungsstipendium unterstützt die persönliche und berufliche Entwicklung leistungsstarker Fachkräfte mit einer Förderung von bis zu 9.135 Euro innerhalb von drei Jahren. Die Mittel können beispielsweise für Weiterbildungen zum Fachwirt, Meister, Betriebswirt oder Techniker eingesetzt werden. Ebenso förderfähig sind duale Studiengänge sowie fachbezogene Sprachkurse.
„Mit dem Weiterbildungsstipendium investieren wir gezielt in die Fachkräfte von morgen. Die Förderung eröffnet talentierten jungen Menschen die Chance, ihre Qualifikationen auszubauen und zusätzliche Karrierewege zu erschließen“, so Hünefeld-Linkermann.
Finanziert wird das Förderprogramm durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR). Die Umsetzung erfolgt bundesweit durch die Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) gemeinsam mit den Industrie- und Handelskammern. Die Auswahl und Betreuung der Stipendiaten übernimmt die jeweils zuständige IHK. Aktuell begleitet die IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim 161 Stipendiaten auf ihrem Weg der beruflichen Weiterentwicklung.
Ansprechpartnerin: IHK, Theresa Sander, Tel.: 0541 353-496, E-Mail: sander@osnabrueck.ihk.de oder unter www.ihk.de/osnabrueck (Nr. 572)

IHK startet Lehrgang: „Lernprozessbegleiter/in (IHK)“

Die IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim startet am 26. Oktober 2026 den Lehrgang „Lernprozessbegleiter/in (IHK)“ mit IHK-Zertifikat.
In dem zweiwöchigen Vollzeitlehrgang erwerben die Teilnehmer praxisnahes Wissen, um Lernprozesse aktiv zu gestalten und Auszubildende professionell zu fördern. Themen sind unter anderem moderne Ausbildungsmethoden, Kommunikation und Feedback, Motivationsförderung, individuelle Entwicklungsbegleitung sowie der Umgang mit Herausforderungen im Ausbildungsalltag.
Der Lehrgang unterstützt Unternehmen dabei, ihre Ausbildungsqualität weiterzuentwickeln und Fachkräfte nachhaltig zu sichern. Die Teilnehmer erhalten Methoden und Werkzeuge, die direkt in der betrieblichen Praxis eingesetzt werden können.
Anmeldungen sind noch bis zum 14. September 2026 möglich.

IHK-Zertifikate machen berufliche Kompetenzen sichtbar - IHK baut Engagement für Teilqualifikationen aus

Die IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim stärkt ihr Engagement für Teilqualifikationen (TQ) als Instrument der Fachkräftesicherung. Unternehmen und Teilnehmer erhalten künftig verstärkte Unterstützung bei der Umsetzung. Neu ist insbesondere die Möglichkeit, erworbene Kompetenzen über IHK-Kompetenzfeststellungen mit Zertifikat nachzuweisen.
„Teilqualifikationen sind ein praxisnaher Weg, um vorhandene Potenziale besser zu nutzen und Menschen schrittweise zu einem Berufsabschluss zu führen“, sagt Juliane Hünefeld-Linkermann, Geschäftsbereichsleiterin Aus- und Weiterbildung der IHK. „Gerade mit Blick auf den Fachkräftemangel bieten sie Unternehmen eine gute Möglichkeit, Mitarbeiter gezielt weiterzuentwickeln.“
Teilqualifikationen richten sich vor allem an Erwachsene ab 25 Jahren ohne Berufsabschluss oder mit Qualifikationen, die auf dem Arbeitsmarkt nur eingeschränkt verwertbar sind. Sie bestehen aus mehreren Bausteinen, die zusammen die Inhalte eines anerkannten Ausbildungsberufs abdecken. Theorie beim Bildungsträger und Praxiseinsätze im Betrieb werden dabei kombiniert.
Nach jedem Baustein können Teilnehmer eine Kompetenzfeststellung bei der IHK absolvieren. Bei erfolgreichem Abschluss erhalten sie ein IHK-Zertifikat, das ihre erworbenen Fähigkeiten dokumentiert. Wer alle Bausteine erfolgreich durchläuft, kann unter bestimmten Voraussetzungen die Externenprüfung ablegen und so einen anerkannten Berufsabschluss erwerben.
Mit dem erweiterten Angebot will die IHK Fachkräftepotenziale in der Region gezielt erschließen und Unternehmen bei der Qualifizierung ihrer Beschäftigten unterstützen.

Trotz leichter Entspannung: Viele Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt

Das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage auf dem regionalen Ausbildungsmarkt bleibt angespannt. Das ist ein zentrales Ergebnis der Ausbildungsumfrage der IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim, die im Mai 2026 durchgeführt wurde. Im vergangenen Ausbildungsjahr 2025 konnten erneut zahlreiche Ausbildungsbetriebe in der Region nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzen: 43 Prozent der Betriebe meldeten unbesetzte Stellen. Gegenüber den Vorjahren hat sich die Situation damit zwar leicht entspannt – 2024 lag der Anteil bei 47 Prozent, 2023 sogar bei 54 Prozent. Dennoch bleibt die Besetzung von Ausbildungsplätzen für viele Unternehmen eine zentrale Herausforderung.
Insgesamt 176 Ausbildungsbetriebe aus der IHK-Region beteiligten sich an der Umfrage. Als Hauptursache für unbesetzte Ausbildungsplätze nennen die Unternehmen weiterhin die schwierige Bewerberlage: Rund 38 Prozent der Betriebe mit unbesetzten Ausbildungsplätzen erhielten keine Bewerbungen, fast 80 Prozent keine geeigneten Bewerbungen.
Die Umfrage wurde auch niedersachsenweit durchgeführt. Insgesamt nahmen hier 1.600 Ausbildungsbetriebe teil. Landesweit konnten 47 Prozent der teilnehmenden Unternehmen nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzen. Als Hauptgründe wurden auch in Niedersachsen ausbleibende Bewerbungen (25 Prozent) sowie fehlende geeignete Bewerbungen (68 Prozent) genannt.
„Die Ergebnisse machen deutlich: Die duale Ausbildung ist weiterhin stark nachgefragt, aber die Politik muss die Rahmenbedingungen verbessern, damit junge Menschen und Betriebe leichter zusammenfinden“, kommentiert Juliane Hünefeld-Linkermann, IHK-Geschäftsbereichsleiterin Aus- und Weiterbildung, die Umfrageergebnisse. „Dazu gehören aus Sicht der IHK auch modern ausgestattete Berufsschulen und verlässliche ÖPNV-Anbindungen, damit das 2026 eingeführte landesweite Azubi-Ticket stärker als bisher genutzt werden kann. Wer berufliche Bildung stärken will, muss Ausbildung im Alltag der Jugendlichen einfacher erreichbar und attraktiver machen.“
Die Umfrage zeigt auch, die Berufsausbildung entwickelt sich weiter. Die Umfrage beleuchtet den Umgang mit Künstlicher Intelligenz in der Ausbildung und zeigt auf: KI-Kompetenzen gewinnen in der Ausbildung an Bedeutung, die betriebliche Umsetzung ist jedoch noch sehr unterschiedlich ausgeprägt. Mehr als die Hälfte der antwortenden Unternehmen setzt darauf, dass Auszubildende KI-Anwendungen selbstständig nutzen und dadurch eigenständig Erfahrungen sammeln (55 Prozent). Weitere Ansätze sind Inputs durch Lehrpersonen zu KI-Anwendungen (24 Prozent) sowie Lernsoftware, Webseiten und Online-Kurse zu KI-Themen (20 Prozent). Rund ein Viertel der Betriebe bereitet seine Auszubildenden bislang nicht gezielt auf den KI-Einsatz vor (28 Prozent).
Einen weiteren Schwerpunkt der IHK-Umfrage bildete die Beschäftigung von ausländischen Auszubildenden. Im Ausbildungsjahr 2025 haben 23 Prozent der antwortenden Unternehmen Auszubildende aus Drittstaaten ausgebildet (Niedersachsen: 28 Prozent). Als zentrale Herausforderungen bei der Einstellung von Auszubildenden aus Drittstaaten nannten die Unternehmen in der IHK-Umfrage vor allem geringe Deutschkenntnisse der Interessenten sowie bürokratische Hürden. In der Region kommt zudem fehlender Wohnraum in Betriebsnähe erschwerend hinzu.
„Auszubildende und Fachkräfte aus dem Ausland sind für viele Betriebe ein wichtiger Baustein zur Fachkräftesicherung. Dieses Potenzial darf aber nicht an Bürokratie, langen Verfahren oder fehlender Sprachförderung scheitern“, so Hünefeld-Linkermann. „Notwendig sind transparente und praxistaugliche Zuwanderungsprozesse, schnelle Verfahren und eine gezielte Unterstützung beim Spracherwerb. Nur so können Unternehmen internationale Talente erfolgreich gewinnen, ausbilden und langfristig binden.“

Immer mehr Unternehmen setzen auf Erfolgsbegleiter: Berufsorientierung aus erster Hand

Das Projekt Erfolgsbegleiter“ der IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim und der Handwerkskammer (HWK) Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim bringt Schulen und regionale Unternehmen erfolgreich zusammen. Geschulte Auszubildende geben als Ausbildungsbotschafter praxisnahe Einblicke in ihren Berufsalltag und stellen ihre Ausbildungsberufe direkt in den Schulklassen vor. Erfahrene Fach- und Führungskräfte informieren als Karrierebotschafter unter anderem bei Elternabenden, Wettbewerben und Podiumsdiskussionen über die vielfältigen Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten einer dualen Ausbildung.
Allein im ersten Halbjahr 2026 wurden 45 neue Ausbildungsbotschafter sowie zwei Karrierebotschafter qualifiziert. Seit dem Start des Projekts im Januar 2025 engagieren sich damit insgesamt 129 Ausbildungsbotschafter sowie 16 Karrierebotschafter aus 72 Unternehmen.
Auch in den Schulen stößt das Angebot auf große Resonanz: In diesem Jahr waren die Erfolgsbegleiter bereits an sechs Schulen im Emsland und in der Grafschaft Bentheim im Einsatz. Mehr als 570 Schüler erhielten durch interaktive Stationen, Mitmachaktionen und persönliche Gespräche authentische Einblicke in verschiedene Ausbildungsberufe und Karrierewege.
Darüber hinaus ist das Projekt auch digital präsent. Neben regelmäßigen Beiträgen in den sozialen Medien wurden bereits neun Folgen der Erfolgsbegleiter im IHK-Podcast Job oder Jogginghose“ veröffentlicht.
„Berufsorientierung gelingt besonders dann, wenn junge Menschen authentische Einblicke aus erster Hand erhalten. Genau deshalb wächst das Interesse der Schulen kontinuierlich. Inzwischen beteiligen sich auch immer mehr Gymnasien am Projekt Erfolgsbegleiter. Davon profitieren sowohl die Jugendlichen als auch die Unternehmen unserer Region“, sagt Juliane Hünefeld-Linkermann, Geschäftsbereichsleiterin Aus- und Weiterbildung der IHK.
Das Projekt wird gemeinsam von der IHK und der HWK umgesetzt und vom Land Niedersachsen und dem EU-Sozialfonds gefördert. Es richtet sich an Unternehmen, die ihre Auszubildenden und ihre Fach- und Führungskräfte als Botschafter für die Ausbildung einsetzen möchten.
Ansprechpartner: IHK, Leon Dumschat, Tel.: 0541 353-454, E-Mail: dumschat@osnabrueck.ihk.de sowie unter www.ihk.de/osnabrueck (Nr. 6449448) oder HWK, Jaqueline Schmidt, Tel.: 0541 6929-422, E-Mail: j.schmidt@hwk-osnabrueck.de

Ausbildungsbotschafter Plus: Positive Halbjahresbilanz nach Projektweiterentwicklung

Das Berufsorientierungsprojekt „Ausbildungsbotschafter Plus“ zieht eine positive Halbjahresbilanz. Seit Beginn der neuen Projektphase im Sommer 2025 haben bereits 77 Auszubildende aus 43 Unternehmen an den Schulungen teilgenommen. Insgesamt erreichten sie rund 500 Schüler in Stadt und Landkreis Osnabrück und gaben ihnen authentische Einblicke in verschiedene Ausbildungsberufe.
Mit der zusätzlichen Qualifizierung zum Praktikumsanleiter berichten die Ausbildungsbotschafter nicht nur aus ihrem Berufsalltag und zeigen auf, welche Chancen eine duale Ausbildung eröffnet, sie fungieren damit auch als direkte Ansprechpartner für Praktikanten während ihres Einsatzes im Unternehmen. Wenn Auszubildende Praktikanten begleiten, entsteht schnell eine Kommunikation auf Augenhöhe. Das hilft den Jugendlichen, Fragen offen anzusprechen und ein realistisches Bild vom jeweiligen Beruf zu gewinnen.
„Praktika sind für viele Jugendliche der erste direkte Kontakt mit einem Ausbildungsbetrieb und gewinnen für unsere Mitgliedsunternehmen bei der Nachwuchsgewinnung zunehmend an Bedeutung“, erklärt Juliane Hünefeld-Linkermann, Geschäftsbereichsleiterin Aus- und Weiterbildung der IHK. „Mit Ausbildungsbotschafter Plus stärken wir genau diesen wichtigen Übergang zwischen Schule und Beruf“.
Die Qualifizierung zum Ausbildungsbotschafter sowie zum Praktikumsanleiter erfolgt kompakt an einem gemeinsamen Schulungstag. Dort lernen die Teilnehmer unter anderem, ihren Beruf praxisnah vorzustellen, souverän vor Gruppen aufzutreten und Praktika strukturiert zu begleiten.
„Die Rückmeldungen zu den Schulungen fallen durchweg positiv aus. Die Teilnehmer berichten, dass sie selbstbewusster auftreten, mehr Verantwortung übernehmen und ihre Kommunikationsfähigkeiten stärken konnten“, so Hünefeld-Linkermann.
Das Projekt wird gemeinsam von der IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim und der Handwerkskammer Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim umgesetzt und vom Land Niedersachsen und dem EU-Sozialfonds gefördert. Es richtet sich an Unternehmen, Schulen und Auszubildende, die jungen Menschen praxisnahe Einblicke in Ausbildungsberufe ermöglichen und den Übergang in die berufliche Ausbildung aktiv unterstützen möchten.
Ansprechpartner: IHK, Henrik Schober, Tel.: 0541 353-479, E-Mail: schober@osnabrueck.ihk.de sowie HWK, Meike-Wirtz-Winkler, Tel.: 0541 6929-556, E-Mail: m.wirtz-winkler@hwk-osnabrueck.de oder unter www.azubi-botschafter.de

IHK veröffentlicht Weiterbildungsprogramm für das zweite Halbjahr 2026

Die Anforderungen der Arbeitswelt verändern sich stetig. Um Unternehmen und Beschäftigte bei der erfolgreichen Bewältigung dieser Herausforderungen zu unterstützen, hat die IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim ihr Weiterbildungsprogramm für das zweite Halbjahr 2026 (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 3333 KB)veröffentlicht.
Das Programm umfasst praxisnahe Seminare, Zertifikatslehrgänge und Angebote der Höheren Berufsbildung für Fach- und Führungskräfte sowie Auszubildende. Neben bewährten Themen wurden auch neue Inhalte aufgenommen, insbesondere im Bereich Personalmanagement. Dazu zählen Seminare zu HR-Kennzahlen und Personalreporting, Fehlzeitenmanagement, der Entgelttransparenzrichtlinie sowie zu geldwerten Vorteilen und Sachbezügen.
Auch das Themenfeld Künstliche Intelligenz (KI) wurde weiter ausgebaut. Neu im Programm ist unter anderem der Lehrgang zur Vorbereitung auf die Prüfung „Geprüfter Berufsspezialist für Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen“. Er richtet sich insbesondere an Praktiker, die KI-Anwendungen im Unternehmen verstehen, bewerten und aktiv einsetzen möchten.
Wie gewohnt bietet das Programm eine ausgewogene Mischung aus Präsenz- und Onlineformaten und unterstützt Unternehmen dabei, Qualifizierungsbedarfe ihrer Mitarbeiter gezielt zu decken.