Branchen & International
Das Jahr 2025 stand für das Geschäftsfeld Branchen & International im Zeichen von Fortschritt, Vernetzung und sichtbarer Wirkung für die Unternehmen der MEO-Region - von der Stärkung der dualen Ausbildung über neue internationale Impulse bis hin zu zentralen Innovations- und Digitalisierungsprojekten. Gleichzeitig prägten Themen wie nachhaltige Entwicklung, moderne Mobilität, Sicherheit und Resilienz sowie die Unterstützung von Gründungen und Unternehmensnachfolgen die Arbeit der IHK mehr denn je.
Insbesondere die Innenstädte standen im Fokus der Arbeit von Branchen & International: Ein Arbeitskreis aus Mitgliedern der Vollversammlung befasste sich mit dem Wandel der Innenstädte von reinen Handelszentren zu multifunktionalen Aufenthaltsräumen. Zum ersten Mal nahm die IHK zu Essen an der größten Passantenbefragung Deutschlands, den vitalen Innenstädten, teil. Insgesamt waren die Ergebnisse erfreulich: Essen wurde von den Befragten mit einer Schulnote von 2,7 bewertet; Oberhausen mit einer Schulnote von 3,0 und Mülheim an der Ruhr mit 3,4.
Darüber hinaus gewann 2025 das neue Themenfeld Sicherheit und Verteidigung deutlich an Bedeutung. Mit dem Aufbau eines eigenen Kompetenzbereichs stärkt die IHK die regionale Wirtschaft in Fragen der Resilienz, des Wirtschaftsschutzes und der sicherheitsrelevanten Anforderungen. Zahlreiche Formate und Netzwerktreffen machten sichtbar, welche neuen Chancen sicherheitsorientierte Märkte bieten und wie Unternehmen sich in einem zunehmend komplexen Umfeld zukunftsfest aufstellen können.
Ausbildungsberatung
Das Team für Ausbildungsberatung unterstützt Unternehmen und Auszubildende in allen Belangen rund um das Thema Ausbildung. Neben der allgemeinen Beratung von Ausbildungsbetrieben und der Feststellung der Eignung stehen die Berater auch Auszubildenden mit Rat und Tat zur Seite. Ergänzt wird das Team durch Thomas Janik als Fachberater für Inklusion.
Neue Märkte
Schwerpunktland Polen
Seit Oktober 2025 ist die IHK zu Essen, gemeinsam mit der SIHK zu Hagen, NRW-Schwerpunktkammer für Polen.
Seit Oktober 2025 ist die IHK zu Essen, gemeinsam mit der SIHK zu Hagen, NRW-Schwerpunktkammer für Polen.
Meilenstein der Digitalisierung: Volldigitales Ursprungszeugnis für den Außenhandel
Die Digitalisierung hat einen weiteren zentralen Geschäftsprozess im Außenhandel erreicht: Mit dem volldigitalen Ursprungszeugnis steht deutschen Unternehmen erstmals eine vollständig digitale öffentliche Urkunde, das Ursprungszeugnis zur Verfügung. Nach erfolgreicher Testphase ging das System im Herbst 2025 bundesweit in den Realbetrieb – ein bedeutender Fortschritt für die Effizienz und Modernisierung des internationalen Warenverkehrs.
Fazit: Große Wirkung bei kleinem Dokument. Was zunächst nach einer technischen Umstellung klingt, ist in der Praxis ein echter Innovationssprung. Die Geschichte des Ursprungszeugnisses – von der Papierform mit Stempel hin zur digitalen Signatur – zeigt eindrucksvoll, wie selbst kleine, aber zentrale Dokumente zur Effizienzsteigerung und Modernisierung des internationalen Handels beitragen können.
Branchen & Standort
Digitalisierung
Digitalisierungsumfrage
Die Ergebnisse der jährlichen Digitalisierungsumfrage der DIHK unter dem Titel „Digitalisierung in Deutschland: Zwischen Effizienz und Bürokratie“ spiegelte auch die Stimmung in der MEO-Region wider: Unternehmen treiben KI und Automatisierung weiter voran, doch Bürokratie, Rechtsunsicherheiten und schleppende Verwaltung bremsen das Tempo.
Bei der bundesweiten Veranstaltungsreihe #gemeinsamdigital standen monatlich verschiedene Digitalisierungsthemen, angeboten durch unterschiedliche IHKs, im Fokus.
Umwelt
Energie-Scouts
Fünf Teams haben sich bei der diesjährigen Projektrunde der Energie-Scouts in Essen in ihren Unternehmen auf die Suche nach Energiefressern und Ressourcenverschwendern gemacht. Bei der Abschlussveranstaltung stellten sie ihre Projektideen einer Jury vor, die die regionalen Sieger kürte. Azubis präsentieren Klimaschutzprojekte
Industrie (Ausschuss)
Der Ausschuss für Industrie tagte bei seiner Frühjahrssitzung bei der Ed. Fitscher GmbH & Co. KG in Oberhausen. Neben der Unternehmensvorstellung lag der Fokus auf IHK-Schwerpunkten und dem Thema Energie.
Handel
Handelsimpulse – IHKs im Ruhrgebiet
Mit dem neuen Veranstaltungsformat “Handelsimpulse” haben die sechs IHKs im Ruhrgebiet gemeinsam verschiedene Webinare und Veranstaltungen angeboten, um den Händlerinnen und Händlern Impulse für ihre Arbeit zu geben. Es ging um Themen wie Social Media, Google Unternehmenskonto, Unternehmensnachfolge aber auch um das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, Digitalisierung, KI und e-Rechnung. Aufgrund des erfolgreichen Formats wird dieses für 2026 weitergeführt – inklusive zwei Vor-Ort-Besuchen.
Erste gemeinsame Ausschusssitzung Ruhrgebiet
Zum ersten Mal trafen sich die Handelsausschüsse der Ruhr-IHKs zu einer gemeinsamen Sitzung in Essen. Auf der Agenda standen: Kennenlernen, Austausch, Strategie, Handelsreport Ruhr, aber auch durchaus kritische Stimmen zur überbordenden Bürokratie und der starken Konkurrenz zu Temu & Co. Neben der Sitzung stand auch ein Besuch des Königshofs und ein Rundgang durch die Essener Innenstadt auf dem Programm. Aufgrund der positiven Rückmeldungen wird im Sommer 2026 eine weitere gemeinsame Ausschusssitzung Ruhrgebiet in Dortmund stattfinden.
Vitale Innenstädte
Die IHK zu Essen hat sich mit den Städten Oberhausen, Mülheim an der Ruhr und Essen an der Studie „Vitale Innenstädte 2024“ beteiligt, die vom Institut für Handelsforschung Köln bundesweit durchgeführt wurde. Es handelt sich um eine bundesweite Passantenbefragung, die im Herbst 2024 in den Innenstädten stattgefunden hat. Die Innenstadtbesucher wurden zu ihrem Einkaufsverhalten befragt und konnte u.a. die Erreichbarkeit des Standorts, das städtische Angebot, den Nutzungsmix, und die Entwicklung und Attraktivität der Innenstadt bewerten.
Anfang 2025 erhielten die Innenstädte im Rahmen der Studie Schulnoten: für Oberhausen gab es eine 3,0, für Mülheim an der Ruhr eine 3,4 und für Essen eine 2,7. Die Befragung hat klare Anforderungen an die Innenstädte geliefert. Insgesamt zeigt die Untersuchung aber auch: die Innenstädte werden besucht und auch positiver bewertet als oftmals vermutet wird. Das Potenzial ist eindeutig vorhanden und die Studie bietet eine gute Basis für zukünftige Handlungsfelder.
Standortgemeinschaften der Zukunft
Die imakomm Akademie GmbH hat mit Unterstützung von 55 IHKs, der Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland e.V. und dem City- Management-Verband Ost e.V. die deutschlandweite Studie „Standortgemeinschaften der Zukunft“ durchgeführt. Die IHK zu Essen hat sich ebenfalls an der Studie beteiligt. Ziel war es, klare und belastbare Fakten zur IST-Situation zu den Gewerbevereinigungen zu erhalten und Good-Practice-Beispiele für eine Stärkung der Standortgemeinschaften zu erfassen.
Netzwerkveranstaltung „Auf ein Gläschen“: Austausch zu starken Innenstadtideen
Im Rahmen unserer Netzwerkreihe „Auf ein Gläschen“ kamen Akteurinnen und Akteure aus der MEO-Region im ETUF Essen zusammen, um sich über zukunftsweisende Ansätze für Innenstädte und Stadtteilzentren auszutauschen.
Im Mittelpunkt standen Fragen zur Stärkung der Quartiere durch digitale Lösungen, zum Lernen aus Best Practices anderer Städte sowie zu erfolgreichen Formen lokaler Gemeinschaftsarbeit.
Der Impuls von Daniel Wernien (Lighthouse Media) zeigte anschaulich, wie digitale Werkzeuge bereits heute konkret im Stadtteil eingesetzt werden. Beispiele aus der Region verdeutlichten zudem die Wirkung gemeinschaftlicher Formate: So ließ sich Schonnebeck vom „Osterfelder Frühstück“ inspirieren, und die Bürgerkonferenz in Altenessen fand breite Anerkennung.
Dienstleistung
Im Jahr 2025 standen nachhaltige Eventkonzepte und wirtschaftliche Zukunftsthemen im Fokus. Beim „Finalen Nachhaltigkeitsbrunch“ am 5. Februar verdeutlichte der DEHOGA NRW die zentrale Bedeutung nachhaltigen Wirtschaftens im Gastgewerbe. Expertinnen und Experten zeigten auf, wie Unternehmen durch gezielte Transformationsprozesse Kosten senken, Qualität steigern und langfristig wettbewerbsfähig bleiben können.
Ein weiteres Highlight war das Tourismusforum Ruhr am 9. Mai in Oberhausen. Rund 100 Teilnehmende informierten sich über Chancen der FISU World University Games 2025. Praxisbeispiele aus Tourismus, Sport und Eventmanagement zeigten, wie Großveranstaltungen wirtschaftliche Impulse setzen und neue Netzwerke schaffen.
Gesundheitswirtschaft
Die Aktivitäten der Gesundheitswirtschaft waren im Jahr 2025 auf den Ausbau des Netzwerks r im IHK-Bezirk fokussiert. Die IHK war auch dieses Jahr als Jurymitglied beim 10. Essener Gesundheitsforum des Vereins Essen.Gesund.Vernetzt dabei. A Erstmals haben wir dieses Jahr gemeinsam mit der IHK Mittleres Ruhrgebiet die Sonderedition der “Futurezone KI” zum Thema Gesundheitswirtschaft in Bochum ausgerichtet. Hier wurden Unternehmen als Praxisbeispiele für die Nutzung von KI im Klinikbereich und in weiteren Teilen der Gesundheitswirtschaft vorgestellt.
Auf NRW-Ebene haben wir gemeinsam mit Vertretern aus der Hilfsmittelbranche den Praxischeck Gesundheitswirtschaft: eine Entbürokratisierungsinitiative angestoßen. Dieser Austausch zwischen Sanitätshäusern, IHK und dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales wird auch im Jahr 2026 fortgeführt.
3 Fragen an …
Géraldine Paschen
Géraldine Paschen
Wie lange bist du in der IHK und was sind deine Aufgaben? Ich bin seit Juni 2025 bei der IHK im Team Branchen & Standort. Dabei bin ich hauptsächlich für die Betreuung der Gesundheitswirtschaft zuständig. Das beinhaltet sowohl die Vernetzung mit und Unterstützung der im Kammerbezirk ansässigen Unternehmen, als auch die NRW-weite Koordinierung von gemeinsamen Aktivitäten und des Austauschs des Referentenkreises Gesundheitswirtschaft. Außerdem übernehme ich seit ein paar Monaten Aufgaben in der Energiebranche, wo der Fokus momentan auf Wasserstoff liegt.Was war dein bisher spannendstes Projekt?Da ich gerne themenübergreifend mit meinen Kolleginnen und Kollegen zusammenarbeite, fällt es mir schwer mich auf ein Projekt festzulegen. Besonders freue ich mich allerdings auf eine zukünftige Veranstaltung am Diversity-Day, dem 19. Mai 2026, bei dem ich mit meiner Kollegin Nadine Michels Arbeitgeber für das Thema Inklusion, Neurodivergenz und chronische Krankheiten am Arbeitsplatz sensibilisiere.Was machst du, wenn du nicht bei der IHK bist?In meiner Freizeit findet man mich in der Sporthalle beim Degenfechten. Ansonsten lerne ich gerne Fremdsprachen, lese oder spiele Klavier.
Kreativwirtschaft 2025
Austausch auf Bundes- und Ruhrgebietsebene
Auch 2025 war die IHK zu Essen im deutschlandweiten IHK-Netzwerk Kreativwirtschaft aktiv und brachte Impulse aus dem überregionalen Austausch in die Arbeit vor Ort ein. Ruhrgebietsweit wurden unter Federführung der Business Metropole Ruhr zwei Gemeinschaftsveranstaltungen zum Schwerpunkt Künstliche Intelligenz in Gelsenkirchen und Witten umgesetzt.
Regionale Vernetzung
Der regelmäßige Dialog im Format „Kreativ trifft …“ wurde fortgeführt – unter anderem bei Kitev in Oberhausen sowie im Mathildenhof mit dem Schwerpunkt LinkedIn als Instrument für Sichtbarkeit und Positionierung. Ein besonderes Highlight war der Salon des Créateurs in der TRUDI, der Kreative und Unternehmen zusammenbrachte und die regionale Szene gezielt stärkte.
Gründung und neue Impulse
Gemeinsam mit Team KURTI (Stadt Essen) unterstützte die IHK die Gründerschmiede für Kreative und begleitete kreative Gründungsvorhaben. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr die konzeptionellen Grundlagen für den Snowdance Vision Award erarbeitet, dessen Verleihung im Folgejahr stattfand.
3 Fragen an …
… Simone Stachelhaus
… Simone Stachelhaus
Woran arbeitest du aktuell bei der IHK?
Ich betreue unseren IHK-Internetauftritt, koordiniere das Thema Nachhaltigkeit und leite das branchenübergreifende Netzwerk Zukunft MEO. Außerdem bin ich Ansprechpartnerin für die Kreativwirtschaft.Wie bekommst du diese unterschiedlichen Themen unter einen Hut?
So unterschiedlich die Aufgaben auch sind – sie ergänzen sich oft. Durch die verschiedenen Schwerpunkte entstehen immer wieder inhaltliche Verbindungen und neue Ideen, die ich aus einem Bereich in einen anderen mitnehmen kann.Hast du ein Beispiel dafür?
Bei Netzwerktreffen lerne ich häufig Menschen kennen, die später spannende Impulse für die Kreativwirtschaft geben können. Oder ich greife Themen aus dem Nachhaltigkeitsbereich auf und stelle passende Protagonistinnen und Protagonisten im Netzwerk Zukunft MEO vor.
Sicherheit und Verteidigung
Die sicherheitspolitische Lage in Europa bleibt angespannt, und die Bundesregierung misst der Wirtschaft im Rahmen der Gesamtverteidigung inzwischen eine zentrale Rolle zu. Damit gewinnt das Thema auch für Unternehmen in der MEO-Region weiter an Bedeutung.
Vor diesem Hintergrund wurde der Themenbereich "Sicherheit und Verteidigung" in der IHK zu Essen neu aufgestellt. Ziel ist es, regionale Unternehmen bei Fragen der Resilienz und betrieblichen Sicherheit zu unterstützen und zugleich die Chancen sichtbar zu machen, die durch neue sicherheitsrelevante Märkte entstehen.
Insgesamt konnten wir mit unseren Formaten bereits über 120 Unternehmen erreichen. Beim Netzwerktreffen „Zukunft MEO“ bei der CONDOR Gruppe standen aktuelle Entwicklungen der Sicherheitswirtschaft und neue Anforderungen an Unternehmenssicherheit im Mittelpunkt. Der Zukunftsworkshop „Sicherheit – Stabilität in einer vernetzten Welt“ in Bochum zeigte, wie Unternehmen ihre Resilienz in einer zunehmend vernetzten und instabilen Umgebung stärken können. Darüber hinaus fand die Veranstaltung zu Chancen und Herausforderungen im Zusammenspiel von Wirtschaft und Verteidigung statt.
Stadtentwicklung, Planung & Mobilität, Umweltrecht
Bedeutung + Zukunft der Binnenschifffahrt im Ruhrgebiet
Die IHKs im Ruhrgebiet haben 2025 gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik eine Studie zur Bedeutung und Zukunft der Binnenschifffahrt sowie des westdeutschen Kanalnetzes abgeschlossen. Die Analyse zeigt Potenziale und Herausforderungen auf und liefert fundierte Ansätze für eine leistungsfähige und zukunftssichere Wasserstraßeninfrastruktur.
Die Ergebnisse dieser Studie richten sich an Politik, Verwaltung und Wirtschaft gleichermaßen. Es braucht entschlossene Investitionen, um die Wasserstraßen als wettbewerbsfähige, nachhaltige und resiliente Transportalternative zu positionieren. Vor diesem Hintergrund haben die IHKs im Ruhrgebiet die Ergebnisse der Studie auch der Parlamentarischen Gruppe Binnenschifffahrt im Landtag des Landes NRW präsentiert und werden den Dialog mit der Politik auf Landes- und Bundesebene auch weiter intensivieren, um für notwendige Investitionen und Maßnahmen zu werben.
Verlässliche und leistungsfähige Straßeninfrastruktur erforderlich
Nicht erst die Sperrung der A42-Brücke Anfang 2024 sowie die Sperrung der A52-Ruhrtalbrücke Richtung Düsseldorf Ende Januar 2026 hat allen Akteuren bewusst gemacht, dass der Zustand der in die Jahre gekommenen Straßenverkehrsinfrastruktur als Realität auch in der MEO-Region angekommen ist und auch nur die „Spitze des Eisbergs“ darstellt.
Unternehmen sind auf verlässliche Verkehrsstrukturen angewiesen – für Lieferketten, Arbeitswege und Kundenbeziehungen. Bereits jetzt berichten Betriebe von Verzögerungen, höheren Kosten und organisatorischen Schwierigkeiten. Vor diesem Hintergrund sieht es die IHK zu Essen als besonders wichtig an, hier im Dialog mit der Politik auf Bundes- und Landesebene zu bleiben sowie den regelmäßigen Austausch mit den Straßenbaulastträgern zu pflegen. Der Sanierungsstau wird uns noch über viele Jahre begleiten – wichtig ist, die anstehenden Großbaustellen unter den Straßenbaulastträgern gut zu koordinieren, die Einschränkungen für den Wirtschaftsverkehr möglichst gering zu halten und die Unternehmen frühzeitig über anstehende Maßnahmen zu informieren.
IHK-Ausschuss für Mobilität und Infrastruktur
Der Ausschuss für Mobilität und Infrastruktur der IHK zu Essen tagte, um über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen rund um Verkehr, Logistik und Infrastruktur in der MEO-Region zu beraten.
Als Schwerpunktthemen standen in diesem Jahr im Fokus:
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Vorbereitung einer Resolution zur Bedeutung des Stadthafens Essen zur Beschlussfassung durch die Vollversammlung der IHK zu Essen: Die IHK hat sich darin für eine Stärkung und den Erhalt des Standorts zur Abwicklung trimodaler Verkehre ausgesprochen;
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Austausch mit den Straßenbaulastträgern im Bezirk der IHK zu Essen (Autobahn GmbH des Bundes Niederlassungen Rheinland sowie Westfalen, Straßen NRW sowie den MEO-Städten);
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Entwicklungen des Flughafen Essen/Mülheim sowie des Flughafenumfelds sowie die Bedeutung der am FEM ansässigen Flugschulen auf NRW-/Bundesebene sowie des Einsatzes von Elektroflugzeugen.
Mobilitätskonferenz.RUHR 2025
Die Ruhr-IHKs haben sich in unter Federführung der IHK zu Essen erneut als Kooperationspartner in die Mobilitätskonferenz.RUHR eingebracht, die vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW gemeinsam mit dem Regionalverband Ruhr ausgerichtet wurde.
Mit Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung wurde über praktikable Ansätze für urbane Logistik, Lieferverkehre und Erreichbarkeit diskutiert. Ebenso konnten sich die IHKs in zwei weiteren Panels zu den Themen „Tourismus und Freizeitverkehr“, „ÖPNV“ einbringen. Die erstmalige Verleihung des Mobilitätspreis.RUHR 2025 durch den Regionalverband Ruhr rundete die Veranstaltung ab.
Die neue europäische Verpackungsverordnung
Die neue europäische Verordnung 2025/40 über Verpackungen und Verpackungsabfälle wurde im Amtsblatt der EU veröffentlicht und ist am 11. Februar 2025 in Kraft getreten. Nach Ablauf der Übergangsfrist gilt sie in allen Mitgliedstaaten unmittelbar. Sie bildet ab dem 12. August 2026 den aktualisierten Rechtsrahmen für Verpackungen und Verpackungsabfälle in der EU.
Auf viele Unternehmen kommen neue Pflichten zu, insbesondere auf Importeure von Verpackungen oder verpackten Waren, die nun u. a. die Konformität dieser Verpackungen mit den neuen Anforderungen nachweisen müssen. Zu unterscheiden sind künftig „Erzeuger“ und „Hersteller“ von Verpackungen bzw. verpackten Waren.
Mit rund 150 Teilnehmenden hat die IHK zu Essen im Dezember 2025 seine Mitgliedsunternehmen in einem Webinar über die zu erwartenden Neuerungen der PPWR informiert.
Unternehmensförderung
Die IHK zu Essen mit dem STARTERCENTER NRW Essen war dabei eine zentrale Anlaufstelle für Fragen rund um Gründung, Unternehmensförderung, -sicherung, Finanzierung, Internationalisierung und Nachfolge. Ziel ist es, die Gründungsszene nachhaltig zu stärken und die Region als attraktiven Gründungsstandort mit überregionaler Strahlkraft zu positionieren.
In Zusammenarbeit mit regionalen Partnern organisierte die IHK zu Essen Ende März das 9. Gründungsforum unter dem Motto „Zukunftschance KI: Profitiere als junges Unternehmen!“. Ergänzend wurden vier Veranstaltungen der neuen Reihe „Pitch & Connect“ zur Ideenentwicklung, Vernetzung und zum fachlichen Austausch durchgeführt. Darüber hinaus wurde die Projektleitung im Tandem mit der IHK Dortmund aller RuhrIHK Startup Projekte übernommen. Dieses Tandem wird weiter fortgeführt werden und unter diese Leitung fällt auch die Durchführung und Organisation der Start.up!Germany Tour, in 2025 mit einem Fokus auf europäische Startups.
Die Projekträume „Unternehmenssicherung“ und „Unternehmensnachfolge“ im Online-Portal der Unternehmenswerkstatt Deutschland wurden weiter ausgebaut. Begleitend fand die siebenteilige Webinarreihe „UnternehmensCheckup“ zu Themen wie Resilienz, Krisenprävention und Notfallvorsorge statt. Darüber hinaus wurden individuelle Beratungen zu Förderprogrammen, Finanzierung, Patent- und Markenfragen sowie Franchising angeboten.
Im Bereich Unternehmensnachfolge wurden die Webinarreihen „Fokus Unternehmensnachfolge“ (NRW-weit) und die bundesweite UWD-Nachfolgewebinarreihe fortgeführt. Neu hinzu kamen die Auftaktveranstaltungen der Reihe „Nachfolge.Klartext“. Der etablierte „Sprechtag Unternehmensbewertung“ wurde gemeinsam mit den IHKs Mittleres Ruhrgebiet und Dortmund dreimal erfolgreich durchgeführt. Ergänzend unterstützt der IHK-Nachfolgepool durch einen NRW-weiten Matchingprozess die Zusammenführung von Nachfolgeinteressierten und Unternehmen.
Darüber hinaus verfolgte das Team einige interne Projekte zur Prozessoptimierung und Modernisierung und überarbeitete die Aufgabenverteilung und Schwerpunkte innerhalb des Teams.
Pitch & Connect – Etablierung eines neuen Innovationsformats
Pitch & Connect wurde erfolgreich als neues, wiederkehrendes Netzwerkformat etabliert. Ziel ist es, einen offenen Raum für Austausch, Innovation und branchenübergreifende Kooperationen zu schaffen.
Wichtige Elemente:
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Niedrigschwellige Vernetzung für Unternehmen in jeder Lebenslage
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Quartalsweise Durchführung, jeweils mit thematischen Schwerpunkten
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Stärkung der Kooperation zwischen Start-ups, Mittelstand, Wissenschaft
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Enge Einbindung von Partnern wie Universitäten, Bryck, WiFös und benachbarten IHKs
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Pitch & Connect schließt eine zentrale Lücke zwischen bestehenden Angeboten und ermöglicht nachhaltige Kontakte zwischen Gründungs- und Unternehmenswelt.
Start.Up!Germany Tour 2025 – Tour-Stop MEO & Einstieg in die Projektleitung
Die Tour verbindet internationale Start-ups mit regionalen Unternehmen und stärkt das Innovationsprofil der Region. Höhepunkte:
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Eigener Tour-Stop mit Keynote, Ecosystem-Messe und Networking
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Einstieg von Meike Sommer in die Projektleitung → stärkere Position im NRW-Startup-Ökosystem, diese erfolgreiche Kooperation wird auch in 2026 in dieser Verantwortlichkeit fortgesetzt
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Ausbau der Beziehungen zu MWIKE, NRW.Bank, NRW.Global Business, AHK-Netzwerk
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Synergien zu regionalen Formaten wie Pitch & Connect
Das Projekt steigert die internationale Sichtbarkeit der IHK und der RuhrIHKs im Bereich Innovation und Gründung erheblich.
RuhrSummit 2025 – Corporate Town (Projektabbruchsbericht)
Obwohl der ruhrSUMMIT ein wichtiges Event des regionalen Start-up-Ökosystems ist, musste die gemeinsame Corporate Town der RuhrIHKs aufgrund schwerfälliger und unzuverlässiger Abstimmung mit dem Veranstalter RuhrHub aufgegeben werden.
Zukunft Startercenter NRW
Im Verlauf des Jahres 2025 haben wir intensiv geprüft, ob eine erneute Rezertifizierung des Startercenters NRW fachlich sinnvoll und organisatorisch tragfähig ist. Dazu wurden zahlreiche Gespräche mit relevanten Partnern geführt und verschiedene Szenarien bewertet. Auf dieser Grundlage hat die Geschäftsführung im Januar 2026 entschieden, den Weg der Rezertifizierung weiterzuverfolgen und die entsprechenden Schritte einzuleiten.
