Kommunikation & Zukunft
Wahl des neuen Präsidenten Gerd Kleemeyer
Nachdem Präsidentin Jutta Kruft-Lohrengel ihren Rücktritt zum 1. April 2025 bekanntgab, stellte sich das Präsidium hinter Gerd Kleemeyer als passenden Nachfolgekandidaten. Der geschäftsführende Gesellschafter und Inhaber der GERA Chemie GmbH und der KLEMA-FOLIEN GmbH aus Mülheim, ist seit 2020 Vizepräsident der IHK.
Jutta Kruft-Lohrengel machte deutlich, dass es an der Zeit sei, ihr Amt als IHK-Präsidentin niederzulegen – nachdem sie endgültig die Geschäftsführung der Holding an ihren Sohn übergab. „Ich bin vom ehernen Grundsatz unserer Kammerorganisation zutiefst überzeugt, dass das Ehrenamt an eine unternehmerische Funktion gebunden sein sollte“, so Kruft-Lohrengel. Gleichzeitig schlug sie den bisherigen Vize-Präsidenten und Mülheimer Unternehmer Gerd Kleemeyer als Nachfolgekandidaten vor.
Die Mitglieder der Vollversammlung haben Gerd Kleemeyer am 1. April 2025 zum neuen Präsidenten der Kammer gewählt. Zudem erfolgte die Wahl von Jutta Kruft-Lohrengel zur Ehrenpräsidentin. Damit folgte die Vollversammlung der Empfehlung des Präsidiums und stimmte einstimmig für den Mülheimer Unternehmer.
Nach seiner Wahl dankte Gerd Kleemeyer den Mitgliedern der IHK-Vollversammlung von ganzem Herzen für das entgegengebrachte Vertrauen: „Der heutige Tag ist für mich ein ganz besonderer. Für das Vertrauen, das mir die Mitglieder unserer Vollversammlung mit der Wahl zum neuen IHK-Präsidenten entgegenbringen, kann ich gar nicht oft genug Danke sagen. Diesen Vertrauensvorschuss werte ich auch als starkes Mandat, das mir die Möglichkeit gibt, deutlich zu gestalten – mit leidenschaftlichem Einsatz für unsere MEO-Region.“
Ausbildungsmarketing
Im Jahr 2025 setzte die IHK zu Essen auf vielfältige Maßnahmen, um Ausbildung sichtbar und attraktiv zu machen. Im Ausbildungsmarketing setzte die IHK auf bewährte Formate. Beim Azubi-Speeddating in der Philharmonie trafen rund 100 Unternehmen auf etwa 1000 Besucherinnen und Besucher. Das Format Next Chance Azubi Speed Dating brachte zusätzlich 20 Unternehmen in der IHK mit Jugendlichen zusammen. Die Ausbildungsbörse NRW bündelt Angebote zu Praktika und Ausbildungsplätzen auf einer zentralen Plattform.
Erstmals begleitete die IHK zu Essen die Ferien Praktikumswochen in NRW. Landesweit beteiligten sich 1261 Betriebe und ermöglichten 1929 Praktikumstage. Mit „Road to Future“ wurde gemeinsam mit Partnern ein offener Einblick in Unternehmen geschaffen. Ergänzt wurde das Angebot durch Messeteilnahmen und eine Veranstaltung für Studienzweifler in Kooperation mit der Agentur für Arbeit.
Ein besonderes Highlight war „Eiskalt erfolgreich“ auf dem Kennedyplatz. Die Veranstaltung verband Event und Berufsorientierung und sprach junge Menschen direkt an. Auch das Projekt Ausbildungsbotschafterinnen und Ausbildungsbotschafter leisteten einen wichtigen Beitrag. Es wurden 38 Schulbesuche durchgeführt, 33 unterschiedliche Berufe wurden vorgestellt und erreichten dabei 1.600 Schülerinnen und Schüler.
Im Rahmen der Kampagne #Könnenlernen wurden unterschiedliche Formate umgesetzt, die sowohl Unternehmen als auch junge Menschen erreichten. Dazu gehörten zum Beispiel eine Anzeige im Mülheimer Jahrbuch, als auch sorgten Bäckertüten und 4 großflächige Plakate in Mülheim an der Ruhr für Aufmerksamkeit. Ergänzend wurde ein Bauzaunbanner beim Oktoberfest eingesetzt, um für Ausbildung zu werben. Über die Social-Media-Kanäle veröffentlichte die IHK wöchentlich Inhalte für Betriebe und potenzielle Bewerberinnen und Bewerber. Mit der Aktion „Da geht noch was“ wurden Unternehmen dazu aufgerufen, ihre offenen Ausbildungsstellen über Instagram sichtbar zu machen.
3 Fragen an …
… Hannah Schulz
… Hannah Schulz
Wie lange bist du bei der IHK und was sind deine Aufgaben?Seit Oktober 2025 bin ich bei der IHK Essen und darf als Teil des Ausbildungsmarketing-Teams spannende Projekte und Kampagnen begleiten, die alle ein Ziel haben: Bock auf Ausbildung machen. Und das über ganz verschiedene Kanäle und Zielgruppen hinweg.Diese Vielseitigkeit der Arbeit gefällt mir dabei besonders gut: Von Content-Erstellung für Social Media, Website sowie andere digitale und analoge Formate über die kreative Entwicklung neuer Kampagnen und Formate bis hin zur Organisation und Begleitung von Veranstaltungen und Messen ist alles dabei. Dabei geht es nicht nur darum, junge Menschen für Ausbildung zu begeistern, sondern auch darum, Unternehmen zu zeigen, wie wichtig und sinnvoll es ist, selbst auszubilden und passende Nachwuchskräfte zu finden.Was war dein bisher spannendstes Projekt?Mein bisher spannendstes Projekt war unser großes Azubi-Speeddating Ende Februar 2026, das in diesem Jahr sogar sein 15-jähriges Jubiläum gefeiert hat. Dabei konnten wir rund 100 Ausbildungsbetriebe direkt mit über 1.500 jungen ausbildungsinteressierten Menschen connecten. Es war meine erste große IHK-Veranstaltung, die ich mit auf die Beine stellen und auch auf Social Media begleiten durfte. Besonders beeindruckend war für mich zu sehen, was das Team hier über die Jahre als richtig starkes und etabliertes Format aufgebaut hat. Ich konnte dabei super viel lernen, die Arbeit im Team war richtig schön und das tolle Feedback aller Beteiligten hat das Ganze am Ende einfach rund gemacht.Was machst du, wenn du nicht bei der IHK bist?In meiner Freizeit liebe ich es, gemeinsam mit meinen liebsten Menschen die Welt zu entdecken, immer wieder in meine Lieblingsstadt Paris zurückzukehren, auf Flohmärkten nach Schätzen zu suchen, stundenlang mit Freund*innen Cappuccino schlürfend in Cafés zu sitzen oder einfach ohne Plan durch die Gegend zu spazieren und zu schauen, was einem so Schönes begegnet 😊.
MEO-Konjunkturbericht
Die MEO-Wirtschaft erlebt im Herbst 2025 eine spürbare Eintrübung. Der Konjunkturklimaindexsinkt von 103,7 Punkten im Vorjahr auf 96 Punkte und liegt damit klar unter der „neutralen“ 100-Punkte-Marke. Wesentliche Ursache ist die pessimistischere Einschätzung der kommenden zwölf Monate: Mehr Unternehmen erwarten eine Verschlechterung ihrer Lage als eine Verbesserung. Bei der aktuellen Geschäftslage überwiegen hingegen knapp die positiven Stimmen.
Branchenspezifisch zeigen sich deutliche Unterschiede. Die Industrie behauptet mit 105 Punkten ein leicht positives Klima. Die Dienstleister bleiben mit 106,6 Punkten die optimistischste Branche, auch wenn der Wert gegenüber 2024 (116,3 Punkte) spürbar gesunken ist. Der Handel hingegen verharrt tief im negativen Bereich: Der Klimaindex fällt auf nur 75,4 Punkte – der niedrigste Wert aller Sektoren.
Regional sticht Oberhausen mit einem Wert von 104,4 Punkten positiv hervor, während Essen (93,1) und Mülheim (94,5) unter die Marke von 100 Punkten rutschen. Risiken
Die Risikowahrnehmung bleibt hoch, verschiebt sich jedoch in ihrer Zusammensetzung. Energie- und Rohstoffpreise gelten zwar noch bei 41 % der Unternehmen als Belastung, doch hat sich dieser Anteil deutlich reduziert. Zunehmend prägend sind hingegen strukturelle Faktoren. Mit 63 % erreicht die Unzufriedenheit über die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen einen neuen Höchstwert (Herbst 2024: 52 %). Parallel dazu sehen 56 % der Betriebe die Inlandsnachfrage als Risiko. Damit stagniert dieser Wert auf hohem Niveau. Ebenfalls unverändert hoch ist die Sorge um den Fachkräftemangel: 57 % der Unternehmen nennen ihn als Geschäftsrisiko. Zusammen zeigen die Ergebnisse, dass kurzfristige Entlastungen bei Energie- und Rohstoffkosten nicht ausreichen, um das Gesamtbild aufzuhellen – die größten Herausforderungen liegen in strukturellen und politischen Rahmenbedingungen.
Beschäftigung
Die Personalpläne sind deutlich vorsichtiger als im Vorjahr. Nur 6 % der Unternehmen wollen in den nächsten zwölf Monaten neue Stellen schaffen, während 18 % einen Abbau planen. Der Großteil (76 %) hält an einem stabilen Beschäftigungsniveau fest.
Gleichzeitig bleibt der Fachkräftemangel drängend. Gut 38 % aller Unternehmen können offene Stellen längerfristig nicht besetzen. Betrachtet man nur Betriebe, die derzeit Personalbedarf haben, bekommen etwa zwei von drei Unternehmen ihre Stellen nicht besetzt – ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr.
Ein Ansatzpunkt: Maßnahmen zur Beschäftigung älterer Fachkräfte. Knapp 70 % sprechen sich für steuerliche Anreize aus, um Mitarbeitende über das Rentenalter hinaus zu halten. Rund die Hälfte fordert Erleichterungen bei der Weiterbeschäftigung nach Renteneintritt. Eine generelle Anhebung des Rentenalters befürworten dagegen nur 16 %.
Investitionen
Die Investitionsbereitschaft ist gespalten. 23 % der Unternehmen wollen ihre Inlandsinvestitionen steigern, fast doppelt so viele wie im Vorjahr (11 %). Gleichzeitig plant mit 29 % aber auch eine wachsende Gruppe Kürzungen (2024: 21 %). Die größte Gruppe – knapp die Hälfte – hält ihre Budgets konstant.
Export
Das Auslandsgeschäft bleibt eine Schwachstelle. Nur 7 % der exportorientierten Unternehmen erwarten steigende Ausfuhren, während fast 40 % von einem Rückgang ausgehen. Damit hat sich das Stimmungsbild weiter verschlechtert (Herbst 2024: 13 % zu 25 %).
3 Fragen an …
… Friederike Groß-Böker
… Friederike Groß-Böker
Wie lange bist du bei der IHK und was sind deine Aufgaben?Seit rund 1,5 Jahren bin ich bei der IHK und leite das Geschäftsfeld Kommunikation und Zukunft. Der Bereich ist ziemlich vielfältig aufgestellt und reicht von PR und Marketing über Ausbildungsmarketing und Ehrenamtskommunikation bis hin zur Regionalbetreuung MEO sowie Themen wie Digitalisierung, Politik, IT und interne Dienste. Genau diese Mischung macht den Reiz aus, weil viele Themen zusammenlaufen und gemeinsam weiterentwickelt werden.Was war dein bisher spannendstes Projekt?Die OB Talks waren auf jeden Fall ein Highlight, weil sie viel Austausch und unterschiedliche Perspektiven ermöglichen. Besonders viel Spaß macht mir aktuell der Aufbau eines politischen Netzwerks in Mülheim an der Ruhr. Gleichzeitig ist es oft so, dass das jeweils aktuelle Projekt das spannendste ist, einfach weil immer wieder neue Themen und Herausforderungen dazukommen.Was machst du, wenn du nicht bei der IHK bist?In meiner Freizeit verbringe ich vor allem gerne Zeit mit meinem Mann und meiner Tochter, um abzuschalten und neue Energie zu sammeln. Außerdem gehe ich gerne auf Heavy Metal Konzerte.
Kommunalwahlen 2025
Welche Pläne haben die Kandidierenden für die MEO-Wirtschaft?
Die Herausforderungen für die deutsche Wirtschaft sind enorm: steigende Energiepreise, bürokratische Hürden, Digitalisierung, Fachkräftemangel und die Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise fordern Unternehmen aller Branchen. Umso wichtiger ist es, dass kommunalpolitische Entscheiderinnen und Entscheider klare wirtschaftspolitische Vorstellungen entwickeln – im engen Dialog mit den regionalen Akteuren.
Aus diesen Gründen hat die IHK zu Essen moderierte OB-Talks in Essen, Oberhausen und Mülheim an der Ruhr ausgerichtet, um vor den Kommunalwahlen mit allen Kandidierenden im MEO-Bezirk ins Gespräch zu kommen: Welche Pläne verfolgen die Kandidatinnen und Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahlen in Mülheim an der Ruhr, Essen und Oberhausen? Welche Visionen haben sie für den Wirtschaftsstandort, und mit welchen Maßnahmen wollen sie ihre Stadt fit für die Zukunft machen?
Im Zentrum der Veranstaltungen standen die Themen, die Unternehmen bewegen – von Ansiedlungspolitik über Infrastruktur und Bildung bis hin zu Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung. Die Kandidierenden stellten sich den Fragen der Wirtschaft und des Publikums, diskutierten Positionen und zeigten auf, wie sie ihre Stadt weiterentwickeln möchten.
Die Veranstaltungsreihe bot eine Plattform, um wirtschaftliche Anliegen frühzeitig in die politische Diskussion einzubringen. Die Talks förderten Transparenz und direkten Austausch – eine Chance für Unternehmerinnen, Unternehmer und wirtschaftspolitisch Interessierte, die Programme der Kandidatinnen und Kandidaten kritisch zu beleuchten und mitzugestalten.
IHK-Wirtschaftsempfang
In festlichem Ambiente fand der Wirtschaftsempfang 2025 statt. Rund 300 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Wissenschaft kamen in die Luise-Albertz-Halle nach Oberhausen. Vor allem für den IHK-Präsidenten Gerd Kleemeyer sowie IHK-Ehrenpräsidentin Jutta Kruft-Lohrengel war es ein besonderer Abend. Ein weiterer Höhepunkt war die Rede des NRW-Ministers Nathanael Liminski.
Gerd Kleemeyer, der am 1. April 2025 von den Mitgliedern der IHK-Vollversammlung zum neuen Präsidenten gewählt wurde, setzte in seiner Rede den Rahmen für den diesjährigen Wirtschaftsempfang: „Nach meinen ersten Monaten als IHK-Präsident ist der heutige Abend ein echtes Highlight für mich. Dass ich unseren Wirtschaftsempfang in der Luise-Albertz-Halle eröffnen darf, ist mir eine besondere Freude“. Beim Rückblick nahm Kleemeyer vor allem die Politik in den Fokus: „Der Start der neuen Bundesregierung war holprig. Nun droht der angekündigte Herbst der Reformen zum unentspannten Winterschlaf zu werden. Hier ist auf jeden Fall noch Luft nach oben.“ Für weitere Verunsicherung bei den Unternehmen sorge zudem die dynamische US-Zollpolitik. Darüber hinaus rücken die Themen Verteidigung und Sicherheit verstärkt in den Fokus zahlreicher Betriebe.
Verteidigung und Sicherheit im Fokus der Unternehmen
„Seit Ende des Kalten Krieges waren die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und damit auch der Zivilschutz kaum mehr ein Thema. Mit der veränderten Bedrohungslage seit Februar 2022 hat sich dies geändert. Die Auswirkungen machen sich direkt und indirekt bemerkbar: gestörte Lieferketten, hohe Energiepreise und hybride Bedrohungen“, so Kleemeyer. Wirtschaft und Industrie können hier einen entscheidenden Teil beitragen, um die Verteidigungsfähigkeit zu gewährleisten.
Grußwort des NRW-Ministers Nathanael Liminski
Nach der Eröffnungsrede des IHK-Präsidenten folgte das Grußwort des Ministers für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien und Chef der Staatskanzlei Nathanael Liminski: „Deutschland und Nordrhein-Westfalen brauchen einen wirtschaftspolitischen Aufbruch mit Verlässlichkeit für Vertrauen. Mit dem gerade vom Landeskabinett beschlossenen Nordrhein-Westfalen-Plan garantiert die Landesregierung, dass in Nordrhein-Westfalen in den kommenden zwölf Jahren insgesamt rund 60 Milliarden Euro in die Infrastruktur investiert werden und das Leben vor Ort spürbar besser wird. Das ist das größte Investitionspaket in der Geschichte unseres Landes. Unser Ziel ist klar: Wir wollen Nordrhein-Westfalen fit machen für die Zukunft – als modernes, starkes und verlässliches Industrieland.“
Danksagung an IHK-Ehrenpräsidentin Jutta Kruft-Lohrengel
Darüber hinaus stand die offizielle Danksagung an Jutta-Kruft Lohrengel im Mittelpunkt, die seit dem 1. April das Amt der IHK-Ehrenpräsidentin bekleidet. „Für die Danksagung an unsere Ehrenpräsidentin gibt es keinen passenderen Ort als Oberhausen“, betonte Kleemeyer und fügte hinzu: „Liebe Jutta, du hast dieses Amt nicht nur über viele Jahre ausgeführt – Nein, du hast dem Amt deinen Stempel aufgedrückt.“ Es folgte ein langer Applaus und Standing Ovations.
Federführung der Ruhr IHKs
2025 hat die IHK zu Essen die Federführung der Ruhr IHKs übernommen. Die Ruhr IHKs bestehen aus den Industrie- und Handelskammern in Essen, Dortmund, Duisburg, Bochum, Münster und Hagen. Die Kammern arbeiten eng zusammen, um die wirtschaftliche Entwicklung der Region zu fördern und die Interessen ihrer Mitgliedsunternehmen zu vertreten. Im Verantwortungsbereich der Ruhr IHKs liegen in Gänze 24 Städte und Kreise.
agenda.RUHR
Neben den beiden Ruhrlageberichten, die im Frühjahr sowie im Herbst veröffentlicht wurden, lag ein Fokus auf den Bundestags-, den Kommunalwahlen sowie den Ruhrparlamentswahlen. In diesem Zusammenhang haben die Ruhr IHKs einen 10-Punkte-Plan ins Leben gerufen: die agenda.RUHR.
Mit der agenda.RUHR haben wir ein klares Zeichen gesetzt: Vorfahrt für die Wirtschaft im Ruhrgebiet! Unser Ziel bleibt, die Ruhrwirtschaft wieder auf die Überholspur zu bringen. Mit insgesamt zehn Projekten stellten die Ruhr-IHKs konkret dar, in welchen Bereichen es Handlungsbedarf gibt. Gleichzeitig enthält die agenda.RUHR direkte Lösungsvorschläge, um das Potenzial der Region zu entfesseln.
Tourismusforum Ruhr
Ein weiteres Highlight war das Tourismusforum Ruhr, zu dem die Ruhr IHKs ins Topgolf Oberhausen geladen haben. Die Veranstaltung zeigte neue Blickwinkel und Möglichkeiten auf, die große Sportveranstaltungen den Städten und Unternehmen bieten. Mit dabei waren unter anderem Axel Biermann (Vorsitzender der Geschäftsführung bei Ruhr Tourismus GmbH), Kirsten Behnke (sanfte-touren.de aus Dortmund) sowie Sina Diekmann (stellvertretende Geschäftsführerin der Rhine-Ruhr 2025 FISU Games gGmbH).
Große Sportevents haben das Potential, das internationale Image zu verbessern, die Gästeübernachtungen zu erhöhen und die touristische Attraktivität durch langfristige Infrastrukturprojekte zu steigern. Durch frühzeitige Aufklärung und Informationen können sich Unternehmen optimal auf Großveranstaltungen vorbereiten und die entstehenden Chancen bestmöglich nutzen.
Darüber hinaus haben die Ruhr IHKs gemeinsam mit dem Regionalverband Ruhr sowie den Handwerkskammern im Ruhrgebiet eine Veranstaltungsreihe zur Fachkräfteausbildung und -sicherung initiiert.
Die neue Fachkräfte-Reihe diente eine Plattform für Austausch, Vernetzung und praxisnahe Lösungsansätze, um dem Fachkräftemangel gezielt entgegenzuwirken. Durch gemeinsame Strategien und innovative Konzepte sollen Fachkräfte gewonnen, ausgebildet und langfristig an das Ruhrgebiet gebunden werden.
