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IHK verabschiedet „Wirtschaftskompass“


Mit dem „Wirtschaftskompass“ fordert die Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg (IHK) rasche Lösungen für die drängenden Themen der regionalen Wirtschaft von der neu gewählten Landesregierung. „Die Wirtschaft steht in dieser krisenbehafteten Zeit vor großen Herausforderungen“, sagt IHK-Präsident Dr. Bernhard Brons. 
Zahlreiche ehrenamtliche Unternehmer aus den Ausschüssen der IHK hatten die Impulse und Positionen des Katalogs erarbeitet. Das „Parlament der Wirtschaft“, die IHK-Vollversammlung, verabschiedete den „Wirtschaftskompass“ auf ihrer jüngsten Sitzung.
„Der Wirtschaftskompass hat einen Konsens über alle Branchen in unserer Region hinweg. Wir werden ihn in der kommenden Legislaturperiode als Diskussionsgrundlage für unseren Dialog mit der Politik nutzen“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Max-Martin Deinhard.
Neben der Entwicklung von Handel und Tourismus, sicheren Rahmenbedingungen für die Industrie, Fachkräftesicherung sowie dem massiven Ausbau der regenerativen Energien steht vor allem der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur ganz oben auf der Agenda der IHK: „Bei den großen Aufgaben, die vor ihr liegen, darf die neu gewählte Landesregierung nicht die Hausaufgaben aus dem Blick verlieren, die sie bereits in der vergangenen Legislaturperiode hätte erledigen sollen: Die Fahrrinnenanpassung in der Außenems, die Instandsetzung der Friesenbrücke, der Baubeginn der B 210n sowie zahlreiche weitere zentrale Projekte. Wir erwarten, dass sie diese Herausforderungen nun zügig angepackt und zu Ende gebracht werden“, sagt Brons.
Vor dem Hintergrund von Corona, Krieg in der Ukraine und Energiemangel benötige das Land ein effizientes Krisenmanagement. „Vor allem mit Blick auf den Wettbewerb mit den anderen Bundesländern erwarten wir eine Landesspitze, die nicht nur dafür sorgt, dass Niedersachsen ein starker Wirtschaftsstandort bleibt, sondern dass es ein noch stärkerer Wirtschaftsstandort wird. Der Wirtschaftskompass soll der Politik hierbei als Handlungsempfehlung dienen und Orientierung bieten“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Deinhard.
Das Potenzial sei in Ostfriesland und Papenburg vorhanden, so Deinhard: „Mit unseren Häfen, einem breit aufgestellten Mittelstand und vor allem unseren starken Unternehmen in Industrie, regenerativer Energie und in der Maritimen Wirtschaft bieten wir bereits hervorragende Voraussetzung für die Schaffung von Wachstum und Wohlstand – nicht nur für unsere Region, sondern für das ganze Land. Die Politik muss nun dafür sorgen, dass die nötigen Rahmenbedingungen geschaffen werden.“