Nr. 5620740
IHK Darmstadt

SDGs im Detail

SDG 1

Im Jahr 2015, als die Agenda 2030 und mit ihr die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung entstanden, fielen per Definition unter „extreme Armut“ Menschen, die mit weniger als 1,25 US-Dollar am Tag auskommen müssen. Die teils dramatische Situation in Entwicklungsländern ist mit Deutschland nicht vergleichbar. Doch auch in der Bundesrepublik leben Menschen unterhalb der Armutsgefährdungsgrenze.

SDG 2

Insbesondere in Asien und Afrika leben zahlreiche Menschen, die unterernährt sind, darunter viele Kinder. Dabei hat jeder Mensch auf der Welt ein Recht auf angemessene Ernährung. Die Vereinten Nationen wollen bis 2030 den Hunger in der Welt beenden und sicherstellen, dass alle Menschen, einschließlich Kleinkinder, ganzjährig Zugang zu sicheren, nährstoffreichen und ausreichenden Nahrungsmitteln haben.

SDG 3

Alle Menschen sollten Zugang zu grundlegenden Gesundheitsdiensten haben, ohne dabei in finanzielle Nöte zu geraten. Das haben sich die Vereinten Nationen ebenso zur Aufgabe gemacht, wie alle Menschen vor übertragbaren und nicht übertragbaren Krankheiten zu schützen und nationale wie internationale Gesundheitsrisiken zu senken.

SDG 4

Bildung eröffnet Menschen die Chance, ihre individuelle Situation – sei es sozial, kulturell, wirtschaftlich oder politisch – aus eigener Kraft zu verbessern. Auch ist sie die Grundlage für Innovationen. Inklusive, gerechte und hochwertige Bildung zu gewährleisten und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle zu fördern, ist ein wichtiges Ziel der internationalen Staatengemeinschaft.

SDG 5

Die Vereinten Nationen wollen im Rahmen der Agenda 2030 alle Formen der Diskriminierung von Frauen und Mädchen überall auf der Welt beenden. Geschlechtergleichstellung ist ein Menschenrecht. Doch noch immer werden weltweit Millionen von Frauen im alltäglichen Leben diskriminiert.

SDG 6

Wasser ist lebensnotwendig und ein Menschenrecht. Doch hat längst nicht jeder Mensch Zugang zu sauberem, bezahlbarem Trinkwasser. Das wollen die Vereinten Nationen ändern. Um ein Mindestmaß an Hygiene zu ermöglichen und somit Krankheiten zu vermeiden, sollen alle Menschen zudem eine angemessene Sanitärversorgung erhalten.

SDG 7

Um Klimaneutralität zu erreichen, muss der Ausbau der erneuerbaren Energien deutlich vorangetrieben werden. Energie nicht nur nachhaltig, sondern auch bezahlbar, verlässlich und für alle zugänglich zu machen, ist die Voraussetzung für wirtschaftliche und soziale Entwicklung.

SDG 8

Arbeit macht einen großen Teil unseres Lebens aus. Doch nicht überall auf der Welt ist sie unter menschenwürdigen Bedingungen möglich und sichert ein gutes Einkommen für ein selbstbestimmtes Leben. Wirtschaftswachstum wollen die Vereinten Nationen insbesondere in den Entwicklungsländern fördern.

SDG 9

Nur wer gleichberechtigten Zugang zu Mobilität, medizinischer Versorgung, verlässlichem Internet oder einem sicheren, zukunftsfähigen Arbeitsplatz hat, kann gleichberechtigt am Leben teilnehmen. Auch die Wirtschaft ist auf eine gut ausgebaute Infrastruktur angewiesen. Eine hohe Innovationskraft ist eine weitere Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung.

SDG 10

Große Ungleichheit gefährdet den sozialen Zusammenhalt und die wirtschaftliche Entwicklung. Die Vereinten Nationen wollen Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern und Menschen gleichberechtigte soziale, wirtschaftliche und politische Teilhabe ermöglichen.

SDG 11

Insbesondere Wohnraum und Mobilität sind entscheidende Faktoren für die Lebensqualität von Städten. Weil es immer mehr Menschen in Städte zieht, wird dies zunehmend zu einer Herausforderung, der die Vereinten Nationen mit diesem Nachhaltigkeitsziel begegnen wollen.

SDG 12

Die Ressourcen unseres Planeten sind begrenzt. Die Vereinten Nationen wollen eine nachhaltige Bewirtschaftung und effiziente Nutzung der natürlichen Ressourcen erreichen und über Informationen bei allen Menschen das Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung und eine Lebensweise in Harmonie mit der Natur stärken.

SDG 13

Maßnahmen zum Klimaschutz umzusetzen, ist eine globale Aufgabe, die gemeinsame Anstrengungen braucht, um erfolgreich zu sein. Klimaschutz sollte daher nach Auffassung der Vereinten Nationen in alle nationalen Politiken, Strategien und Planungen einbezogen werden.

SDG 14

Alle Arten von Meeresverschmutzung und Nährstoffbelastung wollen die Vereinten Nationen erheblich verringern. Meeres- und Küstensysteme gilt es besonders zu schützen und nachhaltig zu bewirtschaften, was nicht nur dem Klima und der Umwelt zugute kommen soll, sondern auch Fischereibetrieben und Tourismuswirtschaft insbesondere in Entwicklungsländern.

SDG 15

Die Vereinten Nationen nehmen mit diesem Nachhaltigkeitsziel den Schutz der biologischen Vielfalt ins Visier. Wälder, Moore, Berge, Flüsse und Seen sind Lebensraum für Mensch, Tier und Pflanzenarten. Sie sichern die Versorgung mit ausgewogener Ernährung, gesunder Luft, sauberem Trinkwasser und weiteren wichtigen Rohstoffen – auch für zukünftige Generationen.

SDG 16

Alle Formen der Gewalt, Korruption und Bestechung, illegale Finanz- und Waffenströme sowie organisierte Kriminalität wollen die Vereinten Nationen erheblich reduzieren, Rechtstaatlichkeit auf nationaler wie internationaler Ebene fördern und allen Menschen gleichberechtigten Zugang zur Justiz ermöglichen.

SDG 17

Globale Herausforderungen wie der Klimawandel erfordern weltweite Zusammenarbeit. Um eine nachhaltige Entwicklung voranzutreiben, wollen die Vereinten Nationen internationale Partnerschaften wiederbeleben und Umsetzungsmittel stärken.