Krieg in der Ukraine

Beschäftigung von Geflüchteten

Bei einem Kick-Off präsentierten Wirtschaftsministerium, Arbeitsagenturen, Handwerkskammern sowie die Industrie- und Handelskammern im Land am 6. April die neue gemeinschaftliche Initiative, geflüchteten Menschen aus der Ukraine einen Zugang zum Arbeitsmarkt zu erleichtern. Alle Akteure waren sich einig, dass die Nachfrage unter den Geflüchteten stark ansteigen wird.

Sie möchten Flüchtlingen aus der Ukraine einen Arbeitsplatz bieten?

Eine Arbeitserlaubnis ist noch kein Arbeitsplatz. Wenn Sie Flüchtlingen aus der Ukraine einen Arbeitsplatz in Ihrem Unternehmen anbieten möchten, nutzen Sie dafür gerne unseren Online-Service, für ein erstes und grundsätzliches Signal. Mit dem Ausfüllen und Absenden des Kontaktformulars ermächtigen Sie die IHKs in Schleswig-Holstein, Ihre Daten an die Bundesagentur für Arbeit weiterzuleiten. Bitte beachten Sie, dass Ihre Antwort zunächst ein Gesprächsangebot an die Industrie- und Handelskammern und die Agentur für Arbeit darstellt. Wir melden uns auf jeden Fall bei Ihnen.
Jetzt unseren Online-Service nutzen und Flüchtlingen aus der Ukraine einen Arbeitsplatz sichern.

Haben die Geflüchteten Zugang zum Arbeitsmarkt?

Ja. Betroffene können für den Zeitraum des vorübergehenden Schutzes laut EU-Richtlinie eine abhängige oder selbstständige Erwerbstätigkeit ausüben. Laut Paragraf 24 AufenthG ist die unselbstständige Tätigkeit nicht automatisch gestattet, kann aber von der Ausländerbehörde erlaubt werden. Das Bundesinnenministerium empfiehlt den Ausländerbehörden aber, bereits bei Erteilung des Aufenthaltstitels eine Beschäftigungserlaubnis zu erteilen auch wenn noch kein konkretes Arbeitsverhältnis in Aussicht steht.
Sollten Personen noch vom visumsfreien Aufenthalt profitieren, gilt ein Arbeitsverbot. Aber bereits der Besitz einer Fiktionsbescheinigung (Bestätigung der Ausländerbehörde über die Antragsstellung auf vorübergehenden Schutz) kann zur Aufnahme einer Beschäftigung berechtigen.
In Zweifelsfällen und Konstellationen, in denen kein Arbeitsmarktzugang geboten ist, können Unternehmen sich an den Arbeitgeberservice der Bundesagentur für Arbeit wenden. Diesen erreichen Sie unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 4 5555 20. Auf seiner Website bietet der Arbeitgeberservice weitere Kontaktmöglichkeiten. 
Auch das Land Schleswig-Holstein bietet eine Infoseite mit vielen Informationen auch für Arbeitgeber.

Checkliste für Betriebe: So gelingt der Arbeitsmarktzugang für Geflüchtete mit vorübergehendem Schutz

Die Checkliste vom “Netzwerk Unternehmen integrieren Flüchtlinge” stellt Arbeitgebenden praktische Tipps und Informationen zur Verfügung, wie die Anstellung von Geflüchteten aus der Ukraine erfolgreich gelingen kann. Neben Informationen zu Sozialversicherung, Krankenversicherung und der Eröffnung eines Bankkontos, geben sie Ihnen auch Tipps an die Hand, wie Sie die neuen Mitarbeiter/innen ganz praktisch beim Ankommen in Deutschland unterstützen können.

Weiterführende Informationen

Die dramatischen Ereignisse in der Ukraine sorgen auch im Norden für große Bestürzung. Besonders bei den Ukrainerinnen und Ukrainern, die derzeit in Deutschland leben, ist die Sorge um Familie und Bekannte groß. Im Folgenden haben wir aktuelle Fragestellungen rund um die rechtliche Lage, aber auch zu den Möglichkeiten, eine Arbeit in Deutschland aufzunehmen, zusammengefasst.
Aktuell werden geflüchtete Menschen in Schleswig-Holstein auf die Kreise verteilt, in denen die schon vorhandenen Regelstrukturen und Netzwerke greifen. Ansprechpartner und Informationen zur Unterstützung der Geflüchteten vor Ort, finden Sie auf der Website des Landes.
Ein breites Wirtschaftsbündnis hat detaillierte Informationen und Ansprechpartner für Unternehmen auf einer eigenen Landingpage zusammengestellt.
Unternehmen, die eine Unterkunft stellen können und, falls gewünscht, auch mit einer Arbeitsstelle unterstützen können, finden auf folgenden Jobbörsen wertvolle Infos und Möglichkeiten, Annoncen einzustellen: