IHK-MAGAZIN
Nr. 6845296
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Flensburg: Flensburger Schiffbau Gesellschaft

"Diese Stadt hat diese Werft verdient!"

Neun Monate nach Übernahme der insolventen Flensburger Schiffbau-Gesellschaft durch die Bremerhavener Rönner-Gruppe ist in Flensburg wieder ein Schiff vom Stapel gelaufen – ein Ereignis mit Symbolcharakter für die Werft und ihre Beschäftigten.
Auftraggeber Chas Kelly, Chef der australischen Reederei SeaRoad Shipping, brachte die Anstrengungen der zurückliegenden Monate nüchtern auf den Punkt: „Es war ein langer, harter Prozess und eine höllische Herausforderung.“ Auch Geschäftsführer Thorsten Rönner war die Erleichterung deutlich anzumerken, als die 210 Meter lange „Searoad 1“ unter dem Applaus und Jubel hunderter Gäste und Zuschauer aus der Werfthalle ins Wasser der Flensburger Förde glitt. „Wir sind wieder da“, betonte er in seiner Festansprache, „und wir werden noch viele Auftraggeber glücklich machen!“ Im Februar 2025 hatte die Bremerhavener Rönner-Gruppe die Flensburger Werft nach Insolvenz von FSG-Nobiskrug Mitte Dezember 2024 übernommen. Über 300 Mitarbeiter waren zunächst von einer Transfergesellschaft aufgefangen worden. Seither ist nach Angaben von Unternehmenssprecher Stephan Lacheta einiges passiert.
Inzwischen beschäftigt die FSG Shipyard GmbH – so der neue Firmenname – 287 Mitarbeiter, davon 19 Auszubildende. Weitere Einstellungen sollen folgen. Um den Betrieb wieder zum Laufen zu bringen, wurde kräftig in den Standort investiert, vor allem in IT, Betriebsmittel und Infrastruktur. So konnten nicht nur diverse kleinere und Reparaturaufträge sowie Engineering-Dienstleistungen akquiriert, sondern auch die seit Monaten ruhenden Arbeiten an Neubau Nr. 784 – der „Searoad 1“ – wieder aufgenommen werden. Ihre Fertigstellung ist für Juni 2026 geplant.
Wir sind wieder da.
Es gehe jetzt vor allem darum, neue Aufträge zu zeichnen, so Lacheta. Dafür biete die Werft mit ihren „exzellenten Designfähigkeiten und einer effizienten und hochwertigen Fertigung unter Dach und aus einer Hand“ die besten Voraussetzungen. Weitere Modernisierungsarbeiten und mehr personelle Verstärkung sollen die Werft zukunftsfähig machen. Konkrete Angaben über mögliche Folgeaufträge durch SeaRoad, die im Gespräch sind, oder andere neue Aufträge macht die Werft noch nicht. Dass die Marine eine Rolle spielen könne, hoffe man. Thorsten Rönner blickt zuversichtlich in die Zukunft: „Wir glauben, dass wir den Turnaround in Flensburg sehr bald verkünden können.“ Positive Aussichten also für den Werftstandort Flensburg. Auftraggeber Chas Kelly findet: „Diese Stadt verdient diese Werft!“

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