IHK-MAGAZIN
Nr. 6845328
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Büsum: Fachkräftekoordination

Menschen für die Region gewinnen

Seit Mai 2025 ist Diana Wieben als Fachkräftekoordinatorin in Büsum aktiv. Gemeinsam mit lokalen Akteuren möchte sie die Stadt an der Nordsee als Lebens- und Arbeitsort attraktiver gestalten.
Stadtmarketing, Destinations- und Fachkräftemanagement – Diana Wiebens Position als Fachkräftekoordinatorin in Büsum greift in viele Bereiche. Sie sieht in der neu geschaffenen Stelle großes Potenzial:„Büsum kann nicht nur durch seine Lage überzeugen. Auch die Infrastruktur gibt einiges her: Ärzte, Kindergärten, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten; all das ist bereits vor Ort“, sagt Wieben.
Die ersten umgesetzten Maßnahmen laufen bereits. Auf der Webseite www.buesum.de habe sie eine Anlaufstelle geschaffen, die Menschen über das Leben und Arbeiten in Büsum informiert. „Hier kommen auch immer wieder Menschen auf uns zu, die Büsum als Urlaubsort kennen und lieben lernen, und ernsthaft darüber nachdenken, den Ort zu ihrem Lebensmittelpunkt zu machen“, so Wieben. In einem neuen Netzwerk können Azubis sich untereinander austauschen und leichter Anschluss im Ort finden. Das sollen auch Begegnungsformate wie Wattwanderungen schaffen, indem sie neue Büsumer und Alteingesessene zusammenbringen.
Mitarbeitende und Auszubildende müssen nicht nur gefunden, sie müssen auch langfristig gehalten werden.
Die große Herausforderung sieht sie darin, die Akteure zu vereinen. Zudem habe Wieben sich vorgenommen, die Chancen des Ortes noch stärker herauszustellen. „Zu Beginn habe ich dafür Unternehmen und Ansprechpartner in einem Workshop versammelt. Gemeinsam haben wir herausgearbeitet, welche Bedarfe es gibt“, so Wieben. Daraus haben sich drei Schwerpunkte ergeben. Das Marketing soll verstärkt werden, um Büsum noch sichtbarer zu machen. „Wir wollen zeigen,welche Angebote hier schlummern, wie es ist, hier zu leben und auch zu arbeiten, welche Unternehmen hier ansässig sind und welche Chancen sie bieten“, erklärt sie.
Zudem soll eine Community geschaffen werden, in der auch die Betriebe partizipieren. „Mitarbeitende und Auszubildende müssen nicht nur gefunden, sie müssen auch langfristig gehalten werden. In Zusammenarbeit ist es deutlich einfacher, Angebote abseits der Arbeitzu schaffen, damit diese auch Anschluss finden“, sagt die Fachkräftekoordinatorin. Daraus resultieren sollen etwa Azubi-Netzwerke oder Weiterbildungsangebote.
Ziel ist es, ein Netzwerk zu erschaffen, in dem Betriebe nicht in Konkurrenz zueinander stehen, sondern viel mehr im Miteinander funktionieren. „Dafür arbeiten wir derzeit noch an Projekten und Initiativen“, sagt Wieben. So soll gemeinsam an Stellschrauben wie bezahlbarem Wohnraum, Kinderbetreuung oder Sprachkursen gedreht werden.
Diana Wieben schaut zuversichtlich in die Zukunft: „Es wurden bereits etliche Projekte angeschoben und vieles steht noch in den Startlöchern. Die Rückmeldung der Betriebe ist großartig, und wir sind auf einem guten Weg, gemeinsam Büsum in den Fokus zu rücken.“
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