Pressemitteilung
Wirtschaft im Land braucht jetzt starken Rückenwind
Neubrandenburg, Rostock, Schwerin. Die gewerbliche Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern kommt einfach nicht in Fahrt. Wie aus der aktuellen Konjunkturumfrage der Landesarbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern in Mecklenburg-Vorpommern (IHKs in MV) hervorgeht, bewertet rund die Hälfte der befragten Unternehmen ihre Geschäftslage als „befriedigend“, 30 Prozent als „gut“, etwa 20 Prozent als „schlecht“. Zum Vergleich: Diese Ergebnisse haben sich gegenüber den beiden Vorjahresumfragen 2025 und 2024 kaum verändert.
Im Rahmen der Landespressekonferenz werden die Konjunkturergebnisse der IHKs in MV zu Jahresbeginn 2026 vorgestellt. Klaus-Jürgen Strupp (IHK zu Rostock), Matthias Belke (IHK zu Schwerin), Krister Hennige und Torsten Haasch (beide IHK Neubrandenburg) nehmen neben Udo Roll (Mitte) von der Landespressekonferenz auf dem Podium Platz.
Unter den Geschäftsrisiken stehen die Arbeitskosten an erster Stelle. So sehen 63 Prozent der Unternehmen hierin eine ersthafte Belastung für ihre weitere geschäftliche Entwicklung. Es folgen die Energie- und Rohstoffpreise mit 59 Prozent und die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen mit 53 Prozent. Dieser Risikomix setzt die MV-Wirtschaft im nationalen und internationalen Wettbewerb weiterhin stark unter Druck und verschlechtert die Angebotsbedingungen. Dementsprechend sind die Geschäftserwartungen der befragten Unternehmen im Saldo nach wie vor sehr negativ, auch wenn es Anzeichen für eine leichte Aufhellung gibt.
Krister Hennige, Präsident der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern, adressiert im Namen aller drei Industrie- und Handelskammern im Land die dringliche Forderung an die Politik, schleunigst die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu verbessern:
„Es besteht die konkrete Gefahr, dass eine nachhaltige und alle Wirtschaftsbranchen erfassende Erholung ausgebremst und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen weiter aufs Spiel gesetzt werden. Beherzte und zeitnah wirkende Reformen sowie Maßnahmen, die die Unternehmen kostenseitig entlasten, sind das Gebot der Stunde“, betont Krister Hennige.
Deshalb fordern die IHKs in MV:
- eine wirksame Entlastung bei den Arbeits- und Standortkosten,
- wettbewerbsfähige Energiekosten für alle Unternehmen,
- eine spürbare Entlastung der Unternehmen von bürokratischen Vorgaben und
- das Sondervermögen muss zur Stärkung der regionalen Wirtschaft genutzt werden.
Die Konjunkturumfrage der IHKs in MV lief von Mitte Dezember des vergangenen Jahres bis zum 23. Januar. Befragt wurden rund 7300 Unternehmen in den drei IHK-Regionen Neubrandenburg, Rostock und Schwerin, geantwortet haben 868 Unternehmen.