Nr. 3607250

Energieeffizienz

Die überarbeitete europäische Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (EU/2024/1275) trat am 28. Mai 2024 in allen EU-Ländern in Kraft und setzt für die Regierungen der EU-Länder den gesetzlichen Rahmen zur Ausgestaltung nationaler Gesetzgebungen für Anforderungen an den Neubau von Gebäuden und Renovierungsmaßnahmen, die für den spezifischen nationalen Kontext am besten geeignet sind.

Die DIN EN 17463 (VALERI) wird mittlerweile in mehreren Gesetzen und Verordnungen eingebettet, um Sie in Ihrem Unternehmen dazu zu verpflichten energiebezogene Investitionen zu bewerten und wirtschaftlich durchführbare Maßnahmen umzusetzen.

Der Gesamtendenergieverbrauch ist für Unternehmen entscheidend: Bisher standen Anlagen und Gebäude im Fokus. Nun sind auch Fahrzeuge zu berücksichtigen.

Das GEG regelt die Energieeffizienzanforderungen für Neubauten und Bestandsgebäude. Sie betreffen vor allem den Energieverbrauch, die Energieeffizienz, den Wärmeschutz, den Primärenergiebedarf, die CO₂-Emissionen, die Integration erneuerbarer Energien sowie die Gebäudeautomation.

Die Revision der Norm für Energiemanagementsysteme ISO 50001 ist abgeschlossen. Am 21. August 2018 wurde die neue Norm ISO 50001:2018 veröffentlicht. Mit der Veröffentlichung beginnt eine dreijährige Übergangsfrist. Danach verlieren die bestehenden Zertifikate nach ISO 50001:2011 ihre Gültigkeit.

Die Top-Runner Initiative (NTRI) ist ein wichtiger Baustein im Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) der Bundesregierung. Ziel des NAPE ist es, den Primärenergieverbrauch in Deutschland bis zum Jahr 2020 gegenüber 2008 um 20 Prozent zu senken und bis 2050 zu halbieren.

Vom Heizen bis zum Schmelzen: Produzierende und verarbeitende Unternehmen in Deutschland haben einen hohen Bedarf an Wärmeenergie. Dabei entstehen aber in den meisten Arbeitsprozessen große Mengen Abwärme, die häufig ungenutzt abgeführt werden müssen.

EffNet ist eine Informations- und Beratungsplattform mit Informationen zur betrieblichen Energie- und Ressourceneffizienz und richtet sich an rheinland-pfälzische kleine und mittlere Unternehmen.

Das Ziel ist ein systematischer, zielgerichteter und unbürokratischer Erfahrungs- und Ideenaustausch von in der Regel 8 bis 15, mindestens jedoch 5 Unternehmen oder Unternehmensstandorten über etwa zwei bis drei Jahre zur gemeinsamen Steigerung der Energieeffizienz.

Martin Krause
Referent Energie und Umwelt