Roding

Entwicklung braucht Flächen

Welche Herausforderungen am Industriestandort Roding mit der Flächenentwicklung verbunden sind, darüber tauschten sich IHK-Präsident Matt und IHK-Hauptgeschäftsführer Helmes mit Rodings Bürgermeisterin Alexandra Riedl sowie den Geschäftsführern Stefan und Benedikt Kulzer von der Stangl & Kulzer Group aus. Zur Firmengruppe gehören auch die SK Carbon GmbH sowie die Roding Automobile GmbH, ein international tätiges Technologieunternehmen im Bereich Leichtbau und Elektromobilität. Geschäftsführer Günther Riedl erläuterte bei der Führung durch den Fertigungsbereich, wie die innovativen Prototypen und Konzeptfahrzeuge in Leichtbaustrukturen wie Carbon und überwiegend mit Elektroantrieb entwickelt und gebaut werden. Geplant sei, die Fahrzeuge künftig auch in Kleinserien zu produzieren.

Die Realisierung neuer Gewerbeflächen ist meist mit einem langwierigen Tauziehen verschiedenster Interessensgruppen verbunden, das die Entwicklung der regionalen Wirtschaft hemme, so der Konsens. Dabei ginge es oftmals nicht einmal um große Gewerbegebiete, sondern auch um einzelne Firmenerweiterungen, die für neue Geschäftsmodelle oder Produktionserweiterungen einfach mehr Platz benötigen. Vor allem bei der Entwicklung neuer Industrie- und Gewerbegebiete werde man – wo möglich – künftig stärker auf die interkommunale Zusammenarbeit setzen müssen, waren sich die Beteiligten einig. Auch die Erreichbarkeit der Firmen per ÖPNV sowie Parkflächen wurden diskutiert. Dabei sehen sich ländliche Gebiete oft mit anderen Herausforderungen konfrontiert als Ballungsgebiete. In einem Flächenlandkreis werden Bewohner und Beschäftigte auch künftig vermehrt auf das Auto angewiesen sein. Deshalb sei eine gute Infrastruktur ebenso Voraussetzung für die künftige Wettbewerbsfähigkeit des Standorts.