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Monitoring De-Industrialisierung

Wie steht es wirklich um die Industrie unserer Region? Unser Monitoring zeigt die wichtigsten Fakten und Trends – kompakt, verständlich und auf einen Blick.
Die industrielle Wertschöpfung in unserer Region steht spürbar unter Druck – sinkende Produktion, schwächere Umsätze und rückläufige Beschäftigung zeigen einen klaren Trend. Unser „Monitoring Deindustrialisierung“ fasst diese Entwicklungen kompakt zusammen und bietet eine datenbasierte Grundlage, um die aktuelle Lage besser einzuordnen. Der Foliensatz zeigt zugleich, wo Risiken liegen und welche Entwicklungen für die Zukunft besonders relevant sind.

Infrastruktur ausbauen und Verlässlichkeit gewährleisten

Das DIHK-Energiewendebarometer 2026 zeigt für unsere Region erstmals einen leicht positiven Gesamtsaldo: 33 % der Unternehmen sehen positive, 20 % negative Auswirkungen der Energiewende auf ihre Wettbewerbsfähigkeit. Bundesweit zeigt die Umfrage, dass die Energiewende von 40 % der Unternehmen negativ beurteilt wird.
Sehr deutlich zeigt die Umfrage die Wünsche unserer Unternehmen an die Politik. 90 % fordern einen verlässlicheren Ausbau der Energieinfrastruktur, 77 % dabei auch ein stärkeres finanzielles Engagement des Staates, 70 % niedrigere Steuern und Abgaben auf Strom und 67 % unterstützen die Leitprinzipien Wirtschaftlichkeit und Technologieoffenheit.
„Es braucht eine verlässliche und bezahlbare Energieversorgung, damit unsere Wirtschaft auf solider Basis investieren kann“, erklärte Anke Schweda, Geschäftsbereichsleiterin Standortentwicklung, Innovation und Energie unserer IHK. „Preissteigerungen und Unsicherheiten infolge internationaler Krisen und Verwerfungen sind externe Belastungen. Hausgemachte energiepolitische Entscheidungen verstärken diese Effekte leider unnötig. Hier besteht Handlungsdruck“, betonte Schweda.
Die hohen Energiepreise wirken sich weiterhin auf Investitionen aus. 43 % der Betriebe sehen darin einen Verlust der Wettbewerbsfähigkeit am Standort Deutschland. 20 % stellen Investitionen in Kernprozesse zurück, 10 % Investitionen in Forschung und Innovation.
Denn 67 % unserer Wirtschaft beklagen die fehlende Planbarkeit und Verlässlichkeit der Energiepolitik, 60 % zu viel Bürokratie und 53 % zu langsame Genehmigungsverfahren. Doch es wird nicht nur beklagt, sondern vor allem gemacht. „Positiv ist, dass unsere Unternehmen innerbetriebliches Engagement und Motivation für den Standort beweisen“, sagt Schweda. 74 % haben ihre Effizienz gesteigert und 52 % eine eigene Energieerzeugung aufgebaut.
Wie erfolgreich unsere Unternehmen die Energiewende bewältigen und als wirtschaftliche Chance nutzen, wird im Bundesvergleich deutlich. Der Barometerwert erreicht in unserem IHK-Bezirk 6,9 gegenüber −1,7 in Niedersachsen und −11,5 im Bund. Das Ergebnis fügt sich in das Gesamtbild ein: Auch weitere norddeutsche Regionen bewerten die Energiewende positiv.
„Der Ausbau der erneuerbaren Energien stärkt unsere Region und den gesamten Norden. Jetzt kommt es darauf an, dass die EEG-Novelle einen verlässlichen und technologieoffenen Rahmen setzt. Nur mit Planbarkeit können die Betriebe ihre Stärken ausspielen. Das ist die Grundlage für Wachstum“, macht Schweda deutlich.

Nahostkonflikt belastet Unternehmen – IHK mahnt verlässliche Entlastungen und Planungssicherheit an

Fast 80 Prozent der Unternehmen in der Region spüren bereits wirtschaftliche Auswirkungen des anhaltenden Nahostkonflikts. Das zeigt eine Blitz‑Umfrage (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 77 KB) der Industrie‑ und Handelskammer, die zwischen dem 15. und 17. April 2026 durchgeführt wurde und an der sich 120 Unternehmen aller Branchen und Betriebsgrößen beteiligt haben. Besonders belastend wirken sich steigende Fracht‑ und Transportkosten, hohe Energiepreise sowie wachsende Rohstoff‑ und Materialkosten aus. Viele Unternehmen reagieren mit Preisanpassungen und Investitionszurückhaltung.
„Der Krieg im Nahen Osten und die dadurch stark gestiegenen Energie‑ und Transportkosten treffen die Unternehmen jetzt mit voller Wucht“, erklärt IHK‑Hauptgeschäftsführer Marco Graf. „Viele Betriebe standen bereits zuvor unter erheblichem Kostendruck. Die aktuelle Situation verschärft diese Lage weiter und dämpft die ohnehin schwachen Erwartungen an eine wirtschaftliche Erholung.“
Im Detail zeigt die Umfrage, worin die Belastungen konkret bestehen: 73 Prozent der Unternehmen nennen gestiegene Fracht‑ und Transportkosten als zentrale Folge der Krise. 64 Prozent berichten von höheren Energiepreisen, 54 Prozent von steigenden Rohstoff‑ und Materialkosten. Mehr als jedes dritte Unternehmen verzeichnet zudem einen Rückgang von Nachfrage oder Aufträgen. Lieferengpässe oder Verzögerungen spielen (noch) eine untergeordnete Rolle, belasten einzelne Betriebe aber bereits merklich.
Gleichzeitig reagieren viele Unternehmen mit konkreten Maßnahmen. Rund 60 Prozent haben ihre Preise angepasst, knapp die Hälfte das Risikomanagement intensiviert. Mehr als ein Drittel der Betriebe verschiebt zudem derzeit Investitionen oder Projekte. Zwar berichten aktuell nur 13 Prozent von konkreten Engpässen bei Rohstoffen oder Vorprodukten, doch insbesondere energieintensive Materialien, Kunststoffe und chemische Vorprodukte stehen unter erheblichem Preisdruck. Hinzu kommen kurze Preisbindungsfristen und eine zunehmende Unsicherheit in bestehenden Lieferbeziehungen.
Vor diesem Hintergrund unterstützt die IHK Maßnahmen der Bundesregierung zur Entlastung der Unternehmen bei den Energiekosten. Entscheidend sei dabei, dass diese Entlastungen schnell und unbürokratisch wirken. Der Koalitionsausschuss sieht hierzu eine befristete Senkung der Energiesteuer auf Diesel und Benzin für zwei Monate vor. „Diese Maßnahme wird kurzfristig entlasten, sie ersetzt jedoch keine tragfähige Gesamtstrategie“, erklärt IHK‑Hauptgeschäftsführer Marco Graf. „Dauerhaft niedrigere Strompreise - etwa durch eine Stromsteuersenkung für alle - ist nicht nur im Koalitionsvertrag bereits vereinbart, sie wäre für die Wirtschaft auch breiter und nachhaltiger wirksam als kurzfristige Eingriffe ausschließlich bei den fossilen Kraftstoffen.“

Industrie und Außenwirtschaft unter Druck: IHK-Ausschüsse diskutieren Folgen von Nahost-Krise und De-Industrialisierung

Die Wirtschaft sieht sich derzeit mit einer Vielzahl von Belastungen konfrontiert. Zwei davon standen im Mittelpunkt der gemeinsamen Sitzung der IHK-Fachausschüsse Industrie, Energie und Umwelt sowie International bei der meurer Verpackungssysteme GmbH: die Folgen der Nahost-Krise sowie die De-Industrialisierung in Deutschland.
Die beiden Ausschussvorsitzenden Dietmar Hemsath, Geschäftsführer der Georgsmarienhütte GmbH, und Bernard Storm, Geschäftsführer der August Storm GmbH & Co. KG, betonen zu Beginn deutlich: “Die Lage vieler Unternehmen ist weiterhin stark angespannt. Der rückläufige IHK-Konjunkturklimaindex zeigt, dass zahlreiche Betriebe mit wachsender Unsicherheit auf die kommenden Monate blicken.“
Dazu tragen aktuell insbesondere die Auswirkungen des Iran-Krieges bei, zu denen Elisabeth Strahl von der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) berichtete. International tätige Unternehmen seien von gestörten Handelswegen, steigenden Transportkosten und einer zunehmenden Unsicherheit bei Investitionen betroffen. Zudem wachse die Sorge vor Engpässen bei Energie und wichtigen Rohstoffen. Viele Industrieunternehmen seien auf stabile Lieferungen von Öl, Gas sowie chemischen Grundstoffen angewiesen, die über die Region transportiert werden. „Die wirtschaftlichen Folgen durch Störungen in den Transportwegen und Schäden an den Energieinfrastrukturen werden für die Unternehmen länger spürbar bleiben – selbst wenn die Straße von Hormus bald komplett und sicher geöffnet werden sollte“, sagte Strahl.
Dies erhöhe den ohnehin hohen Wettbewerbsdruck auf Industrieunternehmen. Christopher Meisner von den Unternehmerverbänden Niedersachsen (UVN) erläuterte, dass hohe Energiepreise, langwierige Genehmigungsverfahren und der Fachkräftemangel die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts belasten und zu einer zunehmenden De-Industrialisierung in Deutschland führen. Besonders energieintensive Industriebetriebe reduzierten Investitionen oder verlagerten Produktionskapazitäten ins Ausland. Auch in Niedersachsen und in der Region sei diese Entwicklung zunehmend sichtbar. So verlor etwa der IHK-Bezirk seit 2022 rund 2.500 Industriearbeitsplätze.
Allerdings machte Geschäftsführer Jens Gozian am Beispiel des gastgebenden Unternehmens, der meurer Verpackungssysteme GmbH in Fürstenau, deutlich, dass eine De-Industrialisierung kein zwangsläufiger Prozess ist. Das Unternehmen entwickelt und produziert Verpackungsmaschinen für die Getränkeindustrie und ist international tätig. Der Erfolg des Betriebs seit Übernahme durch die US-amerikanische ITW-Unternehmensgruppe sei vor allem durch eine strikte Fokussierung nach dem sogenannten ITW Front-To-Back 80:20-Geschäftsmodell möglich gewesen. Danach entfallen rund 80 Prozent des Geschäfts auf wenige große Hauptkunden. „Nach der Übernahme des Unternehmens im Jahr 2013 hatte meurer rund 2.500 Kunden, heute sind es etwa 250“, so Gozian. Die enge Bindung an erfolgreiche, international tätige Kunden ermögliche eine verlässliche Auslastung und eine frühzeitige Einbindung in neue Projekte. Gleichzeitig investiere das Unternehmen kontinuierlich in Automatisierung und standardisierte Maschinenplattformen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Die aus ehrenamtlich tätigen Unternehmerinnen und Unternehmern bestehenden IHK-Fachausschüsse Industrie, Energie und Umwelt sowie International treffen sich dreimal jährlich. Ihre Mitglieder tauschen sich regelmäßig mit Experten aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft aus und erarbeiten Positionen für die IHK-Vollversammlung.

„Spätschicht: Industrie!“ AVO-Werke zeigen: Nachhaltigkeit und Wachstum sind kein Widerspruch

„Wirtschaftlicher Erfolg und ökologische Verantwortung sind kein Widerspruch, sondern Teil einer klaren Strategie, Nachhaltigkeit ist hier keine Nebensache, sondern fest in allen Prozessen entlang der Wertschöpfungskette verankert“ betonte Marc Neuschl, Geschäftsführer der AVO-Werke August Beisse GmbH in Belm, bei der jüngsten „Spätschicht: Industrie!“. Zu dieser hatten die IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim und der Industrielle Arbeitgeberverband (IAV) eingeladen, und die Werkstore des größten Arbeitgebers der Gemeinde Belm öffneten sich für einen Einblick in die Erfolge ihres Nachhaltigkeitsmanagement und Produktionsprozess.
Die AVO-Werke sind im Wirtschaftsraum Osnabrück tief verwurzelt: Mehr als 750 Mitarbeitende fertigen am Standort Belm Gewürzzubereitungen, Marinaden, Saucen und Dressings, von denen 25 Prozent in den Export gehen. Der Leiter der Qualitätssicherung, Dr. Michael Peusch, führte die Gruppe durch Misch- und Abfüllanlagen, vorbei an vollautomatisierten Lagersystemen, in denen fahrerlose Gabelstapler und Hochregaltechnik selbstständig Ware ein- und auslagern. Dass auch in der Verarbeitung modernste Technik zum Einsatz kommt, zeigte unter anderem eine großformatige Mikrowellenanlage zum Auftauen tiefgekühlter Rohstoffe wie Paprikawürfeln, bevor diese in die weiteren Produktionsschritte einfließen.
Einen besonderen Schwerpunkt des Abends bildete das Thema Verantwortung und Nachhaltigkeit. Louis Rosenzweig, Nachhaltigkeitsmanager bei AVO, erläuterte, wie das Unternehmen seit Jahren Nachhaltigkeitsdaten strukturiert erfasst und Verantwortung entlang der gesamten Lieferkette übernimmt, auch in den Herkunftsländern der Gewürze. Als erstes deutsches Unternehmen der Gewürzbranche wurde AVO mit dem Nachhaltigkeitsstandard des Zentrums für Nachhaltige Unternehmensführung (ZNU) zertifiziert. Im Zuge des Nachhaltigkeitsmanagement wurden zudem viele Prozesse reflektiert und es konnten teils durch kleine Anpassungen große Effizienzgewinne erzielt werden, wie der Eindämmung von Druckluftleckagen.
Diese Ausrichtung geht einher mit konsequenten Investitionen in den Standort. Insgesamt fließen über 40 Millionen Euro in Logistikzentrum, Automatisierung und Infrastruktur; allein rund 12 Millionen Euro entfallen auf die Erweiterung der Trockenproduktion, für die im Frühjahr das Richtfest gefeiert wurde. Bemerkenswert dabei: Trotz wachsender Automatisierung steigt die Zahl der Beschäftigten am Standort kontinuierlich weiter an.
Seit 2013 findet im Rahmen der gemeinsamen Kampagne „Industrie ist Zukunft“ von IAV und IHK zweimal im Jahr die „Spätschicht: Industrie!“ statt, um direkt vor Ort die die Leistung der Industrie in der Region hervorzuheben.

„Spätschicht: Industrie!“ – Einblicke in die innovative Welt der Ringoplast GmbH

Um Ressourcen- und Energieeffizienz drehte es sich bei der zweiten „Spätschicht: Industrie!“, die vom Industriellen Arbeitgeberverband (IAV) und der Industrie- und Handelskammer Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim veranstaltet wird. Vertreter aus Wirtschaft und Politik hatten die Gelegenheit, die kunststoffverarbeitende Ringoplast GmbH in Ringe zu erkunden, die jährlich über 10 Millionen Kunststoffbehälter produziert.
Die Geschäftsführer des Grafschafter Unternehmens, Klaas und Hendrik Johannink, führten die Gäste durch die Produktionsstätten und gewährten Einblicke in die Herstellung von Produkten wie Transportboxen, Blumenzwiebelkästen und Gärkörben. Einen besonderen Fokus legt das Unternehmen auf den effizienten Einsatz von Ressourcen und Energie. So verwendet Ringoplast bereits 40 % Recycling-Materialien in seiner Produktion. Produktionsprozesse wurden mit verschiedenen Maßnahmen optimiert: Durch die Nutzung der Abwärme für die Beheizung der Bürogebäude oder durch effiziente Pumpen und Antriebe spart Ringoplast Energie. Verschiedene Maßnahmen erzielten zwischen 2015 und 2022 eine relative Stromeinsparung von 21,7 %. Dennoch äußerten die beiden Geschäftsführer Sorgen hinsichtlich aktueller Herausforderungen: Trotz stabiler Strompreise seien die Netzentgelte nach wie vor eine große Belastung. Zudem erweise sich die Bürokratie als überbordend und zeitaufwendig. Genehmigungsverfahren dauerten oft zu lange und erschwerten damit die Planungssicherheit.
„Die Rahmenbedingungen müssen so gestaltet werden, dass die Industrie am Standort Deutschland zukunftsfähig bleiben kann“, betont IAV-Geschäftsführerin Sabine Stöhr beim gemeinsamen Austausch. „Die Industrie steht am Beginn vieler Wertschöpfungsketten. Sie schafft Arbeitsplätze und treibt Innovationen voran. Damit Industrie wettbewerbsfähig bleibt, braucht es stabile Rahmenbedingen für Investitionen in unserer Region und Entlastungen, vor allen bei den Netzentgelten“, fordert IHK-Geschäftsbereichsleiterin Anke Schweda.
Die „Spätschicht“ ist Teil der gemeinsamen Kampagne „Industrie ist Zukunft“, mit der die beiden Institutionen seit 2013 die wichtige Rolle der Industrie für den Wohlstand des Wirtschaftsraums in der Region verdeutlichen.


Unternehmenssicherheit und Resilienz

Wer im Ernstfall handlungsfähig bleiben will, muss vorbereitet sein. Krisen können durch eine Naturkatastrophe oder einen Unglücksfall ausgelöst werden, aber auch gezielt durch hybride Angriffe wie Desinformation, Cyberattacken, Spionage oder Sabotage. Betriebliche Resilienz bedeutet, auf solche Störungen flexibel reagieren und den Betrieb so weit wie möglich aufrechterhalten zu können. Bereits mit einfachen organisatorischen Maßnahmen lassen sich wesentliche Grundlagen für die Resilienz im Betrieb schaffen. Viele dieser ersten Schritte erfordern keine großen Investitionen, helfen im Ernstfall aber bei der Aufrechterhaltung zentraler Abläufe.
Das sind die wichtigsten Themenfelder rund um Unternehmenssicherheit und Resilienz:
  • Cybersicherheit
  • Spionage- und Sabotageabwehr
  • Funktionierende Unternehmensleitung
  • Personalplanung/Personaleinsatz im Ereignisfall
  • Energieversorgung (Strom, Wasser, Gas)
  • Versorgung mit Kraft- und Betriebsstoffen
  • Aufrechterhaltung der internen und externen Kommunikation
  • Bewachung und Objektschutz
  • Aufrechterhalten der Lieferketten
  • Sicherstellen der Liquidität
Einen ersten Überblick über die notwendigen Vorbereitungen bietet die Broschüre „Krisen, Katastrophen, Konflikte – Wie Sie Ihr Unternehmen in unsicheren Zeiten schützen“ – ein IHK-Vorsorgeplan speziell für kleine und mittlere Unternehmen (siehe weiterführende Links).
Mit dem kostenfreien Online-Tool „ResilienzCheck.org“ erhalten Unternehmen eine schnelle Bewertung Ihrer aktuellen Krisenfestigkeit (siehe weiterführende Links).

Weiterführende Links

Allgemein

Zu einzelnen Themenfeldern
Spionage
Sabotage
Cyber
Kritische Infrastruktur
Stromversorgung
Personal
Jens Mußmann
Hauptgeschäftsführung
Projektleiter Qualitätsmanagement, Projektmanagement, Sicherheit und Verteidigung
Heinrich Langkopf
Aus- und Weiterbildung
Sach- und Fachkundeprüfungen I Projektleiter Wirtschaftsschutz

Ihre Wege zur Energie- und Umweltberatung

Wirtschaftliche Vernunft und Klimaschutz müssen sich nicht ausschließen. So senkt z. B. eine verbesserte Energieeffizienz betriebliche Energiekosten, steigert die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens und trägt zum Klimaschutz bei. Aufgrund der Energiekrise wollen viele Unternehmen Energiespar- oder Umweltmaßnahmen umsetzen, sind jedoch auf externe Hilfe angewiesen. Die Suche nach einem geeignetem Energie- und Umweltberater kann jedoch schwierig sein. Ist der Berater auch wirklich ein neutraler, unabhängiger Experte und führt die Energieberatung kompetent und energieeffizient durch? Berücksichtigt er auch alle aktuellen Förderprogramme und ist der Berater auch bei Institutionen wie der BAFA, KfW und Energieeffizienz-Expertenliste anerkannt?
Im Folgenden möchten wir Ihnen verschiedene Tipps geben, wo sie den passenden Berater finden:
IHK ecoFinder: Ihr "grünes Online-Branchenbuch"
Als "grünes Branchenbuch" für Unternehmen der Energie- und Umweltbranche bietet der IHK ecoFinder unter http://www.ihk-ecofinder.de eine benutzerfreundliche, barrierefreie und sichere Web-Anwendung für die Energie- und Umweltbranche.
Sie suchen Experten für Abfallentsorgung, Luftreinhaltung, Strahlenschutz? Sie bieten entsprechende Leistungen an? Dann sind Sie beim "ecoFinder" der Industrie- und Handelskammern (IHKs) genau richtig. Die Datenbank bietet einen bundesweiten Überblick über Dienstleistungsunternehmen, Berater, Hersteller und Händler in der Umwelt- und Energiebranche und dient der direkten Kontaktanbahnung mit potenziellen Kunden und Partnern im In- und Ausland.
Der Eintrag ist kostenfrei, die Datenpflege komfortabel: Anbieter können ihr Leistungsprofil online einstellen und mithilfe eines eigenen Benutzerzugangs jederzeit selbst aktualisieren. Dabei werden die Eintragungen durch die regionale IHK qualitätsgesichert.
Energieeffizienz-Expertenliste
Die Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes ist ein bundesweites Verzeichnis nachweislich qualifizierter Fachkräfte für energieeffizientes Bauen und Sanieren. Die rund 13.000 gelisteten Expertinnen und Experten kommen aus dem gesamten Bundesgebiet und sind in Energieberatung, Architektur, Ingenieurwesen sowie Handwerk tätig. Sie decken mit ihrem Fachwissen die gesamte Gebäudebandbreite ab – von Privathäusern über kommunale und gewerbliche Gebäude bis hin zu Baudenkmälern. Entsprechend ihrer nachgewiesenen Qualifikation sind die Expertinnen und Experten für die jeweiligen Förderprogramme des Bundes antragsberechtigt.
Um für Energieberatungen sowie Bauplanungen und -begleitungen bundesweit einheitliche Qualitätsstandards zu etablieren, haben das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und die KfW Bankengruppe (KfW) 2011 beschlossen, Expertinnen und Experten für geförderte Energieberatungen sowie hocheffiziente Sanierungen und Neubauten in einer bundeseinheitlichen Liste zu führen. Seitdem bietet die Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes Kontakt zu professionellen Begleitern für energieeffizientes Bauen und Sanieren in der Nähe. Gleichzeitig wurde sichergestellt, dass die gelisteten Fachkräfte aus den verschiedenen Berufsständen über eine gleichwertige und hohe Qualifikation verfügen.
Bei der Aufnahme müssen die Expertinnen und Experten nachweisen, dass sie die Qualifikationsanforderungen der Liste im Bereich energieeffizientes Bauen und Sanieren erfüllen. Der Eintrag in die Expertenliste gilt für drei Jahre. Dann kann er durch aktuelle Nachweise über Fortbildungen bzw. über Praxis-Referenzen verlängert werden. Diese Nachweise werden überprüft. Zudem werden die Arbeitsergebnisse der in der Liste vertretenen Expertinnen und Experten stichprobenartig über die Vor-Ort-Kontrollen überprüft.
Die dena koordiniert die Energieeffizienz-Expertenliste. Sie ist Ansprechpartnerin für die eingetragenen Expertinnen und Experten, prüft deren Qualifikationen und stichprobenartig auch ihre Arbeitsergebnisse. Außerdem entwickelt die dena die Expertenliste fortlaufend weiter, integriert neue Förderprogramme in das Qualitätssicherungssystem und optimiert die allgemeinen Rahmenbedingungen. Dabei stimmt sie sich eng mit den Projektpartnern und den Trägern der wichtigsten Förderprogramme des Bundes für Gebäudeeffizienz ab.
Insgesamt 23 Netzwerkpartner, darunter Verbände und Organisationen der Energieberatung, Vertretungen einzelner Berufsgruppen und Verbraucherschutz in ganz Deutschland, unterstützen das Projekt mit ihrer Expertise.
KEAN Energieberatung Beratungsangebote für Unternehmen
Wer die Energieeffizienz oder Klimabilanz eines Hauses, eines Produktionsprozesses oder in einer Kommune verbessern will, braucht qualifizierten, unabhängigen fachlichen Rat. Dies bietet die Beratungsangebote der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN). Energieberaterinnen und Energieberater unterschiedlicher Disziplinen der KEAN unterstützen Unternehmen bei Projekten für mehr Klimaschutz und Energieeffizienz.