1. IHK-Forum Stadt- und Regionalentwicklung 2026: Starke Städte und Regionen entstehen durch Zusammenarbeit und Verständnis der Akteure

Institutionsübergreifende Zusammenarbeit ist jetzt der Erfolgsfaktor für einen leistungsfähigen Wirtschaftsstandort im Wettbewerb der Regionen. Das ist das Kernergebnis unseres 1. IHK-Forums Stadt- und Regionalentwicklung 2026.
Wertvolle Impulse gaben die Experten:
  • Michael Maas, MAAS & PARTNER Architekten mbB: Großvolumige, leerstehende Kaufhausgebäude werden durch Umbau und Nutzungsmix zu neuen attraktiven Anziehungspunkten im innerstädtischen Stadtbild. Das zeigten seine Beispiele von GaleriaKarstadtKaufhof in Kempten, Trier und Reutlingen. Für das Galeria-Kaufhaus in Osnabrück ist er optimistisch.
  • Jan Kuhlmann, Hellmann Fachanwälte Rechtsanwälte in Partnerschaft mbB: Städtebauliche Verträge müssen angemessen und wirtschaftlich tragfähig bleiben. Unzulässige, überhöhte und nachträgliche Forderungen und Klauseln schaden der Wirtschaft.
  • Thorsten Blauert, Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen: Die Online-Plattform DiPlanung kann als Webanwendung und durch viele kleine Erleichterungen Planungsverfahren effizienter machen.
  • Anne-Kathrin Tögel, DIHK zum Wohnbau-Turbo: Eine ausgewogene Flächenentwicklung für Wohnen und Gewerbe statt einseitiger Privilegierung des Wohnungsbaus ist unverzichtbar.

In der Podiumsdiskussion mit unseren Unternehmern Nane Nordsiek, Pro Urban AG, Afra Creutz, Plan.Concept Architekten GmbH, und Julian Krümpel, Kortmann Beton GmbH, wurde deutlich:
  • Überregulierung schadet unserer Region und lähmt Investitionen und Wertschöpfung über Jahre.
  • Mehr Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge, Augenmaß und Kostenbewusstsein bei der Anwendung von Bauvorschriften – übermäßige Ämterbeteiligung führt zur Unwirtschaftlichkeit!
  • Wirtschaftliche Umsetzbarkeit von Projekten muss von Planungs- und Bauämtern stets mitgedacht werden.
  • Reformen im Baurecht müssen praxisnah sein.
  • Lebendige Zentren brauchen Nutzungsmix.
  • Vollständige Digitalisierung bleibt ein wichtiger Hebel für die Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren.


Unser Fazit:
  • Städte sind wirtschaftlich stark, wenn Unternehmen, Wirtschaftsförderer, Projektentwickler und Planungs- und Bauämter gemeinsam Lösungen entwickeln – mit Blick auf Herausforderungen wie steigende Baukosten, hohe Immobilienpreise, Inflation und Leerstände in Innenstädten.
  • Planungs- und Bauämter müssen ihren Ermessensspielraum nutzen und pragmatische Entscheidungen zum Abbau von Bürokratie treffen.
  • Die mittelständische Wirtschaft ist Motor der Quartiers- und Flächenentwicklung.