2 min
Lesezeit
"Wir machen Ausbildung greifbar"
Lea Schleginski hat eine Ausbildung zur Technischen Produktdesignerin bei der Variotech GmbH in Nordhorn absolviert, anschließend berufsbegleitend Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Ehrenamtlich ist sie nun eine von 14 Karrierebotschaftern, die für unsere IHK und die Handwerkskammer (HWK) im Emsland und in der Grafschaft Bentheim Wege zur „Karriere mit Lehre“ aufzeigen.
NORDHORN | Im Projekt #Erfolgsbegleiter fördern Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF) eine praxisnahe Berufsorientierung. Neben über 80 Auszubildenden, die als Ausbildungsbotschafter in Schulen und auf Messen aktiv sind, vermitteln Karrierebotschafter wie Lea Schleginski, dass eine betriebliche Ausbildung ein perfektes Fundament für eine beruflich Laufbahn sein kann.
Teamarbeit: Lea Schleginski (M.) ist „Karrierebotschafterin“. Ihre Aufgabe ist Teil des Projektes #Erfolgsbegleiter, das für unsere IHK koordiniert wird von Leon Dumschat (l.) sowie von Jaqueline Schmidt für die HWK (r.).
_ Frau Schleginski, Sie arbeiten bei Variotech, einem Unternehmen mit 120 Mitarbeitern, das Werkstückträger herstellt. Welchen Mehrwert bietet Ihr Ehrenamt als Karrierebotschafterin?
Aus meiner Sicht vor allem den, dass junge Menschen nicht von außen hören, wie Ausbildung funktionieren könnte, sondern Einblicke von Menschen bekommen, die eine Ausbildung sowie weitere Karriereschritte absolviert haben. Berufsorientierung wird dadurch persönlich, glaubhaft und greifbar. Das Projekt ergänzt zudem die betriebliche Ausbildungsarbeit und schafft durch die Schulbesuche einen Zugang zu potenziellen Bewerbern.
_ Viele Unternehmen haben das Ausbildungsmarketing erweitert. Wie fügt sich das Projekt in diese Arbeit?
Es ergänzt diese Arbeit gut. Zum einen, weil wir viele Ausbildungsberufe vorstellen, die Jugendliche noch nicht kennen. Dazu gehört sicherlich auch der Technische Produktdesigner. Zum anderen profitieren vom Projekt #Erfolgsbegleiter gerade kleinere Betriebe ohne eigenes Ausbildungsmarketing. Außerdem macht das Projekt insgesamt die Ausbildungsqualität sichtbar.
_ Wie wird Ihr Engagement von Ihren Kolleginnen und Kollegen bei der Variotech GmbH wahrgenommen?
Ich würde sagen, es wirkt nach innen und außen. Nach außen zeige ich, dass Ausbildung ein Karriereeinstieg sein kann und, dass Weiterentwicklung im Betrieb möglich ist. Das stärkt das Arbeitgeberimage und macht Ausbildungswege greifbarer. Nach innen sorgt meine Rolle als Karrierebotschafterin auch für mehr Wertschätzung gegenüber der Ausbildung. Man reflektiert den eigenen Weg stärker und wird sich bewusst, wie wichtig gute Begleitung, Entwicklungsmöglichkeiten und Vertrauen im Unternehmen sind.
_Warum ist es Ihnen die Arbeit persönlich wichtig?
Ich war selbst lange unsicher, welchen Weg ich gehen möchte, und habe mich erst spät für eine Ausbildung entschieden. Gerade nach dem Abitur stehen viele unter Druck, direkt „die richtige“ Entscheidung zu treffen. Dabei gibt es nicht den einen perfekten Weg. Mir ist wichtig zu zeigen, dass eine Ausbildung ein Fundament sein kann. Auch für Weiterbildungen oder ein Studium.
Kontakt
Leon Dumschat
Aus- und Weiterbildung
Projektkoordinator Berufsorientierung