Initiativen Lieferkette, Arbeitsstandards & Menschenrechte

Ein ethischer Umgang mit Lieferketten, Arbeitsstandards und Menschenrechten ist für Unternehmen wichtig, um das Vertrauen von Kunden, Geschäftspartnern und Investoren zu stärken und die Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette zu verbessern. Gleichzeitig werden Risiken wie Lieferausfälle, rechtliche Sanktionen und Reputationsschäden reduziert so und eine wichtige Grundlage für nachhaltigen Unternehmenserfolg geschaffen.
Die folgenden Initiativen und Unterstützungsangebote können Unternehmen bei der Aufstellung eines nachhaltigen Energie- und Ressourcenmanagements helfen. Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit.
Helpdesk für Wirtschaft und Menschenrechte
  • Mit dem Helpdesk unterstützt die Agentur für Wirtschaft und Entwicklung Unternehmen bei der Umsetzung menschenrechtlicher Sorgfaltsprozesse in der Wirtschaft. Neben der Erstberatung bietet der Helpdesk auch Schulungen, Veranstaltungen und praxisnahe Online-Tools (z. B. CSR Risiko-Check, KMU Kompass (s. u.)) an.
  • „MR-Sorgfalt.de“ // Menschenrechte
    Das kostenlose Informationsportal MR-Sorgfalt.de des UN Global Compact Netzwerks Deutschland unterstützt Unternehmen beim Aufbau und der Weiterentwicklung menschenrechtlicher Sorgfaltsprozesse. Ergänzend bietet das Tool „Human Rights Capacity Diagnostic“ eine Selbsteinschätzung der Managementkapazitäten.
  • „ILO-Helpdesk“ // Arbeitsstandards
    Der Helpdesk der International Labour Organization unterstützt Unternehmen dabei, ihre Geschäftspraktiken mit internationalen Arbeitsstandards in Einklang zu bringen. Er bietet Informationen, Best-Practice-Beispiele und Werkzeuge zu Themen wie Kinderarbeit, faire Löhne und Arbeitssicherheit.
  • „elan!“ // Entwaldungsfreie Lieferketten
    Das Portal „elan!“ von Oro Verde und dem Global Nature Fund bietet Unternehmen eine praxisnahe Online-Plattform, um ihre Lieferketten klimafreundlich und entwaldungsfrei zu gestalten und die Anforderungen der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) besser zu verstehen. Unternehmen finden hier Schritt-für-Schritt-Informationen, Handlungsempfehlungen, Tools und Hinweise sowie einen Selbst-Check. In der Mediathek finden Sie viele hilfreiche Dokumente, wie zum Beispiel eine Auflistung von Softwarelösungen für die EUDR oder Tools zur Risikoanalyse und zum Monitoring.
  • FAQ zum risikobasierten Vorgehen // Lieferketten
    Das Dokument „FAQ zum risikobasierten Vorgehen“ des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle bietet eine praxisorientierte Orientierungshilfe zur Anwendung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG). Es erklärt, wie Unternehmen bei der Risikoanalyse und der Ergreifung von Maßnahmen systematisch, zielgerichtet und „risikobasiert“ vorgehen sollen, anstatt pauschal alle Zulieferer gleich zu behandeln oder umfangreiche, undifferenzierte Fragebögen zu versenden.
  • “KMU-Kompass” // Lieferketten nachhaltiger managen
    KMU treffen zwar keine Pflichten nach dem LkSG, dennoch kann das Gesetz auch auf sie Auswirkungen haben. Mit dem kostenlosen KMU-Kompass des Helpdesks für Wirtschaft und Menschenrechte können KMU Nachhaltigkeitsrisiken in ihren globalen Lieferketten erkennen und managen. Ebenso können bestehende Siegel und Zertifikate eingeordnet und bewertet werden.
  • LkSG-Praxisleitfaden für KMU
    Durch das LkSG sind mittelbar auch kleinere und mittelgroße Zuliefererbetriebe mit Herausforderungen konfrontiert, z.B. durch die Überprüfung der Einhaltung der menschen- und umweltrechtlichen Standards des LkSG entlang ihrer Lieferkette. Dieser, von Juristen verfasste, LkSG-Praxisleitfaden für KMU zeigt auf, welche LkSG-Standards an KMU weitergegeben werden können (und welche nicht). Zusätzlich gibt er praktische Hinweise, wie sich KMU bzgl. Kunden-Fragebögen und Verpflichtungs- bzw. Weitergabeklauseln verhalten sollten.
  • Länderspezifische Umsetzungshilfen zur Risikoanalyse
    Die Deutsche Industrie- und Handelskammer bietet zusammen mit dem Auswärtigen Amt und Germany Trade & Invest spezifische Hilfestellungen zur Umsetzung von Risikoanalysen im Rahmen des LkSGs für zehn ausgewählte Länder an. Die bereitgestellten Länderberichte dienen Unternehmen als Unterstützung bei der Identifizierung und Vermeidung von menschenrechtlichen Risiken gemäß den Vorgaben.
  • Werkzeugkasten nachhaltige Lieferketten
    Auf dieser Seite des Bayerischen Landesamts für Umwelt im Umweltpakt Bayern finden Unternehmen kostenfreie Praxis-Materialien zum Herunterladen oder Bestellen für nachhaltige Lieferketten. Die Materialien unterstützen Unternehmen beim schrittweisen Aufbau eines nachhaltigen Lieferkettenmanagements – von der Analyse über Risikobewertung bis zur Umsetzung von Maßnahmen – sowie beim Einstieg ins Thema Nachhaltigkeit insgesamt.
Falls Sie weitere Initiativen und Unterstützungsangebote kennen, die diese Liste sinnvoll erweitern würden, kontaktieren Sie uns gerne jederzeit.