Marktoffensive Erneuerbare Energien
Erneuerbare Energien für Unternehmen direkt beziehen
Unternehmen müssen ihre Energieversorgung zunehmend wirtschaftlich, verlässlich und klimafreundlich ausrichten. Die Marktoffensive Erneuerbare Energien von dena und DIHK bietet dafür Informationen, praktische Arbeitshilfen und den Austausch mit Fachleuten und Marktakteuren.
Im Mittelpunkt stehen derzeit langfristige Grünstromlieferverträge, sogenannte Power Purchase Agreements (PPAs). Ergänzend beschäftigt sich die Initiative mit der Verbindung von erneuerbarem Strom und Wärme.
Welchen Nutzen bietet die Marktoffensive?
Industrieunternehmen erhalten Unterstützung dabei,
- Möglichkeiten für den langfristigen Bezug erneuerbaren Stroms einzuordnen,
- Vertrags- und Preismodelle besser zu verstehen,
- die Chancen und Risiken eines PPA zu bewerten,
- eigene Fragen mit Fachleuten zu besprechen,
- Erfahrungen und Kontakte aus Energie- und Industriewirtschaft zu nutzen,
- Strom- und Wärmeversorgung stärker zusammenzudenken.
Langfristige Grünstromverträge prüfen
Über ein PPA bezieht ein Unternehmen erneuerbaren Strom zu vertraglich vereinbarten Konditionen von einem Erzeuger oder über einen Energiedienstleister. Je nach Ausgestaltung können PPAs die betriebliche Dekarbonisierung unterstützen und Teile der Strombeschaffung längerfristig planbar machen.
Ob ein PPA zum Unternehmen passt, hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab:
- Strombedarf und Lastprofil,
- Vertragsmenge und Laufzeit,
- Preisgestaltung,
- Umgang mit Mehr- und Mindermengen,
- Herkunft des Stroms,
- Verteilung der wirtschaftlichen und vertraglichen Risiken.
Musterverträge und Orientierungshilfen
Die Marktoffensive stellt Musterverträge, Standards und Leitfäden zur Verfügung. Diese erleichtern den Einstieg in das Thema und helfen Unternehmen, typische Vertragsstrukturen und Preisbildungsmechanismen besser zu verstehen.
Zu den verfügbaren Unterlagen gehören unter anderem ein Standardvertrag für ein PPA-Lieferband, ein Muster für virtuelle PPAs und ein Preisleitfaden für Green PPAs.
Die Unterlagen bieten eine erste Orientierung. Sie ersetzen keine unternehmensindividuelle rechtliche, steuerliche oder wirtschaftliche Prüfung.
Individuelle Fragen klären
In der PPA-Sprechstunde können Unternehmen ihre Fragen zu Green PPAs direkt mit Fachleuten besprechen. Der 30-minütige Austausch bietet eine erste Einschätzung zu möglichen Beschaffungsmodellen, Potenzialen und weiteren Prüfungsschritten.
Strom und Wärme zusammendenken
Für viele Industrieunternehmen reicht die Umstellung des Strombezugs allein nicht aus. Auch die Bereitstellung von Prozess- und Raumwärme muss in die betriebliche Energie- und Klimastrategie einbezogen werden.
Der Strom-Wärme-Hub bringt Unternehmen sowie Akteure aus Strom-, Wärme- und Finanzwirtschaft zusammen. Behandelt werden unter anderem die Elektrifizierung der Wärmeversorgung, Power-to-Heat, flexible Wärmeanwendungen, Finanzierung, Contracting und Netzanschlüsse.
Wissen und Kontakte nutzen
Über Veranstaltungen, Workshops und Netzwerkformate ermöglicht die Marktoffensive den Austausch zwischen Industrieunternehmen, Energieerzeugern, Versorgern, Projektentwicklern, Finanzierern und Dienstleistern.