DIHK-Report Unternehmensgründung 2026

Das Interesse an einer Unternehmensgründung steigt wieder. Das zeigt der aktuelle DIHK-Report Unternehmensgründung 2026. Bundesweit verzeichnen die Industrie- und Handelskammern mehr Beratungsanfragen von Menschen, die den Schritt in die Selbstständigkeit erwägen.
Allerdings steht hinter dem wachsenden Interesse nicht immer der Wunsch, eine Geschäftsidee zu verwirklichen. Laut Bericht gründen inzwischen 36 Prozent der Interessierten vor allem aus Mangel an beruflichen Alternativen. Damit erreicht dieser Wert den höchsten Stand seit elf Jahren. Viele Menschen reagieren damit auf wirtschaftliche Unsicherheiten und die Veränderungen in zahlreichen Branchen.
Gleichzeitig sehen die IHKs Chancen für innovative Gründungen, insbesondere in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und Sicherheitstechnologien. Hier entstehen neue Geschäftsmodelle und Wachstumsperspektiven für junge Unternehmen.
Positiv entwickelt sich auch die Beteiligung von Frauen am Gründungsgeschehen. Mittlerweile nehmen nahezu ebenso viele Frauen wie Männer die Gründungsberatung der IHKs in Anspruch. Vor 20 Jahren lag ihr Anteil noch bei rund einem Drittel.
Als größte Hürden für Gründerinnen und Gründer werden weiterhin Bürokratie, steuerliche Belastungen und Schwierigkeiten beim Zugang zu Finanzierungen genannt. Drei Viertel der Befragten wünschen sich schnellere und einfachere Verwaltungsverfahren. Aus Sicht der DIHK sind deshalb weitere Schritte beim Bürokratieabbau und der Digitalisierung von Gründungsprozessen notwendig.
Mit jährlich rund 200.000 Informations- und Beratungsgesprächen unterstützen die IHKs Gründerinnen und Gründer auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit. Die Ergebnisse des Reports machen deutlich: Deutschland braucht bessere Rahmenbedingungen, damit aus wachsendem Interesse auch mehr erfolgreiche Unternehmensgründungen entstehen.