IHK-Zertifikate machen berufliche Kompetenzen sichtbar - IHK baut Engagement für Teilqualifikationen aus
Die IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim stärkt ihr Engagement für Teilqualifikationen (TQ) als Instrument der Fachkräftesicherung. Unternehmen und Teilnehmer erhalten künftig verstärkte Unterstützung bei der Umsetzung. Neu ist insbesondere die Möglichkeit, erworbene Kompetenzen über IHK-Kompetenzfeststellungen mit Zertifikat nachzuweisen.
„Teilqualifikationen sind ein praxisnaher Weg, um vorhandene Potenziale besser zu nutzen und Menschen schrittweise zu einem Berufsabschluss zu führen“, sagt Juliane Hünefeld-Linkermann, Geschäftsbereichsleiterin Aus- und Weiterbildung der IHK. „Gerade mit Blick auf den Fachkräftemangel bieten sie Unternehmen eine gute Möglichkeit, Mitarbeiter gezielt weiterzuentwickeln.“
Teilqualifikationen richten sich vor allem an Erwachsene ab 25 Jahren ohne Berufsabschluss oder mit Qualifikationen, die auf dem Arbeitsmarkt nur eingeschränkt verwertbar sind. Sie bestehen aus mehreren Bausteinen, die zusammen die Inhalte eines anerkannten Ausbildungsberufs abdecken. Theorie beim Bildungsträger und Praxiseinsätze im Betrieb werden dabei kombiniert.
Nach jedem Baustein können Teilnehmer eine Kompetenzfeststellung bei der IHK absolvieren. Bei erfolgreichem Abschluss erhalten sie ein IHK-Zertifikat, das ihre erworbenen Fähigkeiten dokumentiert. Wer alle Bausteine erfolgreich durchläuft, kann unter bestimmten Voraussetzungen die Externenprüfung ablegen und so einen anerkannten Berufsabschluss erwerben.
Mit dem erweiterten Angebot will die IHK Fachkräftepotenziale in der Region gezielt erschließen und Unternehmen bei der Qualifizierung ihrer Beschäftigten unterstützen.