Sprachtraining für Auszubildende: IHK startet Pilotprojekt
Die IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim unterstützt internationale Auszubildende künftig bereits vor ihrer Einreise nach Deutschland: Gemeinsam mit dem Netzwerk „Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ und dem Goethe-Institut startet sie das neue Kurzformat „Deutsch für den Ausbildungsstart“.
Hintergrund ist, dass viele junge Menschen aus Drittstaaten zwar einen Ausbildungsvertrag in der Tasche haben, aber in der Zeit bis zur Einreise kaum weiter Deutsch lernen können. Die Folge sind oft stagnierende oder sogar nachlassende Sprachkenntnisse.
Mit dem neuen Angebot sollen angehende Auszubildende gezielt auf ihren Ausbildungsbeginn vorbereitet werden. „Wir möchten, dass internationale Auszubildende gut gerüstet in ihren ersten Tag im Betrieb gehen“, sagt Juliane Hünefeld-Linkermann, IHK-Geschäftsbereichsleiterin Aus- und Weiterbildung. „Das Training legt eine solide sprachliche Basis und gibt sowohl den jungen Menschen als auch den Betrieben Sicherheit.“
Teilnehmen können angehende Auszubildende mit B1- oder B2-Niveau, die ihre Ausbildung im August oder September 2026 in den Regionen Osnabrück, Emsland oder Grafschaft Bentheim aufnehmen. Für sie ist das Angebot kostenlos. Das Training findet ausschließlich digital und noch vor der Einreise statt.
Ab März 2026 sind fünf Live-Einheiten für jeweils 120 Minuten geplant, in denen typische Kommunikationssituationen in Betrieb und Berufsschule geübt werden. Ergänzt wird das Programm durch eine 90-minütige Session zum Einstieg in Alltag, Ausbildung und Leben in Deutschland.
Mit dem Pilotprojekt möchte die IHK den Übergang in die Ausbildung erleichtern, Missverständnisse im Arbeitsalltag reduzieren und eine schnellere Integration unterstützen.
Betriebe, die internationale Auszubildende beschäftigen, können sich ab sofort hier anmelden.