Nr. 3582624
Infrastruktur

Straßenverkehr

Die Straße ist der bedeutendste Verkehrsträger und wird es auch in absehbarer Zukunft bleiben. Engpässe und Ausbaulücken im Bundesfernstraßennetz schwächen jedoch die wirtschaftliche Entwicklung von Regionen.
Die Verkehrsinfrastruktur des Münsterlandes hat sich in den vergangenen Jahrzehnten spürbar verbessert. Mit der A 1, der A 43 und der A 31 durchziehen die Region Nord-Süd-Magis­tra­len, welche die Wirtschaft an die ­Metropolen Hamburg/Bremen sowie Rhein/Ruhr und an die deutschen Nordseehäfen anbinden. Aufgrund der starken Zunahme des Verkehrs ist die Leistungsfähigkeit der A 1 und A 43 jedoch heute in Abschnitten eingeschränkt - ein Ausbau ist daher erforderlich.
Hauptmanko im Straßennetz des Münsterlandes bleibt das Fehlen einer leistungsfähigen West-Ost-Verbindung (B 67n, B 64n). Das letzte Teilstück der B 67n befindet sich jedoch seit 2018 im Bau.
Das Bundesfernstraßennetz in der Emscher-Lippe-Region wird durch die West-Ost-Achsen A 2, A 42 und A 40 sowie die in Nord-Süd-Richtung verlaufende A 43 geprägt. Ausbaubedarf besteht hier insbesondere im Bereich der Nord-Süd-Verbindungen (Ausbau der B 224 zur A 52, B 474n, A 43).
Straßenverkehr
A42-Brücke über den Rhein-Herne-Kanal zwischen Bottrop-Süd und Essen-Nord © Blossey

Wegen Brückenschäden bleibt die A42-Brücke zwischen Bottrop und Essen bis zum Frühjahr gesperrt. Danach soll sie voraussichtlich zunächst für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen freigegeben werden. Die IHK Nord Westfalen hat vier Forderungen formuliert.

Straßenverkehr

Die A 52/B 224 ist die wichtigste Verbindung zwischen dem Münsterland, dem nördlichem Ruhrgebiet und Essen/Düsseldorf. Der Ausbau der B 224 zwischen Gelsenkirchen-Buer und der A 42 steht seit 20 Jahren auf dem Plan.

Straßenverkehr

Die B 64n soll die Wirtschaftsräume Bielefeld/Ostwestfalen und Münsterland miteinander verbinden. Die Planungen sehen eine kreuzungsfreie Straße mit Ortsumgehungen für Warendorf, Beelen und Herzebrock-Clarholz vor.

Lückenschluss zwischen Reken und Dülmen

Die B 67n ist Bestandteil einer leistungsfähigen Ost-West-Relation im Münsterland (A 3 bei Isselburg bis A 43 bei Dülmen) und weitgehend realisiert. Lediglich der Lückenschluss zwischen Reken und Dülmen steht noch aus.

Straßenverkehr

Die A 1 zählt zu den bedeutendsten Nord-Süd-Achsen in Europa. Tägliche Staus behindern jedoch die Transitverkehre. Der Engpass soll durch einen durchgehenden sechsstreifigen Ausbau behoben werden.

Sechsstreifiger Ausbau

Die A 43 verbindet das Münsterland mit dem Ruhrgebiet und ist regelmäßig überlastet. Zwischen der Anschlussstelle Recklinghausen/Herten und dem Autobahnkreuz Bochum/Witten ist ein sechsstreifiger Ausbau erforderlich.

Vierstreifiger Ausbau

Die Umgehungsstraße Münster (B 51) ist ein zentraler Abschnitt der überregionalen Ost-West-Achse „B 67n – A 43 – B 51 – B 64n“. Die vierstreifige Umgehungsstraße wird bis zum Schiffahrter Damm (L 587) fortgeführt.

Straßenverkehr

Die B 474n ist als Bindeglied zwischen der A 2 und A 43 geplant. Nach der Realisierung der Ortsumfahrungen Datteln und Waltrop verbindet sie das Münsterland und das nordöstliche Ruhrgebiet.