Außenwirtschaft Aktuell September 2026
In eigener Sache
Um unnötige Wege oder vergebliche Telefonate zu vermeiden, weisen wir darauf hin, dass die IHK Lippe zu Detmold am Freitag, den 4. September 2026 geschlossen ist. Wir danken für Ihr Verständnis und bitten um Berücksichtigung.
Internetadresse des Monats
BAFA Förderkompass 2026
Der neue Förderkompass 2026 des BAFA bietet Ihnen eine kompakte und übersichtliche Zusammenstellung der wichtigsten Förderprogramme des BAFA. Egal, ob Sie als Privatperson, Unternehmen oder öffentliche Einrichtung auf der Suche nach geeigneten Fördermöglichkeiten sind – der Förderkompass hilft Ihnen, schnell das passende Programm zu finden. Erstmals ist der Ratgeber ausschließlich digital verfügbar.
Veranstaltungen und Seminare (regional)
Mexiko – Geschäftschancen für deutsche Unternehmen
15. Oktober 2026, 16:00 Uhr, online
Die IHK Lippe bietet am 15. Oktober 2026 eine Veranstaltung zum mexikanischen Markt an. Nutzen Sie die Gelegenheit und erfahren Sie aus erster Hand, welche Chancen der mexikanische Markt bietet und wie Ihr Unternehmen von den aktuellen Entwicklungen profitieren kann. Eine Marktexpertin oder Marktexperte der Deutsch-Mexikanischen Industrie- und Handelskammer (AHK Mexiko), gibt einen aktuellen Überblick über den mexikanischen Markt, wirtschaftliche Trends sowie konkrete Geschäftspotenziale für deutsche Unternehmen. Im Anschluss haben Sie die Möglichkeit, Ihre Fragen direkt mit dem Experten zu diskutieren.
Veranstaltungen und Seminar (überregional)
| Wann? Wo? Wie? | Was? / Welche Inhalte/Themen? / Anmeldemöglichkeit |
|---|---|
| 09.09.2026 (IHK Siegen) |
ASEAN – Interkulturelle Kompetenz – Der Schlüssel zum Erfolg 700 Millionen Konsumenten, wachsende Märkte und steigende geopolitische Bedeutung machen die ASEAN-Region längst zu einem strategischen Schlüsselmarkt. Südostasien bietet enormes Potenzial, das Unternehmen aus unserer Region nicht ungenutzt lassen sollten. Der entscheidende Erfolgsfaktor ist dabei die interkulturelle Kompetenz, diese ist in Südostasien kein „Nice-to-have" - sie ist Voraussetzung für Geschäftserfolg. Dieses kostenfreie Seminar der IHK Siegen bereitet Sie praxisnah und fundiert darauf vor. |
| 09.09.2026 (IHK Siegen) |
Warum wir heute anders über China sprechen Anlässlich ihres 40-jährigen Jubiläums lädt die Gesellschaft für Deutsch-Chinesische Freundschaft Siegen e. V. (GDCF) gemeinsam mit der IHK Siegen zu diesem Vortrag ein. Im Mittelpunkt steht die Frage, warum sich das Chinabild in Deutschland in den vergangenen Jahren so stark verändert hat. Der Vortrag beleuchtet die Rolle geopolitischer Entwicklungen, medialer Wahrnehmungen und historischer Zusammenhänge sowie deren Auswirkungen auf Wirtschaft und gesellschaftlichen Austausch. Zudem richtet der Referent den Blick auf das weltweite Netzwerk der Überseechinesen als wichtigen Zukunftstrend. |
| 16.09.2026 (IHK Ostwestfalen) |
Ursprungszeugnisse und IHK-Beglaubigung von Außenwirtschaftsdokumenten Die Behörden vieler Nicht-EU-Staaten verlangen bei der Einfuhr von Waren amtliche Bescheinigungen, die von der Industrie- und Handelskammer beglaubigt wurden. Oder Kunden wünschen sich, zum Beispiel im Rahmen von Akkreditiv-Geschäften, von der IHK bestätigte Dokumente. Bei den geforderten Dokumenten handelt es sich um Ursprungszeugnisse, Handelsrechnungen, Packlisten oder Zertifikate über die Beschaffenheit einer Ware. Sowohl durch neue nationale als auch internationale Vorschriften ergeben sich immer wieder Änderungen, die Auswirkungen auf die Ausstellung der IHK-Bescheinigungen: Änderungen der Ursprungsregeln, Bezeichnung der Ursprungsländer, Ausstellung der Ursprungsformulare haben. |
| 22.09.2026 (online) |
Webinar: Steuerupdate Indien - Betriebsstätte, Quellensteuer, Form 41 & Co. In diesem Webinar gibt Tillmann Ruppert, Steuerexperte im Rödl Indien-Team, einen praxisnahen Einblick in die wichtigsten steuerlichen Aspekte des Indiengeschäfts deutscher Unternehmen. Er beleuchtet aktuelle Entwicklungen bei der Quellensteuer, typische Betriebsstättenrisiken sowie die neuen Anforderungen rund um die Form 41. Teilnehmende erhalten zudem Antworten auf ihre individuellen Fragen. |
| 01.10.2026 (online) |
Webinar: Maghreb im Fokus – Geschäftschancen für Unternehmen Die Maghreb-Staaten Marokko, Algerien und Tunesien bieten deutsche Unternehmen attraktive Chancen, insbesondere in den Bereichen Industrie, Handel, erneuerbare Energien, Infrastruktur und Digitalisierung. In diesem Webinar informieren Expertinnen und Experten von GTAI, der Agentur für Wirtschaft und Entwicklung sowie der NRW.BANK über Marktpotenziale, aktuelle Entwicklungen, Fördermöglichkeiten und Erfolgsfaktoren für einen erfolgreichen Markteintritt. |
| 08.10.2026 (IHK Düsseldorf) |
B2B-Marketingworkshop China: Marke, Content und Kanäle wirksam lokalisierenFür Unternehmen, die bereits mit einer eigenen Gesellschaft oder über Vertriebspartner in China aktiv sind, stellt sich die Frage: Welche Elemente des bestehenden Marken- und Marketingkonzepts lassen sich übertragen, welche müssen für den chinesischen Markt angepasst werden? In diesem Praxisworkshop kombinieren wir Expertenwissen mit interaktiven Arbeitssessions. Ausgehend von den konkreten Situationen der Teilnehmenden beleuchten wir die Unterschiede zwischen Marketing und Markenführung in Deutschland und China, analysieren aktuelle B2B Customer Journeys und zeigen die Rolle relevanter chinesischer Plattformen und Kanäle auf. |
| 12.10.2026- 13.10.2026 (Ankara) |
4. Deutsch-Türkische Wirtschaftskonferenz Die DIHK, die Union der Kammern und Börsen der Türkei (TOBB), die AHK Türkei sowie die Türkisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer (TD-IHK) bringen auch 2026 hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verbänden zusammen. Im Fokus stehen aktuelle Entwicklungen und strategische Perspektiven in den Bereichen Sicherheit und Verteidigung. Ein Empfang sowie Unternehmensbesuche am Vortag ergänzen das Programm. |
| 13.10.2026 (online) | Webinar "Erfolg in Indien: Tochtergesellschaften effizient aufbauen und nachhaltig entwickeln" Indien zählt zu den attraktivsten Wachstumsmärkten weltweit und gewinnt für deutsche Unternehmen als Absatz-, Produktions- und Investitionsstandort zunehmend an Bedeutung. Viele Unternehmen entscheiden sich daher für den Aufbau einer eigenen Tochtergesellschaft. Damit diese langfristig erfolgreich ist, kommt es jedoch nicht nur auf einen gelungenen Markteintritt an. Ebenso entscheidend sind eine solide Organisation, klare Verantwortlichkeiten und eine wirksame Steuerung der lokalen Gesellschaft. Im Webinar zeigen wir worauf Unternehmen beim Aufbau einer Tochtergesellschaft in Indien achten sollten und welche Faktoren für eine nachhaltige Entwicklung entscheidend sind. Das Teilnahmeentgelt beträgt 79 euro inkl. MwSt. und pro Person. |
| 30.10.2026 (IHK Düsseldorf oder online) |
Zielmarkt USA - Individuelle Einzelberatungsgespräche An diesem Tag steht Ihnen Juliane Eichler, Leiterin der Rechtsabteilung bei der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer in New York (AHK USA), für Einzelberatungsgespräche rund um Fragen zum USA-Geschäft Rede und Antwort. Die AHK-Marktexpertin berät Sie zu Ihren individuellen unternehmerischen Herausforderungen im USA-Geschäft in ca. 1-stündigen Gesprächen. |
| 03.11.2026 (IHK Düsseldorf) |
Indien verstehen – Regional denken: Erfolgreich wirtschaften im kulturell vielfältigen Indien Für erfolgreiche Indien-Geschäfte sind Kenntnisse der kulturellen Werte, Kommunikationsstile und regionalen Besonderheiten entscheidend. Im 6-stündigen IHK-Workshop mit der AHK Indien erhalten Unternehmen praxisnahe Einblicke und Strategien für erfolgreiche Verhandlungen, Projekte und Partnerschaften. Anhand von Fallstudien, Rollenspielen sowie Dos & Don’ts lernen die Teilnehmenden, Missverständnisse zu vermeiden und die Zusammenarbeit mit indischen Partnern, Kunden und Teams zu stärken. Zeitraum: 9.30 bis 16 Uhr. |
| 05.11.2026 (online) |
Webinar: "Die USA nach den Midterms" - Erste Analyse und Einordnung der aktuellen US-Wirtschaftspolitik Am 3. November 2026 finden in den USA die sogenannten Midterms statt. Diese Zwischenwahlen gelten als wichtiger Stimmungstest für US-Präsident Trump. Unser Experte Dr. Christoph Schemionek, Delegierter der Deutschen Wirtschaft in Washington (AHK USA Washington), berichtet am Webinartag live aus der US-Hauptstadt und nimmt eine erste Einschätzung quasi direkt nach den Zwischenwahlen und den ersten vorliegenden Ergebnissen vor. |
Unternehmerreisen
| Wann? Wo? Wie? | Was? / Welche Inhalte/Themen? / Anmeldemöglichkeit |
|---|---|
| 15.10.2026- 16.10.2026 |
Delegationsreise Ukraine Die Deutsch-Ukrainische Handelskammer organisiert eine Delegationsreise nach Kyjiw für Unternehmen aus den Bereichen Sicherheit und Verteidigung sowie für mittelständische Unternehmen mit Interesse an einer Diversifizierung in den Verteidigungssektor. Am 15. und 16. Oktober 2026 erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit zum Austausch mit relevanten Akteuren der Branche und zur Teilnahme an der ersten Deutsch-Ukrainischen Konferenz zu Sicherheit und Verteidigung. Die Reise wird von einem Close Protection Officer begleitet, zudem bietet die AHK ein Sicherheitsbriefing an. Die Teilnehmerzahl ist auf 30 Personen begrenzt. Ansprechpartner: Adrian Schairer (adrian.schairer@ukraine.ahk.de). |
| 04.11.2026- 06.11.2026 |
Geschäftsreise Südkorea zum Thema “Wein” Im Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) organisiert die DIHK DEinternational GmbH gemeinsam mit der AHK Korea und dem Deutschen Weininstitut (DWI) eine Geschäftsreise zum Thema Wein nach Südkorea. Ziel ist die Anbahnung und Vertiefung von Geschäftskontakten sowie der Austausch mit lokalen Unternehmen und Experten. Die Reise richtet sich an deutsche Weinerzeugende, die den südkoreanischen Markt erschließen oder ihre Marktpräsenz ausbauen möchten. Sie lässt sich zudem gut mit einem Besuch der ProWine Shanghai (10. bis 12. November 2026) verbinden. |
| 16.11.2026- 20.11.2026 |
Geschäftsreise Indien - Fischerei und Aquakultur Im Auftrag des Bundesministeriums fu r Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) organisiert die GEFA Exportservice GmbH in Zusammenarbeit mit dem Forum for Indian Food Importers (FIFI) und dem Bundesverband der deutschen Fischindustrie und des Fischgroßhandels e. V. diese Geschäftsreise zum Thema Fischerei und Aquakultur nach Indien. Ziel der Reise sind Geschäftsanbahnungen, Erfahrungsaustausch und Kontaktvertiefung mit lokalen Unternehmen und Experten. |
| 23.11.2026- 27.11.2026 |
Markterkundungsreise Indien – Landtechnik mit Fokus auf Erntetechnik, Heu-, Futter- und MilchproduktionIm Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) organisiert die DIHK DEinternational GmbH gemeinsam mit der AHK Indien und dem VDMA e.V. vom 23. bis 27. November 2026 eine Markterkundungsreise zum Thema Erntetechnik sowie Heu-, Futter- und Milchproduktion nach Indien. Fachbriefings und Unternehmensbesuche vermitteln Einblicke in Markt, Wettbewerb und Preisstrukturen. Ziel ist es, die Potenziale eines Markteintritts und möglicher Geschäftsanbahnungen zu bewerten |
| 07.12.2026- 11.12.2026 |
Geschäftsanbahnung Indien: Gesundheits- und Pharmasektor - Technologien, Ausrüster und Maschinen Ziel dieser Geschäftsanbahnungsreise nach Mumbai und Pune ist es, die Wettbewerbsfähigkeit für deutsche Unternehmen aus dem Gesundheits- und Pharmasektor (Technologien, Ausrüster und Maschinen) zu stärken und die Finanzierung von Exportgeschäften für Sie und ihre Kunden zu erleichtern. |
Allgemeine Informationen
Europäische Kommission berichtigt Durchführungsverordnung zur Festlegung der CBAM-Standardwerte
Die Europäische Kommission hat zum 01.08.2026 CBAM-Standardwerte berichtigt. Die Berichtigungen betreffen insbesondere die Ergänzung und Korrektur fehlender oder fehlerhafter Kennzeichnungen von Produktionswegen, die Angabe von Einheiten sowie die Berichtigung einzelner länderspezifischer Standardwerte und KN-Codes. Zudem wurden die Spalten mit den um Aufschläge erhöhten Standardwerten gestrichen. Die endgültigen Standardwerte einschließlich der Aufschläge werden innerhalb des CBAM-Registers auf Grundlage der in Anhang I festgelegten Standardwerte veröffentlicht. Die in Anhang I ausgewiesenen Werte für direkte und indirekte Emissionen haben lediglich informativen Charakter. Die Verordnung gilt rückwirkend ab dem 01.01.2026.
EU plant einheitliches Entsendeportal
Die EU plant die Einführung eines freiwilligen, einheitlichen digitalen Meldeportals für Entsendungen („e-Declaration“). Deutschland hat sich gemeinsam mit Griechenland, Irland, Litauen, Polen, Portugal, Slowenien, Tschechien und Ungarn bereit erklärt, das Portal künftig zu nutzen. Ziel ist es, den bürokratischen Aufwand für Unternehmen bei grenzüberschreitenden Mitarbeitereinsätzen zu verringern. Die formale Verabschiedung auf EU-Ebene steht noch aus. Weitere Mitgliedstaaten können sich dem System anschließen.
Europäische Kommission startet Register für den digitalen Produktpass
Die Europäische Kommission hat am 22. Juli das Register für den Digitalen Produktpass (DPP) gestartet. Rechtliche Grundlage für den DPP bildet die EU-Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (ESPR), die darauf abzielt, Informationen zur Nachhaltigkeit und Kreislauffähigkeit von Produkten digital bereitzustellen. Betroffen sind künftig schrittweise unter anderem Batterien, Textilien, Möbel sowie Elektro- und Elektronikprodukte. Über die neue Plattform stehen Unternehmen das DPP-Register, eine Testumgebung, technische Leitlinien, ein Helpdesk sowie Informationen zur Einführung des Digitalen Produktpasses zur Verfügung.
Neue EU-Verpackungsregeln: Sind Sie vorbereitet?
Seit dem12. August greifen erste Vorgaben der neuen europäischen Verpackungsverordnung (PPWR). Für viele Unternehmen, die Waren in der EU vertreiben, bedeutet das: neue Anforderungen prüfen, Prozesse anpassen und Zuständigkeiten klären. Das Außenwirtschaftsportal NRW hat seine Webseite zum kompakten Einstieg in die Erweiterte Herstellerverantwortung (EPR) in Europa aktualisiert. Sie erklärt praxisnah, welche Pflichten für Unternehmen bei Verpackungen, Elektrogeräten, Batterien und weiteren Produktgruppen entstehen können, und beantwortet typische Praxisfragen mit Beispielen aus verschiedenen europäischen Ländern.
Fördermöglichkeiten für das Geschäft im ASEAN-Raum
Die wachsende wirtschaftliche Relevanz der ASEAN-Länder eröffnet nordrheinwestfälischen Unternehmen insbesondere in den Bereichen Industrie, Automobil, Bekleidung, Medizin, Digitalisierung sowie Energie- und Umwelttechnologien attraktive Marktchancen. In einem ersten Themenheft zum ASEAN-Raum stellt die NRW.BANK, Förderbank für Nordrhein-Westfalen, die Länder Indonesien, Malaysia und Singapur vor. Sie erfahren Details zu wesentlichen Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten sowie weitere Unterstützungsangebote für Ihre Vorhaben in den betreffenden Ländern. In einem zweiten, demnächst erscheinenden Themenheft zum ASEAN-Raum wird auf weitere Märkte in diesem Wirtschaftsraum eingegangen.
Verteidigung in Europa: Neue Rollen für zivile Zulieferer
Investitionen in die Verteidigungsfähigkeit der europäischen NATO-Staaten könnten nach Berechnungen der Strategieberatung EY-Parthenon jährlich rund 150 Milliarden Euro zusätzliche Wertschöpfung erzeugen. Besonders der Maschinenbau, die Metallverarbeitung sowie die Technologie- und IT-Wirtschaft dürften davon profitieren.
Für deutsche Zulieferer, Technologieanbieter und spezialisierte Mittelständler ergeben sich so neue Absatz- und Kooperationsmöglichkeiten. Der Einstieg in die Lieferketten der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie ist jedoch nicht leicht: Beschaffungswege, technische Anforderungen und industrielle Strukturen unterscheiden sich von Exportmarkt zu Exportmarkt.
Rechtsatlas KI – Entwicklungen
Mit dem rasanten Fortschritt der Technologien im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) auf der ganzen Welt hat das Thema an rechtlicher Relevanz gewonnen. Derzeit haben einige Länder spezifische Gesetze zu KI mit unterschiedlichen Schwerpunkten verabschiedet. Gleichzeitig arbeiten Parlamente weltweit eilig an Gesetzesentwürfen. Andere Länder haben bereits bestehende allgemeine Gesetze angepasst, um auch das Thema KI abzudecken. Die derzeitige Umgestaltung der diversen Rechtssysteme ist eine Folge der gegenwärtigen und künftigen Auswirkungen der KI auf Fragen, die vom Datenschutz über die Menschenrechte bis hin zur Rechtsstaatlichkeit reichen.
Länderinformationen
China: Neue Bestimmungen für kleine Datenverarbeiter
Zum 1. September 2026 treten in China Vorschriften zu vereinfachten Datenschutzmaßnahmen für sogenannte kleine Verarbeiter personenbezogener Daten in Kraft. Unter "kleinen Verarbeitern persönlicher Daten" in China versteht Art. 2 Abs. 2 der Bestimmungen solche Verarbeiter, die personenbezogene Daten von weniger als 100.000 Personen verarbeiten. Die neuen Bestimmungen führen insbesondere das chinesische Gesetz zum Schutz persönlicher Informationen (Personal Information Protection Law - PIPL; vgl. Art. 62 Nr. 2 PIPL) und die Regelungen zur Verwaltung der Netzwerkdatensicherheit näher aus und sollen nach ihrem Art. 1 die innovative Entwicklung kleiner und mittlerer Unternehmen fördern.
China: Geschäftsmöglichkeiten bei Halbleiter und KI
Chinas Elektronikindustrie bleibt weltweit führend. Wachstumstreiber sind vor allem KI, Halbleiter, hochwertige Komponenten sowie die Digitalisierung von Industrie und Produktion. Zusätzliche Impulse kommen aus Rechenzentren, intelligenten Endgeräten und der Automobilelektronik. Für deutsche Anbieter bieten sich Chancen insbesondere bei spezialisierten Fertigungstechnologien, Prozesskontrolle und Qualitätssicherung sowie Reinraum-, Vakuum-, Gas- und Wassertechnik. Auch Spezialchemikalien und Software für die intelligente Fertigung verfügen über großes Marktpotenzial.
Indien und EU setzen auf Freihandel - Geschäftschancen für deutsche Unternehmen
Das geplante EU-Indien-Freihandelsabkommen soll die wirtschaftliche Zusammenarbeit deutlich stärken und Unternehmen neue Marktchancen eröffnen. Besonders profitieren könnten die Lebensmittel-, Chemie-, Automobil-, Medizintechnik-, Pharma- und Maschinenbauindustrie durch verbesserte Marktzugänge und teilweise erhebliche Zollsenkungen. Deutsche Unternehmen gewinnen dadurch bessere Absatzmöglichkeiten in einem wachstumsstarken Markt.
Darüber hinaus fördert das Abkommen den Dienstleistungs- und Digitalhandel und erleichtert den grenzüberschreitenden Geschäftsaustausch. Unternehmen sollten sich frühzeitig auf die neuen Rahmenbedingungen vorbereiten, um die Vorteile nach Inkrafttreten optimal nutzen zu können. Zusätzliche Förderprogramme können den Markteintritt in Indien unterstützen. Das Inkrafttreten des Abkommens wird derzeit für 2027 erwartet.
Israels Abfallreformen eröffnen neue Marktchancen
Investitionen, neue Verwertungsanlagen und regulatorische Reformen erhöhen die Nachfrage nach Recyclingtechnik aus dem Ausland.
Der Bedarf konzentriert sich bislang auf Sortier-, Aufbereitungs- und Komprimierungstechnik. Auch das geplante Abfallgesetz dürfte die Importnachfrage erhöhen. Benötigt werden hierfür unter anderem intelligente Füllstands- und Meldesensoren sowie digitale Identifikationssysteme, GPS- und Telematiklösungen und automatisierte Rücknahmesysteme. Bei Unternehmen entsteht zusätzlicher Bedarf an Daten- und Wiegetechnik, um die behördlichen Dokumentationspflichten zu erfüllen.
Japans Investmentregionen kennenlernen
Die Japanische Außenhandelsorganisation JETRO stellt in Zusammenarbeit mit lokalen Behörden und relevanten Organisationen Informationen zur Verfügung, um die Auswahl geeigneter Investitionsstandorte nach Präfekturen und Regionen zu erleichtern. Dabei kann man gezielt Informationen zu einzelnen Branchen und Förderinstrumenten abrufen.
Kanada: Bedarf an technischen Lösungen für den Betrieb von Häfen und Containerterminals bietet Absatzchancen
Das Land versteht Verkehrsinfrastruktur zunehmend als Instrument der Außenwirtschaftspolitik und sucht nach neuen Absatzmärkten und alternativen Routen außerhalb der USA. Vor allem in Montréal, Halifax, Vancouver und Prince Rupert entstehen Kapazitäten für Container-, Rohstoff- und Agrartransporte, die Kanadas Zugang zu internationalen Märkten verbessern sollen. Für deutsche Anbieter ergeben sich die interessantesten Chancen häufig nicht im Bau der Häfen oder Containerterminals selbst. Einblicke, wie sich Unternehmen auf dem kanadischen Markt etablieren und Geschäftschancen nutzen können, gibt ein Webartikel der Germany Trade and Invest GmbH.
Kasachstan: Neue Einreiseregelungen in Vorbereitung
Zum 25. August 2026 traten in Kasachstan gesetzliche Änderungen zur digitalen Erfassung von Reisenden aus visumfreien Staaten in Kraft. Für die Einreise selbst ergeben sich zunächst jedoch keine Änderungen: Das elektronische System QazETA (Electronic Travel Authorization, ETA) befindet sich derzeit noch in der Testphase. Nach den derzeit vorliegenden Informationen soll die elektronische Einreisegenehmigung über eine Online-Plattform oder eine mobile QazETA-App beantragt werden können. Der Antrag muss spätestens 72 Stunden vor Reiseantritt eingereicht werden. Die Genehmigung soll anschließend bis zu 180 Tage gültig sein.
Mexiko verschärft Vorgaben zur Geldwäscheprävention
Das mexikanische Finanzministerium (SHCP) hat am 7. August 2026 im Bundesgesetzblatt (Diario Oficial de la Federación) mit dem Acuerdo 115/2026 neue Ausführungsbestimmungen zur Geldwäscheprävention (LFPIORPI) veröffentlicht. Die neuen Regeln verschärfen die Compliance-Anforderungen deutlich. Im Mittelpunkt steht künftig ein risikobasierter Ansatz: Betroffene Unternehmen müssen ihre spezifischen Geldwäsche- und Terrorismusfinanzierungsrisiken systematisch analysieren und dokumentieren. Kunden sind mindestens in niedrige, mittlere und hohe Risikokategorien einzustufen. Für Kunden mit erhöhtem Risiko gelten verstärkte Sorgfaltspflichten. Die Reform tritt am 30. November 2026 in Kraft.
Slowakei: Handelsregister wird digitaler
Seit dem 17. August 2026 gelten in der Slowakei neue Regeln für das Handelsregister. Die Reform bringt unter anderem eine stärkere Digitalisierung und Vernetzung mit anderen Registern, etwa dem Adress- und Gewerberegister sowie der Finanzverwaltung. Auch Notare erhalten erweiterte Befugnisse, während für bestimmte Gesellschaftsdokumente, etwa Gesellschaftsverträge oder die Übertragung von Geschäftsanteilen, strengere Formvorschriften gelten. Neu ist zudem die Möglichkeit, einen Unternehmensnamen bereits vor der Registrierung für 60 Tage zu reservieren.
USA: Sales and Use Tax – Kalifornien schließt Umsatzsteuerlücke für Software
Die Sales and Use Tax in Kalifornien wird ab 2027 auf Standardsoftware ausgeweitet. Die neuen Vorschriften betreffen viele internationale Softwareanbieter. Kalifornien gehörte bislang zu den wenigen US-Bundesstaaten, die keine Sales and Use Tax auf vorgefertigte Software beziehungsweise Standardsoftware (Prewritten Software) erhoben haben, die elektronisch bereitgestellt oder per Fernzugriff genutzt wird. Mit Wirkung zum 1. Januar 2027 ändert sich dies jedoch grundlegend: Die California Senate Bill 122 erweitert den Begriff "bewegliche körperliche Wirtschaftsgüter" (tangible personal property) auf digitale Produkte. Damit unterliegt künftig auch der Verkauf von Standardsoftware der kalifornischen Sales and Use Tax.
USA: Starke Nachfrage nach deutscher Klima- und Baumaschinentechnik und Know-how
Die Einfuhren der USA von Bau- und Bergbaumaschinen stiegen im 1. Halbjahr 2026 um 12 Prozent zum Vorjahr. Die Importe "made in Germany" legten sogar um 50 Prozent zu. Für den Anstieg maßgeblich war die lebhafte Nachfrage nach Abbau-, Tunnelbohr- und Straßenbaumaschinen. Die Importe von Klimatechnik legten in den ersten sechs Monaten 2026 um knapp 6 Prozent zu und erreichten damit einen Rekordwert. Deutsche Technik und Know-how sind begehrt. Herausfordernd bleiben für den deutschen Maschinenbau in den USA die Zölle auf Aluminium und Stahl sowie zahlreiche Derivate dieser Metalle.
Zoll- und Außenwirtschaftsrecht
Änderungen bei den Warennummern seit 1. Juli 2026
Auch in diesem Jahr wurden zur Jahresmitte umfangreiche Anpassungen der Warennummern vorgenommen. Die EU-Kommission hat daher eine aktualisierte Korrelationstabelle zur Gegenüberstellung der alten und neuen Nummern im Excel-Format veröffentlicht. Die deutsche Zollverwaltung hat auf ihrem EZT-Online Portal unter „Mitteilungen” einen Hinweis und Link zur Auflistung der neuen und beendeten Warennummern in einer Korrelationstabelle hinterlegt.
Irland: Atlas Ausfuhr
Laut Atlas-Info 0979/2026 stellt Irland ab dem 1. August 2026 die Zentrale Zollabwicklung Ausfuhr (CCE) bereit und nimmt somit an elektronischen Nachrichtenaustausch zwischen der Ausfuhr- und Gestellungszollstelle teil. Die Mitgliedstaaten Schweden, Dänemark, Österreich, Bulgarien, Slowenien, Luxemburg, Slowakei und Kroatien nehmen bereits am elektronischen CCE Nachrichtenaustausch mit Deutschland teil.
EU-Mexiko-Abkommen: Modernisiertes Agreement
Das Modernised Trade Agreement wurde im Mai 2026 unterzeichnet, nun folgt die Ratifizierung. Um trotzdem die für den Warenverkehr neu vereinbarten Regeln zügig umzusetzen, wurde ein Interimsabkommen (Interim Trade Agreement ITA) geschlossen, der lediglich den Handelsteil abdeckt. Das Besondere an ITA ist: es bedarf keiner Ratifizierung durch 27 Mitgliedsstaaten, um ihn in Kraft zu setzen. Das kann durch die EU-Kommission erfolgen, weil sie in handelspolitischen Fragen die Befugnis dazu hat. Aller Voraussicht nach im November 2026 soll der ITA in Kraft treten. Übergangsfristen für schwimmende Ware sind nicht vorgesehen. Einzelheiten zu den Änderungen im Warenverkehr zwischen der EU und Mexiko stehen in einem separaten Webartikel der IHK Düsseldorf bereit.
EU-Kommission: Umfrage zu „Gold-Plating“
Die Kommission räumt dem Thema „Gold-Plating“ im Rahmen ihrer Vereinfachungsagenda von EU-Recht Priorität ein. Mit einer aktuellen Umfrage bis zum 15.09.2026 der Umfrage möchte die Kommission erfahren, wie sich Gold-Plating auf Unternehmen auswirkt, welche zusätzlichen Kosten entstehen und welche Maßnahmen geeignet wären, diese Belastungen zu reduzieren. Die Ergebnisse fließen in den Dialog mit den EU-Mitgliedstaaten sowie in einen Leitfaden (Toolkit) zur Vermeidung von „Gold-Plating“ im europäischen Binnenmarkt ein.
EU-Kommission: Konsultation zum Schutz und zur Durchsetzung von Immaterialgüterrechten in Drittstaaten
Unternehmen können noch bis zum 11.09.2026 der Generaldirektion Handel ihre Erfahrungen mit einzelnen Drittstaaten melden. Die Ergebnisse dieser Konsultation soll es Rechteinhabern außerdem ermöglichen, potenzielle Risiken für ihr geistiges Eigentum bewusst zu machen, wenn sie Geschäftstätigkeiten in den Prioritätsländern ausüben, sowie Geschäftsstrategien und -abläufe zum Schutz ihrer geistigen Eigentumsrechte zu gestalten.
EU-Antidumpingmaßnahmen
- Bestimmte offenmaschige Gewebe aus Glasfasern
Ursprung: China, Indien, Indonesien, Malaysia, Taiwan und Thailand
Auf Einfuhren bestimmter offenmaschiger Gewebe aus Glasfasern mit Ursprung in China, Indien, Indonesien, Malaysia, Taiwan und Thailand bestehen Antidumpingmaßnahmen, die mit Durchführungsverordnung (EU) 2017/1993 eingeführt wurden. Im Januar 2024 verlängerte die Europäische Kommission die Maßnahmen. Nun gibt die EU-Kommission die Einleitung einer Umgehungsuntersuchung bekannt und ordnet die zollamtliche Erfassung der untersuchten Waren an.
Weitere Informationen bei Germany Trade and Invest
- Draht aus Mangan-Silicium-Stahl mit Ursprung China
Im Dezember 2025 leitete die Europäische Kommission ein Antidumpingverfahren ein. Nun führt sie vorläufige Antidumpingmaßnahmen ein. Diese gelten mit Wirkung vom 11. August 2026. Die Ware wird derzeit unter folgendem KN-Code eingereiht: ex 7229 20 00 (TARIC-Code 7229 20 00 10).
Weitere Informationen bei Germany Trade & Invest
- Thermopapier mit Ursprung in China
Im November 2025 leitete die Europäische Kommission ein Antisubventionsverfahren ein. Nun führt sie vorläufige Maßnahmen ein. Diese gelten mit Wirkung vom 7. August 2026. Bei der betroffenen Ware handelt es sich um leichtgewichtiges Thermopapier (lightweight thermal paper) mit Ursprung in China. Die Ware wird derzeit unter den folgenden KN-Codes eingereiht: ex 4809 90 00, ex 4811 90 00, ex 4816 90 00 und ex 4823 90 85 (TARIC-Codes 4809 90 00 10, 4811 90 00 10, 4816 90 00 10 und 4823 90 85 20).
Weitere Informationen bei Germany Trade and Invest
- Titandioxid mit Ursprung in China
Auf Einfuhren von Titandioxid gelten seit 10. Januar 2025 endgültige Antidumpingzölle. Nun gibt die EU-Kommission die Einleitung einer Absorptionsuntersuchung bekannt. Die Antidumpingzollsätze können sich nach Abschluss der Untersuchung ändern.
Weitere Informationen bei Germany Trade & Invest
- Glasfasern mit Ursprung in China und Ägypten
Auf Einfuhren von bestimmten gewebten und/oder genähten Erzeugnissen aus Glasfasern mit Ursprung in China und Ägypten bestehen sowohl Antidumping- als auch Antisubventionsmaßnahmen, die mit den Durchführungsverordnungen (EU) 2020/776 sowie 2020/492 eingeführt wurden. Nun gibt die Europäische Kommission die Verlängerung der Antisubventionsmaßnahmen bekannt.
Weitere Informationen bei Germany Trade and Invest
- Terephthalsäure mit Ursprung in Südkorea und Mexiko
Im August 2025 leitete die Europäische Kommission ein Antidumpingverfahren ein. Seit April 2026 galten vorläufige Antidumpingzölle. Nun gibt die EU-Kommission die Einführung endgültiger Antidumpingmaßnahmen bekannt. Diese gelten mit Wirkung vom 11. August 2026. Bei der betroffenen Ware handelt es sich um Terephthalsäure mit einer Reinheit von 99,5 GHT oder mehr, die in der Regel in die CAS-Nummer (CAS: Chemical Abstracts Service) 100-21-0 eingereiht wird und in der Regel der CUS-Nummer (CUS: Customs Union and Statistics) 0023865-3 entspricht, mit Ursprung in Südkorea und Mexiko. Die Ware wird derzeit unter dem folgenden KN-Code eingereiht: ex 2917 36 00 (TARIC-Code 2917 36 00 11).
Weitere Informationen bei Germany Trade and Invest
- Biodiesel mit Ursprung in den USA
Seit 2009 bestehen sowohl Antidumping- als auch Antisubventionsmaßnahmen auf die Einfuhren von Biodiesel mit Ursprung in den USA, ausgeweitet auf Einfuhren aus Kanada. Die EU-Kommission verlängerte diese Maßnahmen 2021. Nun leitet sie eine Auslaufüberprüfung ein und prüft die erneute Verlängerung. Gleichzeitig leitet sie eine Interimsuntersuchung ein.
Weitere Informationen bei Germany Trade and Invest
Verpflichtung zur Nutzung des Zollportals für Genussmittelsteuer ab 01.01.2027
Ab 1. Januar 2027 wird die Nutzung des Zoll-Portals für eine Vielzahl von Formularen im Genussmittelsteuerbereich verpflichtend. Grundlage für die Verpflichtung ist § 3 Abs. 2 der Verbrauch-und-Luftverkehrssteuerdaten-Übermittlungs-Verordnung (VStDÜV). Die Formulare zu den Genussmittelsteuern finden Sie im Zoll-Portal im Bereich "Dienstleistungen".
Kombinierte Nomenklatur – Neue Erläuterungen und Einreihungsentscheidungen
Aktuelle Änderungen von Erläuterungen
Die Erläuterungen zur Kombinierten Nomenklatur werden regelmäßig geändert und ergänzt. Zu den neuesten im Amtsblatt der EU veröffentlichten Änderungen gehören:
- Die Erläuterung zur KN-Unterposition 4418 21 10 bis 4418 29 80 "Türen und Rahmen, Türverkleidungen und -schwellen" erhält einen neuen Wortlaut (C/2026/4137)
- Die Erläuterung zur Unterposition 9503 00 21 „Puppen“ enthält einen neuen Wortlaut sowie auch die Erläuterung zur Position 9505 „Fest-, Karnevals-/Faschings- oder andere Unterhaltungsartikel, einschließlich Zauber- und Scherzartikel“ (C/2026/4225)
Verzinkte Gewindestange – Neue Einreihungsentscheidung
Die nachstehend beschriebenen Waren werden in die Kombinierte Nomenklatur unter den genannten KN-Code eingereiht:
- Verzinkte Gewindestangen aus anderem als nicht rostendem Stahl, in ganzer Länge mit einem metrischen Gewinde versehen, ohne Kopf oder Vertiefung, mit einer Zugfestigkeit von weniger als 800 MPa, in unterschiedlichen Längen (zwischen 1 000 mm und 3 000 mm) und Durchmessern (zwischen 4 und 36 mm). Sie werden ohne Muttern, Unterlegscheiben oder ähnliche Elemente gestellt. Die Waren werden zum Verbinden, Aufhängen oder Befestigen einer Vielfalt von Vorrichtungen und Komponenten verwendet.
Die Ware ist als "andere Schrauben und Bolzen ohne Kopf, aus anderem als nichtrostendem Stahl, mit einer Zugfestigkeit von weniger als 800 MPa einzureihen" unter dem folgenden KN-Code: 7318 15 42.
Ware für Infusionssysteme – Neue Einreihungsentscheidung
Die nachstehend beschriebenen Waren werden in die Kombinierte Nomenklatur unter den genannten KN-Code eingereiht:
Ware zur Verwendung mit Infusionssystemen, bestehend aus:
- drei miteinander verbundenen durchsichtigen Kunststoffschläuchen mit einer Länge von jeweils etwa 5 cm und einem Außendurchmesser von etwa 1,5 mm,
- einem Y-Verbinder,
- einem einfachen Luer-Lock-Verbinder mit einer Überwurfmutter und einer Schutzkappe,
- zwei Luer-Lock-Verbindern mit eingebautem Rückschlagventil und
- zwei Schiebeklemmen.
Die drei Schläuche sind mittels des Y-Verbinders miteinander verbunden. Der einzelne Schlauch, der das untere Ende des "Y“ bildet, ist mit einem Luer-Lock-Verbinder mit Überwurfmutter und Schutzkappe versehen; die beiden Schläuche am oberen Ende des "Y“ sind jeweils mit einer Schiebeklemme und einem Luer-Lock-Verbinder mit eingebautem Rückschlagventil ausgestattet. Die Ware hat eine Gesamtlänge von etwa 15 cm. Die Luer-Lock-Verbinder dienen dazu, die Ware mit anderen Schläuchen und/oder Geräten (zum Beispiel Spritzen) auslaufsicher zu verbinden.
Südkorea führt Antidumpingmaßnahmen auf Poly Vinyl Chlorid (PVC) Paste Resin ein
Die koreanische Handelskommission veröffentlichte am 5. August 2026 die endgültigen Ergebnisse der Antidumpinguntersuchung. Sie betrifft die Einfuhren von Poly Vinyl Chlorid (PVC) Paste Resin (HS-Code: 3904.10.0000) aus Deutschland, Frankreich, Norwegen und Spanien. Die Maßnahme ist am 5. August 2026 in Kraft getreten und soll für eine Dauer von fünf Jahren und somit bis zum 4. August 2031 gelten. Die Höhe der einzelnen Zollsätze und weitere Einzelheiten stehen auf der Webseite der Germany Trade and Invest GmbH bereit:
Ukraine: IMEI-Angaben in der Zollerklärung für Smartphones
Das Finanzministerium hat die Regeln für das Ausfüllen von Zollerklärungen für Smartphones und Mobiltelefone geändert. Grundlage ist die Anordnung Nr. 380 vom 13.07.2026. Künftig wird eine Warensendung mit Mobiltelefonen nur noch abgefertigt, wenn zusätzlich eine elektronische Liste mit den IMEI-Nummern eingereicht wird. Die Änderung betrifft Waren der HS-Codes
- 8517 13 00 00 (Smartphones) und
- 8517 14 00 00 (andere Telefone für Mobilfunknetze).
Die Regelung gilt ausschließlich für Einfuhrverfahren. Dazu zählen Import, Wiederimport und vorübergehende Einfuhr. Für den Export und den Transit von Smartphones gilt die Anforderung nicht.
USA: Zusatzzölle und US-Zollreform - Erweiterungen und Updates
Schutzmaßnahmen für Einfuhren von Produkten mit Quarzoberflächen
Auf Grundlage einer vorangegangen Untersuchung nach Section 202 Trade Act 1974 führen die USA Einfuhrkontingente für bestimmte Produkte mit einer Quarzoberfläche ein. Mit Wirkung zum 15. August 2026 unterliegen folgende Zolltarifnummern bei der Einfuhr in den USA Schutzmaßnahmen in Form eines Einfuhrkontingents: 6810.99.0020, 6810.99.0040, 7020.00.6000. Die Schutzmaßnahme in Form eines Zollkontingents wird für einen Zeitraum von vier Jahren erlassen.
Update zu US-Zöllen auf Waren aus Kanada
Mit Wirkung zum 22. August 2026 werden bestimmte kanadische Produkte mit weiteren Zöllen belegt. In den Anhängen gelistete Waren, die am oder nach dem 22.08.2026 zum freien Verkehr abgewickelt oder aus einem Lager in den freien Verkehr überführt werden, unterliegen den zusätzlichen Einfuhrzöllen in Höhe von 50 Prozent (HTSUS-Position 9903.05.01). Betroffen sind verschiedene Produkte, wie: alkoholische Getränke (HTSUS-Klassifizierung: 9903.03.12), Milchprodukte (HTSUS-Klassifizierung: 9903.03.13) sowie diverse weitere Erzeugnisse (HTSUS-Klassifizierung: 9903.03.14).
Zölle auf Drohnen und Drohnenkomponenten
Am 13. August 2026 unterzeichnete Präsident Trump eine Executive Order, um weitere Einfuhrzölle zu erlassen. Für Drohnen ab einer bestimmten Größe (mehr als 25 kg Gewicht) oder mit besonders sicherheitsrelevanten Fähigkeiten (Wärmebildtechnik) wird zum 3. September 2026 ein Zoll von 100 Prozent fällig. Auf kleinere Modelle oder auf Modelle ohne diese Eigenschaften wird ein Zoll von 25 Prozent ebenfalls ab diesem Tag erhoben. Drohnen und Bauteile aus der Europäischen Union (EU), Japan, Liechtenstein, Südkorea, der Schweiz und Taiwan werden zukünftig mit 15 Prozent verzollt. Für weniger sensible Drohnen-Bauteile gelte eine Frist von 180 Tagen – also ab dem 9. Februar 2027 unterliegen diese Waren dann auch einem Zollsatz in Höhe von 25 Prozent.
Mindestpreise und Zusatzzölle für Polykristallines Silicium
Mit der Proklamation 11052 vom 6. August 2026 kündigen die USA handelspolitische Maßnahmen für die Einfuhr von Polysilizium/Polykristallines Silicium auf Grundlage von Section 232 Trade Expansion Act an. Ab dem 4. Dezember 2026 gelten für Einfuhren von Silicium Mindestpreise sowie Zusatzzölle von 15 Prozent.
Update zur geplanten Zollreform
Ein zentraler Bestandteil der Reform ist die Überarbeitung der Anforderungen an den sogenannten Importer of Record (IOR), also den rechtlich verantwortlichen Importeur. Mit einer Notice vom 19. August 2026 kündigt die CBP an, die Angaben im Formular 5106 (Importer Identify Form) genauer zu prüfen. Bei unvollständigen oder fehlerhaften Angaben möchte sie tätig werden, beispielsweise in Form einer (vorübergehenden) Deaktivierung der IOR-Nummer.
EDI-Implementierungshandbuch zu ATLAS-Release 10.2 inkl. AES-Release 3.0
Das EDI-Implementierungshandbuch zu ATLAS-Release 10.2 inkl. AES-Release 3.0 steht in aktualisierter Version zum Download bereit:
Messen und Ausstellungen
NRW-Gemeinschaftsstände
Im Rahmen von NRW-Gemeinschaftsständen können Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen ihre Technologien und Produkte auf internationalen Fachmessen unter dem Dach des Landes präsentieren. Nachfolgend finden Sie eine Auswahl geförderter Messen im Jahr 2027:
- NRW-Landesgemeinschaftsstand auf der E-world energy & water 2027 in Essen
Europas Leitmesse für Energie und Wasser. Schwerpunkte sind u. a. erneuerbare Energien, Wasserstoff, intelligente Netze und digitale Energielösungen. Anmeldeschluss: 30.09.2026
- NRW-Gemeinschaftsstand auf dem MWC Barcelona 2027
Weltweit führende Messe für Mobilfunk und Konnektivität mit Themen wie Industrie 4.0, KI, Cybersecurity, Mobilität und Gesundheit.
Anmeldeschluss: 30.10.2026
- NRW-Gemeinschaftsstand auf der JEC World 2027 in Paris
Internationale Leitmesse für Verbundwerkstoffe mit umfangreichem Konferenz- und Fachprogramm entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Anmeldeschluss: 18.09.2026
- NRW-Landesgemeinschaftsstand auf der XPONENTIAL Europe 2027 in Düsseldorf
Europas führende Fachmesse für autonome Systeme, Robotik, KI, Drohnen und unbemannte Technologien.
Anmeldeschluss: 10.12.2026
Aktuelle Veröffentlichungen
Warenursprung und Präferenzen 2026
Fachbuch DIN A5, 217 Seiten
Freihandelsabkommen bieten Ländern auf politischer wie wirtschaftlicher Ebene Grundlagen der Zusammenarbeit. Sie sind dafür gedacht, die Wirtschaftsräume der Partnerländer zu stärken und den Austausch von Waren und Dienstleistungen zu vereinfachen zum Wohle aller Beteiligten. Kaum ein Unternehmen kommt aktuell um die internationale Wertschöpfungskette herum, der Druck der Anbieter aus anderen Ländern ist zu stark. Daher macht es Sinn nach Handelsabkommen Ausschau zu halten.
In diesem Werk möchten wir aufzeigen, welche Handelsabkommen es gibt und wie ein Unternehmen davon profitieren kann. Damit vollkommen legal Zölle und Steuern gespart werden können, bedarf es Wissen und Planung. Dieses Werk wartet mit einigen Tipps und Hilfen auf, die Ihnen dabei helfen können.
In diesem Werk möchten wir aufzeigen, welche Handelsabkommen es gibt und wie ein Unternehmen davon profitieren kann. Damit vollkommen legal Zölle und Steuern gespart werden können, bedarf es Wissen und Planung. Dieses Werk wartet mit einigen Tipps und Hilfen auf, die Ihnen dabei helfen können.
Digitales Lieferantenverzeichnis Tschechien
Die Deutsch-Tschechische Industrie- und Handelskammer (DTIHK) unterstützt den Auf- und Ausbau der Geschäftsbeziehungen zwischen deutschen und tschechischen Firmen und setzt sich für unternehmensfreundliche Rahmenbedingungen in Tschechien ein. In dieser Funktion erhält das DTIHK-Team täglich Anfragen von deutschen Unternehmen, die Zugang zum tschechischen Markt suchen. Das siebte Jahr in Folge präsentieren sich tschechische Firmen, die Geschäftskontakte auf dem deutschen Markt aktiv suchen. In dem digitalen Lieferantenverzeichnis sind aktuell über 120 Firmenprofile aus verschiedenen Branchen veröffentlicht. Das digitale Lieferantenverzeichnis steht zur freien Verfügung, Sie können darin Firmen nach unterschiedlichen Branchen recherchieren.
