Ausbildung

Elektroniker/-in für Automatisierungstechnik

Zwei wichtige Hinweise zur Prüfung:
  1. Ab der Abschlussprüfung Teil 2 - Sommer 2022 gibt es neue Bestandteile des Teilepools - Einsatzgebiete 2/3/5 (Berufs-Nr. 3102).
  2. Ab der Abschlussprüfung Teil 2 – Sommer 2022 gibt es neue Bestandteile des Teilepools – Einsatzgebiet 1/4 (Berufs-Nr. 3101).
Nach der Teilnovellierung der industriellen Metall- und Elektroberufe sowie des Mechatronikers/der Mechatronikerin hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bereinigte Neufassungen für die drei entsprechenden Ausbildungsordnungen erstellt und im Bundesanzeiger veröffentlicht. Grundlagen dafür sind die Änderungsverordnungen vom 7. Juni 2018.
In der Ausbildung lernt der oder die Elektroniker/-in für Automatisierungstechnik Funktionszusammenhänge und Prozessabläufe zu analysieren und darauf aufbauend Automatisierungsanlagen zu entwerfen. Wenn etwa ein Kunde wünscht, dass sich die Belüftungsanlage in seinem Bürogebäude zu einer bestimmten Uhrzeit von allein ausschaltet, wird er oder sie für ihn die Kosten kalkulieren, ihn beraten und das System planen. Das geschieht am Computer: Mit Hilfe spezieller Programme entwirft der Elektroniker für Automatisierungstechnik die Anlage, die der Kunde wünscht.
Als Azubi wird man also nicht nur mit dem aktuellsten Stand der Technik vertraut gemacht, sondern auch auf den Gebieten Kalkulation, Beratung, Planung und Programmierung geschult. Zudem eignet sich der oder die Elektroniker/-in für Automatisierungstechnik Kenntnisse an, die in seinem gesamten Berufsleben nützlich sind, insbesondere auf den Gebieten Visualisierung, Fernsteuerung und Software-Wartung von Industrieanlagen. Und diese Kenntnisse kann er oder sie weltweit einsetzen. Manche Unterlagen sind auf Englisch, und auch manche Verhandlungen werden auf Englisch geführt. Diese Fremdsprache sollte man also beherrschen, wenn man diesen Beruf ausüben möchte.
Wenn eine automatische Anlage mal nicht so läuft, wie der Kunde sich das vorgestellt hat, kommt der oder die Elektroniker/-in für Automatisierungstechnik vorbei und programmiert diese um. Vielleicht müssen auch nur Sensoren erneuert werden, aber auch das ist für ihn oder sie kein Problem: In der Ausbildung lernen sie nämlich, wie man Sensoren, Leiteinrichtungen oder Maschinen- und Prozesssteuerungen installiert und wartet sowie den Umgang mit pneumatischen, hydraulischen und elektrischen Antrieben.
Zur Ausbildung gehört ebenso die überbetriebliche Ausbildung. Nach der Ausbildung beherrschen Elektroniker/-innen für Automatisierungstechnik das Programmieren, Testen und Installieren von Automatisierungssystemen. Arbeitgeber können Hersteller von industriellen Prozesssteuerungseinrichtungen sein, ebenso Betrieben der Elektroinstallation und in Wasser- und Klärwerke.
Wie die Berufsausbildung im täglichen Geschäft aussieht können Sie in diesem  Kurzfilm von BR Alpha sehen.

Ausbildungsordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer

  • 3,5 Jahre

Berufsschulen

Anerkannte Ersatzschule