Bürokratische Hemmnisse sind mit einer Wahrscheinlichkeit von 46 Prozent am weitesten verbreitet. Sie umfassen eine Vielzahl von Gesetzen und Regulierungen, etwa aus Steuer-, Arbeits-, Verbraucher-, Umwelt- und Datenschutzrecht. Besonders die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO 2018) wird als innovationshemmend wahrgenommen, da Innovationen zunehmend auf digitalen Technologien basieren. Die Wahrnehmung dieser Hemmnisse variiert je nach Unternehmensalter, Region und individueller Unternehmerpersönlichkeit.
Platz 2 und 3: Finanzierung und Kompetenz
Finanzierungsbezogene Hemmnisse betreffen mittelständische Unternehmen mit einer Wahrscheinlichkeit von 35 Prozent und sind das zweitwichtigste Hemmnisbündel in Bezug auf Innovationen. Ungewollte Know-how-Abflüsse (Spillover-Effekte) beispielsweise erschweren die vollständige Monetarisierung von Innovationen. Hohe Unsicherheiten bezüglich technischer Machbarkeit und Markterfolg machen die Finanzierung riskant und Informationsasymmetrien zwischen Unternehmen und externen Geldgebern führen dazu, dass Banken entweder hohe Renditen fordern oder keine Finanzierungen gewähren.
Kompetenzbezogene Hemmnisse rangieren nahezu gleichauf mit Finanzierungshemmnissen und betreffen besonders Unternehmen ohne eigene Forschung und Entwicklung (FuE), Projektabbrüche sind hier häufiger, da fehlen[1]de Kompetenzen oft nicht im Vorfeld erkannt werden können.
WAB