Hoher Energiebedarf in der Zerspanung
Im Bereich Teilefertigung betreibt ERWEMA moderne CNC‑Bearbeitungszentren, die einen relevanten Anteil am Stromverbrauch des Unternehmens ausmachen. Gerade bei hochpräzisen Bearbeitungsaufgaben laufen die Maschinen oft im Mehrschichtbetrieb, sodass umgesetzte Effizienzpotenziale sich direkt in der Energiekostenrechnung und im CO2‑Fußabdruck niederschlagen. Vor diesem Hintergrund stand die Investitionsentscheidung für ein neues Fünf‑Achs‑Bearbeitungszentrum an. Ziel war, nicht nur die Bearbeitungskapazität und ‑qualität zu erhöhen, sondern gleichzeitig den spezifischen Energieverbrauch pro Bauteil zu senken und somit aktuelle Förderprogramme zu nutzen.
Die Lösung: Modernes CNC-Bearbeitungszentrum mit Effizienzkonzept
ERWEMA entschied sich für die Investition in das Bearbeitungszentrum HERMLE C 250 U. Die Maschine zeichnet sich neben hoher Bearbeitungsgenauigkeit durch optimierte Antriebstechnik, verbesserte Nebenaggregate und intelligente Standby‑Konzepte aus, die den Stromverbrauch im Betrieb reduzieren. Auf Basis der geplanten Jahreslaufzeit und Auslastung ergab sich ein Einsparpotenzial von rund 15 Prozent beim Stromverbrauch, was etwa 2,8 Tonnen CO2 pro Jahr entspricht. Bei der optimalen Ausgestaltung des Einsparkonzepts und der Auswahl der förderfähigen Maßnahmen zählte ERWEMA auf die Unterstützung des KEFF+‑Moderators der IHK Ulm, Mustafa K. Süslü. Er hilft Unternehmen, Energie- und Materialeffizienzpotenziale systematisch zu identifizieren, die Investitionen zu strukturieren und Fördermöglichkeiten wie das BAFA‑Programm Modul 4 „Energieeffizienz in der Wirtschaft – Investitionszuschuss“ passgenau zu nutzen. Gemeinsam mit einem Energieberater konnten die energiebezogenen Mehrinvestitionskosten der HERMLE C 250 U, die technischen Effizienzmerkmale und die zu erwartenden Einsparwerte erarbeitet und so aufbereitet werden, dass sie für den Förderantrag plausibel und prüffähig waren.
Weniger Energieverbrauch, weniger CO2-Ausstoß, mehr Zukunftssicherheit
Durch diese Investition und die strukturierte Herangehensweise mit KEFF+‑Begleitung profitiert ERWEMA mehrfach: Die jährliche Stromeinsparung reduziert die Betriebskosten und verbessert die Wirtschaftlichkeit der Maschine über die gesamte Nutzungsdauer. Die deutliche CO2‑Reduktion leistet außerdem einen messbaren Beitrag zu den Klimazielen des Unternehmens und stärkt dessen Position in Lieferketten, in denen Nachhaltigkeitskriterien zunehmend eingefordert werden. Resultierende prozessseitige und organisatorische Einsparungen im Produktionsumfeld kommen hinzu. Und die Nutzung des BAFA‑Förderprogramms Modul 4 senkt die Investitionshürde und beschleunigt den Return on Investment, ohne die technologische Leistungsfähigkeit zu beeinträchtigen.